Pferd hat Angst vor mir

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Daisy01

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hallo Leute,
alles began am Montag gegen 19 uhr. Ich bekam einen Anruf von der Besitzerin des Reiterhofs indem mein Pferd (fast 24) steht. Leider konnte sie mich erst gegen 20Uhr erreichen. Ich bin dann gleich hin gefahren. War dann kurz nach halb 9 auf dem Hof, weil ich auf einem Lehrgang weiter weg war. Als ich dann endlich da war, erzählten sie mir, dass mein Wallch seit 19 uhr auf dem Boden lag und nicht mehr aufstehen kann. Er bekam Cortison, Infusion und Schmerzmittel. Der TA war auch schon dort. Das Gute war an diesem Abend, dass er dann endlich aufstehen konnte kurz nachdem ich eingetroffen war. Er war sehr wackelig auf dem Beinen und hatte ersichtlich Probleme mit seiner Hinterhand und seinem Gleichgewicht. Die Nacht war echt lange für mich! Ich war bis halb 7 morgens auf dem Hof und hab ihn zusammen mit meinem freund und meiner Mutter beobachtet. Er war die Nacht über in der halle, damit er Platz hat zum laufen. Er konnte nicht lange auf einer Stelle stehen bleiben, weil er ziemliche Probleme mit seinem Gleichgewicht hatte. Jedes Mal wenn er müde wurde hat er angefangen zu schwanken und hin und her zu wackeln. Er lief dann immer einé Runde um sich wieder zu fangen und dann ging das wieder. Der Tierarzt weiß auch nicht was er hat und von was es kommt. Blut haben wir schon abgenommen, aber die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Vom Allgemeinbefinden ist er wie immer. Er frisst normal, wiehrt und es wird von TAg zu TAg besser. Mittlerweile geht es ihm wieder besser, aber er ist immer noch ziemlich wackelig unterwegs. Gestern hat er sich dann auch schon, von alleine, gewälzt. Er konnte zum Glück normal aufstehen. Mein TA hat ihn schon aufgegeben. Er kann nicht mehr tun als mir Equipalazone zu geben und abzuwarten was passiert. Am Mittwoch kommt dann noch ein Ostereopath Kalle *** zu uns. Er hat lange gezögert am Telefon und lange überlegt, aber dann meinte er, dass er vorbei kommt und ihn sich anschaut. Kennt jemand Kalle ***? Er ist unsere letzte Rettung, weil zur Tierklinik möchte ich nicht fahren. Immerhin ist er schon 24 und der Transport wäre in seinem Zustand nur stress und man muss ja realistisch sein, sagt mein TA.
Vielleicht habt ihr sowas auch schon mal erlebt und könnt mir Tipps geben.
Der TA hat sowas übrigends noch nie erlebt.

Er hat jetzt eben viele Verletzungen die ich täglich versorgen muss und seitdem schnauft er oft(so wie Pferde schnaufen wenn sie Angst habenn) wenn ich komme oder läuft einfach weg, dass hat er noch nie vorher gemacht :(
 
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  • Pferd hat Angst vor mir Beitrag #2
Hey,

mein Pony und ich waren einmal ausreiten, dabei sind wir beide böse gestürzt. Anschließend hatte er eine böse Wunde an der Brust. Die musste ich auch jeden Tag versorgen, ende vom Lied war, er hat genauso geschnauft wenn ich kam. Vielleicht verbindet dein Pferd auch so ein bisschen den Schmerz von diesem Tag und den Schmerz der Wunden die du versorgst mit dir?

Du solltest vielleicht versuchen wenn er dich an sich ran lässt viel zu loben, irgendwie wieder eine gute, liebevolle verbindung zu schaffen. Könnt vielleicht helfen. Meinen habe ich ein wenig mit Futter bestochen, dass er zu mir kommt. Dann sind wir immer über den Hof spaziert, und einfach viel Zeit und Liebe letztendlich hat es geholfen.
 
  • Pferd hat Angst vor mir Beitrag #3
Diese Situation wird sehr schön in dem Buch ''Be strict'' von Geitner erklärt.
Ein Pferd denkt nicht: ''Oh, da kommt wieder dieses Menschlein, bei dem ich vor 3 Wochen und 5 Tagen mal gemerkt habe, dass dann immer Spritzen, UNtersuchungen etc kommen. Vor der habe ich jetzt immer Angst''.
Stell dir mal vor, ein Wildpferd würde so denken: ''Oh, in Begleitung dieser Leitstute bin ich vor 3 Tagen gestürzt und habe mir das Bein verletzt. Der kann ich nicht mehr vertrauen'' . Mal davon abgesehen, dass der Leitstute diese Gedanken des Pferdes total am A**ch vorbei gehen würden, wäre solch eine Denkweise tödlich. Wenn das Pferd sich entscheidet aufgrund mangelnden Vertrauens eigenen Wege getrennt von der Herde zu gehen ist es so gut wie tot. Deshalb ist es auch allgemein so, dass PFerde sehr soziale, kooperative und unterordnende Wesen sind. Führen ist anstrengend.

Insofern hat das nichts mit dir zu tun. Kann es nicht einfach sein, dass er zufällig wirklich vor etwas Angst hat? Oder noch schlimmer: Dass er einfach noch nicht gesund ist? Für mich klingt das nicht so, als ob du ihn schon untersuchen hättest lassen. Du weißt ja noch nichtmal was er hatte oder?

