Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht

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  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #1
Gumsche

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Es gibt anscheindend noch Züchter,die den Mops "zurckzüchten" wollen, also lange Nase,größer schlanker,Ich glaube Retromops heißt diese Art...Habe ich in HundKatzeMaus gesehen :)]

Ja habe die auch schon gesehen. Nur leider finde ich die überhaupt nicht schön. Die haben äusserlich fast nix mehr mit dem Standardmops zutun. Da werden Jack Russel´s mit eingekreutzt. Ausser die Farbe und dem Kringelschwanz ist da nicht viel übrig vom Mops. Und auch wenn die Retro Mops Züchter was anderes behaupten, kann ich mir nicht vorstellen das der typische Mopscharakter bei dieser Zuchtform noch erhalten bleibt. Zumal ich das sowieso witzig finde. Die Retro Möpse werden nämlich nicht auf den Rasseschauen zugelassen. :eusa_think:
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #2
Rückzüchtungen werden " altdeutsche Möpse" genannt und nicht Retromops. Obwohl sich die meisten von dem Begriff "altdeutsch" distanzieren.
Retros finde ich auch nicht prickelnd und haben für mich auch nichts mit einem Mops zu tun.
Gesund ja, aber der Mops ist von anbeginn in der FCI Gruppe 9 und da soll er auch bleiben und nicht zum Jagd oder Laufhund mutieren;)
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #3
Ich weiß, das mit den altdeutschen Möpsen. Wobei man sich auch angucken muss, woher der Begriff stammt. Früher hatte das normale Volk kaum die Möglichkeit einen Mops zu bekommen, also wurden andere Rassen mit einem Mops gekreuzt, falls man in dem Besitz von einem war. Dieser sah dann eben etwas anders aus, hatte meist die ausgeprägtere Schnauze und gilt als der Altdeutsche Mops. Ansonsten wird der Begriff eben auch für die Rückzüchtung zur längeren Nase genutzt - oft aber auch missbraucht. Wie gesagt, die Möpse die als solches bezeichnet werden, sehen oft gar nicht so anders aus. Vor allem weil eine Rückzüchtung nicht in so kurzer Zeit möglich ist. Wenn ich wüsste, wie ich den Text in so ein gestrichltes Kästchen setze, würd ich es tun :)
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #4
Zumal ich das sowieso witzig finde. Die Retro Möpse werden nämlich nicht auf den Rasseschauen zugelassen. :eusa_think:
Das liegt daran, dass der VDH einfach keine Möpse auf seinen Ausstellungen erlaubt, die nicht dem VDH Standart (ultra kurze Nase, extreme Faltenbildung) entsprechen. Was das angeht ist dem VDH die Gesundheit der Tiere augenscheinlich vollkommen egal, Hauptsache die vorgegebenen Vereinsstandarts werden eingehalten.:(
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #5
Off-Topic
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Das liegt daran, dass der VDH einfach keine Möpse auf seinen Ausstellungen erlaubt, die nicht dem VDH Standart (ultra kurze Nase, extreme Faltenbildung) entsprechen. Was das angeht ist dem VDH die Gesundheit der Tiere augenscheinlich vollkommen egal, Hauptsache die vorgegebenen Vereinsstandarts werden eingehalten.:(

Ohne den VDH jetzt hervorzuheben, ich stehe dem auch noch sehr kritisch gegenüber, hat der VDH seinen Standard schon geändert hinsichtlich der Nasenfalte z. B., ein Club (ich glaube Englische Bulldogge betreffend) wurde komplett ausgeschlossen vom VDH, weil sie zu extrem gezüchtet haben. Es findet ein Umdenken statt.

Und das Retromöpse nicht gewünscht sind, liegt schlicht daran, dass es Mischlinge sind und keine Reinrasse. Abgesehen von der Optik, eine Rasse steht auch für ein gewisses Wesen, welches mit den Mixen komplett ignoriert wird, ausschließlich für die Nase. Viel schlimmer finde ich, dass die meisten einfach die Rassen mixen, damit es eine lange Nase gibt, aber von Genetik keine Ahnung haben. Weil die Nase ist dann da, der Rest passt doch.

 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #6
Das der VDH ein Einsehen hat und Zuchten mit Extremmerkmalen reduzieren möchte finde ich erfreulich, dennoch gibt es weiterhin Rassestandarts im VDH die mir persönlich bei weitem noch zu extrem sind (man denke neben dem Mops mal an den Basset oder den Pekinesen).


Und das Retromöpse nicht gewünscht sind, liegt schlicht daran, dass es Mischlinge sind und keine Reinrasse. Abgesehen von der Optik, eine Rasse steht auch für ein gewisses Wesen, welches mit den Mixen komplett ignoriert wird, ausschließlich für die Nase. Viel schlimmer finde ich, dass die meisten einfach die Rassen mixen, damit es eine lange Nase gibt, aber von Genetik keine Ahnung haben. Weil die Nase ist dann da, der Rest passt doch.

Aber genau dass, ist doch das Problem. Der VDH lässt keine Einkreuzungen zu (soweit ich weiß ist es sogar im Grunde nur erlaubt einen VDH-Hund mit einem VDH-Hund zu kreuzen) wenn man nach Vereinsrichtlinie züchten möchte. Die dadurch früher oder später entstehenden Inzuchtdepressionen und die dadurch bedingten Gesundheitsprobleme schienen den Verein aber auch nicht weiter zu interessieren.
Der hohe Inzucht Koeffizient der durch zu wenig fremdes Blut in den Linien entsteht verkürzt aktuell die statistische Lebenserwartung eines Rassehundes gegenüber der eines Mischlings um bis zu zwei Jahre.
"Reinrassig" ist übrigens kein biologischer, oder wissenschaftlicher Begriff, sondern ein Presitge-Attribut . Ein "reinrassiger" Hund mag als schöner, "edler" und "rassiger" gelten und außerdem teurer sein als ein Mischling, gesünder ist er aber in der Regel deswegen noch lange nicht.
aber von Genetik keine Ahnung haben
Die Verpaarung von zwei Individuen unterschiedlicher Inzucht deprivierter Rassen bringt dank des Heterosiseffekts () Hybriden hervor die leistungsfähiger und gesünder sind als ihre Eltern. In der Pflanzenzucht weiß man das schon sehr lange, den modernen Hundezuchtvereinen scheint es allerdings völlig egal zu sein. Mischlinge oder Hybriden (wie z.B. die vielen Doodles) sind verpönt, sie werden als überflüssig und überteuert abgetan, auch wenn sie wahrscheinlich gesünder sind als die Rassehunde. Mischlinge sind eben nicht so schön "edel" und "reinrassig" wie ein Rassehund.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #7
Ich versuch mal


