Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht

Diskutiere Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; joa.. und jetzt vergleiche mal fotos von möpsen heute und möpsen vor 30 Jahren;) was "der mops" ist ist also sehr starke definitionssache. und...
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  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #21
joa.. und jetzt vergleiche mal fotos von möpsen heute und möpsen vor 30 Jahren;)
was "der mops" ist ist also sehr starke definitionssache.

und ich kenne möpse. dadurch dass ich ausstelle und eben auch fci gruppe 9 bin, sehe ich die Zuchtmöpse regelmäßig live. und sorry, aber mit einem agilen fitten hund hat das nicht mehr viel gemein.
die meisten sind fast dauerhaft am röcheln und grunzen.
besonders "schön" wird es wenn es draußen wärmer ist:|

ich bin ein befürworter der rassehundezucht im allgemeinen. aber ich bin ein ziemlicher "hardcore gegner" von phänotypichen merkmalen die den hund auch nur negativ beeinträchtigen können. Der Mops hat mMn eine vielzahl von einschränkungen die alleinig seinem übertypisierten escheinungsbild zugrunde gehen. aber da ist der mops bei weitem nicht der einzige.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Aber der Mops hat bereits eine Nase (ich finde das immer lustig wenn die Leute schreiben er hätte keine).

hier mal ein bild von einem FCI Mops
.

aus der rassebeschreibung Mops vom VK selbst. Die anderen sind nicht besser
das ist kein Fang sondern zwei löcher mit ner falte drüber. sorry, aber gesund ist das mit nichten.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #22
Sorry, aber das sehe ich numal anders. Ich bin selber im Besitzerin von einem Mops und meiner röchelt oder grunzt nicht (auch meine EB`s und mein AB haben das nicht getan). Und ich denke nicht das ich da die Ausnahme bin. Oder anders gesagt ich bin mir da sicher. Es gibt immer wieder Hunde die ich als "Unfall" bezeichnen würde. Das es sowas gibt ist wirklich schlimm. Aber das ist nicht die Mehrheit. Und es ist sehr schade, das diese einzelnen Tiere dann den Ruf einer ganzen Rasse versaun!

Und zu den Bildern frage ich mich doch was an diesen Hunden denn auszusetzen ist? Okay der ein oder andere könnte ein paar Kilo weniger vertragen, aber die meisten haben schöne Nasenlöcher (für einen Mops) und keine Glubschaugen.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #23
Doch, das funktioniert schon Nudl, man muss nur die Ansprüche entsprechen einstellen. Ich kann natürlich nicht erwarten, dass ich jetzt eine Riesenauswahl finde, wo die Nase deutlich länger ist als bei anderen. Aber ich kann zumindest schon mal die ausschließen, deren Nase zu weit zurück gezüchtet ist. Da da meines Wissens nach eh immer mehr den gegenteiligen Weg zu "mehr Nase" gehen, ist die Auswahl auch nicht so klein.

Ich hab es in den anderen Thread schon geschrieben (übrigens hätte man das zusammen legen sollen oder einen Thread draus machen, ich fahr schon Karussell, weil ich nie weiß, was steht jetzt in welchem Thread. Für alle, die nicht wissen, wovon ic gerade rede: ), aber ich finde es total verwerflich, wie sich die Züchter der Retromöpse damit brüsten, dass sie gesündere, bessere und fittere Hunde züchten, als die "typischen" Mopszüchter.

Ich bin gerade nochmal auf der Seite gewesen, die man als erstes findet, wenn man Retromops eingibt. Einseitige Berichterstattung zu ihren Gunsten (okay, kann ich ja noch nachvollziehen ein Stück weit), aber eben auch der Hinweis, dass sie maximal seit 7 Jahren züchtet. Und sie kann schon solche Erfolge behaupten? Völlig egal, ob Einkreuzung oder nicht, ich finde das hat schon fast eine besondere Auszeichnung verdient, wenn man nach so kurzer Zeit, durch seine eigene Zucht solche Erfolge erzielen und garantieren kann!! *ironie off.

