Das kann ich 100%ig nachvollziehen. Durch unsere 2 Pflegehunde habe ich gemerkt, wie einfach der Rückruf klappen kann und wie einfach es ist, generell Hunde zu motivieren.:mrgreen:
Jedoch würde ich mich imer wieder für Alfi entscheiden, auch wenn ich die Wahl hätte, einen leichter erziehbaren Hund zu bekommen.
Absolut

Jerry ist meine gute Seele. Es gibt ganz selten Dinge, wo er mal die Tendenz hat, mir den Mittelfinger zu zeigen. In der Hinsicht bin ich einfach total verwöhnt, weil Jerry schnell lernt und sich oft auch nur das richtige einprägt. Jegliche Inkonsequenz hat er mit einem Augenzwinkern übersehen. Dann kam Hanna. Hanna kam hier reingepoltert mit erhobenem Zeigefinger "alte, wenn du willst, dass ich höre, dann lass dir hier aber mal ordentlich was einfallen". Mein Blick war dann in etwa der hier: :shock:.... :eusa_think: Nach anfänglichem Schock hab ich aber einfach mal "drauf los erzogen". Es klappte nicht alles von Beginn an und so manches musste ich wieder korrigieren, aber mittlerweile hab ich Gefallen an "solchen" Hunden gefunden.
Dass man nachher nicht jeden Tag eine halbe Stunde mit dem Auto an den Fluss fährt überlegt sich keiner - der Fluss ist ja "in der Nähe", zumindest im weiteren Sinne von "er existiert".
Mischling, ich liebe deine Beiträge :mrgreen: Bei uns ist das auch oft so: Wir haben hier Rhein und Mosel. "Erreicht man schnell". Joa, mag auch stimmen, aber zu Fuß erreiche ich beide beispielsweise nicht. Ich muss mit dem Auto fahren. Wiesen und Wälder erreiche ich ebenfalls nur mit dem Auto... Herrgott, selbst für unsere Stammrunde muss ich wenigstens 5 Minuten mit dem Auto gurken. Ich habe lediglich eine Strecke direkt vor der Tür, die ich gehen kann und da bin ich gerade mal eine halbe Stunde unterwegs und da sind eben auch alle Leute, die kein Auto haben, deren Hunde aber raus müssen. Viel zu eng, um dort entspannt spazieren zu gehen. Im Prinzip ist das auch nicht weit, aber wenn man 2-4x am Tag mit den Hunden spazieren geht, muss man die eben auch erstmal abfahren. Und ich sag auch ganz ehrlich: Mein lieber Scholli, das nervt hin und wieder

Ich bin total neidisch auf Verwandte, Freunde und User, die das alles direkt vor der Tür haben. Andererseits will ich auch nicht "ländlich" wohnen. Das hier ist der beste Kompromiss. Aber gerade die Aussage "wir haben einen Wald direkt vor der Tür, wo wir den Hund auslasten können" - ganz ehrlich, bis man mit einem richtigen Jäger (oder gerne auch Hütis, die ja einfach "anderen" Jagdtrieb haben) dahin kann, bedarf es viel Training. Gerade weil man nicht alles im Überblick haben kann. Ich war neulich cachen und 5m entfernt lief ein Reh mit seinem Jungen an uns vorbei. Wer von sich kann nun behaupten, dass seine Hunde abrufbar waren? Da wir nur am Waldwand waren, waren die Hunde nicht angeleint, da war ich richtig froh, dass meine beiden abrufbar sind, vor allem, weil ich in Panik war... Wie will man das aber von einem (Jung)hund, den man gerade erst bekommen hat, erwarten können?
Ich hab mit Hanna und Jerry niemals auch nur einen Waldrand leinenlos betreten, wenn ich mir nicht sicher war, dass sie zuverlässig abrufbar sind. Jerry jagt zwar kein Wild, aber Jerry ist ein typischer Fährtenhund, der Gerüchen solange hinterherschnuppert, bis er sich verlaufen hat.
Weite Strecken lohnen sich eben nur dann (finde ich), wenn man auch eine gewisse Zeit da ist. Am Wochenende nehme ich mir die Zeit und fahre auch gerne schonmal eine halbe Stunde, bis ich am Zielort bin. Dann sind wir aber auch mindestens 4 Stunden am Stück unterwegs. Meist nachmittags bis abends eben. Dann fahre ich diese Strecke auch gern. Aber ich kann nicht jeden Tag 4-5 Stunden am Stück mit den Hunden rausgehen. Meist bin ich 1-2 Stunden am Stück pro Spaziergang weg. Dafür fahre ich aber keine halbe Stunde Auto. Da stimmen absolut die Verhältnisse nicht und genau da würde ich mir dann auch Gedanken machen, ob der Hund das braucht. Freunde von uns haben Setter - die hätten sie auch nicht, würden sie nicht direkt an Feldern wohnen. Die sind nämlich bestenfalls täglich so lange am Stück draußen, weils einfach Naturburschen sind.
Niemand würde sich ein Auto kaufen, wenn er sich keins leisten kann.
Hat ein Kumpel von mir schon gebracht :mrgreen: Auto in Raten abbezahlt und bei den letzten 3 Raten dann gemerkt, dass er sich es doch nicht mehr leisten kann und hat das Auto dann doch nicht bekommen :eusa_doh: