Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht

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  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #41
Deren Fang ist so gut wie nicht da.

Naja, sie unterscheidet sich nicht wirklich von den anderen Englischen Bulldoggen auf den Bildern finde ich zumindest (wenn überhaupt, dann hat sie vielleicht mehr Haut im Halsbereich). Okay vielleicht ist der Fang bei Holly etwas kürzer als bei Henry, aber die Frage ist ja ob sie dadurch ein Problem hat. Und ich kann sagen das sie keins hat. Sie nach wie vor alle Zähne und auch genug Platz dafür. Sie atmet ohne Probleme. Und sie hat auch sehr viel Power und hält locker mit anderen Hunden mit (ihr Kumperl ist nen Labbi). Also warum darf sie nicht so aussehen wie sie aussieht? Achja, und sie hat auch schon einmal geworfen und sowohl die Fortpflanzung als auch die Geburt sind auf natürlichem Wege von statten gegangen. Also wo ist das Problem?
 
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  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #42
Naja, sie unterscheidet sich nicht wirklich von den anderen Englischen Bulldoggen auf den Bildern finde ich zumindest (wenn überhaupt, dann hat sie vielleicht mehr Haut im Halsbereich). Aber die Frage ist ja ob sie dadurch ein Problem hat. Und ich kann sagen das sie keins hat. Sie nach wie vor alle Zähne und auch genug Platz dafür. Sie atmet ohne Probleme. Und sie hat auch sehr viel Power und hält locker mit anderen Hunden mit (ihr Kumperl ist nen Labbi). Also warum darf sie nicht so aussehen wie sie aussieht? Achja, und sie hat auch schon einmal geworfen und sowohl die Fortpflanzung als auch die Geburt sind auf natürlichem Wege von statten gegangen.

Da kannst du dich freuen, dass es ihr so gut ging.

Ich habe selber seit nun fast 7 Jahren einen Mops und durfte in der Zeit schon viele Halter und Züchter von Möpsen kennenlernen. ich für meinen Teil kann nur sagen, dass wenn man sich wirklich mal näher mit ihnen unterhält, man erschreckend feststellt, dass viele Hunde einfach nicht gesund auf die Welt kamen und dann gesund operiert wurden.

Meine hat 6 Jahre so gut wie kein Atemgeräusch gezeigt, jetzt fängt es an. Ihre 4 vorderen Zähne gibt es trotz guter Pflege seit einem Jahr nicht mehr und seit neustem schnarcht sie auch derb. Ich finde das nicht normal und mein Hovi hat bis zu seinem 13 Lebensjahr nicht einmal geschnarcht.

Ich werde wohl niemals zu den Haltern gehören, die den Mops (und auch andere Rassen, aber hier geht es ja eigentlich um den Mops) nicht kritisch sehen und sicherlich nicht die Zucht so wie sie jetzt ist unterstützen werde.

Das ist sie in diesem Jahr
cimg0391i.jpg
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #43
Gundel,
Der Fang hat ja noch weitaus mehr bedeutung als platz für das gaumensegel zu bieten. Für mich macht es einfach keinen sinn einem hund quasi ein Sinnesorgan weg zu züchten. Da finde ich schon manche chis grenzwertig...

Dass es bei einigen Mops züchtern mittlerweile wieder die tendenz zu einem längeren Fang gibt habe ich auch schon beobachtet und finde ich so natürlich auch wünschenswert. Ich mag den Mops. Habe sogar eine Zeit lang mit dem Gedanken gespielt einen (altdeutschen) anzuschaffen. Die Rasse ist wie jede andere auch erhaltenswert aber dafür muss man was für die gesundheit machen. Der mops bleibt auch mit 2cm mehr Fang ein Mops.

Natürlich spielt optik bei der Hundewahl eine Rolle. allerdings bestimmt nicht vor dem allgemeinen charakter einer Rasse. Sollte es zumindest nicht. Ich kann ja ein freund von der Optik von Französischen Bullys und tschechoslowakischen Wolfshunden sein, aber einer wird von auslastungslevel und allgemeinem charakter wohl eher weniger zu mir passen. Das jeder Hund dann noch einen individuellen Charakter hat ist klar.
Und für mich darf Aussehen einfach niemals über Gesundheit stehen.


Gumsche, ich will hier sicher keinen für doof verkaufen. :eusa_eh:
Du hast das geschichtliche angeschnitten also bin ich darauf eingegangen.
Die von dir gezeigten Fotos haben aber auch nichts mehr mit den Gebrauchshunden zu tun.
Bullenbeißen gab es nach meinem Kenntnisstand vor allem im 16.-18. Jahrhundert, ab 1835 war es ganz verboten. Die von dir gezeigten Bulldoggen sind also sicher nicht im Gebrauch gewesen und das schon seit einigen Generationen nicht mehr.

Ich finde es ehrlich gesagt erschreckend dass du hier im Grunde behauptest dass es keinen Probleme gibt.
Genau das führt doch dazu das Rassen kaputt gezüchtet werden. Züchter und Käufer weigern sich einzusehen dass Dinge in die Falsche Richtung laufen, also wird munter so weiter gemacht.
Komisch nur dass sogar der VDH den ACEB mit Notvorstand leiten musste (Quelle: )
Und ich sage extra sogar der VDH weil es gerade diesem nicht oft einfällt mängel öffentlich zu bekennen. Da muss also schon entsprechend viel falsch laufen.

"meine rasse" ist der Chihuahua. eine sehr alte und gesunde rasse. es gibt kaum rassetypische erbkrankheiten oder fehler und allgemeine lebenserwartung liegt bei 15-18 Jahren. und dennoch sehe ich dinge, die man verbessern kann. was man züchterisch machen kann um die rasse noch gesünder zu machen. ich weiß nicht was daran schlimm sein soll wenn ich sage dass es noch zuviele chis mit Patellaluxation oder was weiß ich gibt. Da ist für mich keine Schande und nur so kann ich das Problem lösen. Wenn ich sage, ach die meisten haben doch eh keine PL, alles prima ändere ich für die die es haben überhaupt nichts bzw vergrößere das problem sogar.

Es gibt überall Probleme in der Rassehundezucht. An den allermeisten kann man arbeiten. Aber auch nur wenn man sie auch (frühzeitig) erkennt und nicht wenn man so tut als gäbe es sie nicht und munter drauf weiter züchtet.


edit: dass es deinen bulldoggen un möpsen gut geht ist ja toll. das freut mich für dich und besonders für die hunde. Das bedeutet aber noch lange nicht dass es den Rassen im allgemeinen gut geht und dass sie keine probleme haben.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #44
Ich finde es ehrlich gesagt erschreckend dass du hier im Grunde behauptest dass es keinen Probleme gibt.
Genau das führt doch dazu das Rassen kaputt gezüchtet werden. Züchter und Käufer weigern sich einzusehen dass Dinge in die Falsche Richtung laufen, also wird munter so weiter gemacht.

In dem Punkt kann ich dir nur voll zustimmen.

Wir haben vor Paris etliche Mopszüchter abgeklappert weil mein GöGa total verliebt in diese Rasse ist/war. Nach einem Jahr des Suchens waren wir vom Mops ab und naja da kam dann Paris.
ich denke hätten wir sie nicht im TS gefunden, wäre der Mops nicht unser 2. Hund geworden.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #45
aber hier geht es ja eigentlich um den Mops

Hier geht es nicht nur um den Mops, sondern um das Für und Wider der Rassezucht. Also um alle Rassen. ;)

Es tut mir wirklich Leid das du mit deinem Mops Probleme hast und er leider nicht gesund ist. Aber ich habe ein Problem damit das es immer heisst das gesunde Tiere z.B. der Rasse Mops nur Glückssache sind. Dem ist einfach nicht so. Klar hört man mehr die Negativbeispiele. Warum sollte ich mich auch als Halter von einem gesunden Hund über meine gesundheitlichen Probleme meines Hundes in z.B. Internetforen beschweren wenn er doch keine hat? Genau da liegt der Knackpunkt. Man hört immer die schlimmsten Sachen über röchelnde, grunzende, zahnlose Hunde die vielleicht auchnoch Herzprobleme haben. Und genau dieses Bild setzt sich in den Köpfen der Menschen fest. Ist das nicht bei dem "Kampfhundethema" genauso??? Ich denke schon.

Ich habe auch gute Kontakte zu Züchtern (Englische Bulldogge) die dem VDH zugehörig sind. Und die Hunde aus dieser Zucht sind alle gesund (mein Henry stammt aus deren Zucht). Ich denke es gibt genug seriöse Züchter die egal bei welcher Rasse auch immer sehr darauf achten das sie tolle gesunde Hunde die dem Rassestandard entsprechen züchten. Und keine "Krüppel".

