Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen

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Orlean

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Wie kommen Menschen immer wieder auf den Gedanken, mit den verallgemeinerten familienfreundlichen Rassen? ...

…Weil es Ihnen erfahrene Hundetrainer in Eltern-Zeitschriften so vorgaukeln!

Gefunden in der Eltern - Ausgabe 06/2004

Der erfahrene Hundetrainer Luis Schnitzbauer aus Irschenberg stellt sechs Hunderassen vor, die als Familienhund – gerade mit kleinen Kindern – in Frage kommen.

So finden Sie einen treuen Begleiter

Die Hunde, die wir Ihnen hier vorstellen, eignen sich nach Meinung das erfahrenen Hundetrainers Luis Schnitzbauer aus Irschenberg besonders für Familien mit kleinen Kindern.
Wichtig: Kaufen Sie einen Hund nur bei einem vertrauenswürdigen Züchter, der Mitglied in einem Fachverband ist.
Und: Wählen Sie aus dem Wurf lieber gleich einen lebhaften Welpen. Die vermeintlich ruhigeren sind später oft anstrengender, weil sie ständig glauben, sich behaupten und durchsetzten zu müssen.
Ein Welpe ohne Stammbaum kostet etwa 500 bis 550 Euro – mit Stammbaum können es 1000 Euro und mehr werden.

Border Terrier
Nicht verwechseln mit dem großen Border Collie. Border Terrier erreichen nur eine Schulterhöhe von etwa 25cm und haben ein relativ kurzes und damit pflegeleichtes Fell. Sie fügen sich gut in eine Familie ein, sind verträglich und versuchen nicht, in der Hierarchie nach oben zu gelangen. Sie sind ruhig und ausgeglichen.

King Charles und Cavalier King Charles Spaniel
Der Erstgenannte wird knapp 30 cm hoch, der Cavalier einige Zentimeter höher. Beide brauchen wegen ihres etwas längeren Fells und der kürzeren Beine eine gute Fellpflege. Weil sie als Schoßhunde gezüchtet wurden, haben sie nur wenig Jagdtrieb und relativ ruhig. Allerdings buddeln sie gern; Sie sollten sie also nicht allein in den Garten lassen. Die Hunde sind sehr sozial und gliedern sich gut in die Familie ein.

Golden Retriever
Diese Rasse erreicht eine Schulterhöhe von etwas 50 bis 60 cm. Die Pflege des langhaarigen Fells macht Arbeit. Dafür gelten Golden Retriever als besonders ruhig und ausgeglichen, sie sind leicht erziehbar, intelligent und lernfreudig. Sie fügen sich in Familien mit kleinen Kindern sehr gut ein. Wasser übt eine magische Anziehungskraft auf sie aus; sie kommen an keiner Pfütze vorbei. Weil der Golden Retriever inzwischen ein Modehund ist, haben sich bei manchen Zuchten genetische Fehler eingeschlichen. Deshalb: nur bei Züchtern kaufen, die das ausschließen können.

Labrador Retriever
Verwandt mit dem Golden Retriever. Sie sind fast so groß wie ihr Namensverwandter, haben aber ein pflegeleichteres, kürzeres Fell. Ein idealer Familienhund, kinderlieb, anhänglich, geduldig und gutmütig. Obwohl er leicht zu führen ist, braucht er Regelmäßigkeit in seinem Tagesablauf und eine konsequente Erziehung, damit er seinen Rang akzeptiert und sich nicht „nach vorne drängelt“.

Rhodesian Ridgeback
Auch Löwenhund genannt. Er erreicht eine Schulterhöhe zwischen 60 und 70 cm. Mit seinen kurzen Haaren ist er sehr pflegeleicht. Er ist ein ruhiger, problemloser Hund, der viel schläft. Er hat aber einen sensiblen Charakter und verträgt keinen groben Umgang. Anschreien zum Beispiel nimmt er sehr übel und ist dann eine Weile beleidigt.