Daher ist das wichtigste erstmal das gesundheitliche zu klären, bevor du beginnst ihn mit Leckerlis vollzustopfen, die ihn nur zum aufdringlichen Bettler werden lassen und an eurer Beziehung an sich nichts verändern.

LG
 
  • Pferd hat Angst vor mir Beitrag #4
Hey,
Mouton wurde mit ca 6 Jahren kastriert und die Wunde hatte sich endzündet. Die wurde dann täglich mit Silberspray verarztet und das hat ihm toral wehgetan , schlussendlich rannte er sogar weg wenn man nur die Silberspraydose geschüttelt hat. Nach 4 Jahren (jetzt) ist er in der zwischenzeit dann zu mir gekommen und ich wusste das mit der Angst nicht. Ich wollte eine Wunde besprühen doch zuvor schüttelte ich die Dose. Was raus kam war dass er meine Mutter fast über den Boden gezogen hatte und die Nüsten so groß augerissen waren dass man ihm fast bis in den Magen gesehen hat. :lol:
Naja desswegen kann ich dir nur sagen dass dein Pferd wahrscheinlich Angst vor dem Geruch der Salbe hat? Ich denke nicht dass dein Pferd vor dir selber Angst hat aber eben der Geruch der Salbe (oder mit was du ihn verarztest) ihn an den Schmerz der Wunde erinnert und es danach ja auch noch bestätigt wird indem ihm die Salbe auf die Wunde gemacht wird ...
Naja wie geagt ich kann nur aus der Erfahrung mit meinem Pferd sprechen , ansonstem kann ich leider nicht sagen ...
lg , Caro:)
 
  • Pferd hat Angst vor mir Beitrag #5
Ich weiß was er hat! Er hat einen muskefasserriss.
Die offene
Wunde kommt dadurch, weil er so lange auf dem boden lag und nicht hoch kam.
Die Wunde sieht zum glück schon besser aus und mir kommt es auch nicht mehr so vor als ob er Angst vor mir hat.
 
  • Pferd hat Angst vor mir Beitrag #6
Das sind ja mal gute Neuigkeiten! Dann wünsche ich ech beiden noch viel Glück und hoffe dass alles wieder ganz verheilt ;)
lg, Caro
 
  • Pferd hat Angst vor mir Beitrag #7
Das Ganze ist eher ein Trainings-/Erziehungsproblem.
So wie ein Pferd eben oft Angst vorm TA hat, weil dieser immer Böses tut (Untersuchung, Piksen...).
Ein Pferd sollte gelernt haben oder lernen Schmerzen, die der vertraute Mensch ihm zufügt zu ertragen. Das hört sich erstmal sehr hart an, ist aber unabdingbar.
Ein Pferd, dass dieses schon beim Anreiten lernt, wird später keine Probleme beim TA haben, nicht in Hektik oder Stress verfallen wenn verladen wird oder ein Klinikbesuch ansteht. Es wird vertrauen.

Jedes Pferd muss mal medizinisch Versorgt werden. Wer mal mal mit der halben Hand in einer Wunde war, eine offene Wunde selber gespült hat oder ein entzündetes Euter täglich eingerieben hat, weiß wovon ich spreche.
Ich versorge daher meine Pferde nach Möglichkeit selber und lasse mir vom TA die Handhabung zeigen.
Bei rohen Pferden beginnt das Training ganz sanft mit Beine Abspritzen (selber festhalten und nicht anbinden), sprühen, mal Salbe auf eine Macke auftragen, überall berühren...
Später spritze ich meine Pferde selber (oute mich, dass ich meinen Pferden 1x im Jahr eine homöopathische Immunkur gebe), gebe selber Wurmkuren etc. Das geht so weit, dass ich auch Fäden ziehe, Klammern entferne und eben alles nach der tierärztlichen Notfallversorgung mache.
Die meisten TA's sind da sehr nett und zeigen einem diese einfachen Dinge gern - ist ja auch nicht schwer.

Bei allen diesen Dingen verhält man sich sehr ruhig und lieb. Man beruhigt das Pferd, tut aber so, als wäre das ganz normal. Wenn das Pferd wehriges Verhalten zeigt (Treten, Beißen, extrem Rumhampeln, Fluchtversuch) bekommt es einen Klapps und meine Stimme wird kurzzeitig streng. Danach tu ich so, als wäre nichts gewesen. Anschließend wird das Pferd gelobt und bekommt ein Leckerchen.


Da bei deinem Pferd dieses Training offensichtlich fehlt und es jetzt Angst davor hat, dass du ihm wieder Unannehmlichkeiten bereitest, solltest du sehr ruhig mit ihm umgehen. Tu so als wäre nichts. Wenn du das Pferd übermäßig beruhigst, wird es skeptisch weil du so komisch bist. Wenn das Pferd ängstlich ist, benimmt man sich ganz normal und besteht auf Ruhe (kein Rumgehampel). Alles muss so sein wie sonst. Man selber bewegt sich nur etwas langsamer und vermeidet jede Hektik am Pferd. Dabei immer eine gewisse liebevolle Konsequenz an den Tag legen und mit Unverständnis auf das veränderte Verhalten des Pferdes reagieren. Das gibt dem Pferd Sicherheit und führt es in die Normalität zurück.
 
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