"Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf"

Diskutiere "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" im Hunde Ernährung Forum im Bereich Hunde Forum; Ich wieder ^^ Ja es nervt mich gerade auch dass ich so viel frage :roll: Hoffe doch dass trotz dessen meine Frage beantwortet wird. Habe in ner...
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  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #1
blackdobermann

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Ich wieder ^^ Ja es nervt mich gerade auch dass ich so viel frage :roll:
Hoffe doch dass trotz dessen meine Frage beantwortet wird.

Habe in ner Hundezeitschrift (Ja ich war sehr fleißig im Zeitungsladen) "Partner Hund"

Folgendes entdeckt (siehe Anhang).
Besonders die Studien machen mich nachdenklich...dass 60 % der Barfrationen Mängel aufweisen und viele Tiere an Durchfall leiden.
Menschliches Versagen sicherlich?
Was sagt ihr zu den Antworten der Tierärztin? (wenns was zu sagen gibt)
Ich möchte meinen späteren Hund auch Barfen...und natürlich alles richtig machen...

Ich glaube dass die Fragen von unerfahrenen Barfern resultieren.... .

Ach, oder ich mache mich wieder unnötig verrückt :roll:


Text:
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  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #2
Finde ich sehr gut weil angesprochen wird wie wichtig eine Rationsberechnung ist weil man ohne den KJ Bedarf vom Hund und die Nährstoffgehalte der Futtermittel mehr kaputt als gut machen kann. Manchmal hat man ja wirklich das Gefühl das viele einfach Fleisch und Gemüse zusammenwerfen und denken das wäre dann die beste Fütterung
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #3
In manchen Punkten stimme ich dem zu.
Zum Großteil weist der Artikel erst einmal nur darauf hin, dass es wichtig ist, mit Bedacht an die Sache heran zu gehen, immer wieder die Rationsberechnung und das Gewicht des Hundes zu prüfen, den Kot zu kontrollieren usw..
Das erste Problem sehe ich aber auch hier darin, dass die TÄ das Barfen abzulehnen scheint. Ich finde es aber sehr wichtig, dass man einen TA hat, der sich damit ein bisschen auskennt, ein Blutbild auf Mangelerscheinungen machen kann und nicht für jede Krankheit des Hundes die Ursache im Barfen sieht.