Ich denke man muss nicht sagen das ich mit meinen Hunden einfach Glück gehabt habe, sondern das du mit deinem Hund leider Pech hattest (das ist jetzt überhaupt nicht böse gemeint ;)).
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #46
Ich denke man muss nicht sagen das ich mit meinen Hunden einfach Glück gehabt habe, sondern das du mit deinem Hund leider Pech hattest (das ist jetzt überhaupt nicht böse gemeint ;)).

Nö ich hatte kein Pech, ich wußte was für Probleme auf mich zukommen können, zumal sie ja schon andere Probleme hatte als ich sie bekam. Darüber wurde ich informiert.

Und nein man hört nicht die negativbeispiele auf Mopstreffen. Erst wenn man öfters da war, sich anfreundet und vertrauter mmit Haltern wird, tun sich die "Abgründe" auf;) Vorher hört man genau das, was du hier schreibst, alles ist tutti und die anderen haben Pech.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #47
Und nein man hört nicht die negativbeispiele auf Mopstreffen. Erst wenn man öfters da war, sich anfreundet und vertrauter mmit Haltern wird, tun sich die "Abgründe" auf;) Vorher hört man genau das, was du hier schreibst, alles ist tutti und die anderen haben Pech.

ich danke dir dafür.
Genau so erlebe ich es nämlich auch...

oder auch die andere seite, dass die halter wirklich der meinung sind alles wäre toll. dass es ganz normal wird dass der hund bei etwas wärmeren temperaturen kaum mehr atmen kann, dass er schnarcht, dass er grunzt und röchelt (wie oft höre ich vom ach so süßen Mops-Grunzen :roll:). Der hund hat schließlich nasenlöcher, das muss ja reichen...
Die Probeme der rassen werden als halb so schlimm abgetan und gar für völlig selbstverständlich genommen.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #48
ich danke dir dafür.
Genau so erlebe ich es nämlich auch...

Brauchst mir nicht danken, so ist es nunmal und ich war auf zig Treffen.:D

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Da es ja hier nicht nur um Möpse geht, wenn ich mir mal anschaue wie der Mastino aussieht, der 2011 Crufts "best bitch in Show" wurde, wird mir ganz anders. Ich mein das ist ne Ausstellung auf die die ganze Welt schaut.
[VERSTECK]Makaevo Adalino - Best bitch mal googeln[/VERSTECK]

Oder die Pekingnesen, Bulldoggen, Franzosen, Hunde mit überdimensioniertem Fell, zu groß, zu schwer - halt einfach übertypisiert. Egal ob hier in D oder anderswo. Ich denke da muss nicht nur in der Mopszucht ein Umdenken stattfinden...

Aber wenn Richter solche Hunde als toll werten, ich mein, wie soll das denn bitte gehen?
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #49
da hast du recht. man muss noch mehr umdenken und weg von diesen Extremen kommen.

beim chihuahua in deutschland ist das ein prima beispiel. der FCI rassetandard geht von 0,5-3kg... In Deutschland ist das ausstellen aber erst ab mindestens 1,5kg erlaubt, die zucht sogar erst ab 2kg. Eigentlich wird man bei über 3kg disqualifiziert... meiner erfahrung nach kommt das allerdings nie vor und die hunde haben sogar prima chancen auf titel.
Folge ist einerseits dass sich gewisse halter und züchter darüber aufregen dass der chihuahua zu groß wird (lächerlich, wie ich finde. was ist an einem 2,5kg hund denn bitte zu groß??), andererseits sinkt die Rate an unterentwickelten welpen, kleinwüchsigkeit und kaiserschnitten.
Da gehe ich doch lieber weg von dem Extrem (in diesem Fall extrem klein) und habe dafür gesündere Hunde, oder etwa nicht?