Zumal ich ehrlich gesagt den Körperbau teils überhaupt nicht zusammenpassend finde. Der Kopf ist im Verhältnis viel zu klein zum Körperbau. Es gibt ein Foto auf der Seite, wo sie mit ein paar ihrer Tiere drauf ist, wo ich sagen muss - meine Möpse sind schlanker und sehen sportlicher aus. Aber wie war das? Hauptsache die Nase stimmt.

Ich bekomm auch immer Ausschlag, wenn Negativbeispiele als Normalität hingestellt werden. Egal wo, nicht nur beim Mops.

Mal als Beispiel:

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Quelle:

... und das musste ich suchen. Gab noch ein anderes, das schien aber geschützt zu sein, konnte es jedenfalls nicht einfügen.

ein Bild von meinen Hund

Foto0094.jpg

nicht die beste Perspektive, hab aber gerade keine anderes da, was ihn aktuell in guter Ganzkörperposition zeigt.

Dann die Nasenlöcher, sie zeigt total verengte Nasenlöcher. Ich werde ihre Bilder hier nicht verlinken oder einfügen.

Aber ich habe mir die Mühe gemacht und mal die Nasenlöcher meiner beiden in Großaufnahme hochzuladen:

nase bruno.jpgnase oskar.jpg

Wer möchte, kann sich die Mühe machen und auf besagte Seite gehen und die Fotos unter Nase vergleichen mit den "Standard Mopsnasen" und den "Retromops-Nasen". Dort kann sich jeder sein eigenes Bild machen. Und... meine kommen sicher nicht von einem VDH Züchter! (ich finde übrigens Glubschaugen hat der Bruno auch nicht, oder ;) )
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #24
Nein Gundel, dein Bruno hat keine Glubschaugen. Und wo wir gerade bei Bildern sind möchte ich meinen gesunden Mops auch nochmal zeigen. Vorallem weil es ja immer heisst das die Nasenfalten soooo augeprägt wären. Und guckt mal ob ihr Glubschaugen findet. ;)

Aber wohlmöglich haben wir einfach nur mal wieder Glück gehabt mit unseren Hunden. :roll:
 

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  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #25
ja, nasenlöcher sind ja super... hat allerdings nix mit der Fanglänge zu tun
(wobei ich es im übrigen schon ziemlich befremdlich finde dass man sich damit brüstet dass der hund geöffnete nasenlöcher hat... sollte das nicht etwas völlig normales sein?)
Röcheln und grunzen kommt meistens durch ein zu langes gaumensegel und hat nichts mit den nasenlöchern zu tun. Der Fang wurde zurück gezüchtet, das gaumensegel am da aber in diesem umfang nicht mit, jetzt ist es schlicht zu lang und verengt die atemwege. Ein allgemeines Problem von Brachyzephalie.

und du hast gelesen von welchen Möpsen ich spreche, oder?
Ich spreche nicht von "der ausnahme" sondern von FCI zuchtmöpsen die auf ausstellungen preise gewinnen.

Davon dass viele möpse schlicht viel zu fett sind habe ich gar nicht gesprochen. das hat ja nichts mit zucht sondern mit haltung zu tun.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #26
Hey,

ich denke die Optik ist wirklich das allerletzte was ausschlaggebend sein sollte... klar ist der mops eben "mops". aber ist er mit etwas (wirklich nur etwas, so dass die nase etwas über das gesicht hinausragt) längerem näschen und etwas weniger "glubischigen" augen nicht immer noch ein Mops?

macht nicht der charakter mindestens 70, eher 80% einer rasse aus? ich für meinen teil kann nur sagen, mir gefallen windhunde, aber wenn sie den charakter eines JRT hätten würd ich nie im leben an einen denken. da kann ich sie optisch noch so "wundervoll" finden.


vor allem finde ich dass man viel schneller etwas "kaputt"züchtet wie es wieder in einen wirklich GUTEN zustand züchtet. was bringen die "schnellen" erfolge eines "Retros" wenn diese mischung auf längere sicht hin eigentlich allerhöchstens ein halbgarer versuch ist?
das ist so wie als würde man nun einen deutschen pinscher beim chihuahua reinzüchten damit der chi größer wird...


