Wenn Katz' Hund jagt - Wie ernst nehmen?

Diskutiere Wenn Katz' Hund jagt - Wie ernst nehmen? im Katzen Verhalten Forum im Bereich Katzen Forum; Hi ihr Lieben, meine bessere Hälfte und ich kümmern uns seit einiger Zeit um eine kleine Hündin, die ab und zu bei uns zu Besuch ist und von uns...
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Morastbiene

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Hi ihr Lieben,

meine bessere Hälfte und ich kümmern uns seit einiger Zeit um eine kleine Hündin, die ab und zu bei uns zu Besuch ist und von uns betreut wird. Heute das vierte Mal und sie blieb erstmals über Nacht. Die Hündin ist etwa acht/neun Monate alt und gehört einer sehr kleinen Rasse an. Ihre Schulterhöhe dürfte sich bei etwas über 20cm bewegen, im Stand ist sie einen guten Kopf kleiner als die Mädels und natürlich sehr viel zierlicher. Bisher habe ich die Begegnungen zwischen ihr und unseren Damen insgesamt auf der guten Seite verbuchen können, wobei ich dazu sagen muss, dass die Kleine lebhaft sein kann. Da geht's begeistert nach vorn und ich muss sie bremsen. Das ist scheinbar das Problem. Aber dazu komme ich gleich.

Rieke ist schnell aufgetaut. So ganz traut sie dem Braten zwar noch nicht, hält einen gewissen Sicherheitsabstand ein, aber mal kurz schnuppern ist in Ordnung und sie bleibt meist total entspannt (teils sogar völlig ungerührt) liegen, falls der Hund sich ihr nähert. Bei Fernanda pendelt es. Sie ist einerseits unheimlich neugierig. Manchmal glaubt man, ihr fallen gleich die Augen aus dem Kopf, wenn sie auf dem Kratzbaum sitzt und jeden Schritt genau beobachtet. Sie hat kein Problem damit, auf dem Sofa oder der Kratztonne zu entspannen oder zu dösen, wenn der Hund in der Nähe ist. Auch aneinander vorbeigehen können sie und riechen geht, wobei besonders Nanda anschließend den Abstand sichtbar wieder zu vergrößern versucht, deutlicher als Rieke. Nur hat Nanda schnell die Nase voll, wenn Zwergnase sich etwas zu begeistert zeigt. Die würde total gern mit ihr spielen, Nanda scheint diesen Wunsch allerdings nicht zu teilen.

Gestern Abend also folgende Szene:
Fernanda kommt neugierig auf den Tisch, Hund wird ebenfalls neugierig, steht darunter vor ihr und guckt. Nanda beginnt zu "angeln" (nicht aggressiv, mehr so "mal gucken, ob ich hinkomme") und nichts passiert. Hund bewegt sich zur Außenkante des Tischs, Fernanda oben hinterher, angelt erneut. In dem Moment wird es Hund unheimlich, Hund geht einen Schritt zurück - Fernanda holt aus und springt plötzlich fauchend mit ausgestreckter Pfote hinterher. Hund schreit aus Angst, ich gehe dazwischen, bevor sie sich zu nahe sind. Und nun ist es da, das Misstrauen. Seitdem ist nichts dergleichen mehr passiert.

Wie ernst sollte ich diesen "Zwischenfall" nehmen? Möglicherweise lacht ihr, schließlich ist solches Verhalten auf Katzenseite nicht zwingend ungewöhnlich. Den ein oder anderen Faucher gab's hier auch schon, was ich nicht weiter tragisch fand, denn natürlich dürfen die Katzen (bzw. die Katze *hmpf*) sich ihren Abstand aussuchen. Aber ihr kennt eventuell auch meine extreme Vorsicht bei diesem Thema und wie leicht ich mich verunsichern lasse, gerade unter dem Gesichtspunkt, dass bei uns möglicherweise ein Hund einziehen soll. Was meint ihr? Ist das akzeptabel oder schon zu viel? Senf erwünscht. ;)

Meine Befürchtung liegt darin, dass Nanda sich in dauerhafter Gegenwart eines Hundes nicht "endgültig" wohl fühlen könnte und ich nicht weiß, ob ich übertreibe. :roll:
 
  • Wenn Katz' Hund jagt - Wie ernst nehmen? Beitrag #2
oh ja ich wär/war da genau so wie du :roll:

aber ich kann dich beruhigen. wie du selbst sagst, sind Katzen manchmal eben so und der Hund wird auch keinen Schock fürs Leben davon tragen.

es ist ein gesundes Misstrauen auf beiden Seiten (wer kanns ihnen verdenken? wir wärn wohl kaum anders) aber Aggressivität kann ich nicht erkennen.

bei uns war auch nicht vom ersten Tag an Harmonie.
der "neue" Hund um einiges größer als die Katze. dementsprechend vorsichtig war die Mietz und der Hund sehr neugierig, fast aufdringlich.
heute lieben sie sich heiß und innig und könnten nicht mehr ohneinander.

