Hallo
Ich selber habe 2 Böckchen (brüder) in einem Käfig und es gab noch keinen stress.Gondorianer und Tobel haben genug platz um sich aus dem Weg zu gehen und liegen aber immer zusammen in einem nest
Andere Farbmäuse halter die ich kenne haben auch ihre Böcke zusammen und es gibt nie Stress.Eine befreundete Züchterin hat auch gesagt das man nicht alles glauben soll was im Internet steht was die Böckchenhaltung betrifft.
was den Käfig betrifft ....
Ich finde ihn toll.So einen hole ich mir auch vll für meine 2 Böckchen.
Es gibt wenige, sehr wenige Ausnahmen. Und doch kracht es auch bei solchen Ausnahmen nach einiger Zeit. Vllt ein Prozent der Farbmausboecke koennen friedlich bis an ihr Lebensende unkastriert zusammen leben. Bei den restlichen 99 % kommt es frueher oder spaeter zu brutalen Kaempfen. Das liegt in der Natur der Maeuse.
Hausmaeusemaennchen haben draussen ein Revier, in dem sich die Weibchen und Subadulte aufhalten. Wer ein Revier hat, darf die Damen decken. Alle anderen Maennchen werden aus dem Revier vertrieben, sobald das Maennchen ihnen begegnet. In einem Gehege ist die Flucht nicht moeglich, sie werden so lang gejagt und in Hintern und Schwanz gebissen, bis sie vor Erschoepfung sterben, wenn man als Mensch nicht eingreift. Sowas sollte man nicht riskieren, denn das ist Tierquaelerei.
Serioese Zuechter kennen sich mit der Biologie ihrer Art aus und raten zur Kastration, wenn sie die Tiere nicht selbst kastrieren lassen vor der Abgabe.
Im Uebrigen kann Weibchengeruch und Kontakt das Aggressionspotential steigern. Gerade die Zuechterin sollte zur Sicherheit aller ihre Zuchtboecke mit Kastraten halten, wie es serioese Zuechter auch tun. Nur Vermehrer sparen am falschen Ende und provozieren Tierleid.
Und selbst wenn man Glueck hat und eines dieser 1 % Bruderpaerchen erwischt. Maeuse sterben nicht auf Kommando alle am gleichen Tag. Irgendwann hat man eine Maus uebrig. Eine Vergesellschaftung von adulten, unkastrierten Boecken zu anderen ist zum Scheitern verurteilt.
Aber das spielt hier auch keine Rolle, die Tiere koennen nicht mal in einem gescheit eingerichtetem Gehege leben, ohne dass es zu Streit kommt. Hier handelt es sich nicht um die 1 %, die friedlich leben, hier sind wir bei den 99 %, wo es in Zukunft richtig krachen wird. Eine Kastration ist unumgaenglich, wenn man die Unversehrtheit und das Leben aller vier Tiere schuetzen moechte.