Dalmatiner
Der gefleckte „Filmstar“ erreicht maximal eine Höhe von etwa 60 cm und hat ebenfalls ein kurzes Fell. Dalmatiner spielen gern – wissen aber auch, wann Schluss sein muss. Allerdings werden sie im Alter oft gehörlos. Also auch hier auf gute Zucht achten und prüfen, ob nicht schon die Welpen Hörprobleme haben.

Quelle: Eltern 06/2004 Seite 155-156

Eigentlich wollte ich Hervorhebungen machen, bei den Behauptungen die mir am Meisten aufgestoßen sind. Aber irgendwie wäre dann der ganze Text leuchtend Rot geworden.

Was sagt ihr zu solchen pauschalen Aussagen? Und zu den scheinbar wichtigen Kriterien, die ein Familienhund mitbringen muss?
Oder das bei eigentlich fast alle Rassen eben doch um Jagdhunde o.ä. handelt.
 
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  • Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen Beitrag #2
Meiner Meinung nach kann man sich die Ratschläge weitgehend sparen, solange man nicht weiß, mit was für einem Typ Mensch man es zu tun hat. Wenn Familie Meier aus den völlig falschen Motiven einen (womöglich vollkommen ungeeigneten) Hund anschaffen will, sind pauschale Beschreibungen (auf die -aus Menschensicht- wichtigsten Punkte reduziert) eher kontraproduktiv, weil dem Bedürfnis des Hundes dabei kaum Rechnung getragen und ein verfälschtes Bild der Hundehaltung geschaffen wird. Ich habe manchmal den Eindruck, ein "Familienhund" soll in erster Linie ein perfekt funktionierender Freudenbringer sein. Jan Nijboer hat diese Widersprüchlichkeit sehr schön zum Ausdruck gebracht: Der Hund soll praktisch alles können, es aber nur dann tun, wenn es gewünscht ist und am besten alles mit sich machen lassen, selbst wenn es völlig gegen sein natürliches Verhalten geht, sonst ist er böse.

Das Attribut "kinderlieb" geht mir besonders auf den Keks. Kinderlieb wird kein Hund geboren und auch Kinder müssen den richtigen Umgang mit Tieren erst lernen. Auch der netteste Hund hat irgendwann die Faxen dicke, wenn Sohnemann ihm permanent ins Ohr schreit, an der Rute zieht und ihm in die Augen starrt. Das sollten interessierte Eltern sich von Anfang an klar machen und Verhaltensweisen nicht einfach auf guter Hund/böser Hund schieben. Ich komme mir blöd dabei vor, das zu schreiben, aber wenn man sich manche Beißvorfälle zu Gemüte führt, die unter großem Geschrei in den Medien angeprangert werden, scheint das Aussprechen solcher eigentlich selbstverständlichen Dinge notwendig zu sein, weil es oft bereits am Grundverständnis von hündischer Kommunikation mangelt. "Der kam wedelnd auf uns zu, der war doch nett!" :roll:

Ich habe mich gefragt, nach welchen Kriterien man geeignete Hunde vorschlagen könnte, aber es führt grundsätzlich einfach kein Weg an der Frage vorbei, was die Menschen ihm bieten können und wie es um das Verantwortungsbewusstsein bestellt ist. Kinder und Haustiere sind ein Thema, das man als Eltern vernünftig und überlegt angehen sollte, weil die Kinder es meist noch nicht können. Sonst geht es immer zu Lasten des Tieres. Das sieht man wunderbar an den Nagern. Tolle, "einfache" Haustiere, die millionenfach in Einzelhaft in zu kleinen Käfigen irgendwo in deutschen Kinder- und Wohnzimmern hocken. Nur dass ein Hund sich sehr viel stärker auf das Familienleben auswirkt, wenn man ihm nicht ausreichend Zuwendung, auch in Form von Erziehung, zukommen lässt.

Keine Ahnung, ob das war, was du anregen wolltest, aber das waren meine ersten Gedanken zum Thema. :uups:
 
  • Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen Beitrag #3
urgs...ridgeback.

die ruhigen im wurf wollen alle später die weltherrschaft? :lol:

herrlich
 
  • Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen Beitrag #4
Ohje... :eusa_doh:
Was ist denn das für eine zusammenstellung?