gut, optisch ist der mops so gar nicht mein fall (ich mags lieber schlank und lang), aber ich finde den charakter durchaus erhaltenswert...also fände ICH eine rückzüchtung mit augenmerk auf diesen wichtig. ein Mops-mix (Retro) würde sowohl optisch als auch charakterlich bei mir durchfallen.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #28
ja, nasenlöcher sind ja super... hat allerdings nix mit der Fanglänge zu tun
(wobei ich es im übrigen schon ziemlich befremdlich finde dass man sich damit brüstet dass der hund geöffnete nasenlöcher hat... sollte das nicht etwas völlig normales sein?)
Röcheln und grunzen kommt meistens durch ein zu langes gaumensegel und hat nichts mit den nasenlöchern zu tun. Der Fang wurde zurück gezüchtet, das gaumensegel am da aber in diesem umfang nicht mit, jetzt ist es schlicht zu lang und verengt die atemwege. Ein allgemeines Problem von Brachyzephalie.

und du hast gelesen von welchen Möpsen ich spreche, oder?
Ich spreche nicht von "der ausnahme" sondern von FCI zuchtmöpsen die auf ausstellungen preise gewinnen.

Davon dass viele möpse schlicht viel zu fett sind habe ich gar nicht gesprochen. das hat ja nichts mit zucht sondern mit haltung zu tun.

Stopp - ich habe mich nicht damit gebrüstet, dass meine Hunde geöffnete Nasenlöcher haben. Ich habe gesagt, dass dies auf der Seite einer Retro-Mopszucht passiert und dort die Nasenlöcher von den tollen Nasen der Retro-Möpse nicht anders aussehen als meine, aber als soviel besser hingestellt werden. Darum ging es mir!

Ja, ich habe gelesen wovon du sprichst. Aber hier sprichst ja nicht nur du. Ich habe das Thema bis jetzt recht allgemein gehalten, was Möpse angeht. Egal, wer welche Aussagen macht. Und ob jetzt VDH Tiere, die auch nicht alle immer nur schlecht sind, oder andere, das versuche ich zu trennen und gleichzeitig trotzdem als ganzes zu sehen. Ich gehe nämlich auch auf Ausstellung, wenn auch nur als Besucher, aber hauptsächlich zu den Möpsen. Es redet auch keiner davon, dass VDH Tiere grundsätzlich alles superspitze sind in den hier diskutierten Eigenschaften, aber eben auch nicht alle schlecht.

Ich habe auch nicht behauptet, dass du von Übergewichtigen sprichst. Aber ich habe davon gesprochen, dass es mich ärgert, wenn Negativbeispiele als Normal vorgestellt werden.

Edit: den ersten Bildlink von dir kann ich nicht öffnen, da kommt ein Hinweis bezüglich Urheberrecht.

Das zweite Bild kann ich sehen. Ich kenne diese Bilder und ich sage nochmal, dass ich auf der Suche war, wo diese Hunde geblieben sind, warum sie plötzlich wieder auftauchen laut einiger Züchter und wie es so schnell möglich war einen Hund so dermaßen ohne Fremdeinkreuzung zu züchten. Wenn es in 30 Jahren möglich war eine so dermaßen veränderte Nase zu züchten, warum dauert es auf der einen Seite so ewig, da wieder hin zurück zu kommen und wo kommen die her, die das alles in den letzten paar Jahren mal eben gemacht haben.
Die Problematik liegt darin, dass ich für jedes Foto aus dem Netz ein Gegenfoto aus gleicher Zeit finde, wo die Nase des Mops schon erheblich kürzer war, als auf den besagten Foto. Wer findet jetzt raus, wo die Wahrheit liegt? Waren die Nasen damals länger oder wird das nur gerne behauptet, um dahin zurück zu gehen? Oder waren die Nasen schon immer kurz und die Fotos von Hunden mit längeren Nasen sind auch nur Mixe? Deswegen zählt das für mich nicht.