Das der VDH ein Einsehen hat und Zuchten mit Extremmerkmalen reduzieren möchte finde ich erfreulich, dennoch gibt es weiterhin Rassestandarts im VDH die mir persönlich bei weitem noch zu extrem sind (man denke neben dem Mops mal an den Basset oder den Pekinesen).

Ja, perfekt ist da noch nichts. Aber immerhin auf den Weg der Einsicht! Wobei ich denke, der VDH als solches ist nicht verkehrt. Nur, was draus gemacht wird...

Aber genau dass, ist doch das Problem. Der VDH lässt keine Einkreuzungen zu (soweit ich weiß ist es sogar im Grunde nur erlaubt einen VDH-Hund mit einem VDH-Hund zu kreuzen wenn man nach Vereinsrichtlinie züchten möchte. Die dadurch früher oder später entstehenden Inzuchtdepressionen und die dadurch bedingten Gesundheitsprobleme schienen den Verein aber auch nicht weiter zu interessieren.
Der hohe Inzucht Koeffizient der durch zu wenig fremdes Blut in den Linien entsteht verkürzt aktuell die statistische Lebenserwartung eines Rassehundes gegenüber der eines Mischlings um bis zu zwei Jahre.
"Reinrassig" ist übrigens kein biologischer, oder wissenschaftlicher Begriff, sondern ein Presitge-Attribut . Ein "reinrassiger" Hund mag als schöner, "edler" und "rassiger" gelten und außerdem teurer sein als ein Mischling, gesünder ist er aber in der Regel deswegen noch lange nicht.

Okay, verwenden wir hier reinrassig so wie es der Laie nutzen würde. Mops mit Mops, Schäfer mit Schäfer usw. Der Einfachheit wegen. Zumindest war dies von mir so gemeint.

Das Problem sehe ich darin, dass bei der Einkreuzung von Fremdrasse eben nicht nur die positiven Dinge vererbt werden. Bleiben wir bei der "beliebten" Kombi Jack Russel Terrier und Mops. Ich finde das furchtbar. Die Nachkommen mögen zwar alle eine längere Nase haben. Aber dadurch kann das Gaumensegel immer noch zu groß sein. Und dann die Folgeerkrankungen (Atemprobleme, Herz, usw.) mit dem Trieb des JRT.

Richtig, der VDH erlaubt nur das Einkreuzen von Tieren aus bestimmten Vereinen. Aber da sind für mich die Züchter in der Pflicht. Denn der VDH erlaubt zwar nicht die Tiere mit jedem x-beliebigen Tier zu kreuzen, aber es gibt durchaus Vereine im Ausland, die unter dem FCI laufen, mit den Tieren man züchten darf. Macht den Aufwand für die Züchter größer. Aber wer ständig auf Ausstellungen fährt, sollte in der Lage sein auch mal ein paar Meter mehr zum Deckrüden zu machen. - meiner Meinung nach. Zudem kann ein Tier, welches dem Verband nicht angehört, aber die entsprechend geeignet ist die Zuchttauglichkeit erlangen. Auch hier ist der Aufwand wieder größer und das Risiko größer, dass die Tiere nicht zugelassen werden.

Ich habe das aufgrund meiner Recherche zum Thema Zucht rausgefunden, habe mich aber gewundert, dass man so wenig davon liest. Ich habe mir nämlich auch gedacht, wie das funktionieren soll. Dabei seh ich beim Mops noch gar nicht so das Problem. Zumindest im Vergleich zu anderen Rassen, die wesentlich seltener sind und entsprechend weniger Züchter vorhanden sind.

Ich denke, das Problem bei den Mixen ist, dass es einfach zuviele Trittbrettfahrer gibt. Wenn es Sinn macht eine Rasse entsprechend zu kreuzen, dann spricht da an und für sich nichts gegen. Schlimm wird es nur, wenn Unwahrheiten erzählt werden oder die Rassen nur der Optik wegen zusammen geschmissen. Warum der JRT? Weil er die längere Nase bringt? Weil er ebenfalls kurzhaarig ist? Weil er auch Schlappohren hat? Ich muss gestehen, soweit bin ich nicht drin in der Farbgenetik. Beim Mops ist die helle Fellfarbe dominant. Wenn die des JRT rezessiv vererbt wird, dann ist entsprechend die Farbe gleich. Aber das sind alles optische Dinge. Wie gesagt, der Jagdtrieb beim JRT passt überhaupt nicht in das Wesen eines Mops. Abgesehen davon, auch nicht in die körperlichen Gegebenheiten. Und bei den Mixen bezüglich Mops ist ja nicht der Wille eine neue Rasse zu erschaffen, sondern den Mops zu verbessern. Und auch wenn er auf vielen gemalten (!) Bildern sehr groß und hochbeinig erscheint. Der Mops wurde sogar von den Mönchen extra klein gezüchtet, damit er in die Ärmel passt. Mir passen halt die Geschichte (die durchaus auch von den Retro- und Altdeutschzüchtern weitergegen wird) um den Mops und die Bilder nicht überein.