Was mich ein bisschen stört sind gewisse Übertreibungen oder grenzwertige Unwahrheiten.
  1. Bei der Rationsberechnung wird leider vergessen zu sagen, dass es nicht nur schlimm ist, wenn man es falsch macht, sondern auch gut ist, wenn man es richtig macht. Die 60% zeigen eigentlich nur an, wie viele Halter zu sorglos damit umgehen, ich kenne selbst solche Exemplare. Es ist auch nicht alles Barf, was von manchen Leuten als Barf bezeichnet wird. Die Innereien sind hier ja auch immer wieder ein Thema, auch Sachen wie Hyperkalzämie habe ich in manchen Themen schon angesprochen. Das fällt für mich aber alles in den Bereich "Ration sorgfältig berechnen".
  2. Das Pro des Barfens wird hier völlig außer acht gelassen und nur das Pro des Fertigfutters dargestellt, ohne Kontra.
  3. Hier sind meiner Meinung nach Wissenslücken vorhanden. Der Wolf frisst zum Beispiel auch keinen Darminhalt, das ist schlichtweg falsch. Auch Tieren in Wildgehegen wird kein Darm oder Hirn vorgesetzt, auch wenn die TÄ das hier behauptet. Der Grund ist ganz einfach: Darm, Hirn, Rückenmark und andere hier genannte Teile der Tiere dürfen nicht vertrieben werden, den Schlachthof gar nicht zum Verkauf verlassen, sondern wandern direkt in den Müll. Auch Zoos bekommen solche Teile des Tieres also nicht in die Hände. Jeder, der schon mal eine Doku mit Wölfen im Wildgehege bei der Fütterung gesehen hat konnte sich selbst davon überzeugen, dass in dem Futtereimer weder Hirn noch Darm zu sehen ist. Das Verfüttern ganzer Tiere ist relativ selten. Zudem wird es auch beim Barfen teils praktiziert, wo ist also der Unterschied, zwischen einem Wolf in einem Zoo und einem Hund zu Hause? Außerdem haben wir hier auch schon oft genug darauf hingewiesen, dass der Hund vom Wolf abstammt, aber keiner ist.
  4. Das möchte ich anzweifeln. Wird der Hund langsam und stetig, am besten in jungen Jahren, an rohes Fleisch, Knochen und (richtig zubereitetes!!) Gemüse gewöhnt dürfte das sehr selten vorkommen. Auch da verweise ich auf die Sorglosigkeit mancher Halter. Trotzdem mag es Hunde geben, die es nicht vertragen - nun gut, andere vertragen kein Trockenfutter oder nur bestimmte Sorten, dann muss sich der Halter eben anpassen. Ich würde aber behaupten, dass Hunde insgesamt eher das Barfen vertragen als das Trockenfutter. Außerdem soll man es mit den Beilagen ja auch nicht übertreiben.
  5. Auch da liegt der Fehler beim Halter. Man erkundigt sich vorher, was man füttern kann und was nicht, somit wäre das Schweinefleisch schon mal ausgeschlossen. Einen Bandwurm kann mein Hund auch woanders als zu Hause beim Fressen bekommen, auch da ist es am Halter, den Kot zu kontrollieren, Barf hin oder her.
  6. Auch hier wieder - Mit Bedacht!
  7. Von einer Heilung kann man bei Allergien sowieso nie sprechen. Außerdem ist an einer gezielten Ausschlussdiät nichts falsches, man muss ja erst einmal wissen, wo das Problem liegt. Futter für Allergie geplagte Hunde ist zudem unverhältnismäßig teuer und enthält dafür meist anderen Mist wie Zucker und Geschmacksverstärker. Was soll daran nun besser sein?
  8. Dazu kann ich nicht viel sagen, ich melde mich, wenn ich bei mir Salmonellen bemerke :silence:.
  9. Hier wieder dasselbe Spiel: Hirn einschalten und Ration anpassen. Ein kranker Hund kann eben nicht wie ein gesunder gefüttert werden. Es gibt auch genügend Menschen, die einen nierenkranken Hund mit normalen TroFu ernähren, statt eine Spezialdiät zu kaufen, denn die ist eben teuer.
  10. Das ist im großen und ganzen das Schönste, was viele TÄ zum Barfen sagen - "immer diese Knochen!". Auch hier gilt: In Maßen, nicht in Massen, und vor allem mit langsamer Umstellung/Gewöhnung. Es ist auch wichtig, für den Hund die richtigen Knochen auszusuchen. Außerdem kann man, wenn der Hund es dennoch nicht verträgt, auch auf Eierschalenpulver zurück greifen.


Im großen und ganzen finde ich einfach, hier wurde das Barfen sehr negativ dargestellt, dass Fertigfutter dagegen nur positiv. Man sollte sich immer beide Seiten ansehen und dann die für sich und seinen Hund beste Lösung finden. Mich kümmert eigentlich wenig, was diese Dame meint, da ich finde, dass sie in manchen Sachen falsch liegt, andere falsch bewertet. Außerdem stand da jetzt auch nichts drin, was mir neu wäre, wenn ich ehrlich bin. Solche Dinge weiß man, wenn man sich richtig informiert, und achtet dann eben auch entsprechend darauf. Würden das mehr Leute und auch Tierärzte tun, hätte Barf bei weitem keinen so schlechten Ruf, wie der, der sich in diesem Artikel abzeichnet.

Liebe Grüße
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #4
Hm, habe den Artikel nur kurz überflogen da derzeit keine Zeit, halte aber selbst die Rationsberechnung nicht für so extrem wichtig. Ungefähre Berechnung ja, aber wenn der Hund nur einen Schritt mehr als normal geht (wie will man das überhaupt einberechnen/beobachten?), wäre die Rationsberechnung ja sowieso wieder für den Eimer.
Das sehe ich bei Akos recht gut - wenn ich nach den normalen Berechnungen gehen würde, dürfte er "nur" 900g Fleisch am Tag bekommen, mit dieser "Futzimenge" würde er mir jedoch gnadenlos vom Fleisch fallen und als Gerippe herumrennen.
Deshalb vertrete ich auch die Meinung, das es wichtiger ist auf den Hund individuell einzugehen als nach XYZ haargenau zu rechnen.
Ansonsten schließe ich mich den Punkten von Mischling völlig an, der Artikel zielt sehr auf die positive Hervorhebung des Fertigfutters - vielleicht hat die Industrie mittlerweile kalte Füsse weil sie Verluste machen und brauchen daher derzeit tierärztliche Unterstützung? :eusa_think:

Auf jeden Fall alles in allem ein recht interessanter Artikel.
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #5
Ich danke für eure Meinungen!
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #6
oh man das aber nicht erwähnt wird das allergien immer häufiger vorkommen bei hunden und dass, das von dem Futter kommt und deren Inhaltsstoffe.
Das nicht erwähnt wird das viel zu barf wechslen weil hund mit vormalen futter nur Problemem haben wie Appetitlos werden oder Darmprobleme haben?
Unter 1000 barfern gibt es einen dem sein Hund Probleme hat und dann heißt es wieder typisch "haben wir doch gesagt" . Aber die 999 sind egal.
und barf heißt nicht seinen hund vom tisch zu ernähren oder nur rohes fleisch zugeben sondern eben zu barfen ;) Aber wie gesagt so nen sich eben viele trotzdem !!
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #7
Fragen sich die Autoren solcher Artikel eigentlich auch, was Hunde die vergangenen Jahrtausende über gefressen haben in denen sie auch schon sehr eng mit dem Menschen verbunden waren, es aber noch kein praktisches Fertigfutter aus dem Supermarkt gab?
Haben die Menschen auch schon in der Steinzeit die Bedarfsrationen für ihre Hunde genauestens ausgerechnet, weil sonst die Entwicklung des Wolfes zum Canis Lupus familiaris gar nicht möglich gewesen wäre (weil alle Individuen sofort an Falsch-Barf gestorben wären) :)
In der Tat ist es doch eher so, dass sich der Wolf an die Essensreste der Menschen angepasst hat und im Laufe der Zeit zwar nicht wirklich zum Allesfresser geworden ist, aber dennoch eine sehr hohe Kohlenhydrate-Toleranz entwickelt hat (sehr zu Freude der Fertigfutterindustrie, die dank dieser Entwicklung nun ihr Hundefutter mit prima billigem Getreide strecken kann).

Zudem, neben der Tatsache das ich mich in den Aussagen Mischling und Foss anschließe, bin ich ohnehin nicht sonderlich gewillt einen Barf Artikel für sonderlich objektiv zu halten, wenn auf der gleichen Seite ein kleines Kästchen mit Frolic Werbung ist ;)

8. Dazu kann ich nicht viel sagen, ich melde mich, wenn ich bei mir Salmonellen bemerke :silence:.
Hierzu noch kurz etwas:
Natürlich kann der Hund Salmonellen ausscheiden und somit Überträger werden.
Nur, zumindest mein Hund scheidet überwiegend draußen aus, nicht in der Wohnung, und dann fasse ich seine Hinterlassenschaften auch nicht an, bzw wenn, dann nur mit Tüte über den Händen und selbst dann lecke ich hinterher nur sehr selten meine Finger ab....:lol::mrgreen:
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #8
Vielleicht bezieht sie sich damit auch eher darauf, dass der Hund draußen ausscheidet, wo er Wild- und Futtertiere anstecken kann?
Wobei ich das Beispiel mit den Futterweiden so oder so schlecht finde, da man auf solchen meines Erachtens nicht spazieren geht.
Zudem sind Wildtiere ebenso immun gegen die Salmonellen wie der Hund, sprich nur der Mensch könnte sich theoretisch anstecken.
Wie Kompassqualle aber schon bemerkt hat fasst man eher selten den Kot des Hundes an, und noch seltener isst man ihn :silence:.