Ich habe auch nach gemalten Bildern geguckt. Teilweise bis ins 18. Jahrhundert zurück. Ich finde auch da beides. Hochbeinige, fast kniehohe Möpse mit deutlich längerem Fang und Nase, wesentlich schlanker, aber auch Bilder mit Möpsen, die dem heutigen Mops sehr stark ähneln. Und ich versuche mir ein Puzzle zu bilden. ich suche keine Beweise dafür, dass der Mops schon immer aussah, wie er heute aussieht. Ich suche nach vielen kleinen Hinweisen, die dieses Wirrwarr ein bißchen lichten. Und über diesen Weg, bin ich überhaupt erst auf so viele Ungereimtheiten gestoßen. Nicht, weil irgendwelche VDH-Züchter irgendwas behauptet haben. Ich gehe da genauso wenig den subjektiven Weg, wie den, der von der "anderen Seite" erzählt wird. Ich versuche möglichst neutrale Bilder und Beschreibungen zu finden.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #29
hmm, das ist vlt etwas viel des guten Nudl.. aber so die halbe länge der schnauze fänd ich persönlich optisch viel ansprechender... ist aber nur meine bescheidene meinung
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #30
und du hast gelesen von welchen Möpsen ich spreche, oder?
Ja ich habe gelesen wovon du sprichst. Und ich habe auch deine Bilder gesehen. Und ich finde diese Tiere bis auf wenige Ausnahmen völlig okay.

ja, nasenlöcher sind ja super... hat allerdings nix mit der Fanglänge zu tun
(wobei ich es im übrigen schon ziemlich befremdlich finde dass man sich damit brüstet dass der hund geöffnete nasenlöcher hat... sollte das nicht etwas völlig normales sein?)
Und ja, Nasenlöcher sind ganz normal. Aber da es ja immer heisst der Mops hätte keine oder vielmehr zu kleine, ist man ja schon dazu gezwungen manchen hier das Gegenteil zu beweisen.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #31
Ich hab gar nicht dich gemeint. sorry für die verwirrung. Das bezog sich hierrauf:

Ich bin selber im Besitzerin von einem Mops und meiner röchelt oder grunzt nicht (auch meine EB`s und mein AB haben das nicht getan). Und ich denke nicht das ich da die Ausnahme bin. Oder anders gesagt ich bin mir da sicher. Es gibt immer wieder Hunde die ich als "Unfall" bezeichnen würde. Das es sowas gibt ist wirklich schlimm. Aber das ist nicht die Mehrheit. Und es ist sehr schade, das diese einzelnen Tiere dann den Ruf einer ganzen Rasse versaun!


EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

du findest es ok... gut. ich finde es nicht ok wenn einem Tier einfach die Nase weggezüchtet wird. Zumal die nicht nur zur Deko da ist sondern eigentlich bestimmte aufgaben hat. Das zu lange gaumensegel kommt noch dazu

und auch wenn ich davon eigentlich gar nicht gesprochen hatte... zumindest in der vergangenheit scheinen die nasenlöcher sehr wohl ein problem gewesen zu sein sonst hätte man sie wohl kaum 2010 in den FCI Standard aufgenommen ;)
(was ich natürlich befürworte)
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #32
Okay, Verwirrung perfekt :)
Macht ja nix, solange es man wieder entwirren kann. Aber bei solchen Themen passiert das schon mal.

Ich konnte jetzt das Bild vom ersten Link doch sehen (warum auch immer vorher der Hinweis kam).

Der Mops sieht für mich sehr befremdlich aus. Was ich allerdings dazu sagen muss. Ich hab einen Rassestandard von 1894. Dieser ist dem heutigen Standard des VDH sehr ähnlich.

Aber auch die Geschichte des Mops und die Beschreibung, wie er wohl entstanden ist, besagt, dass gerade die Stirnfalten eine sehr wichtige Sache in der Mopszucht in den Anfängen waren. Die Geschichte wird überall wieder gegeben. Auf VDH-Seiten, in Retro-Mops-Züchter/-Liebhaber Aussagen, neutralen Berichterstattungen, die nur die Geschichte erzählen ohne pro und contra.