Und wie gesagt, es gibt nicht nur kranke Möpse. Im Netz liest man viel. Aber wie läuft es im Netz denn? Es melden sich die, die ein Problem haben. Wenn 1000 Dalmatiner an Knochenkrebs erkranken und diese 1000 Menschen ins Netz gehen, um über ihr Problem zu reden, davon zu berichten oder sich Hilfe oder tröstende Worte zu suchen, dann bekommt man den Eindruck, dass plötzlich ganz viele Dalmatiner an Knochenkrebs leiden. Und wenn man weiter spinnt, wird es ganz schnell ganz "einfache" Lösungen dafür geben. Dann gibt es die, die behaupten, die Schwester, vom Onkel, der ihr Freund, davon die Cousine, dessen Arbeitskollegin hat genau das gleiche mit ihrem Dalmatiner erfahren. Dann werden auch die kommen, die irgendeinen Käse behaupten, weil sie entweder Vereinen schaden wollen, den Dissi-züchtern, den Vermehrern, den "Ups- Unfallwurfzüchtern" oder oder oder. Es wird nicht lange dauern und der Dalmatiner leidet im Volksmund unter Knochenkrebs.

Die gesunden Tiere, werden nicht erwähnt. Denn die werden vielleicht vorgestellt, gelten als Glücksfall usw. wenn er gesund bleibt usw. Da noch durchzukommen, ob es jetzt einfach Zufall ist, wer Schuld hat, ob es überhaupt einen Schuldigen gibt etc. ist nicht mehr rausfindbar. Und es wird sicher auch dann zu Mixen kommen, die sowas sicher verhindern können etc.

Rasse und Verlauf sind fiktiv. Es geht mir einfach darum, dass es so einfach ist, etwas in die falsche Richtung zu schieben. Ich erfahre es ja selbst. Jeder Hund darf schnarchen. Liegt ein x-beliebiger Hund "falsch" und schnarcht "lauter als der Ehemann" und das wird erwähnt, ist das lustig, zu süß usw. Ist der Hund ein Mops ist das Schnarchen im jeden Fall krank. Es werden Berichte gepostet, dass das immer gesundheitsschädlich ist oder aufgrund einer kranken Ursache passiert. Für jeden solcher Beiträge habe ich schon Gegendarstellungen gelesen. Teilweise ist die Rede davon, dass jeder 2. Mops operiert werden muss. Möpse gelten immer noch als Übergewichtig, obwohl es immer mehr Beispiele von schlanken Möpsen gibt. Es gibt Möpse die an Mopsrennen teilnehmen, die Agility machen usw. Das sind immer die Besitzer, die Glück gehabt haben. Wenn ein Hund als gesund vom Tierarzt eingeschätzt wird, gibt es immer eine Tierarzthelferin, die noch nie einen gesunden Mops gesehen hat usw.

Es ist halt total schwierig, da irgendwo die Wahrheit zu finden. Aber ich kenne mittlerweile einige Möpse (viele will ich nicht sagen, ich toure nicht durch Deutschland), aber ich habe bis jetzt noch keinen richtig kranken gesehen. Mein Oskar "grunzt" auch. Hört sich an, wie bei einer Katze. Macht er nur, wenn er gekrabbelt wird. Wurde mir auch schon gesagt, der muss krank sein, sonst würd er das nicht tun. Laut Tierarzt (und ich habe alles abschecken lassen, weil es Notfälle waren), ist er gesund. Er wetzt auch über die Stopelfelder und es kommt kein ähnlicher Laut aus ihm raus.

Mir persönlich ist es egal, wer Möpse züchtet, ob mit Verein oder ohne. Wichtig wäre nur, dass keiner versucht alleine zu experimentieren, sondern wirklich versucht wird, den Mops wieder hinzubekommen. Dem VDH stehe ich aufgrund Meinungen anderer durchaus kritisch gegenüber, versuche mich aber auch hier objektiv zu erkundigen. Ich brauche keine Meinungsmache, ich brauche Fakten, notfalls eigene Erfahrungen. Momentan bin ich auf dem Standpunkt, dass der VDH durchaus gute Vorgaben gibt (nicht überall, dafür hab ich mich zu wenig mit anderen Rassen beschäftigt, um das zu beurteilen). Für mich ist die Überwachung wichtig. Aber auch die muss funktionieren. Und da das alles von Menschen geleitet wird, können dort genauso Fehler passieren, die falschen Menschen in bestimmenden Positionen sitzen, wie überall anders. Schwierig...

Sorry für so lang. Ich hör jetzt auch auf. In der Vorschau fiel mir dies noch ein und jenes... hätt ich mal die Fehler gelassen und nicht Korrektur gelesen :D
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #8
Boah...hammer Text Gundel. :clap:
Ich hab ihn komplett gelesen *mir auf die Schulter klopf* und stelle fest das ich total deiner Meinung bin.

Auf eine Sache würde ich auch gern nochmal eingehen. Da ich ja nun fast nur Hunde (erst Englische Bulldoggen dann eine Amerikanische Bulldogge und jetzt nun auch einen Mops) hatte die ja auch gern mal als "Krüppel" bezeichnet werden, geht mir dieses "dein armer Hund der ist doch krank Gerede" auch sehr auf den Keks!
Natürlich gibt es, wie wir ja nun alle wissen Menschen die wirklich fast lebensunfähige schnaufende , ich will mal bewusst übertreiben "Monster" gezüchtet haben. Aber ich gehe jetzt mal diesen Schritt und behaupte das das nur ein kleiner Teil der Hunde dieser Rassen ausmacht. Wie Gundel ja schon geschrieben hat liest man meistens nur die negativen Dinge und Probleme über diese Rassen (ähnlich wie beim Thema "Kampfhund"). Und ich finde es wirklich schade das aufgrund dieser Fälle alle Hunde dieser Rassen über einen Kamm geschehrt werden. Ich meine das erste worauf die Leute achten wenn sie meinen Hund (Mops) sehen ist ob seine Nase nun länger ist oder nicht, oder ob er röchelt oder sonst was für Geräusche von sich gibt. Da heißt es auch wenn mein Mopsilein gerade mal für ne viertel Stunde über die Wiese gerannt ist gleich von allen anderen "Oh mein Gott der arme Hund wie der hächelt, naja der ist ja auch ein Mops und bekommt auch keine Luft". :roll: Ich meine HALLO??? der ist gerade gerannt!