Ich hab jetzt den Chihuahua als Beispiel genommen, weil ich mich da am besten auskenne, aber das lässt sich im prinzip auf jedes beliebige Merkmal übertragen.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #50
Ich glaube das entwickelt sich hier in eine falsche Richtung. Ich bin am Thema Zucht interessiert, speziell die vom Mops. Bevor überhaupt erstmal hier die Rahmenbedingungen nicht passen (Kinder zu klein, das finanzielle Polster noch nicht vorhanden, damit andere Familiensachen nicht drunter leiden etc.) wird hier auch nichts gezüchtet. Aber ich würde das zum jetzigen Zeitpunkt gerne als Ziel nehmen, es in der Zukunft umzusetzen.
Angefangen habe ich mit null Wissen über die Zucht. Problematiken der Rasse Mops waren mir sehr wohl bekannt. Also habe ich ganz banal im Internet angefangen ich zu erkundigen. Es ist nicht so, dass ich der Meinung bin, der Mops MUSS bleiben wie er ist. Nur, nachdem es so unterschiedliche Bilder von Möpse gibt, die entweder für oder gegen einen größeren Fang sprechen, habe ich angefangen für mich rauszufinden, in wie weit man zurückverfolgen kann, wie der Mops früher aussah und in wie weit die jüngste Zuchtvergangenheit Einfluss auf die Optik und damit auf die Gesundheit genommen hat.

Für mich ist es nur Fakt, dass der Mops wie er heute ist, eben die Ausgangslage ist. Wenn man jetzt zu einem größeren Fang hin möchte, völlig unabhängig, ob es schon früher so war oder nicht und damit die gesundheitlichen Probleme eindämmt, dann bin ich dabei.

Dafür muss ich aber rausfinden, wie hängen Einschränkungen mit welchen Merkmalen zusammen. Wie hat man gezüchtet, um dieses Bild vom Mops in kürzester Zeit so hinzubekommen. Hat es jetzt tatsächlich nur wenige Jahrzehnte gedauert oder sah der Mops schon früher recht platt aus. Egal, ob ich nun auf den Zug der Retro-Züchter aufspringe, der Altdeutschen Züchter oder der Standardzüchter - woher bekomme ich gesunde Tiere? Jeder, der einen Mops kreuzt, egal ob mit einem weiteren Mops oder einer anderen Rasse wird doch darauf besonnen sein ein gesundes Tier für seine Zucht her zu nehmen.

Was für einen Sinn macht es, wenn ich eine fremde Rasse mit einem Mops kreuze, der ein zu langes Gaumensegel hat, der Atemprobleme hat, Herzprobleme, Fehler im Körperbau etc. Also muss es doch gesunde Möpse geben. Diese haben aber dann doch auch die Optik des "heutigen" Mops.

Ist es also doch möglich den Mops relativ nah bei seinem Erscheinungsbild zu lassen und man muss nur entsprechend konsequent und streng selektieren? Ist es von Vorteil den ein oder anderen Fehler erstmal "mitlaufen" zu lassen, um größere Probleme weg zu bekommen, damit der Genpol nicht zu klein wird?

Wenn man sich heute mal so durch die alleine im Internet präsenten HP´s der Mopszüchter wühlt, dann findet man nicht nur aktuell aktive Züchter, sondern auch verstaubte Seiten, von Züchtern, die es vor ein paar Jahren mal versucht haben. Nur gibt es mittlerweile die Züchter von Retro-Möpsen, von altdeutschen Möpsen mit Fremdeinkreuzung, von altdeutschen Möpsen ohne Fremdeinkreuzung, die VDH Züchter, andere Vereinszugehörige, die, die ohne Verein züchten usw. Laut Aussagen im Internet hat sich die Zucht erst im letzten Jahrhundert so dramatisch verändert und die ganzen Probleme mit sich gebracht. Und da war keiner bei, der den alten Schlag versuchte zu erhalten? Der verliebt war in den längeren Fang?

Das würde bedeuten, die Züchter, egal ob VDH, Privat, was auch immer, haben alle gleichzeitig und ohne Einschränkung an einem Strang gezogen, während die Leute heute wie Pilze aus dem Boden schießen und die Rassemerkmale derart verändern wollen und das vor allem optisch - weil wenn optisch erkenntlich, dann auch garantiert gesund - so zumindest die übermittelte Botschaft. Und damals gab es noch nicht so gute Kommunikationswege, dass man sich hätte so gut untereinander über den gemeinsamen Weg informieren können.

Für mich kristalisiert sich immer mehr heraus, dass der Mops sich optisch gar nicht so sehr verändert hat. Es ging zeitweise zu sehr in ein Extrem, was aber relativ schnell, nachdem dieses Extrem populär wurde, auch schon wieder auf dem Rückweg ist. Es wurde meiner Meinung nach lediglich bei der Gesundheit der Möpse nicht ausreichend konsequenzt selektiert. So dass sich verschiedene Merkmale in viele Linien eingeschlichen haben, weswegen weder alle Möpse gesund sind, noch krank und es große Unterschiede in den Symptomen der jeweiligen Beeinträchtigungen gibt.