Ich hab es heute schon mal irgendwo geschrieben. Aber es wird immer erwähnt, dass die Stirnfalten das Symbol für das chinesische Zeichen "Prinz" zeigten. Darauf wurde auch wert gelegt, dass das korrekt dargestellt wird. Ob es jetzt ein chinesisches Zeichen ist, wie wir es kennen oder ein Symbol, was mit den Schriftzeichen nicht zu tun hat - da bin ich überfragt. Der von dir verlinkte ausgestopfte Mops hat keine Stirnfalten. Und da fange ich dann halt wieder an für mich eine neue Antwort zu suchen. Gibt es noch mehr hinweise, dass der Mops "glatt" war oder gibt es Gegenbeispiele, die ihn faltig zeigen. Zumal die Falten ja auch auf älteren Gemälden schon vorgekommen sind.

Und dann ist halt wieder die Frage da, waren die Gemälde der Maßstab für das "kreieren" der Stirnfalten oder besaßen die gemalten Hunde diese damals schon?

Ich werde wohl nie 100%ige Gewissheit finden. Aber mich interessiert das Thema einfach viel zu sehr, um da nicht weiter zu suchen.

Ich mache mich halt nur davon frei, speziell auf Züchterseiten zu gehen. Egal welchem Verein angehörig oder ob überhaupt. Gerade beim Thema Tiere gibt es einfach soviele subjektive Meinungen. Deswegen sind mir halt die wirklich neutralen Quellen lieber. Bilder von Möpsen, die gezeigt werden, weil es ein schönes Werk ist, nicht weil der Mops Thema ist. Beschreibungen über Aussehen und Wesen, weil der Mops der Hund des Adels war, nicht weil die Rasse analysiert wird.

Hier ein Abbild eines Mops. Datiert auf 1890. Die Seite handelt von mehreren solcher Bilder, von verschiedenen Hunderassen, aber auch Pflanzen und Leuten aus ähnlichen Zeiten

DP821787.jpg

Quelle:

Und ich finde, das Abbild dort sieht in Sachen Faltenbildung, Nase, Augen, Körperbau, Größe dem heutigen Mops ähnlicher als manche Bilder, die von Retro-Zucht oder Altdeutschen Mops-Liebhabern gezeigt werden.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #33
Ja ich finde den Mops als solches okay (mit ein paar wenigen Ausnahmen). Ich habe einen Mops, weil ich nicht nur seinen Charakter liebe sondern auch sein Aussehen (alles andere würde auch keinen Sinn machen).

Und zu Gundel möchte ich noch sagen das ich mich sehr freue das du an der Sache dranbleibst, weil mich deine neuen Erkenntnisse über die Entstehung der Rasse sehr interessieren. Ich bin leider nicht so gut im recherchieren, deswegen bin ich sehr froh das ich hier immer schön mitlesen kann. ;)
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #34
mir ging es dabei eigentlich nicht um die falten. kann durchaus sein dass die beim ausstopfen verloren gegangen sind.
Mir gehts um die fanglänge und die ist bei beiden bildern deutlich länger als beim heutigen Mops.
Es geht mir darum dass der Mops gewisse probleme durch dieses rein optische merkmal hat. und ich frage mich wieso das sein muss?
Wieso muss man Hunde so züchten dass sie aufgrund ihres aussehens einschränkungen haben?
Wieso kann man sich nicht einfach mit der vielzahl an unbedenklichen dingen zufreiden geben?
Der Mensch neigt leider zu extremen. das merkt man in der rassehundezucht an jeder ecke und einige Rassen leiden eben darunter. Der Mops ist da wie gesagt nur ein Beispiel von vielen.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ja ich finde den Mops als solches okay (mit ein paar wenigen Ausnahmen). Ich habe einen Mops, weil ich nicht nur seinen Charakter liebe sondern auch sein Aussehen (alles andere würde auch keinen Sinn machen).

