Im Wald ist es doch in Ordnung, wenn mein Hund einen ausgeprägten Jagdtrieb hat, dass ich ihn an der Leine führe. Mein letzter Schäferhund hat sich eher erschrocken, wenn ein Reh oder Hase seinen Weg kreutzte und ich hatte das Gefühl er war dankbar, wenn ich ihn abgerufen hatte. Aber wenn dann so ein grünes Männchen sich aufspielt wie die geballte Staatsmacht, weil der Hund frei neben mir lief, kann man schon mal ausrasten und unqualifiziert werden. Ich glaube, die plappern einfach nach, was sie mal für ihre Prüfung lernen mussten.
Leider stelle ich in den letzten Jahren eh` immer häufiger fest, dass immer mehr Jogger, Radfahrer, Mütter mit Kindern, egal was man nimmt, den Hundehalter grundsätzlich meinen anpöbeln und zurechtweisen dürfen. Aber worüber wundert man sich. Wenn in Medien über Hunde etwas vermeldet wird, doch fast immer negativ. Ich lebe in einer Kleinstadt, wo wir im Rathaus eine Broschüre erhalten können, die uns kleine Grünstreifen ausweist, wo man die doch so untriebigen Raubtiere in der Brutzeit frei laufen lassen kann. Ich freue mich schon wieder darauf, wenn die Kreisjägerschaft zum Herbst in unmittelbarer Nähe von Häusern ihre Treib- u. Drückjagden durchführt, für die es heute verboten ist, den Hund frei laufen zu lassen. Dann lautet die Begründung: Der Bestand vermehrt sich unkontrolliert. Als wenn so ein Fasan nicht auf die Idee käme - kein Platz mehr- na gut, fliege ich weiter.
Egal, bekomme ich es wieder rechtzeitig mit, melde ich der Polizei Schusswaffengebrauch mit entsprechender Ortsangabe und Panik in der Stimme und die Herren Jägermeister dürfen erst einmal sämtliche Genehmigungen hervorkramen. Das kann dauern, da die in der Regel der älteste Jagdteilnehmer dabei hat und bis der gefunden ist, habe ich einigen Fasanen das Leben retten können.
Aber vielleicht machen die Jäger ja auch nur so ein Theater weil sie manchmal zu viel Jägermeister trinken. Und wenn man sowas tun tut, können ganz viele Gehirnzellen totgehen.