Im Prinzip finde ich es ja gut, darauf hinzuweisen, dass zu Barf mehr gehört, als dem Hund ein bisschen Fleisch hinzuwerfen.
Aber in diesem Artikel finde ich es einfach übertrieben.
Natürlich ist es wichtig, sich einen Überblick über den Bedarf des Hundes zu verschaffen und die Mahlzeiten bei entsprechendem Training auch anzupassen, ich kann mir mich aber nicht dabei vorstellen, wie ich jeden Tag mit dem Taschenrechner vor einem Fleischberg und der Hundeschüssel sitze und versuche zu errechnen, wie lange Leo nun spazieren war, wie viel er mit dem Kopf gearbeitet hat und wie viel er deshalb nun genau an diesem Tag fressen muss.
Ausrechnen und kontrollieren ja, aber fanatisch den Plan einhalten, täglich kontrollieren usw. ist etwas übertrieben.
Die nette Dame hat nämlich auch vergessen zu erwähnen, wie lange es dauert, bis sich eine Mangelerscheinung äußert bzw. bis sie entsteht, und vor allem, dass die Ernährung pro Monat und nicht pro Tag ausgeglichen sein muss.
Das macht es in gewisser Weise sogar einfacher als beim Menschen.

Off-Topic
Die Frolic-Werbung habe ich gar nicht gesehen - wie passend :mrgreen:!

Liebe Grüße
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #9
Fand ich auch ziemlich dämlich, die Frolic-Werbung....
Die Leser haben ja die Möglichkeit, ein Feedback im nächsten Heft zu hinterlassen....vlt äußert sich ein/e Vollblut-Barfer/in dazu....
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #10
Das erste Problem sehe ich aber auch hier darin, dass die TÄ das Barfen abzulehnen scheint.
Das Gefühl hab ich ehrlich gesagt nicht. Ich kann dir nur aus der Praxis bestätigen, dass inzwischen schon eine Manie entstanden ist, nach der wahnsinnig viele überzeugt sind, dass Tierärzte alle doof sind was Ernährung angeht und "Barf" ist das einzig wahre. Ich setze es deswegen in Anführungszeichen, weil eben viele etwas als barf bezeichnen, was kein Barf ist. Und in einem hat sie Recht: ein Fertigfutter ist besser als eine fehlerhafte Barfration.

Der Grund ist ganz einfach: Darm, Hirn, Rückenmark und andere hier genannte Teile der Tiere dürfen nicht vertrieben werden, den Schlachthof gar nicht zum Verkauf verlassen, sondern wandern direkt in den Müll.
Das stimmt nicht. NUR diese Teile von Wiederkäuern, die älter als 15 Monate sind, müssen verworfen werden. Schweinedarm z.B. wird als Wurstpelle verwendet, Schweinehirn kannst du im Supermarkt kaufen (in manchen vielleicht) und auch Kalbshirn gilt als Delikatesse. Und wenn das Rückenmark immer weggeworfen würde, dann gäbe es keine Markklößchen.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Fragen sich die Autoren solcher Artikel eigentlich auch, was Hunde die vergangenen Jahrtausende über gefressen haben in denen sie auch schon sehr eng mit dem Menschen verbunden waren, es aber noch kein praktisches Fertigfutter aus dem Supermarkt gab?
Dann sollte man aber fairerweise auch erwähnen, dass die Lebensspanne eines Haushundes massiv vergrößert wurde seitdem es das Fertigfutter gibt.
Mit Salmonellen steckt man sich viel leichter an als viele glauben. Da reichen schon die Fuzelchen Kot, die im Fell haften bleiben können.

Rationsberechnungen sind immer auch eine Richtlinie. Man betrachtet dabei die Haltungsart, Alter, Krankheiten, Bewegung etc., passt dann aber später individuell an, d.h. so ne Rationsberechnung ist nicht einmal kurz hingehen und dann nie wieder gesehen, sondern geht über einen längeren Zeitraum.