Das verstehe ich vollkommen.
Allerdings würde ich niemals aussehen vor Gesundheit stellen.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #35
Okay...ich lass jetzt mal den Mops beiseite und gehe mal auf die "Extremrasse" Englische Bulldogge ein.
Es wird ja immer wieder nach dem warum gefragt. Ein Beispiel, "warum ist die Nase bei dieser Rasse so kurz?". Diese Rasse wurde eigentlich mal als Bullenbeißer gezüchtet. Damals waren Hundekämpfe ich sag mal angesagt. Die Hunde sollten sich bei einem angebundenen Bullen in der Nase festbeißen und ihn zu Boden reißen. Damit diese Hunde dabei nicht ersticken wurde die Nase kurz gezüchtet. Also hatte diese Zuchtform zumindest damals sehrwohl einen Sinn.

Klar bräuchten die Hunde heute keine kurze Nase mehr, aber wenn man an der alten Zuchtform festhalten will gehört die kurze Nase dazu. Auch bei den Englischen Bulldoggen gibt es heute zwei Zuchtformen. Eine mit langer Nase und eine mit kurzer Nase. Bei meinen Hunden waren beide Arten vertreten. Und ich habe mit beiden nur gute Erfahrungen gemacht.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #36
Puh hier ist ja ganz schön was los und cih habs noch nicht geschafft, mich hier ganz durchzulesen (ist ja schon spät), ich hoffe, ihr werdet mir das verzeihen. (werd cih aber die Tage noch nachholen)

Ich würde gerne mal diese Doku hier anregen, ich fand die Total spannend und es werden auch vergleiche von einigen Rassen vor ca 100 Jahren und heute gezeigt. Einige werden die bestimmt schon kennen...


Ich persönlich finde Zucht in vielerlei Hinsicht auch ziemlich "krank". Allerdings meine ich damit nicht zwingend die Gesundheit der Hunde, sondern den gesunden bzw kranken Menschenverstand. Klar gibt es auch Gründe die dafür sprechen, aber im Prinzip nervt es mich, dass menschen überall Gott spielen wollen...
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #37
und wieder haben wir eine verzerrte sicht der dinge. was galt füher als kurzer Fang und wie sieht es heute aus?
Die Bulldogge von heute ist mit einem "bullenbeißer" von früher ja kaum mehr vergleichbar. Wieder wurde ins extreme gezüchtet. Fang kürzer, mehr falten, breiter, schwerer,...
Und sorry, aber eine Rasse die es teilweise nicht mehr fertig bringt sich selbsständig fort zu pflanzen wäre sicher nicht in der Lage mit einem Bullen zu kämpfen.
Bullenbeißer mussten eine kürzere nase haben, um noch atmen zu können, aber sie mussten auch körperlich in der Lage sein zu kämpfen. und sicher wurden im 17. Jahrhundert Hunde nicht künstlich abgesamt und mit kaiserschnitt entbunden...

Die ursprünglichen Selektionsgründe werden aber gerne mal als rechtfertigung für extremzuchten missbraucht.
Sehe ich aber keinesfalls als plausibel an. ich sehe die jetzigen hunde und wenn ich vergleiche wie "solche rassen" (im sinne von körperlichen einschränkungen durch optische merkmale) im vergleich zu Rassen ohne einschränkungen leben müssen weil der mensch sich einbildet zu übertypisieren, dann wird mir ganz anders...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Solche Dokumentationen bitte immer sehr kritisch betrachten. Es wird alles meist einseitig und überspitzt dargestellt. Meistens wird nur auf den problemrassen rumgeritten. Oft gibt es gar falsche informationen oder veraltete. Wichtig ist auch immer zu wissen auf welches land sich das ganze bezieht

Ich persönlich finde Zucht in vielerlei Hinsicht auch ziemlich "krank". Allerdings meine ich damit nicht zwingend die Gesundheit der Hunde, sondern den gesunden bzw kranken Menschenvertand. Klar gibt es auch Gründe die dafür sprechen, aber im Prinzip nervt es mich, dass menschen überall Gott spielen wollen...

ok, nach dieser ansicht dürfte es keine heimtiere und kein nutzvieh geben. alle vom menschen domestiziert und gezüchtet.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #38
Morgen :D

Ich wollte nochmal darauf eingehen, ob das Aussehen wichtig ist.