Wie gesagt, mir fehlt einfach der Hund "dazwischen". Mops mit langem Fang, größer, schlanker etc und auf der anderen Seite der Mops wie wir ihn heute kennen. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass nirgendwo etwas durchschlägt vom alten Bild. Vor allem weil die besagte Veränderung eben erst in den letzten Jahren stattgefunden hat und nicht schon in den letzten 500 Jahren.

Wie gesagt - gesunder Mops bin ich voll für. Aber ich möchte die oben genannten Fragen für mich geklärt haben, ansonsten ist das für mich alles halbgar.
I
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #51
Wenn ich einen Retromops sehen würde,ohne die Rasse zu kennen,würde ich ihn glatt als Mischling einstufen,obwohl ich diese Retromöpse auch nicht wirklich hübsch finde,naja sind aber alles in einem einfach "gesünder" als der normale Mops...
Aber die süßen Knautschgesichter gefallen mit trotzdem besser :D
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #52
Aber warum sind sie gesünder? Es steckt doch auch Mops mit drin. Und es soll zurück gezüchtet werden zum Mops.

Das heißt doch, man müsste in der Lage sein, das Wesen und die Optik vom Hund im allgemeinen zurück zu bekommen und dadurch gesundheitliche Beeinträchtigungen zu verhindern wissen. Aber die Nase behält man? Man steht doch nicht vor Zucht und sagt, okay, jetzt bitte einmal Welpen mit kleinem Gaumensegel, freiatmend, keine sonstigen Beeinträchtigungen, typisches Mopswesen, aber bitte die Nase so lang behalten, wie von der Fremdrasse eingebracht. Das sind doch Zufallsprodukte, was wann in welcher Generation durchschlägt.

Und wenn diese Züchter nur gesunde Möpse für die Zucht verwenden, warum werden dann die gesunden Möpse nicht miteinander verpaart? Oder nimmt man einen Mops mit zu großem Gaumensegel und versucht das durch einen JRT auszugleichen und zieht bewusst mit gesundheitlich eingeschränkten Tieren?
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #53
nein, es sind bis zu einem gewissen grad kein zufallsprodukte. da geht es um zuchtpraktiken und vererbung...
Fremdrasseneinkreuzung ist eine methode zur verbesserung einer rasse und auch das rückzüchten auf den ursprünglichen charakter während phänotypische merkmale erhalten bleiben ist möglich.
aber das geht für dieses forum und dessen regeln zu weit.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #54
Ja, aber wer überwacht diese Zuchtpraktiken. Okay, der VDH ist konsequent dagegen. Also haben sich eine handvoll Leute zusammen getan, die dann einen Verein oder eine IG gegründet haben, mit ihren Interessen und überprüfen sich gegenseitig. Meinungsgleiche wurden aufgenommen, Meinungsgegner ausgeschlossen. So konnte man seine Vorstellung von der Zucht nicht nur zusammenspinnen, sondern auch umsetzen. So, nur in anderer Wortwahl in einem Forum unter den Züchtern gelesen.

Und wenn ich mir die Homepages angucke, dann sind das keine Erfahrenen Züchter, kein Wort von Genetik oder ähnlichem. Nie eine kritische Sichtweise auf das Vorhaben. Was könnte passieren, was kann schief gehen, wie geht der Züchter dann damit um. Es ist immer alles einfach nur toll. Und das was ich rauslese, von dem was geschrieben wird, ist, dass es eben doch Zufallsprodukte sind, weil die Informationen über die Zucht so banal oberflächlich sind und immer nur auf dem Thema der Arme Mops rumgeritten wird. Wir machen es besser. Wie kann ich nach 5 Jahren sagen, dass ich auf den richtigen Weg bin und alles besser mache? Wie kann ich behaupten, dass die anderen, die den gleichen Weg gehen keine Fehler machen, der mich zurück werfen könnte. Wo steht etwas über die Vorteile von Mischlingen im Detail. Man möchte den Mops gesünder machen, aber nicht zurück zum Ursprungsmops. Also doch eine neue Rasse? Soll der Mops als solches weg? Komplett? Auch nicht in gesund?