Ich hatte mit keinem meiner Hunde gesundheitliche Probleme. Sie waren alle laut Tierarzt Mopsfidel :mrgreen:. Und ich glaube nicht das ich da einfach nur Glück hatte.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #9
Genau das ist das. Es gibt ein Foto, das habe ich hier auch gepostet. Da ist mein Bruno drauf und er hächelt. Genauso wie auf dem Bild mit beiden Möpsen in der Wildwiese. In der Wildwiese bin ich wie eine beschränkte mit ihnen rumgerannt. das Gras war höher als meine Hunde. Dementsprechend sind sie gehüpft, gerannt usw.

Bei dem Einzelfoto war meine beste Freundin zu Besuch. Das passiert nicht oft, weil sie ausgewandert ist. Sie hat eine Flatcoat-Hündin. Die sind im Garten wie die Irren rumgerannt. Lustig war, dass Bruno heiß verliebt war und permanent versuchte ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, die Hündin in Oskar vernarrt war und Bruno nur abwehrte und sich mit Oskar beschäftigen wollte und der nur gedacht hat "Paaarty". Also es war bestimmt 30 Minuten wildes Hundefest. Da ist dieses Foto entstanden.

Und was lese ich bei Kommentaren zu meinen Fotos auf anderen Plattformen? "Möpse sind Nasenatmer, dass deine nicht gesund sind, sieht man schon daran, dass sie mit ausgestreckter Zunge atmen". Ähm... ohne Worte.

Meine verstorbene Hündin hat mehr geschnarcht als meine Möpse. Bruno schnarcht auch. Aber nur, wenn er in seiner Ecke liegt. Die ist auf dem Sofa und er legt seinen Kopf immer auf die Lehne. Es muss am Winkel liegen, weil er da nicht immer schnarcht, aber wenn, dann in der Position. Jetzt liegen sie beide um meinen Stuhl herum und man hört nix!

Ich bin ja zuchtinteressiert und würde das später gerne auch aktiv machen. Wichtig ist für mich, nicht nur die Vorbereitung, die Welpenaufzucht. Sondern die Rasse. Und ich möchte mich wirklich objektiv erkundigen. Ich möchte mir meine Ziele nicht schön reden, aber auch nicht schlecht reden. Und mir ist es wichtig, dass ich die Wahrheit rausfinde. Denn ich möchte keine kranken Tiere züchten. Und wenn man dann etwas tiefer drin steckt in dem Thema, dann kommen Erkenntnisse, wo man vorher überzeugt war, dass es definitiv anders ist. Aber leider werden einem auch die Augen geöffnet, wo etwas falsch läuft, wie häufig und was das für Früchte trägt.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #10
Gundel? Gumsche? Danke für eure Texte :)
Ich kenne euer Problem, ich halte Schäferhunde, einen "bösen"SoKa und einen Nackthund....Vorurteile ahoi ^^
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #11
Das der VDH ein Einsehen hat und Zuchten mit Extremmerkmalen reduzieren möchte finde ich erfreulich, dennoch gibt es weiterhin Rassestandarts im VDH die mir persönlich bei weitem noch zu extrem sind (man denke neben dem Mops mal an den Basset oder den Pekinesen).

Der VdH selbst hat auf die wenigsten Rassestandards einen Einfluss. Es sind ja keine VdH Rasestandards sondern FCI Standards. Und die werden von den Herkunftsländern der Rassen festgelegt und gelten in allen FCI-Ländern. Da kann der VdH wenig ändern. Er ist ja nur für die Standards der deutschen Rassen zuständig.

In manchen Punkten, in denen es möglich ist, interpretiert der VdH ausländische Standards schon strenger als es sein müsste. Die großbritannischen Standards für Terrier verlangen zum Beispiel nur eine komplette Schere. Prämolare und Molare brauchen die Hunde dort nicht. Deswegen gibt es dort unter den Terrierrassen recht hohe Zahnverluste. In Deutschland unter dem VdH ist das nicht erlaubt. Da dürfen maximal 6 Prämolare fehlen.
Aber auch diese Strenge des VdHs hat einige Nachteile. So ist es für Importtiere, die in anderen Ländern Champions sind, teils sehr schwer, auch in Deutschland eine Zuchtzulassung zu bekommen, wegen der unterschiedlichen Anforderungen ans Gebiss. An sich wäre das nicht schlimm. Trotzdem ist es dann natürlich deutlich schwerer, Hunde zu importieren um höhere Inzuchtraten zu vermeiden.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #12
Kompassqualle,
einige aussagen zum VDH stimmen so gar nicht bzw fehlen scheinbar wichtige informationen und hintergrundwissen.

punkt eins wurde von Stoffel gerade schon gesagt: es sind FCI standards und somit weltweit so gültig. der VDH hat dabei nur einfluss auf die in Deutschland geführten und das auch nur teilweise.
Die einzelnen Rasseclubs innerhalb der verbände haben aber die möglichkeit die richtlinien für eine zuchtzulassung zu verschärfen. und da ist deutschland in vielen fällen ganz weit oben was gesundheit anbelangt.
Beim chi zb ist die merlezucht und die zucht mit tieren mit offener fontanelle und/oder unter 2kg schon immer verboten während andere Clubs sowas erlauben bzw lockerer sind. bei manchen dingen zieht dann aber sogar die FCI nach (zb beim verbot von Merle beim Chi)


Fremdrasseneinkreuzung ist auch nicht generell verboten sondern bedarf einem einem antrag, der bewilligt wird sofern ein driftiger grund besteht.
Nur ist das ziel eines Rassehundeverbandes nunmal die rassenreinhaltung. sowas durch zu bekommen ist entsprechend schwer und ist mit sehr krassen auflagen gekoppelt. Denn ziel einer fremdrasseneinkreuzung ist nicht die erschaffung einer neuen rasse sondern die verbesserung der "alten". so muss ein bestimmtes programm über mehrere generationen gemacht werden.

