Hey Schlitzer,
du magst schon recht haben, dass Schlangen nicht zwingend teuer sein müssen. Es stimmt wohl auch das ich etwas zu vereinheitliche, aber ich denke nicht das ich gänzlich unrecht habe. Es gibt zwar schlangen die mit wenig auskommen aber wenn ich da mal rechnen darf :
Terrarium ( sagen wir 100x50x50 , nichts besonderes, Standaratmaß) : 100€
100*50*50 gibts aus OSB mittlerweile schon für unter 50 Euro als Bausatz
Bodengrund (guten) : sagen wir 15€
Pinienrinde beim Obi 8 Euro, 25 kg Tierwohl super mit Versand 13 Euro ( das reicht bei einem Terrarium ewig)
Pflanzen ( für schlangen wohl nicht soo zwingend) : 15 €
Steine/Wurzeln etc : vorneweg nochmal 20-30
gibts in der Natur umsonst
Leuchtstoffröhre mit Vorschaltgerät : mind. 80 €
bei der Terrariengröße reicht eine T5 Röhre mit 13W, kosten um die 15 - 20 Euro im Baumarkt
Tier: unterschiedlich , gehen wir einfach mal von 25€ aus
(je nach Tier)
Spotstrahler mit Fassung im Baumarkt zusammen
5-7 Euro
Du siehst, es geht auch für gut die Hälfte, und die Angaben sind durchaus realistisch. Man kann natürlich auch teure Sachen aus dem Zoogeschäft kaufen.
Da sind wir hier auch schonmal bei knapp 250 €, da ist kein Spotstrahler drin, kein Futter und keine Hochwertige Beleuchtung. Und für mich sind 250€ schonmal n haufen Geld.
Und bei Reptilien muss meiner meinung nach die Bereitschaft da sein mal tief in die Tasche zu greifen, da z.b. Phelsumen hochwertige Beleuchung brauchen (allein eine Bright sun mit allem drum und dran mind 150€ ) erlaube ich mir schon zusagen, dass man mit ner Menge Geld rechnen muss. Wie gesagt mein doppelterrarium hatt gute 1000€ gekostet ( etwas gerundet aber es kommt ca hin). Deshalb denke ich, wer sparen mag, sollte sich n Goldfisch in n Teisch setzen, da zahlt man nicht so viel, aber wenn man es richtig macht , kann man sich auch lange an den Tieren erfreuen

Und wir lassen hier mal gänzlich Tierarztbesuche weg die mal locker 200€ kosten können.
Zu dem Thema mit dem langen belesen: Ich bin der Meinung und vertrete sie auch gerne, dass es ohne nicht geht. Man muss doch wenigstens ein Buch gelesen haben, mal mit nem Halter/Züchter gesprochen haben und das ganze mal in natura gesehen haben (also in einer Haltung, wie man sie auch betreiben will) damit man sich das überhaupt vorstellen kann.Ob man das jetzt über 2 Jahre oder in 2 Monaten macht, ist wurst, es geht darum , dass man was macht,nur unseriöse "Haltungsberichte" ( oder manchmal auch Anleitungen zur Tierquälerei..) reichen nicht. Ich will nur dran erinnern, wie oft hier gefragt wird, was eig. meiner Meinung nach, in 2 Minuten in Literatur nachgeschlagen werden kann, aber warum lesen wenn man das auch andere machen lassen kann..
Ich habe auch so angefangen, dass ich eine Gruppe Rotkehlanolis hatte, ohne großartigen herpetologischen Hintergrund, aber um die Tiere zu verstehen, zu verstehen, was ihnen fehlt, was sie brauchen, oder ob sie verletzt/krank sind, kann man diesen Hintergrund eben nicht ausblenden.
Und zu dem Thema das ich in letzter Zeit zu oft sage, dass man viel Geld braucht:
Tut mir leid, bevor ich in 2 Jahren zu hören bekomme, dass ich nichts gesagt hätte dass es doch so teuer wäre, das man mit ner Gammelbeleuchtung eine Bartagame eben nicht artgerecht hält. Ne sorry, dass sind nicht meine Prinzipien, ich bin in der Hinsicht direkt, wenn das falsch ist, sag ich das auch. Wenn die Leute lesen, dass es teuer ist, überlegen sie sich das 2mal, ob es doch wrkl ne gute idee ist, kostet es ja nichts, ists ja kein Verlust wenns doch nichts war.. weißt du was ich mein?
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Und das mit dem themenstarte finde ich auch richtig so, wer das merkt, hat meinen vollsten Respekt, nicht jeder muss sich das leisten können! Es gibt ja auch andere schöne Tiere, die nicht so kostenintensiv sind!