Wenn Katze Mimi von draußen ins Haus kommt, wird aus aller erstes freudig mautzend Gina begrüßt und schaut mich nicht mal an :roll:
andersrum muss Gina in ihrem Körbchen Platz machen (min. die Hälfte :mrgreen:) damit auch ja noch die Mietz rein passt.
Mimi darf spielerisch ihre Krallen in die Schnautze vom Hund jagen und die wedelt dann nur glücklich mit dem Schwanz, ohne mit der Wimper zu zucken :lol:
usw.

also wirklich sehr süß, obwohl wir das anfangs nie gedacht hätten ;)
ich kann mir gut vorstellen, dass es bei euch in 1-2 Jahren auch ähnlich aussehn könnt.
 
  • Wenn Katz' Hund jagt - Wie ernst nehmen? Beitrag #3
aber ich kann dich beruhigen. wie du selbst sagst, sind Katzen manchmal eben so und der Hund wird auch keinen Schock fürs Leben davon tragen.

Gerade in dem Alter des Hundes wäre ich mir da nicht so sicher. Da ist es schließlich besonders wichtig, dass der Hund möglichst positiv verschiedene Tiere und Eindrücke verknüpft.

Da ich mich mit Katzen kaum bis gar nicht auskenne, kann ich aus dieser Sicht nichts Konstruktives oder Produktives zum Thread beitragen, und das, was ich aus der Sicht des Hundes denke, habe ich oben erwähnt.

Off-Topic
Wie kommt es, dass ihr auf den Hund von Bekannten aufpasst?


Es kommt halt immer darauf an, wie schnell sich der Hund verunsichern lässt. Mona hasst Katzen, seidem ihr eine mal eine gewischt hat - das Katzentier fand es halt witzig, vom Zaun gegenüber von unserer Haustür zu springen, auf Mona loszustürmen, als wir rauskommen und ich die Türe abschließe und der angeleinten Mona eine zu wischen.
Gerade damals hat das Monas Verhalten gegenüber den weitesgehend unbekannten Katzen negativ beeinflusst und ich lege meine Hand nicht dafür ins Feuer, dass sie eben jener Katze das Fell dran lassen würde, wenn wir sie noch einmal treffen.
 
  • Wenn Katz' Hund jagt - Wie ernst nehmen? Beitrag #4
Gerade in dem Alter des Hundes wäre ich mir da nicht so sicher. Da ist es schließlich besonders wichtig, dass der Hund möglichst positiv verschiedene Tiere und Eindrücke verknüpft.
richtig, nur jetzt sofort trennen halt ich auch nicht für toll. wie soll dann der Hund erfahren, dass Katzen doch nicht böse Monster sind, sondern anfangs einfach misstrauisch?
jetzt hat er eine negative erfahrung gemacht, wenn man ihn jetzt sofort von den Mietzen weg bringt MUSS das ja was ganz schlimmes sein und er hat gar nicht die Möglichkeit es anders zu lernen.

ähnlich wie bei euch. eine drauf bekommen - schnell weg und nie mehr Kontakt. (wobei das beu euch ein "aggressives vertreiben aus dem Revier" war im Gegensatz zu hier, macht auch nochmal nen Unterschied)

unsere Gina war damals ca n halbes Jahr und hat auch hier und da mal eine "gewischt" bekommen. Das hat sie so lange eingeschüchtert, bis sie wieder die Neugierde überkam.
also kanns ja gar nicht so traumatisierend gewesen sein. ;)

natürlich würd ich sie in so einer Situation nicht alleine lassen. ganz klar, das muss man gut im Auge haben und darf man nicht unterschätzen.
aber jetzt überreagieren muss ja auch nicht sein :eusa_think:
 
  • Wenn Katz' Hund jagt - Wie ernst nehmen? Beitrag #5
Also meine Erfahrung ist.

Er soll schon wissen das eine Katze nicht ohne ist.
Und sollte einen gesunden Respekt haben.

Draussen gibt es auch andere,nicht Liebe Katzen.

Sid war mit 10 Wochen bei uns, Ellie mit 8 Wochen.
Trennen hab ich nie müssen, Lacy musste lernen das Spielzeug allen gehört und Wasser auch geteilt wird.
Und jagen in da Wohnung is Tabu. Genauso wie das sie nicht mit spielen kann wenn die Katzen miteinander raufen. ;)


Lacy, hat auch Respekt, hindert sie aber nicht dran sie draussen mal zu jagen, Sid mit da Pfote aufzufordern oder sie vom fressen fern zu halten.

Sid hat von Sid schon einige drüber bekommen, schon allein wenn sie im unters bett mit da Nase folgt.

Katzen und Hunde haben eine ganz unterschiedliche Körpersprache, und die gilt es voneinander zu lernen.

Manny hat immer noch bisl Angst.
Wenn Sie ihm zu nahe kommt haut er sie schon auch.
Oder probiert es, meistens is er zu weit weg.