ich weiß nicht wie man zu der information kommt, dass das ein allgemeines Problem von rassenhunden ist. die aller meisten Rassen haben einen zuchtstamm der es ohne probleme erlaubt nicht verwandte (über min 10 generationen) tiere zu verpaaren. zudem kann ich jederzeit mit FCI Hunden aus der ganzen Welt das blut auffrischen.
beim chihuahua zb ist verwandtschaft im stammbaum eher die seltenheit. Und Chis werden gut und gerne 16-18 jahre alt.
Ich sage ja nicht dass es keine rassen gibt die ein inzuchtproblem haben und ich weiß nur zu gut dass es viele züchter gibt die gerade zu auf "linienzucht" schwören (was ich im übrigen in keinster weise gut heiße), allerdings ist dass nicht Mehrheit sonder ein kleiner teil.

Nein, Vdh hunde dürfen nicht nur mit VDH hunden verpaart werden. Es geht um eine FCI zuchtzulassung die vorhanden sein muss. das hat den einfachen grund dass sonst die kontrolle wegfallen würde. FCI zuchtzulassung gibt es nur wenn alle anforderungen (phänotypisch aber wichtiger gesundheitlich) der FCI erfüllt sind. Diese Zuchtzulassung zu bekommen ist für jeden Hund möglich

und noch zum standard: jeder standard ist interpretationssache. beim mops zb steht: kurze schnauze.
Nun ist eben die frage was man als kurze schnauze interpretiert.

ich finde es immer schwierig wenn der VDH oder die Rassehundezucht im allgemeinen angeprangert wird obwohl man noch nicht mal alle Fakten kennt...


zum thema retromops:
ich halte nichts von der mischung JR+Mops. nicht wegen der fremdrasseneinkreuzung sondern wegen der enormen charakterlichen unterschiede, die hier ja schon angesprochen wurden.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #13
Danke Stoffel und nudl, ihr habt natürlich recht und die Standarts werden vom FCI rausgegeben und nicht vom VDH, habe dahingehend jetzt auch nochmal Wikipedia studiert um mich besser zu informieren ;)

Nur - VDH oder FCI - wenn die Rassestandarts Interpretationssache sind, wer ist denn hier berechtigt dies zu entscheiden? Sind es die Richter auf den Champions-Schauen? Vereinsvorsitzende?
Wenn die Vereine und Dachverbände doch so großen Wert auf Gesundheit legen (und im Wikipedia-Artikel über die FCI steht, dass laut Eigenaussage der FCI "Gesundheit, Wesen und Verhalten die wichtigsten Merkmale für die Rassestandarts sein") wie kann es denn dann sein, dass immer wieder kranke Hunde auf Ausstellungen den ersten Platz machen und eben diese Hunde dann z.B. als Deckrüden hunderte von kleinen Schäferhundwelpen mit abfallendem Rücken und Watschelbeinen hervorbringen.
Wenn so großen Wert auf Gesundheit gelegt wird, warum gibt es denn dann so viele rassetypische Krankheiten?
Liegt es - wenn nicht an den Instanzen die die Standarts festlegen - denn dann an der Rassezucht selbst?
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #14
Die Kreuzung Mops x JRT (obwohl meist ja nicht der JRT sondern der Parson Russell mit dem Mops gekreuzt wird, oder?) finde ich wegen des konträren Charakters auch sehr fragwürdig. Wie da der typische Mopscharakter erhalten bleiben soll, halte ich für fragwürdig.

Das ist wie beim "Puggle". Beinahe die Optik des Mopses kombiniert mit angeblich viel besserer Gesundheit und dann angeblich Mopscharakter. Letzteres ist aber meist nicht der Fall. Und dann wollte man eigentlich einen Gesellschafter, hat aber einen sturen, selbstständig handelnden Jäger. Prost Mahlzeit.

Zum VdH habe ich noch eine kleine Ergänzung. Es gibt durchaus offene Zuchtbücher, in die auch Hunde anderer Verbände oder gar Mischlinge und "Rasse"hunde ohne Papiere aufgenommen werden können. Ich könnte Tabs also rein theoretisch beim VdH (KfT) phänotypisieren lassen. Das kostet nicht mal soo viel. Und wäre er nicht kastriert, könnte man dann nach bestandener Zuchtzulassung auch mit ihm züchten. Über (ich glaube 3) Generationen wäre dann bei den Nachkommen ein extra Vermerk in den Papieren, weil ein Vorfahre phänotypisiert wurde, aber anschließend wären es dann auch ganz normale Papiere.
Auch das ist also eine Möglichkeit, frisches Blut in Rassen hineinzubringen.

edit: Kompassqualle, unsere Beiträge haben sich überschnitten.
Soo genau bin ich da aber auch noch nicht dahinter gestiegen. Oftmals sind es eben aktuelle Geschmäcker und viele Züchter, die da dann folgen und viele gut zahlende Käufer, die dann einen bestimmten Typ Hund bevorzugen.
Richtig beantworten kann ich dir das aber nicht. Ich halte mich ja hauptsächlich bei extrem gesunden Rassen auf. Cairn Terrier haben nur wenige rassetypische Krankheiten, die dann auch noch sehr selten auftreten. Die Lebenserwartung liegt meist bei 15-18 Jahren.

Rassetypische Krankheiten bedeuten aber auch nicht, dass sie nur auf Rassen bezogen sind. Bei Cairns wird da auch die Patellaluxation genannt. Im Endeffekt sind die meisten Cairns frei davon. Und das ist auch keine in dem Sinne rassespezifische Krankheit. Grundsätzlich sollte man da ja alle kleinen Rassehunde und Mischlinge drauf untersuchen lassen, wenn man zB Agi machen möchte.
Wenn ich einen Cairnwelpen anschaffe, habe ich für mich aber eine ziemlich hohe Sicherheit, einen absolut cairngesunden ;) Hund zu bekommen. Da würde ich mir bei einem Mischling größere Sorgen zB bzgl Patellaluxation machen. Allerdings gibt es auch andere Rassen, die deswegen aber für mich nicht in Frage kämen.