Und dann ist da mein Veto. Es soll von mir aus jeder das machen, was er für richtig hält. Wenn jemand meint, er muss eine neue Rasse kreieren oder eine Rasse anders kreiren bitte schön. Dann aber doch bitte nicht als das bessere Abbild einer Rasse und diese dann eliminieren wollen. Und da verstehe ich auch den VDH, wenn er sagt, Fremdeinkreuzung ohne Konzept, ohne die Rasse zu erhalten, dann nö.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #55
wie es beim (retro) Mops im detail ist und was die ziele sind kann ich so nicht beurteilen, dazu bin ich zu wenig in der materie.
Fremdrasseneinkreuzung kann aber eben schon ein mittel sein um Rassen zu verbessern.
Das bedarf viel arbeit, vieler generationen, aber es ist möglich einer rasse ein merkmal zurück zu geben dass ihr früher genommen wurde und dennoch den charakter zu erhalten.
Ziel ist nicht die erschaffung einer neuen Rasse sondern die bestehende rasse gesünder zu machen.

Wieso das manchmal nicht mit der bestehenden population einer Rasse geht, hatte ich schonmal gesagt.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #56
Hmmm.... ich versuche mal in das Thema hier reinzukommen, ist nicht leicht weil ich 1000 Gedanken dazu habe, aber hier viele verschiedene Dinge zur gleichen Zeit diskutiert werden. Ich selbst beschäftige mich sehr viel mit diesen Themen, hauptsächlich natürlich bezogen auf "meine Rasse" aber vieles davon lässt sich übertragen bzw. bekomme ich von anderen Rassen auch viel mit.

Grundlage ist ja eigentlich der Rassestandard, der festlegt wie der Hund gebaut ist, welches Fell, welche Farben, welchen Charakter er hat und (zumindest bei Arbeitsrassen) wofür er sich eignen muss. Ich habe den Standard vom Mops bisher nur teilweise mal gelesen. Den müsste man hier mal genauer auseinandernehmen.

Nasenschwamm: Schwarz mit ziemlich grossen weit geöffneten Nasenlöchern. Zusammengedrűckte Nase und starke Faltenbildung auf dem Nasenrűcken sind unakzeptabel und sollten schwer bestraft werden.
Fang : Ziemlich kurz, stumpf, quadratisch, nicht aufgebogen. Augen oder Nase sollen niemals nachteilig beeinträchtigt oder von Falten auf dem Nasenrűcken verdeckt sein.

Quelle:
klingt doch recht eindeutig.
Eine frage an die Mopsbesitzer, das ist bereits der veränderte Standard, oder?
Klar bleibt, die Nase soll "ziemlich kurz" gehalten werden. Augen oder Nase sollten nicht benachteiligt werden. Ok, das klingt gut. Nur frage ich mich wie das ganze dann umgesetzt wird?

Ich finds immer wichtig worauf ein Standard im Grundsatz aufgebaut ist. Bei 'meiner Rasse' ist der Grundsatz Funktionalität. Der Hütehund muss ein guter und ausdauernder Traber sein und dafür braucht er nunmal einen gewissen Körperbau, er darf nicht schwer oder gedrungen sein.
Man muss nur mal versuchen dahinter zu blicken, warum dieses oder jenes im Standard festgehalten wird. Jeder Standard hat auch Dinge festgehalten, die auf Äusserlichkeiten abzielen, aber gerade bei Rassen die keinen Arbeitshintergrund haben, scheint es mir sind mehr Sachen festgehalten, einfach weil der Hund so aussehen muss und fertig, niedere Ziele. Farbbeschränkungen kann ich auch nicht in allen Fällen verstehen. Schränkt es den Hund beim arbeiten ein, ist die Sache klar. Aber wird eine Farbe verboten weil dieser und jener Hund nur nicht so aussehen soll, ... hmmm. Müsste nicht sein und schränkt nur weiter ein, wie Kompassqualle schon erwähnt hat.