Jap ist es. Völlig unabhängig, ob Mops oder Huski oder sonst irgendwas. Das Wesen eines Hundes lerne ich doch erst kennen, wenn ich den Hund besitze. Ich kann mir vorher bei Rassehunden das zu erwartende Wesen durchlesen, aber da macht man sich doch nicht wirklich ein Bild von. Es ist lediglich eine grobe Einschätzung. Wenn der Hund erstmal da ist, lernt man das Wesen doch erstmal kennen. Bei Mischlingen ist es noch weniger nachvollziehbar. Das Aussehen muss dabei keinem Ideal entsprechen. Oft macht es einfach Klick und man kann nicht mal erklären warum. Man findet den Hund einfach toll.

Für die Zucht an sich. Da spielt für mich das Äußere auch eine Rolle. Wenn man die Hunde nur des Wesens wegen verpaaren würde, aber nicht auf bestimmte Aspekte achtet, dann passiert das gleiche, wenn man zu sehr auf das Äußere geht. Man beachtet die den Körperbau nicht und es kommt Mist dabei raus.

Warum man ausgerechnet Tiere mit kurzen Nasen und immer kürzeren Nasen inkls. Fang züchten musste, kann ich nicht beantworten. Fakt ist aber, die Möpse sehen so aus, wie sie aussehen. Der Trend geht dahin, wieder einen längeren Fang zu züchten, wobei das gewünschte Ziel dabei nicht klar definiert scheint.

Die Frage ist aber, in wie weit muss die Optik verändert werden, um eine gesundheitliche Verbesserung hinzubekommen. Nachweislich gibt es durchaus gesunde Möpse mit gleichem Aussehen, wie die Negativbeispiele. Muss man die Optik jetzt wirklich stark verändern, um den Hund an sich gesund hinzubekommen oder lässt man die Nasenlänge außen vor und bekommt trotzdem die Kurve, dass die Tiere mit Beeinträchtigungen erheblich vermindert werden.

Wir Menschen neigen dazu ungeduldig zu sein. Ich habe manchmal den Eindruck, dass die lange Nase für viele die gesündere Variante darstellt, weil es sichtbar ist und wenn man den Beschreibungen glaubt dies auch gesünder ist. Was viele nicht bedenken ist, dass die längere Nase kein Garant dafür ist, das Gaumensegel nicht zu groß wird, dass die Atemwege weiter sind, als bei kurzen Nasen etc. Das mag für uns im ersten Augenblick logisch klingen, längere Nase, weitere Atemwege, usw. Aber ist dem so?

Und da fällt mir halt auf, dass es immer verurteilt wird, dass gerade der Mops im Verruf steht, kaputt gezüchtet zu werden, nur wegen der Optik wegen. Aber was passiert jetzt? Die Nase steht voll im Fokus. Lange Nase gilt gleichzeitig als gesünder. Woher haben wir die Informationen? Eigentlich lesen wir das nur und wir sehen es gleichzeitig. Eine entsprechende Statistik darüber habe ich noch nicht gelesen. Auch noch keinen Beweis, dass die Hunde mit vermeintlich längerer Nase tatsächlich gesünder sein sollen. Diese Aussagen finde ich von Rassegegnern oder Züchtern, die den schnelleren Weg gehen wollen.

Dann ist noch zu klären, ab wann ist die Nase wieder länger? Die Möpse, die Probleme hatten, hatten u. a. eine zu große Nasenfalte, die über die Nase drüber lappte. Für mich ist noch nicht ganz klar, ob die Nase dabei auch noch weiter zurück gezüchtet wurde oder dies nur optisch so wirkte, weil die große Nasenfalte drüber lag. Es gibt aber Bilder von Hunden, die extrem zurückliegende Nasen haben. Die Nasenfalte selbst, darf nicht mehr überliegen und ich finde auch nur wenige Fotos, wo dies der Fall ist, wenn ich nicht speziell nach diesen Bildern suche. Also gehe ich davon aus, dass das Problem zwar vorhanden, aber nicht die Regel war/ist.