Ansonsten ist ein häufigeres Problem der übermäßige Einsatz bestimmter toller Deckrüden, die dann in der nächsten Generation überhäufig vorhanden sind. Und auch Linienzucht kann zu Problemen führen. Das liegt aber auch viel in der Verantwortung der einzelnen Züchter und natürlich auch der Käufer.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #15
Ja und die aufgenommen Tiere, werden entsprechend kritisch beobachet. Gibt es bei den Nachkommen Auffälligkeiten, wird entsprechend wieder die Zuchttauglichkeit entzogen. Aber das passiert auch bei bereits von Anfang an zugehörigen VDH-Tieren.

Zu der Interpretationssache. Wer bestimmt das? Menschen! Und da liegt das Problem.

Ist jetzt vielleicht ein total bescheuerter Vergleich. Aber es gab doch mal diese Buffaloschuhe mit der hohen Sohle. Ich war damals in frischer Jugend und fand diese Schuhe furchbar. Sie waren so ganz anders, als all die anderen Schuhe. Mein Freundes- und Bekanntenkreis sah das ähnlich. Es gab aber die ersten, die angefangen haben, diese Schuhe zu tragen. Die Beliebtheit wurde immer größer, die Skepis aber blieb. Nach einem Jahr gab es mehrere Modele dieser Art Schuhe und immer mehr Leute rannten damit rum. Und plötzlich waren sie gar nicht mehr so schlecht und haben auch mich und meinem Jugend- und Bekanntenkreis begeistert. Nachdem der Hype vorbei war und der Trend wieder zur "normalen" Schuhen zurück ging, war es auch immer weniger nachvollziehbar, warum man die Schuhe so toll fand und vor allem noch soviel Geld dafür ausgegeben hat.

Das Beispiel ist auf alles umzulegen, was irgendwie mit Optik zu tun hat. Frisuren (80er Jahre - könnte jetzt noch kreischen bei den Fotos von damals) usw.

Jetzt gibt es einen Verein, der eine Hunderasse beurteilt.
Da ist die Rede von (Originaltext Rassestandard) "Augen: Dunkel, sehr grob und kugelförmig, mit sanften und bekümmerten Ausdruck, sehr glänzend und bei Erregung voller Feuer". Man könnte jetzt sagen, okay, der Hund soll keine mandelförmigen Augen haben, sie sollen ausdrucksstark sein und eine bestimmte Stimmung ausdrücken.

Manche haben es aber so interpretiert, dass die Augen durchaus auch hervorstehen können. Vielleicht nur bis zu einem gewissen Grad. Es steht keiner daneben, der wie ein Lehrer auf die Fehlentscheidungen aufmerksam macht. Die Menschen, haben ein Bild im Kopf und sehen vielleicht die kleinen Veränderungen nicht, gewöhnen sich aber an sie und verlieren den Blick. Dann merkt man, dass das hervorstehen der Augen Probleme mit sich bringt und überlegt, wie man dem entgegen wirken kann.

Plötzlich sieht man auch den Unterschied, die Augen sind nicht mehr groß und ausdrucksstark, sondern schlichtweg Glubschaugen. Warum hat das vorher keiner gemerkt? Wobei Glubschaugen auch so eine Nummer sind. Bei zu Glubschaugen tendierenden Augen sieht man häufig das Weiße des Augapfels, was keinesfalls erwünscht ist. Extreme Glubschaugen, wie sie heute gerne als Negativbeispiel gezeigt werden, sind also so oder so vom VDH nie geduldet worden.

Aber es gibt eben auch Züchter, die auch Menschen sind, und unter dem Deckmantel des VDH die Tiere verpaaren. Wer kann denn nachvollziehen, wenn Hund A die Zuchttauglichkeit bekomme, aber Hund B dafür eingesetzt wird? Heute gibt es DNA-Nachweise. Die Züchter sind verpflichtet einen Abstrich zu machen. Vor 20 Jahren war daran noch gar nicht zu denken. Es konnten also auch unter dem VDH Tiere vermehrt werden, die von oben gar nicht dafür vorgesehen waren. Klar, gab es Tätowierungen. Aber selbst heute im Zeitalter des Internets wissen viele Halter nicht, worauf sie zu achten haben. Diese schwarzen Scharfe und Fehlentscheidungen haben den ganzen Verein in Verruf gebracht.

Zurück zu dem Punkt, wo bemerkt wird, dass das in eine falsche Richtung läuft. Ein neuer Weg wird vorgegeben, man gewöhnt sich den "alten Blick" ab und identifiziert sich mit dem neuen. Nur, dass das alles wesentlich länger braucht, als bei einem Modetrend von Schuhen. Es steht eben keiner auf dem Podest und predigt wie eine Rasse zu sein hat. Es sind Entscheidungen von Menschen, die auch unter dem Einfluss der Gewöhnung liegen, die Entscheidungen treffen, was gut für einen Hund ist und beeinflussbar von außen sind. Ich nehme den meisten VDH-Mitgliedern und auch Vorstandsmitgliedern ab, dass es ihnen um das wohlergehen und die Erhaltung der Rassen geht und unterstelle ihnen nicht die Absicht von Anfang an die Tiere teils zu extremen Exemplaren hinzüchten zu wollen.

Aber der VDH konnte auch nur soweit in die falsche Richtung laufen, weil sich der Trend eben auch bei den Abnehmern fortgesetzt hat. Es gab ja kaum einen, der dagegen gesprochen hat. Bevor es das Internet gab, war die Verbreitung von Informationen und die Kontaktierungsmöglichkeit noch viel beschwerlicher.