Ich selbst kritisiere so einiges am System wie es im Moment läuft, aber man muss auch die positiven Dinge sehen. Wenn hier Leute mitlesen, die noch Neulinge sind, werden ja gleich abgeschreckt. Es gibt auch gute Beispiele wo für eine Zuchtzulassung neben den Ausstellungen, die hauptsächlich Äusserlichkeiten bewerten, noch Arbeitsprüfungen und Wesenstests gefordert werden. Gut, Arbeitsprüfungen für Rassen, die einen Ursprung haben der nicht auf Arbeit zurück geht wird das schwer. Da wiegen Äusserlichkeiten gleich noch mehr. Ich denke das System wo Äusserlichkeiten bewertet werden stimmt noch nicht so wirklich und wird so auch in Zukunft weiter zu Übertypisierungen führen. Ich denke vor allem das System der Allgemeinrichter, die einfach JEDE Rasse richten dürfen, muss geändert werden. Ein Richter der in einer Rasse fremd ist, sie aber richtet, bevorzugt übertypisierte Hunde eher und vernachlässigt da auch mal den Standard (meine ganz eigene Erfahrung). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Rasse spezialisierten Richter da einfach zu bevorzugen sind und die auch weniger in Extreme gehen. Nur gibt es nicht so viele Spezialisierte Richter, da fehlt es dann auch einfach an qualifizierten Leuten, denke ich. Also werden vor allem bei den grossen Internationalen Shows eher solche Richter richten, eher solche Hunde bekommen Titel und eher solche Hunde werden (zumindest bei nur auf Äusserlichkeiten ausgelegten) bevorzugt. Aber zum Glück handelt ja nicht jeder so unreflektiert.
Ich denke auch die Züchter sollten einen gewissen gesunden Menschenverstand mitbringen und auch selbst ein grosses Wissen aneignen und nicht nur blind das züchten was im Ring verlangt wird. Aber der schnelle Erfolg lockt da natürlich viele, und da gerät Gesundheit leider schnell mal hinter Aussehen, nach dem Motto "nach mir die Sintflut". Nicht zuletzt kommen doch auch die Käufer ins Spiel, die einen möglichst typischen Mops/Bulldogge wollen, auch da muss ein umdenken stattfinden.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #57
Fini, es gibt diese Tiere eben schon. Die keine Beeinträchtigung haben durch die Nasenfalte und die Augen. Da muss man nicht erst hin. Das ist ja etwas, was ich die ganze Zeit sage. Es gibt sie ja, man muss sie nicht neu erschaffen.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #58
Fini, es gibt diese Tiere eben schon. Die keine Beeinträchtigung haben durch die Nasenfalte und die Augen. Da muss man nicht erst hin. Das ist ja etwas, was ich die ganze Zeit sage. Es gibt sie ja, man muss sie nicht neu erschaffen.

Eben! Und genau deswegen denke ich das man mit den gesunden Hunden einfach weiterzüchten sollte. Und man die kranken Tiere von der Zucht einfach ausschließt. Und nicht anfangen sollte "neue" Rassen (oder was auch immer das einkreuzen von Fremdrassen bewirken soll) zu züchten. Eine bessere Auswahl der Zuchtiere wäre perfekt und wünschenswert.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #59
Ich bin mal so frei uns zitiere mich selbst:

Das wird in vielen fällen so nicht klappen. Gerade beim Mops nicht. Wenn man beim mops versucht nur mit reinrassigen hunden wieder eine nase (und andere dinge) her zu züchten, wird der genpool viel zu klein. Inzuchtdepression vorprogrammiert.
Sieht man aber recht deutlich in den bestrebungen der "altdeutscher Mops" Züchter.

"einfach aussortieren" ist witzig gesagt. Das funktioniert so einfach eben nicht. der Genpool wird zu klein und es kommt zwangsläufig zu einem hohen Inzuchtkoeffizienten. Und wenn eine Rasse dann mal so sehr verwandt ist steht sie im Grunde vor dem aus. Zumindest so wie sie jetzt ist.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #60
Ich sage doch nicht das man neue Rassen erschaffen muss. Und ich kenne die Möpse mit längerer Schnauze (auch ohne Einkreuzung), darum ging es mir gar nicht.
Mir ging es um ein gesamtes System, dass nunmal Fehler hat und so auch immer wieder zu gleichen Ergebnissen führen wird. Das war nicht mal speziell auf den Mops bezogen.

Allerdings sollte man sich bei schwer belasteten Rassen tatsächlich überlegen wie es langfristig aussehen soll. Die schweren Fehler durch die Zucht merkt man erst um die 50/60 Jahre später, also meine ich wirklich langfristig! Ich weiss nicht wie viel tatsächlich gesunde Hunde es in dieser Mopspopulation gibt, aber wenn das nicht allzuviele sind, dann reitet man da ohnehin in eine Sackgasse und holt sich noch weit schlimmere Probleme ein, durch einen zu eng gewordenen Genpool.

Edit: Nudl war schneller ;-)
 
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