Ein Welpe ohne Stammbaum kostet etwa 500 bis 550 Euro

hmhm, ja super Herr Hundetrainer... :roll:

Schade find ich an der ganzen Sache, dass da eine vermeindliche "Expertin" spricht und die Menschen nach so einem Artikel leider ofr meinen sie wissens besser.
Das sind dann die, die hierher kommen um Absolution für ihren Kauf zu bekommen und sich hier keine Kritik mehr anhöhren wollen.
 
  • Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen Beitrag #5
Vorsicht vor dem schlimmen, buddelnden Spaniel. Der Terrier macht das zum Glück nicht und ist auch ruhig und ausgeglichen. :silence:
 
  • Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen Beitrag #6
Also ehrlich... nach dem ersten Absatz hatte ich schon keinen Bock mehr zu lesen. Wenn man es überspitzt interpretiert, gibt es also nur Rassehunde, die familientauglich sind, ja? Großes Kino, da habe ich ja große Lust weiterzulesen^^

Es gibt so ein paar Sätze, da hab ich spontan das Wasser ausspucken wollen, welches ich gerade zu mir nehme:

Und: Wählen Sie aus dem Wurf lieber gleich einen lebhaften Welpen. Die vermeintlich ruhigeren sind später oft anstrengender, weil sie ständig glauben, sich behaupten und durchsetzten zu müssen.

AHA! Man beachte auch diese herrliche Begründung! Ach ne - gibt ja gar keine^^ Ist einfach so. Konnte ich am eigenen Leib erfahren. Andy und Jerry als besonders ruhige Exemplare ihrer Art, greifen auch ständig meine Herrschaft an und stehen unter immensem Druck, sich gegen mich durchsetzen zu müssen, was sie auch täglich versuchen/versucht haben.

Border Terrier erreichen nur eine Schulterhöhe von etwa 25cm und haben ein relativ kurzes und damit pflegeleichtes Fell.

Auf jeden Fall ein wichtiges Kriterium für die Frage, ob der Hund familientauglich ist. Hunde mit Stacheln und Dornen sollte man auf jeden Fall vermeiden! Und auch nur Hunde über 25cm können dem Säugling lebensgefährliche Wunden zufügen. Im Gegensatz zum Border Terrier könnten andere Hunde das Kind rein durch drauf setzen töten... stimmt schon *ähem*

Obwohl er leicht zu führen ist, braucht er Regelmäßigkeit in seinem Tagesablauf und eine konsequente Erziehung, damit er seinen Rang akzeptiert und sich nicht „nach vorne drängelt“.

Richtig! Dieser Satz widerspricht sich auch nicht mit dem Satz, der zuvor geäußert wurde. Grundsätzlich sind alle Labbis kleine Diktatoren. Das macht sie doch zum idealen Familienhund. Da kann der Sohnemann in der Familie noch etwas lernen.

Mit seinen kurzen Haaren ist er sehr pflegeleicht.

Das sagt man solange, bis sich die kleinen, fiesen Härchen überall in den Möbeln und Teppichen festklemmen und die man so gut wie gar nicht eingesaugt bekommt. Aber bürsten muss man nicht, das stimmt :angel:

Allerdings werden sie im Alter oft gehörlos.

Genau, das haben nur Dalmatiner! Alle anderen Hunden hören bis zu ihrem Ableben perfekt und sehr intensiv! Dalmatiner wollen auch nur spielen und brauchen keine Arbeit.


Ehm ja... mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen. Top Text, würde ich jedem empfehlen :roll:
 
  • Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen Beitrag #7
Hunde mit Stacheln und Dornen sollte man auf jeden Fall vermeiden! Und auch nur Hunde über 25cm können dem Säugling lebensgefährliche Wunden zufügen. Im Gegensatz zum Border Terrier könnten andere Hunde das Kind rein durch drauf setzen töten... stimmt schon *ähem*

ich schmeiß mich wech - herrlich !! :mrgreen::mrgreen::mrgreen:
 
  • Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen Beitrag #8
Mal abgesehen davon, dass Border keine 25cm groß werden. Das ist ein Witz! Selbst Norwichs - die kleinsten Niederläufer - sind 26cm hoch.
Meine Cairns haben 32 und 34cm Rückenhöhe. Und ich habe noch keinen Border getroffen, der kleiner war. Die meisten waren größer. Sind ja auch hochbeinige Terrier.