Bestes Beispiel Schäferhund. Er wurde immer extremer, aber die Leute haben sich das so gewünscht und ich denke der VDH hat die Folgen nicht erkannt oder wie bereits schon mal erwähnt, nicht erkennen wollen. Darüber möchte ich nicht urteilen. Und trotzdem haben die Kritiker es nicht geschafft, die Leute zu überzeugen, dass das nicht gut ist.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #16
ich kann mal ein paar infos geben, vielleicht hilft es dir ja.

1. Ausstellungen haben mit Gesundheit nix zu tun. dort wird der Phänotyp und rudimentär das Wesen beurteilt, mehr auch nicht. Wie ein Hund dort abschneidet ist einzig und alleine vom anwesenden Richter abhängig. Dieser beurteilt "Korrektheit" im Sinne das Rassestandards und natürlich spielt immer noch der eigene Geschmack mit rein. (FCI Zuchtrichter haben eine spezielle ausbildung und sind entsprechend geschult, falls das auch interessiert)
Eine gute Bewertung auf einer Ausstellung bringt aber noch längst keine Zuchtzulassung mit sich.
Offensichtlich kranke Hunde werden aber natürlich auch von ausstellungen ausgeschossen. bzw dann im ring disqualifiziert. Genauso wie hunde die extrem ängstlich/aggressiv/... sind.

2. es ist ein unterschied ob wir von moderner Rassehundezucht sprechen oder von Rassehundezucht noch vor 20 Jahren. Früher hatte man einfach noch nicht den wissenschaftlichen Hintergrund den man heute hat. Genetik war im Grunde egal, man hat nicht nachgedacht was bestimmte dinge für weitläufige konsequenzen haben können. Aus diese Zeit stammen eben leider auch viele erbkrankheiten. Andere kommen einfach aufgrund bestimmter phänotypische merkmale (wie große Hunde mit HD/ED und kleine mit PL, wobei da mischlinge genauso häufig betroffen sind).
Heutzutage wird sehr darauf geachtet dass solche Tiere eben nicht in die Zucht dürfen (wo wir wieder bei der FCI Zuchtzulassung wären) um solche Probleme zumindest genetisch wieder raus zu bekommen. Dass das nicht von heute auf morgen geht sollte klar sein. man kann auch nicht plötzich einen große menge an hunden aus der zucht nehmen. dazu mal zwei beispiele, die vielleicht ein bisschen besseren einblick in die Rassehundezucht bieten:
- Wie weiläufig bekannt wurden Dobermänner bis vor einigen Jahren noch ganz selbstverständlich kupiert. und das über jahrzehnte. Auf ohren und Rute wurde entsprechend nicht geachtet, da die schon im welpenalter entsprechend verstümmelt wurden. Nun kam das kupierverbot und brachte natürliche Ohren und Rutenformen zum vorschein. Nur war eben jahrelang nicht selektiert worden was sich nun in Ohrenfehlstellungen und Knickuten zeigt. Theoretisch sind das Fehler im Standard. Ausgeschlossen werden diese Hunde von der Zucht aber trotzdem nicht. würde ma alle Dobis mit Knicrute und/oder Ohrenfehlstellung aus der Zucht nehmen würde das nämlich einen immensen einbruch an erbgut bedeuten. Andere dinge (wie bestimmte erbkrankheiten) auszuselektieren ist d einfach viel wichtige. denn man muss immer die balance halten zwischen selektion und eine ausreichen großen genpool. Rute und Ohren sind jetzt optische Kritikpunkte, kann aber auch übertragen werden. ich wollte nur mal ein beispiel bringen

- Beim Chihuahua gab es früher relativ viele Tiere mit offener Fontanelle. Nicht nur das welpen mit dieser geboren wurden, sondern dass sie eben auch beim erwachsenen hund bleibt. Nicht wirklich einschränkend, aber schön ist das auch nicht gerade. Seit einigen Jahren ist die Zucht mit Chis mit offener Fontanelle komplett verboten. Heißt sofortiger Zuchtausschluss. Und mittlerweile sieht man die erfolge: die Anzahl an erwachsenen VDH Chis mit offener Fontanelle ist sehr geschrumpft. im gegensatz dazu die hunde auch dissidenzvereinen die betroffene hunde nicht von der zucht aus zu schließen. Beim Chi war die zuchtbasis groß genug um alle mit offener Fontanelle von der zucht auszuschließen. Anders sieht es da zb mit den Zähnen aus. Gefordert wird eine 6/6 Schere... allerdings dürfen noch bis zu 2 schneidezähne mehr fehlen und der hund kann dennoch in die zucht. Wieso? würde man alle 5/5, 5/6, 4/6 rausnehmen wären das zu viele. Dazu kommt, dass es die hunde ja nicht drastisch einschränkt einen oder zwei schneidezähne weniger zu haben, da konzentriert man sich dann doch lieber auf andere probleme (zb PL) und bedient sich anderer möglichkeiten zur vermeidung von Zahnverlust (in diesem Fall verpaarung nur mit 6/6ern).
(ich hoffe die ausführunen sind noch mit den forenregeln konform. das sind alles keine internen infos oder spezielle zuchtpraktiken sondern genau so öffentich in den Zuchtordnungen nachzulesen)

Was ich damit sagen will ist, dass auf Probleme eingegangen wird. es dauert einfach bis man nach mehreren Generationen ergebnisse sieht bzw man auch dinge nach und nach angehen muss, um den Zuchtbestand nicht bedrohlich zu dezimieren (was immer auf die rasse ankommt)


