Sorry Stoffel, ich hab mir gerade auch gedacht, dass ich in dem Punkt hätte lieber nochmal nachgucken sollen. War nicht ganz bei der Sache und habe dann die Quelle gesucht. Du hast schon recht, wenn Angaben dann richtig. Tut mir leid, wollte auf keinen Fall hier irgendwelche Dinge verschieben.
Nudl - es geht nicht darum, ob es einfach ist oder nicht. Es geht mir darum, wie man es am besten angeht. Und ich finde die Idee des Retro-Mops schlicht nicht richtig. Weil sie in meinen Augen falsch ausgeführt wird. Ich habe mich noch nicht für einen Weg entschieden. Ich habe noch ca. vier Jahre Zeit, um den Weg zu finden, den ich für richtig halte. Es kann ja sein, dass ich niemals im VDH züchten werde. Das weiß ich nicht. Es kann sogar sein, dass ich nie züchten werde, wenn ich merke, dass ich der Aufgabe für meine Ansprüche nicht gewachsen bin oder kein Ziel sehe, bei dem ich etwas positiv bewirken kann.
Aber um nochmal auf den Anfang der jetztigen Diskussion zurück zu kommen. Es ist immer noch nicht klar, wie kurz die Nase beim Mops jetzt damals wirklich war, in wie weit eine kurze Nase/Fang, andere Merkmale Einfluss auf die gesundheitlichen Beeinträchtigungen haben.
Ich bin momentan eben auf den Standpunkt, dass eine kurze Nase für die Menschen erstmal als unnormal gilt. Und wenn dann gesundheitliche Beeinträchtigungen dazu kommen, dann ist diese Unnormalität schnell ein Argument, welches man überzeugend dafür verantwortlich machen kann. Hinzu kommt, dass die Rassen wie Mops, EB etc. anfälliger sind für bestimmte Dinge aufgrund ihrer Kopfform.
Ich wette, würde eine Kampagne gestartet werden, die im Netz den Mops als gesundes Rassetier darstellt, man entsprechende Studien, Bilder, Videos zusammen stellt und eine Lobby hätte, die groß genug wäre, würde man das Bild ändern können. Es gibt immer Pro und Contra für eine Rasse. Es gibt ja selbst Pro und Contra bei der generellen Hundezucht/-haltung. Es gibt aber eben auch ganz viele, die von der Problematik hören und es verbreiten, als wenn sie selbst ständig davon betroffen sind. Und dadurch verwischt ein Bild. Ich möchte dieses verwischte Bild für mich klären.
Ich brauche dazu noch ganz viele Kontakte. Soweit bin ich noch nicht. Aber momentan bin ich eben auf dem Standpunkt, dass nicht so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird. Denn ich stoße einfach auf zuviele Fragezeichen, wenn ich von den kranken Möpsen lese. Von 100 Texten dazu, kann ich momentan weit mehr als die Hälfte, als blindes Nachgeplapper abtun oder als einseitige Berichterstattung um die eigene Meinung zu bekräftigen.
Wie gesagt, momentan habe ich eine Meinung, die aber durchaus noch wandelbar ist. Aber dafür versuche ich eben objektive Fakten zu bekommen, mit der ich dann andere Berichte für mich besser einschätzen kann.
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Es müssen sich vor allem alle einheitlich dem einen gemeinsamen Ziel verschreiben. DAS muss man erstmal hinbekommen.
Aber das wird nicht funktionieren. Nicht über die einzelnen Vereine und neugegründeten Züchterinteressengemeinschaften etc. hinaus. Ich hab momentan ganz viel Gulasch im Kopf. Das Thema ist immer so komplex und die letzten Tage habe ich dazu viel geschrieben. Jetzt muss ich mich erstmal wieder selbst sortieren, sonst passiert sowas wie mit den Zahlen.
Züchter werden ist nicht schwer. Um beim VDH Züchter zu werden muss ich zumindest einige Auflagen erfüllen. Wenn ich für mich entscheide, dass ich züchten möchte, dann kann ich das machen wie ich möchte. Wenn ich jetzt noch etwas mit Worten jonglieren kann, dann kann ich meine Ansicht der Dinge recht gut verkaufen, ohne dass der Großteil nach irgendwelchen Hintergrundinformationen fragt. Und das ist in der Hinsicht auf den Mops meines Erachtens nach leider zu häufig passiert. Warum gibt es denn soviele Züchter, die genau die Anzahl an Tiere haben, dass sie nicht vom Vet.-Amt geprüft werden? Warum gehören so viele auch keinem Verein an?
Der VDH ist nunmal der Verein, der unter dem großen Dachverband FCI steht. Selbst wenn ich einen Verein gründe, der in der Zuchtordnung nicht 100%ig mit dem des VDH übereinstimmt und deswegen dort keine Zusammenarbeit stattfindet. Warum muss ich dann so gegen einen Verein schießen? Warum versuche ich nicht die positiven Dinge der anderen Vereine zu unterstreichen, diese für mich zu nutzen und für die potentiellen Abnehmer bekannt zu machen? Da könnte man doch sagen, dass man eine andere Ansicht hat, was diesen und jenen Punkt betrifft, aber es durchaus auch dort gesunde Zuchten gibt, die man unterstützen soll. Nein, dann fallen Aussagen, dass dieser Verein praktisch ausschließlich darauf aus ist eine Qualzucht zu erschaffen und diese bis ins Unvorstellbare weiter zu betreiben.
Es gibt sogar Videomaterial, was ich mir angesehen habe, als ich mich mit VDH usw. noch gar nicht beschäftigt habe. Dort wird ein Hund gezeigt, der stark übergewichtig ist, der sich kaum bewegen kann, der dann zur anstrengenden Bewegungen getrieben wird, um danach deutlich zu machen, dass dieser Hund arge Atemprobleme hat. Der Hund hat natürlich auch andere optische Merkmale (keine extreme aber sehr eine größere Nasenfalte, als üblich, keine extremen Glubschaugen, aber auch schon zu weit vorstehende). Dieses wird dann als Zuchtstandard erklärt, wie böse die ganzen Züchter sind, die dem VDH angehören und sowas wissentlich fördern und züchten und die Krönung am Ende, der Tod des Tieres wird bekannt gegeben, dass aufgrund der Qualzucht leider keine Chance hatte über ein geringes Alter hinaus zu kommen.
Ist sowas nötig? Kann man das nicht als Negativbeispiel anführen, wenn man schon einen Film darüber dreht? Kann man nicht sagen - so soll es nicht laufen. Egal bei wem und darauf hinweisen, dass es auch überall vorkommen kann? Muss das gleich so eine Provokation sein? Es gibt viele, die dann genau dieses Video als ultimativen Beweis nehmen für die Qualzucht des VDH. Den einzigen Beweis den sie haben, ist dass der Kommentator sagt, dass es ein VDH-Hund ist. Könnte aber auch einer aus einer Händlerzucht sein, der zudem viel zu fett gefüttert wurde. Aber das Bild sitzt.
Und da fängt es meiner Meinung nach schon an. Wer wirklich die gesundheitlichen Beeinträchtigungen ändern sollte, sollte aufhören gegen einen Verein zu schießen, sondern seine Meinung und Vorgehensweise vertreten und auf positive Zuchten in anderen Vereinen oder IG´s hinweisen. Solange sich die Vereinsmitglieder untereinander beschießen, machen sie für mich genauso viel gegen die gesunde Zucht, wie die, denen es praktisch egal ist, ob da gesunde Tiere gezogen werden oder nicht.