Der Text strotzt dermaßen von Fehlern. Es ist echt erschreckend.

Selbst wenn man sich als Familie informieren möchte und es auch tut, kommt es durch diese unzähligen falschen Wahrheiten die überall lauern zu so vielen Fehlern, dass es echt schade ist.
 
  • Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen Beitrag #9
Und dann erklär mal den Leuten, dass die Infos falsch sind "aber das hat doch ein HUNDETRAINER gesagt. Wenn der das nicht weiß, wer dann?". Zu allem Überfluss kaufen sich die Leute dann meist diese GU-Ratgeber, wo genau so etwas drin steht und dann haben wir die perfekte Fehlinformation :? Erst heute durfte ich mich wieder mit so Ammenmärchen rumschlagen, die in solchen Ratgebern stehen "aber die Hanna freut sich doch, die wedelt doch mit dem Schwanz!" - "Das war alles... aber keine Freude" In dem Moment kam nämlich ein pöbelnder Hund an den Gartenzaun gebrettert als ich mit ihr im Garten spielte :roll:
 
  • Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen Beitrag #10
Besonders groß ist die Freude des Hundes, wenn die Rute hoch gehalten wird und das obere drittel schnell hin und her wackelt. Dabei macht er sich ganz groß, damit man seine Freude noch besser sehen kann. :silence:
 
  • Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen Beitrag #11
Ich muss sagen, ich fand den Text echt gut - das war nämlich mein Witz des Tages :roll:. Selbst mein Freund war hellauf begeistert von diesen Tipps...
Mal abgesehen davon, dass jegliche Begründung für die getroffenen Aussagen fehlt und die Charakterbeschreibung der Hunde gediegen in die Tonne wandern kann, habe ich so ein paar persönliche Highlights:

Und: Wählen Sie aus dem Wurf lieber gleich einen lebhaften Welpen. Die vermeintlich ruhigeren sind später oft anstrengender, weil sie ständig glauben, sich behaupten und durchsetzten zu müssen.
Besonders in Kombination mit den Rassevorschlägen (Terrier und RR) finde ich das wirklich ganz großartig! Er geht ja davon aus, dass die Leute später einen ruhigen, gut erziehbaren Hund möchten, da ist die Wahl eines aufgeweckten, schlauen und arbeitswilligen Welpen natürlich absolut die Beste. Natürlich ist auch völlig logisch, dass das so ist, merke ich ja bei meinem auch - der ruhigste Welpe im Wurf, heute menschenbezogen und ausgeglichen, während seine Geschwister ihren Halter mit Gebell am Gartenzaun, starkem Schutztrieb gegenüber fremden Menschen und anderen Kleinigkeiten Freude bereiten. Hätte ich bloß mal einen davon genommen....

Weil sie als Schoßhunde gezüchtet wurden, haben sie nur wenig Jagdtrieb und relativ ruhig.
Auch ein Tipp erster Klasse: Nehmen sie unbedingt einen der überzüchteten und hirnkranken Vertreter dieser Rasse, die sind dann so schön ruhig und haben kaum Jagdtrieb. Die epileptischen Anfälle und Spasmen, welche die Syringomyelie hervorruft, fallen dabei kaum auf.

braucht er Regelmäßigkeit in seinem Tagesablauf und eine konsequente Erziehung
Wie, das gilt nur für Labbis? Ich muss sofort meine ganze Erziehung und meinen gesamten Tagesablauf umstellen, denn ich wurde ja gerade davon befreit, konsequent zu sein.