Wildtiere sind immun gegen Salmonellen? Das halte ich mal für ein ziemlich übles Gerücht. Salmonellen gehören zu den schlimmsten Infektionen für Wiederkäuer, zu denen auch die Rehe zählen...
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #11
Hallo,
also ich barf ja selber aber ich glaube das richtig gutes Nassfutter für hunde genau so gut ist wie barf bzw. gleich gesetzt werden kann. aber das mit den Tierärzten ist aber leider so, nicht alle klar aber die hälfte bestimmt und ich hab auch noch keinen anderen angetroffen, nicht nur bei Hunden auch bei anderen Tieren habens sie leider oft zu wenig anhung von ernährung. Und ich finde die ernährung ist das wichtigste für die gesundheit.
Lg Jasmin
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #12
@Hundenase: Auch wenn ihre Ansicht begründet ist heißt das nicht, dass sie das Positive ganz vergessen und nur auf die bösen Fehler hinweisen sollte.
Was hast denkst du denn, was als Fazit unter dem Artikel stehen könnte? Nach mehrmaligen Lesen würde ich vermuten, es wäre etwas nach dem Motto "nehmen sie lieber Fertigfutter, da kann man nichts falsch machen." Und das stört mich einfach ein bisschen. Ich hatte mehr auf ein Pro/Kontra gehofft, zumal ich den Titel "Irrtümer" als falsch empfinde.
Was das "Barfen" mancher Halter angeht hast du sicherlich Recht, viele TAs mögen auch mit der Zeit resignieren, wenn man sich dann aber an die Öffentlichkeit wendet sollte man objektiver sein bzw. das Positive nicht vergessen.

Was das Hirn usw. angeht hast du Recht, das hatte ich vergessen zu schreiben (es war in Hinblick auf das Barfen als Beispiel gedacht, kam wohl etwas schlecht rüber). Es geht beim Entsorgen der Teile um BSE und da man davon ausgeht, dass Tiere unter 15 Monaten es nicht haben (was so viel heißt wie sie werden nicht getestet) kann das verwendet werden. Schwein, Schaf usw. natürlich auch. Aber wie du schon geschrieben hast werden darauf Wurstpellen oder Delikatessen. Dass es das gibt ist kein Argument dafür, dass der Wolf es auch vorgesetzt bekommt.

Liebe Grüße
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #13
(was so viel heißt wie sie werden nicht getestet)
Wieder nicht ganz richtig. Nur Tiere über, ich glaube, 7 Jahren müssen BSE beprobt werden.
Wegen dem Pro/Kontra. Die Erfahrung der Tierärzte hat gezeigt (bzw. mehrere Studien) haben gezeigt, dass sich 60-75% der Leute nicht mit BARF auskennen bzw. falsche Rationen füttern. Mich jedenfalls wundert da nicht, warum das Fertigfutter angepriesen wird.
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #14
Da spielt aber für mich auch wieder das fertigbarf eine rolle, Leute kaufen fertige mischungen und denke es passt schon und füttern ohne hinterfragen und sagen sie barfen obwohl sie sich mit der materie nicht wirklich auskenne.
Ich glaube bei barf ist aber eher das Problem von der überversorgung geben als von der unterversorgung. Weil jeder zu viel angst hat und zu viel preparate hinzufüttert.
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #15
Wieder nicht ganz richtig. Nur Tiere über, ich glaube, 7 Jahren müssen BSE beprobt werden.
Nichts anderes meine ich ;). Tiere unter einem bestimmten Alter werden nicht getestet, aber bestimmte Teile wie Hirn und Rückenmark dürfen von den Tieren dennoch nicht verwendet werden.
Mein Metzger sagte mit damals, dass man Tiere unter einem bestimmten Alter - ich meine es waren 15 Monate - gar nicht effektiv testen kann, da es kein sicheres Ergebnis bringen würde. Deshalb werden bestimmte Teile des Tieres einfach nicht verwendet.
Mir ging es jetzt aber auch nicht um die BSE-Richtlinien (da steigt sowieso keiner mehr durch, da es auch von Bundesland zu Bundesland anders ist, was nun verwendet werden darf und was nicht), sondern um die Aussage, dass Wölfe im Zoo oder Gehege Darminhalt usw. vorgesetzt bekämen und das stimmt einfach nicht. Sie bekommen entweder Rindfleisch (und davon dann eben nur die zugelassenen Teile), Jagdabfälle vom Reh etc. oder ganze Beutetiere, was aber beim Barfen durchaus auch gemacht wird. Ich habe noch keinen Wolf gesehen, der einen Darm auslutscht.
Das ist wie mit der Gallenblase bei Katzen: In einem Absatz über Barf heißt es, dass sich Katzen in der Natur über die Gallenblase mit Taurin versorgen, im nächsten Absatz steht dann, dass die meisten Katzen es nicht fressen und man darum zu Tricks greifen muss. Das passt auch nicht wirklich zusammen ;).