3. Die FCI/de VDH/ die Rasseclubs sind nicht perfekt. es gibt noch grobe Lücken besonders in sachen lehrgänge und aufklärung der Züchter. Ich als Genetikfreak bekomme da teilweise das wahre grauen wenn züchter noch nicht mal wissen wir die simpelsten klassischen erbgänge der eigenen Rasse funktionieren oder nicht mal sagen können welche farben in einem wurf fallen werden was ich schon mit 2 generationen vorhersgen kann. Wie es dann mit komplizierteren Erbgängen von Krankheiten aussieht kann man sich ja denken. Aber ich glaube dennoch dass sich etwas bewegt und dass es vortschritte gibt.
Mittlerweile sogar schon in GB, wo so ziemlich die veraltetsten Zuchtverhältnisse herrschen...
Und außerdem bin ich selbst bemüht dinge zu bewegen und zu verändern. Würden das mehr leute machen anstatt nur da zu sitzen und sich über die herrschenden verhältnisse zu beschweren, würde das ganze sicher etwas schneller gehen ;)
(und das muss nicht im sinne von zucht und mitgliedschaft erfolgen sondern fängt ganz simpel beim welpenkauf an)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Zum VdH habe ich noch eine kleine Ergänzung. Es gibt durchaus offene Zuchtbücher, in die auch Hunde anderer Verbände oder gar Mischlinge und "Rasse"hunde ohne Papiere aufgenommen werden können. Ich könnte Tabs also rein theoretisch beim VdH (KfT) phänotypisieren lassen. Das kostet nicht mal soo viel. Und wäre er nicht kastriert, könnte man dann nach bestandener Zuchtzulassung auch mit ihm züchten. Über (ich glaube 3) Generationen wäre dann bei den Nachkommen ein extra Vermerk in den Papieren, weil ein Vorfahre phänotypisiert wurde, aber anschließend wären es dann auch ganz normale Papiere.
Auch das ist also eine Möglichkeit, frisches Blut in Rassen hineinzubringen.

sagte ich im grunde schon:

Nein, Vdh hunde dürfen nicht nur mit VDH hunden verpaart werden. Es geht um eine FCI zuchtzulassung die vorhanden sein muss.

FCI Zuchtzulassung kann man auch mit Hunden ohne FCI Paiere und sogar komplett ohne papiere bekommen.
De Ablauf ist eigentlich genau der selbe wie bei Hunden mit FCI Papieren, nur dass dem ganzen eine sogenannte "phänotypisierung" voran geht. Das bedeutet der Hund wird darauf kontrolliert ob er optisch der Rasse entspricht. Tut er das bekommt er sogenannte Registerpapiere. Hunde mit ehemaliger Dissidenz ahnentafel müssen diese abgeben und bekommen eben eine neue in der "ahnen unbekannt" vermerkt ist.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #17
sagte ich im grunde schon:
Weeß ich doch. Wollte es nur noch mal etwas ausführlicher schreiben, da du es ja nur sehr kurz angerissen hattest.

(und das muss nicht im sinne von zucht und mitgliedschaft erfolgen sondern fängt ganz simpel beim welpenkauf an)
Das sehe ich ganz genauso. Denn die Käufer haben mit ihrer Nachfrage auch einen großen Einfluss und damit eine große Verantwortung.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #18
Die Kreuzung Mops x JRT (obwohl meist ja nicht der JRT sondern der Parson Russell mit dem Mops gekreuzt wird, oder?) finde ich wegen des konträren Charakters auch sehr fragwürdig. Wie da der typische Mopscharakter erhalten bleiben soll, halte ich für fragwürdig.

Ja das ist richtig. Es ist der Parson Russel der eingekreuzt wird. Hatte das nicht mehr genau im Kopf. :uups:
Aber wie du auch schon gesagt hast finde ich diese Verpaarung nicht sehr glücklich gewählt. Das schlimme ist das die Retro Mops Züchter aber steif und fest behaupten das der Mopscharakter bei dieser Kreuzung nicht verloren geht. Und das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Ganz schlimm finde ich auch diese Puggle´s. Sie sehen für mich eher wie ein "Verpaarungunfall" aus. Nix halbes und nix ganzes. Natürlich ist es nicht schön und auch nicht wünschenswert das die Züchterei kranke Hunde zum Vorschein bringt, Aber ich denke man sollte doch versuchen mit reinrassigen gesunden Hunden gleicher Rasse eine Verbesserung der Rasse zu erziehlen. Denn ich denke keine unserer vielen Hunderassen hat es verdient das sie uns durch gezieltes Mischen der Rassen verloren geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #19
Aber ich denke man sollte doch versuchen mit reinrassigen gesunden Hunden gleicher Rasse eine Verbesserung der Rasse zu erziehlen..

Das wird in vielen fällen so nicht klappen. Gerade beim Mops nicht. Wenn man beim mops versucht nur mit reinrassigen hunden wieder eine nase (und andere dinge) her zu züchten, wird der genpool viel zu klein. Inzuchtdepression vorprogrammiert.
Sieht man aber recht deutlich in den bestrebungen der "altdeutscher Mops" Züchter.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #20
Das wird in vielen fällen so nicht klappen. Gerade beim Mops nicht. Wenn man beim mops versucht nur mit reinrassigen hunden wieder eine nase (und andere dinge) her zu züchten, wird der genpool viel zu klein. Inzuchtdepression vorprogrammiert.
Sieht man aber recht deutlich in den bestrebungen der "altdeutscher Mops" Züchter.

Okay WENN man dem Mops überhaupt eine solche Nase züchten will mag das den Tatsachen entsprechen. Aber der Mops hat bereits eine Nase (ich finde das immer lustig wenn die Leute schreiben er hätte keine). Und aus meinen Erfahrungen mit Möpsen und anderen Molossern kann ich behaupten das er dadurch auch gut atmen kann (ausser bei Fehlzüchtungen). Also warum den Mops komplett verändern? Ich sehe ja ein das solche Sachen wie Glubschaugen oder eine zu ausgeprägte Nasenfalte (alles übrigends Dinge die in der Zucht eh nicht erwünscht sind) nicht weitergezüchtet werden sollten. Aber den Mops als solches total in seinem Aussehen zu verändern halte ich persönlich für falsch. Der Mops wär kein Mops wenn er nicht aussehen würde wie ein Mops!
 
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