Auch wenn Lacy frisst wissen alle genau wie nahe sie ran dürfen.
Ansonsten knurrt sie oder Bellt sie schon mal an.


Es kommt auch auf den Hund an wie er allgemein im Wesen ist.

Ernst ist es meiner Meinung wenn er fletschend vor der
 
  • Wenn Katz' Hund jagt - Wie ernst nehmen? Beitrag #6
Danke für eure Beiträge. Erfahrungen zu lesen, das hilft immer und beruhigt ein wenig. Mir schwant, dass ich zu viel erwarte. Es wird sicherlich noch dauern, bis das Hund-Katze-Kommunikationsproblem sich verflüchtigt, obwohl die Anfänge ja gut aussehen. Die Mädels müssen erst noch verstehen, dass sich hinter einer hündischen Spielaufforderung nichts Bedrohliches verbirgt und Hund muss lernen, dass man nicht weiter vorpreschen darf, wenn eine Katze sich zurückzieht.

Was den Hund angeht, kann ich getrost Entwarnung geben. Die wuselt unerschrocken wie immer hier herum und beeindrucken lässt sie sich von herzlich wenig. Wäre es hier problematisch, bekäme sie einen anderen Sitter und die Sache wäre erledigt, denn das würde ich nicht verantworten wollen. Der Hund soll schließlich eine schöne Zeit bei uns verbringen und nicht ins Terrorcamp. ;)

Ich denke, ich habe der Situation zu viel Bedeutung beigemessen, wie ich es gerne mal tue, obwohl ich ein Freund gesunder Vorsicht bin und bleibe. Erst vor zehn Minuten waren Nanda und Hund gemeinsam auf dem Teppich, es wurde brav gerochen, sogar kurz genäselt und geguckt. Als es ihr zu unheimlich wurde, ging sie auf den Kratzbaum und sonst bewegt sie sich frei in der Wohnung. Wahrscheinlich fahren wir am besten, wenn wir weiterhin geduldig bleiben und dafür Sorge tragen, dass keine Grenzen überschritten werden. Zusammen allein lassen würden wir sie sowieso niemals, es ist schließlich nicht unser Hund, die Routine fehlt und ich will nicht wissen, was los wäre, käme es dabei zu einem Problem. Da gibt's gar keine Diskussion. Wenn ich meinen Hund in die Obhut anderer Leute geben müsste, würde ich ebenso keine Experimente [-]dudeln[/-] dulden.
 
  • Wenn Katz' Hund jagt - Wie ernst nehmen? Beitrag #7
Naja, Miezen "wegbringen" oder eben gleich trennen ist in meinen Augen für diesen Fall eh ausgeschlossen und habe ich darum gar nicht in Betracht gezogen. ;)
Im Anschluss an die Situation wäre es sicher verkehrt gewesen, die Tiere direkt zu trennen (wie das bei Vergesellschaftungen ja auch häufig der Fall ist), wie du das ja auch geschrieben hast, aber im Grunde muss MoBie selber einschätzen, wie ihre Katzen in Zukunft auf den Hund reagieren werden.

Mir wäre die Gefahr zu groß, einen Hund, der nicht mal mein eigener ist, zu "verkorksen", indem ich eben riskiere, dass die Katzen eventuell noch einmal "zuschlagen". Und der Hund klingt momentan (noch) nicht angeschlagen, sonst hätte er wahrscheinlich schon die agierende Rolle eingenommen und der Thread stünde eher im Hunde-Forum, wohl mit der Überschrift "Anvertrauter Hund attackiert Katzen".
Jedoch ist das Szenario nicht mal 24 Stunden her, weshalb ich abwarten, aber bei dem leisesten Anzeichen, dass die Katzen noch einen draufsetzen und den Hund vollends verängstigen könnten, einen Schlussstrich ziehen würde.

Es hängt meiner Meinung nach viel davon ab, wie MoBie die Lage einschätzt.

Edit: War etwas langsam. Das Hündchen klingt ja ziemlich taff, also würde ich momentan noch nciht den Teufel an die Wand malen.
 
  • Wenn Katz' Hund jagt - Wie ernst nehmen? Beitrag #8
Mobie,

das klingt alles gut. ;)
Mach dir da keinen Kopf.
Vorallem nicht, wegen einem Zukünftigen vier-Beiner.
Es ist ein Unterschied, wenn man sich nun vier mal mit pause gesehen hat, oder wenn man sich tag täglich um die Ohren hat. ;)
Die Katzen müssen die kleine einschätzen lernen.
und die kleine muss lernen, das die Katzen eben anders sind.

Du wirst sehen, je öfters die Motte bei euch is, je besser wird es.
Wäre die Katze nun auf sie los und hätte sie zerlegt, hätte ich gesagt"gut, sucht lieber jemand anderes."
Aber so? ;)
Alles bestens.

Da durch, das mit dem Hund ja kein täglicher ablauf ist, ist es natürlich um einiges schwerer, sich aneinander zugewöhnen.
Das braucht zeit. ;)
 
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