Hund anschaffen?

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  • Hund anschaffen? Beitrag #1
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Gizmo-Chan

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Hallo an Alle.

Erst einmal möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Tabea, ich bin 20 Jahre alt und komme aus Salzgitter.
Ich möchte einen Hund haben.

Ich schildere euch mal eben meine derzeitige Situation:

Ich gehe momentan zur Schule, um mich für meine Ausbildung zu qualifizieren. Ich bin montags-mittwochs von 6 Uhr bis ca. 16:30 Uhr, donnerstags bis 12:30 Uhr und Freitags jede zweite Wochen bis spätestens 14:30 Uhr unterwegs.
Mein Freund ist entweder von 7:30 Uhr, oder aber erst ab 8:30 Uhr außer Haus.
Ich wohne in einer 56m² 3-Zimmer-Wohnung in ruhiger Lage, die Straße hoch beginnt auch schon der Wald.
Leider hatte ich noch keinen eigenen Hund, mein Freund hingegen schon zwei. Ich habe trotzdem Hundeerfahrug, da ich früher 3 Pflegehunde hatte.
Finanziell sieht es bei uns gut aus, wir können uns so manchen Luxus gönnen.
Hundeschule und eventuell auch Hundesport möchte ich dann später sehr gern machen.

Was sagt ihr dazu, könnte ich mir einen Hund zulegen?


Liebe Grüße,
Tabi
 
  • Hund anschaffen? Beitrag #2
Ich finde es immer etwas schwierig, wenn man sich einen Hund anschafft, bevor man zumindest ungefähr weiß, was das Leben für einen bereit hält.

Was passiert mit dem Hund, wenn du in der Ausbildung bist? Wenn du dann auch morgens aus dem Haus musst und erst abends wieder zuhause bist? Ich finde, 7h oder länger 5mal in der Woche einfach zu lang für einen Hund zum allein bleiben.
Abgesehen davon dass es wirklich anstrengend ist, jeden Tag nochmal extra eine Stunde früher aufzustehen um sich um den Hund zu kümmern und auch nach der Arbeit noch mind. 2h dafür Zeit zu nehmen.

Ich an deiner Stelle würde, so hart es auch ist, warten, bis ich in der Ausbildung bin und realistisch einschätzen kann, ob ich einem Hund ein artgerechtes Leben bieten kann.
Denn jetzt übereilt angeschafft kann es leicht passieren, dass die nächsten 10-15 Jahre weder für euch und erst recht nicht für den Hund besonders schön werden...
 
  • Hund anschaffen? Beitrag #3
Also, wenn man es mal emotionslos beantwortet - ich würde dir davon abraten.

Zu lange Abwesenheit, zu ungewisse Zukunft, zu wenig Zeit an sich.

Aber es sind noch nicht alle Fragen geklärt. Gibt es die Möglichkeit den Hund mittags auszuführen, z. B. montags - mittwochs? Gibt es eine Betreuungsperson, die das übernehmen könnte? Wie lange ist der Freund außer Haus? Welpe, Junghund oder erwachsener Hund?

Grundsätzlich stelle ich mir selbst bei solchen Anfragen immer eine Frage. Warum fragt man wildfremde Menschen, ob eine Haltung möglich ist. Ich würde eher erwarten "Was muss ich für die Haltung eines Hundes bei mir beachten". Ein paar Antworten sind selbstverständlich, andere weiß man als unerfahrener vielleicht nicht oder man hat einfach nicht drüber nachgedacht.

Als mein Entschluss feststand, dass bei mir wieder ein Hund einzieht, da hätte mich keiner davon abbringen können, weil ich keine Zweifel mehr hatte. Die Zeit war da, die mögliche Betreuung in Ausnahmesituationen, die finanzielle Lage, die Bereitschaft die Verantwortung zu übernehmen, auch in stressigen Zeiten meinen Pflichten als Hundehalter nachzukommen.

Für mich klingt es immer so, als wenn man noch Zweifel hat, wenn man so eine Frage stellt. Warum? Wegen der langen Abwesenheit? Finanziell? Zukunftsaussicht? Dann ist die Frage eigentlich schon beantwortet.

Ich würde vorschlagen, nach wie vor, Infos über die Hundehaltung einzuholen. Ganz wertfrei. Aber was erwartet so ziemlich jeden Hundehalter. Dann guckt man, ob das in den eigenen Alltag integrierbar ist. Und zwar für jeden Tag in jedem Jahr. Ohne Ausnahme. Wenn das steht, guckt man sich die finanzielle Lage an. Ist die Versorgung möglich? Ist es möglich noch einen kleinen Betrag monatlich an die Seite zu packen? Ist im Falle einer großen Tierarztrechnung eine Finanzierung möglich? Es geht immer irgendwie. Aber eine Familie mit wenig Geld, kann eine Rechnung von 2000 Euro schon an die Grenzen bringen.

Habt ihr alle Eventualitäten durch? Was ist, wenn der Hund Schwierigkeiten mit dem alleine bleiben hat`? Was ist, wenn er eure Einrichtung zerlegt? Geld für neues? Zeit, um das alleine sein zu trainieren? Geduld, nach einem stressigen Tag nach Hause zu kommen und dann festzustellen, dass das Sofa zerpflückt wurde? Muss alles nicht sein, kann aber. Und es gibt leider keinen Beipackzettel, wo drauf steht, was man zu erwarten hat.

Also, sämtliche Frage, die Eure Hundehaltung betreffen abklären. Kann ein Hund solange alleine bleiben`? Welche Lösungen kann ich anbieten, um diese Zeit zu verkürzen? Habe ich neben Spaziergängen auch die Möglichkeit eventuell an einer Hundeschule teilzunehmen? Kann ich das finanziell stemmen, auch wenn Ausnahmesituationen auftreten? Wenn ihr dann keine Zweifel mehr habt, vorausgesetzt ihr informiert euch vernünftig und seid ehrlich zu euch selbst, dann werdet ihr in keinem Forum mehr fragen, ob andere Hundehalter damit einverstanden sind ;)

Ich hoffe, du hast verstanden, was ich dir sagen wollte :)
 
  • Hund anschaffen? Beitrag #4
Danke erstmal für die schnellen Antworten :)

Meine Ausbildung ist schulisch, dass heißt, ich bin nie später al 16:30 Uhr zu Hause. Ich bin eine Frühaufsteherin, habe also kein Problem damit, um 5 Uhr rauszugehen. Meine Schwester wohnt eine Straße weiter, die könnte also NOTFALLS auch mal mit dem Hund rausgehen. Falls wir mal (aus welchen Gründen auch immer) mal ein paar Tage am Stück weg müssen, gäbe es natürlich jemanden, der sich um den Hund kümmert. Urlaube werden aber nur MIT Hund geplant!
Wie schon erwähnt, finanziell gäbe es keine Probleme, mein Freund und ich legen schon jetzt immer Geld zur Seite, was man für den Notfall mal braucht. Mein Freund ist meist bis 18 Uhr außer Haus. Ich denke mir einfach "die Hunde im Tierheim haben es nicht besser". Da ist schließlich auch nicht immer die Zeit, um allen gleichgerecht zu werden. Die sind sozusagen auch ständig allein.
Einen Welpen möchte ich mir nicht holen, da ich dafür noch zu wenig Erfahrung habe. Ich hätte gern einen Hund der ca 4-5 Jahre alt ist.

Ich verstehe die Frage "wieso musst du denn in einem Forum nachfragen", ich denke mir bloß, dass man sich nie genug Rat holen kann.
 
  • Hund anschaffen? Beitrag #5
Es war auch nicht so gemeint, dass man sich nicht erkundigen soll. Es ist immer schwierig sowas zu formulieren, ohne dass der Angesprochene sich angegriffen fühlt.

Ich finde es für meine Begriffe sehr lang bis 16:30 Uhr. Da sollte auch nicht notfalls jemand mittags mit dem Hund gehen, sondern regelmäßig. Ich würde auch nicht das Tierheimleben als Maßstab nehmen. Es gibt immer einen Fall, der schlechter ist.

Ich habe auch 10 Jahre warten müssen, bis bei uns alles gepasst hat. Einfach ist das nicht und nicht jeder muss solange warten. Ich kann nur sagen, dass ich mir das nicht zutrauen würde und ich damit nicht leben könnte meinen Hund solange alleine zu lassen.
 
