- Der Mythos der verallgemeinerten Familienhunderassen Beitrag #1
Orlean
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Wie kommen Menschen immer wieder auf den Gedanken, mit den verallgemeinerten familienfreundlichen Rassen? ...
…Weil es Ihnen erfahrene Hundetrainer in Eltern-Zeitschriften so vorgaukeln!
Gefunden in der Eltern - Ausgabe 06/2004
Der erfahrene Hundetrainer Luis Schnitzbauer aus Irschenberg stellt sechs Hunderassen vor, die als Familienhund – gerade mit kleinen Kindern – in Frage kommen.
Quelle: Eltern 06/2004 Seite 155-156
Eigentlich wollte ich Hervorhebungen machen, bei den Behauptungen die mir am Meisten aufgestoßen sind. Aber irgendwie wäre dann der ganze Text leuchtend Rot geworden.
Was sagt ihr zu solchen pauschalen Aussagen? Und zu den scheinbar wichtigen Kriterien, die ein Familienhund mitbringen muss?
Oder das bei eigentlich fast alle Rassen eben doch um Jagdhunde o.ä. handelt.
…Weil es Ihnen erfahrene Hundetrainer in Eltern-Zeitschriften so vorgaukeln!
Gefunden in der Eltern - Ausgabe 06/2004
Der erfahrene Hundetrainer Luis Schnitzbauer aus Irschenberg stellt sechs Hunderassen vor, die als Familienhund – gerade mit kleinen Kindern – in Frage kommen.
So finden Sie einen treuen Begleiter
Die Hunde, die wir Ihnen hier vorstellen, eignen sich nach Meinung das erfahrenen Hundetrainers Luis Schnitzbauer aus Irschenberg besonders für Familien mit kleinen Kindern.
Wichtig: Kaufen Sie einen Hund nur bei einem vertrauenswürdigen Züchter, der Mitglied in einem Fachverband ist.
Und: Wählen Sie aus dem Wurf lieber gleich einen lebhaften Welpen. Die vermeintlich ruhigeren sind später oft anstrengender, weil sie ständig glauben, sich behaupten und durchsetzten zu müssen.
Ein Welpe ohne Stammbaum kostet etwa 500 bis 550 Euro – mit Stammbaum können es 1000 Euro und mehr werden.
Border Terrier
Nicht verwechseln mit dem großen Border Collie. Border Terrier erreichen nur eine Schulterhöhe von etwa 25cm und haben ein relativ kurzes und damit pflegeleichtes Fell. Sie fügen sich gut in eine Familie ein, sind verträglich und versuchen nicht, in der Hierarchie nach oben zu gelangen. Sie sind ruhig und ausgeglichen.
King Charles und Cavalier King Charles Spaniel
Der Erstgenannte wird knapp 30 cm hoch, der Cavalier einige Zentimeter höher. Beide brauchen wegen ihres etwas längeren Fells und der kürzeren Beine eine gute Fellpflege. Weil sie als Schoßhunde gezüchtet wurden, haben sie nur wenig Jagdtrieb und relativ ruhig. Allerdings buddeln sie gern; Sie sollten sie also nicht allein in den Garten lassen. Die Hunde sind sehr sozial und gliedern sich gut in die Familie ein.
Golden Retriever
Diese Rasse erreicht eine Schulterhöhe von etwas 50 bis 60 cm. Die Pflege des langhaarigen Fells macht Arbeit. Dafür gelten Golden Retriever als besonders ruhig und ausgeglichen, sie sind leicht erziehbar, intelligent und lernfreudig. Sie fügen sich in Familien mit kleinen Kindern sehr gut ein. Wasser übt eine magische Anziehungskraft auf sie aus; sie kommen an keiner Pfütze vorbei. Weil der Golden Retriever inzwischen ein Modehund ist, haben sich bei manchen Zuchten genetische Fehler eingeschlichen. Deshalb: nur bei Züchtern kaufen, die das ausschließen können.
Labrador Retriever
Verwandt mit dem Golden Retriever. Sie sind fast so groß wie ihr Namensverwandter, haben aber ein pflegeleichteres, kürzeres Fell. Ein idealer Familienhund, kinderlieb, anhänglich, geduldig und gutmütig. Obwohl er leicht zu führen ist, braucht er Regelmäßigkeit in seinem Tagesablauf und eine konsequente Erziehung, damit er seinen Rang akzeptiert und sich nicht „nach vorne drängelt“.
Rhodesian Ridgeback
Auch Löwenhund genannt. Er erreicht eine Schulterhöhe zwischen 60 und 70 cm. Mit seinen kurzen Haaren ist er sehr pflegeleicht. Er ist ein ruhiger, problemloser Hund, der viel schläft. Er hat aber einen sensiblen Charakter und verträgt keinen groben Umgang. Anschreien zum Beispiel nimmt er sehr übel und ist dann eine Weile beleidigt.
Dalmatiner
Der gefleckte „Filmstar“ erreicht maximal eine Höhe von etwa 60 cm und hat ebenfalls ein kurzes Fell. Dalmatiner spielen gern – wissen aber auch, wann Schluss sein muss. Allerdings werden sie im Alter oft gehörlos. Also auch hier auf gute Zucht achten und prüfen, ob nicht schon die Welpen Hörprobleme haben.
Quelle: Eltern 06/2004 Seite 155-156
Eigentlich wollte ich Hervorhebungen machen, bei den Behauptungen die mir am Meisten aufgestoßen sind. Aber irgendwie wäre dann der ganze Text leuchtend Rot geworden.
Was sagt ihr zu solchen pauschalen Aussagen? Und zu den scheinbar wichtigen Kriterien, die ein Familienhund mitbringen muss?
Oder das bei eigentlich fast alle Rassen eben doch um Jagdhunde o.ä. handelt.