Ich denke das "Problem" bei den Tierheimen ist, dass sie generell "Fundtiere" von draussen lieber in Freigang vermitteln, eben weil es die Katzen so "gewohnt" sind:eusa_think:
Dabei berücksichtigen sie aber nicht (oder können es auch gar nicht, bei der Katzenflut!) dass "Fundtiere" auch zum Beispiel einfach ausgesetzt sein könnten und sich draussen gar nicht wohl fühlen. Aber leider ist es oft so: draussen gefunden = automatisch Freigang gefordert.
Unsere beiden Großen sind ja aus dem gleichen Tierheim wie Inas 2 Neuzugänge

Und die beiden waren ausgesetzte Fundtiere, die man aber nur in Wohnungshaltung bzw. mit gesichertem Balkon vermitteln wollte (angeblich die einzigen Wohnungskatzen, die das TH seinerzeit beherbergte :roll

Die haben aber zumindest eine telefonische Nachkontrolle gemacht - ungefähr ein halbes Jahr, nachdem Dinah und Poldi hier eingezogen waren

Ich kann die von Ina zitierte TH-Argumentation bezüglich Nachkontrollen aber schon auch irgendwie nachvollziehen - ich meine: Wir haben den ultrascheuen Pold und die total biestige, verfilzte Dinah mitgenommen - beide schon etwas älter, v. a. die Dinah - joar - wer macht sowas schon, ohne es wirklich ernst zu meinen und sich Gedanken gemacht zu haben... Außerdem waren wir ja samstags da, da hieß es: "Samstags gibt´s keine Tiere, kommen Sie am Montag wieder" - allein davon hätten sich sicher schon einige abschrecken lassen, die sich spontan Katzenbabies hätten holen wollen, und wären schwupps ins nächste Tierheim gefahren.... Aber nein, wir standen am Montag wieder brav auf der Matte und wollten immer noch Dinah und Poldi mitnehmen
Zum eigentlichen Thema: Ich denke auch, dass man das gar nicht so beurteilen kann, ob die Katzen wirklich nicht rauswollen, wenn man ihnen nicht tatsächlich regelmäßig und längerfristig die Gelegenheit dazu gibt. Katzen sind ja erstmal vorsichtig - die rennen ja nicht gleich raus und brechen in Jubelgeschrei aus, sondern die erkunden ja behutsam Schritt für Schritt ihre Umgebung und erweitern ihren Aktionsradius erst allmählich....
Das haben wir hier auch gemerkt - es hat recht lange gedauert, bis die beiden Kleinen (ihres Zeichens Streunerbabies, also das "Draußen" eigentlich gewöhnt) sich mal auf die Terrasse getraut und diese vollständig erkundet haben

Und da sie die erste Zeit nicht in den Flur mit Bad, Gästezimmer und Schlafzimmer durften, haben sie sich dort auch später, als sie es durften, fast gar nicht aufgehalten - sie sind auch nachts dann nie ins Schlafzimmer gekommen, das haben sie sich erst von den beiden Großen abgeguckt, die ja von vornherein dann überall hindurften....
Insofern würde ich von unserem Quartett nicht behaupten, dass sie nicht auch gern Freigang hätten - nur da sie ihn nicht kennen, hoffe ich mal sehr, dass sie ihn auch nicht vermissen
LG, seven