Allerdings werden sie im Alter oft gehörlos. Also auch hier auf gute Zucht achten und prüfen, ob nicht schon die Welpen Hörprobleme haben.
Das liegt ja zum Glück nicht an der Pigmentierung o.ä., sondern ist eine Alterserscheinung - was auch sonst. Achtung: Natürlich werden andere Hunde im Alter nie taub, das gilt nur für Dalmatiner.

Klar hab ich das jetzt etwas überspitzt ausgedrückt, aber das kam mir einfach als erstes in den Sinn, als ich diesen Text gelesen habe. Natürlich sind pauschale Rasseempfehlungen immer schwer wenn nicht sogar unmöglich, aber dieser Versuch eines Ratschlages schießt echt den Vogel ab und stellt alles in den Schatten, was mir bisher unter gekommen ist.
 
  • Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen Beitrag #12
Ich stelle mir gerade eine junge Familie mit zwei kleinen Kindern vor, die sich den "lebendigsten" Terrier aus dem Wurf holen *umkipp* Wie kann man so etwas mit gutem Gewissen mit sich vereinbaren?
 
  • Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen Beitrag #13
Ich stelle mir gerade eine junge Familie mit zwei kleinen Kindern vor, die sich den "lebendigsten" Terrier aus dem Wurf holen *umkipp* Wie kann man so etwas mit gutem Gewissen mit sich vereinbaren?

Scheinbar kann man das.
Denn leider musste ich jetzt mittlerweile schon häufiger in Eltern-Zeitschriften solche Artikel lesen. Es ging nicht immer um Hunde, auch bei den Informationen zu anderen Haustieren hapert es gewaltig.
Und wir Fragen uns, wie Eltern noch auf die Idee kommen den Kindern Meerschweinchen, Kaninchen, Hamster, etc. zu kaufen.
 
  • Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen Beitrag #14
Hat man da noch Töne... Da bleibt mir echt die Luft weg. *umkipp*
 
  • Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen Beitrag #15
Mich wundert es sehr, dass sich hier kaum einer ueber den RR auslaesst.
Wie kann man bitte allen ernstes einer Familie einen RR empfehlen mit den Worten"Hier, toller ruhiger Familien Hund. Mit dem muessen sie niiiiiiichts tun. Der schlaeft nur."

Ich kriegs kotzen.
 
  • Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen Beitrag #16
Das ist doch typisch für solche Zeitschriften. Die haben ne Seite frei, Fragen nach "geeigneten Haustieren" werden ständig an die Redaktionen gestellt, also rufen die den nächstbesten Hundetrainer an und fragen den am Telefon, was ihm so einfällt. Der nennt dabei ein paar Rassen die ihm so spontan in den Sinn kommen,hat aber gar keine Gelegenheit, sich wirklich vorzubereiten.

Ich habe auf ähnliche Art mal ein Telefoninterview zu Meerschweinchen mitgemacht, die Journalistin war einfach durch googeln auf meine Seite gestoßen. wenn man nicht genau da unvorbereitet im richtigen Moment seine 5 Sinne beisammen hat kann man da echten Mist erzählen und sich hinterher denken "was zum geier hab ich denn da erzählt - und wie macht man daraus DEN Text?" Gott sei dank ists bei mir recht glimpflich ausgegangen, auch wenn ich echt heilfroh war, dass danach keine 50 Meerschweine bei mir abgegeben wurden.

Das ist eben echt typisch, mal eben aus dem Telefonbuch "Hundetrainer" raussuchen, anrufen, und wenn der dann ganz spontan ausgerechnet den RR im Kopf hat, dann steht das für immer in einer dämlichen Zeitschrift, und der Hundetrainer hat seinen Ruf weg.

Es kann auch passieren, dass da rassen in den Mund gelegt wurden, von wegen "was ist denn mit Goldies/Labbis/Dalmis", der dann 10 Minuten über jede der Rassen geredet hat und das dann auf jeweils drei Sätze reduziert wurde, in denen nur allgemeiner Mist drin steht.

Fällt ja auch auf, dass da krampfhaft aus jeder Größenklasse 2 Vertreter sind - zwei Kleinere, zwei Mittelgroße und zwei große Rassen.
 
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