Wegen dem Pro/Kontra. Die Erfahrung der Tierärzte hat gezeigt (bzw. mehrere Studien) haben gezeigt, dass sich 60-75% der Leute nicht mit BARF auskennen bzw. falsche Rationen füttern. Mich jedenfalls wundert da nicht, warum das Fertigfutter angepriesen wird.
Das verstehe ich ja, aber von Seiten der meisten TAs höre ich immer nur "das ist Mist", "das kann man gar nicht richtig machen" oder "der normale Haushund verträgt das gar nicht".
Man hört immer nur Gemecker, aber niemals einen Vorschlag, wie man es richtig macht oder etwas in der Richtung "wir testen einfach mal das Blut und schauen, wie es aussieht".
Für einen überzeugten Barfer hat es doch keinen Überzeugungswert, wenn der TA einfach nur sagt "davon halte ich nichts, füttern sie Trockenfutter".
Damit überzeugt man niemanden, egal ob er es richtig oder falsch macht.
Ich bin mir sicher, dass mehr Leute sorgfältiger mit der Rationsberechnung umgehen würden, wenn der TA hergehen und sagen würde "sehen sie hier im Blutbild, ihr Hund ist mit Kalzium überversorgt, schränken sie die Knochenfütterung etwas ein".
Verstehst du, was ich meine? Nicht immer nur meckern und sagen "das ist blöd", sondern auch mal mit einem produktiven Vorschlag kommen wäre meiner Meinung nach angebracht.

Die Pülverchen sind für mich auch noch einmal so eine Sache für sich. Die TÄ in diesem Artikel spricht ja auch kurz an, dass man fast immer diese Pulver verabreichen müsste. Das stimmt nicht und führt u.U. zu genau dem, was Schmusenasen gerade geschrieben hat: Einer Überversorgung aus Angst.
Es gibt auch Leute, die über eine gut ausgeglichene Ration noch ein Pulver geben - wozu?
Die TÄ scheint prinzipiell eine Unterversorgung zu fürchten, auch wenn sie natürlich auch die Überversorgung anspricht.
Ich finde, sie hat sich in dem Punkt etwas "blöd" ausgedrückt (wer weiß auch, wie das nachher korrigiert wurde).
Sie spricht davon, dass eine abwechslungsreiche Ernährung nicht genügt und man oftmals Pulver dazu geben muss. Mit etwas Abstand kommt dann der Verweis zur Überversorgung.
Und da ist für mich der Knackpunkt: Wenn ich für Abwechslung sorge und gleichzeitig auch im Auge behalte, was mein Hund alles braucht, kommt es nicht zur Unterversorgung. Wenn man das aber so liest, könnte man den Rückschluss ziehen, dass man immer ein Pulver benötigt und das stimmt eben nicht.

LG
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #16
Ich bin mir sicher, dass mehr Leute sorgfältiger mit der Rationsberechnung umgehen würden, wenn der TA hergehen und sagen würde "sehen sie hier im Blutbild, ihr Hund ist mit Kalzium überversorgt, schränken sie die Knochenfütterung etwas ein".
Wenn es so einfach wäre, dann würden es vielleicht viel mehr Tierärzte machen. Leider ist es aber nicht so einfach. Thema Kalzium z.B.: wir wissen noch nicht einmal, ob Hunde ihren Kalizumhaushalt überhaupt so regulieren können wie wir Menschen. In Studien hat sich bis jetzt gezeigt, dass Hunde immer gleich viel Calcium ausscheiden, egal ob sie viel oder wenig Kalzium gefüttert bekommen. Und wenn du es wenigstens halbwegs ordentlich bestimmen willst, dann musst du den Bedarf über Kot, Urin und Blut bestimmen und da wiederum nicht nur, wenn wir jetzt beim Calcium bleiben, einfach Calcium, sondern ionisiertes Calcium, freies Calcium, Phosphor, PTH und Vitamin D (und noch ein paar, die ich grad nicht auswendig im Kopf hab). Und DAS wiederum zahlt niemand.
ABER, und jetzt kommen wir wieder zur Rationsberechnung zurück, es gab schon sehr viele Tierversuche zu dem Thema und aus denen kann man Regressionsgleichungen bestimmen, d.h. einen Annäherungswert wieviel das einzelne Tier an Bedarf hat.