Reicht es schon aus, die Sache mit der Nasenfalte zu beachten? Reicht die bis jetzt minimale Veränderung in Hinblick auf die Nase, um die Probleme zu beheben? Brauchen wir die lange Nase nur, um auch das Gefühl zu haben, dass es richtig ist?

Der Gaumensegel ist oft das Problem für Atemprobleme beim Mops. Ist er kein Problem mehr, wenn die Nase länger ist, wenn eine Fremdrasse eingekreuzt ist. Plötzlich sind alle Probleme weg? Für immer? Oder würde es auch reichen, Tiere mit dem aktuell bekannten Aussehen zu verpaaren, die definitiv das Problem nicht haben und auch in den Vorfahren keine Belastung diesbezüglich gibt?

Ihr merkt, worauf ich hinaus will. Wie vorher schon geschrieben - ich mag es nicht, wenn die rein optische Länge der Nase extrem rausgezüchtet werden muss und dann vom gesunden Hund die Rede ist. Da wird die größe der Nasenlöcher hervorgehoben, die ja soviel besser ist, wenn man eingekreuzt hat und wenn man vergleicht, ist es kein Unterschied zu Nasenlöchern vieler reinrassiger Möpse. Man hätte dies also auch ohne Einkreuzung erreichen können. Nur weil die Nase länger und damit auch die Atemwege verlängert sind, steht nirgends ein Wort darüber, dass diese auch weiter sind. Es klingt logisch, dass wenn mehr Platz da ist, auch mehr Luft durchgeht. Aber so einfach ist der Körperbau eben nicht.

Wie gesagt, was ich auch immer wieder anzweifel "Die Rasse ist in den letzten 30 (oder 40 oder 50 oder 60 Jahren) kaputt gezüchtet worden. Ich finde immer nur Beweise für den möglichen Ursprungszustand und im Vergleich den Zustand heute. Es gibt sozusagen keine Zwischenstufen. Wenn man so gezielt gezüchtet hat, müsste es ja bei einer Zuchtzeit von 30 Jahren erheblich viele Tiere geben, die mit lange Nase abgebildet sind, mit halblange Nase und sämtlichen Zwischenschritten, bis hin zu diesem Ergebnis. Finde ich nicht. Nicht so, dass es für mich nachvollziehbar ist, wie die Zucht sich chronologisch nachvollziehbar verändert hat.

Die haben das doch nicht beschlossen und ohne Fremdeinkreuzung innerhalb kürzester Zeit so kurze Nasen hinbekommen. Und wenn, dann muss der Weg zurück ja genauso schnell möglich sein, denn damals schien es ja auch nirgends Hunde mit kurzen Nasen zu geben und trotzdem haben sie es hinbekommen.
 
  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #39
und wieder haben wir eine verzerrte sicht der dinge. was galt füher als kurzer Fang und wie sieht es heute aus?

Also langsam komme ich mir vor als willst du mich für doof verkaufen. Sorry, aber ist nunmal so.

Hier Bilder aus meinem Buch Englische Bulldogge (Bede Verlag)

Sie zeigen Bilder von Bulldoggen aus den Jahren 1893 (das mit den zwei Hunden) und 1915. Und zwei davon sind berühmte Repräsentanten ihrer Zuchtlinie.

Und auf anderen beiden Fotos sieht man meine Englischen Bulldoggen. Wo ist denn jetzt bitte der Unterschied???
 

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  • Mops und Co - Für und Wider der Rassezucht Beitrag #40
Ich finde, man sieht ganz deutlich einen Unterschied zu der linken Dame unten. So eine Zucht anzustreben ist doch nicht wünschenswert. Deren Fang ist so gut wie nicht da.
Der rechte unten ist z.B. eine Bulldogge, die wie ich finde, toll ist.
 
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