Was sie anspricht wegen dem Pulver ist, dass es schwierig ist einige Nährstoffe mit einer Fütterung ohne Pulver abzudecken. Ich bin mal mit einem Rationsberechnungsprogramm dagesessen und hab mir die Finger eine Stunde wund getippt als ich versucht habe, eine vollkommen ausgewogene Ration ohne Pulver herzustellen. Dann habe ich aufgegeben. Es war nicht möglich.
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #17
Was hast du denn für ein Programm benutzt?
Ich kenne ein paar und halte nicht viel davon, irgendwie ist mir so etwas zu unsicher, da man nie weiß, welcher Algorithmus dahinter steckt. Man kann das ja auch durchaus von Hand ausrechnen.

Das mit dem Kalzium war jetzt auch ein vereinfachtes Beispiel ;).
Ich denke einfach, dass die Leute sich eher Tipps geben lassen, wenn der TA nicht einfach sagt "das ist Mist".
Meine letzte TÄ war genauso. Als ich sie auf das Barfen ansprach, da Leo schlecht gefressen hat und immer wieder Durchfall hatte, hieß es nur, das sei schlecht, die Innereienfütterung Gift und das rohe Fleisch würde seinen Darm zerstören bzw. wäre überhaupt nicht verträglich. Stattdessen solle ich Vet Concept oder ähnliches nehmen, denn Getreide könne der Hund im Futter schließlich verdauen.
Ich weiß auch noch genau, wie ich darauf reagiert habe - ich habe mir in der Sache nichts sagen lassen.
Ich kenne es einfach von mir, dass man auf so etwas eher mit Ablehnung reagiert und dann erst recht nicht einsieht, etwas zu ändern.
Es ist einfacher, jemanden zu überzeugen, wenn man Blutwerte vorlegen und sagen kann "hier stimmt etwas nicht."
Beim herum telefonieren ist mir aber aufgefallen, dass die meisten TA gar nicht wissen, wonach sie dann suchen sollten.
Ich habe damals gezielt nach einer Blutuntersuchung bei Barf-Hunden gefragt und außer meiner jetzigen TÄ wusste keiner, was er dafür ankreuzen soll.
Und das meinte ich, das stört mich.
Natürlich ist Kalzium nicht alles, es wurden ja auch noch Magnesium, Kupfer, Zink, Natrium, Kalium, Phosphat und Eisen kontrolliert.
Damit kann ich vielleicht nicht 100% ermitteln, ob und wo nun ein Fehler in der Fütterung liegt, aber zusammen mit einem großen Blutbild und dem Allgemeinzustand habe ich damit schon einmal einen guten Anhaltspunkt. Wieso schlägt ein TA dann nicht einfach mal so etwas vor, bevor er gleich "Tierquäler" schreit?

LG
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #18
kann man zu den programmen auch links haben ? Ich kenne das für katzenbarf aber für hunde hab ich sowas noch nie gesehen. Ich rechne normal immer nach meine muster :D
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #19
kann man zu den programmen auch links haben ? Ich kenne das für katzenbarf aber für hunde hab ich sowas noch nie gesehen. Ich rechne normal immer nach meine muster :D
Das Programm, das ich meine kostet 700€ ;). Das habe viele Leute über einige Jahre entwickelt, indem sie sehr viele Daten zusammengetragen und ausgewertet haben, sowie etliche Futtermittel analysiert haben. Wenn du ein Programm im Internet findest, dann kann das gar nichts vernünftiges sein. Is ja eigentlich auch logisch, wenn man bedenkt wieviel Arbeit da drin steckt.
 
  • "Die 10 häufigsten Irrtümer über Barf" Beitrag #20
Die Programm im Internet berechnen ja nur nach Gewicht des Hundes die Ration an Fleisch, Innereien, Knochen und Beilagen, mehr ist das nicht. Das ist auch ganz einfach zu programmieren, man braucht nur einen Prozentsatz.
Was macht denn das Programm? Den Nährstoffgehalt ausrechnen oder ...?
Auf was basiert es denn genau? Was wird denn da überhaupt als Bedarf angenommen?

LG
 
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