  • Hund anschaffen? Beitrag #6
Angegriffen habe ich mich keinenfalls gefühlt :) Es ist ja vernünftig zu sagen "warte lieber noch", als "klar, auf gehts, besser kann ein hund doch gar nicht haben" ;)
Es ist natürlich nicht meine Absicht, dass sich jemand anderes um mein Tier kümmert. Ich habe ja nur von notfalls geredet :)
Aber es gibt ja viele Leute, die einen Hund haben, obwohl sie arbeiten gehen. Ich denke, wenn man sich dafür mit dem Hund intensiv beschäftigt, wenn man zuhause ist, ist das doch kein Weltuntergang, oder? Vielleicht habe ich da auch falsche Ansichten. Was man mir gutheißen muss, ist, dass ich sehr oft Ferien habe ;D
 
  • Hund anschaffen? Beitrag #7
Ich finde 7,5h trotzdem zu lange. Und wie bereits geschrieben haben, die, die hier im Forum arbeiten gehen, andere Möglichkeiten.
Da kann der Hund entweder mit zur Arbeit oder sie können in der Mittagspause heim oder sie haben jemand, der zwischendurch kommt und mit dem Hund geht.

Und bitte bedenke auch, dass du während deiner Ausbildung - gerade wenn sie schulisch ist - wohl ziemlich viel lernen musst. Glaub mir, das ist nicht unbedingt einfach. Gerade, wenn der Hund in irgend einem Punkt besonders viel Erziehung bedarf - und kein Hund wird perfekt zu euch kommen :)
Für was machst du denn Ausbildung, wenn ich fragen darf? Denn auch das wäre wichtig, wenn du irgendwann mal arbeitest. Es gibt Arbeiten, in denen es leichter ist, seinen Hund später mitnehmen zu können. Wenn nicht - was machst du dann? Ist dann der Hund alleine, so lange du auch arbeiten gehst?
Bitte bedenke auch, dass zu lange allein bleiben für den Hund vielleicht machbar, für seine Blase/Nieren aber wirklich ungesund sein kann.
 
  • Hund anschaffen? Beitrag #8
Huhu,

also diese "die Hunde im Tierheim haben es nicht besser" und "andere machen das auch so"-Argumente sind immer sehr schwierig. Passen eigentlich gut in die Kategorie "wenn andere von der Brücke springen, machst du das auch?". Weil andere das machen heißt das nicht, dass es gut ist. Ich denke auch nicht, dass man die Tierheimstandards als Hundehalterstandard etablieren sollte. Nicht umsonst wird immer dringend nach einem Zuhause geschaut und oft wird in den Beschreibungen der Hunde auch geschrieben, dass sie viel zu kurz kommen. Außerdem haben Tierheimhunde mehr Gassigänger als man denkt. Von daher bezweifel ich, dass sie 10 Stunden am Stück nur rumsitzen ;) Wenn es um leblose Dinge oder den eigenen Körper geht, ist das eine Sache, finde ich. Wenn es aber um ein anderes Lebewesen geht, sollte man doppelt und dreifach abwägen. :eusa_think: Die Frage ist auch immer, wie glücklich die Hunde wirklich sind. Bei manchen Menschen habe ich leider schon bemerkt, dass sie ihren Hund nie wirklich betrachtet haben. Dass sie alles anknabbern oder Autoaggressionen entwickeln ist dann in der Regel die Schuld des Hundes oder "erblich" bedingt und hat nichts damit zu tun, dass er nicht so lange allein sein mag - nach Aussage jener Halter. Ich denke, viele reden sich das einfach schön. Der Hund sagt es einem ja nicht, also findet er es auch nich schlimm - soweit die Theorie :?

Klar, es gibt sicherlich Leute, die gehen 8 Stunden arbeiten, lasten ihren Hund aus und beide Seiten sind zufrieden. Da habe ich keinen Zweifel. Das sind aber oft Leute: die haben Arbeit und Hunde. Fertig. Kein Kino, kein Ausgehen, kein Ausspannen, kein "ach heute bin ich zu müde". Mit dieser Lebensweise ist das nicht möglich. Es ist ja auch nicht so, dass man 7-8 Stunden arbeiten geht und dann hat man freie Zeit. Das Haus will geputzt werden und der Kühlschrank gefüllt. Man muss zum Arzt, man muss mal zur Apotheke oder man hat Überstunden. Das sind auf jeden Fall Faktoren, die man bedenken muss. Man sollte sich auf jeden Fall überlegen, ob man das wirklich möchte und auch das Risiko eingeht, dass das soziales Umfeld relativ rasant kleiner wird.

Ich sehe hier auch nur die Möglichkeit, dass man sich entweder einen Sitter holt (und zwar regelmäßig!) oder man wartet lieber, bis die Umstände bessere sind. :eusa_think:
 
  • Hund anschaffen? Beitrag #9
Guten Morgen :)

Ich werde eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin machen. Dass heißt, ich habe einen großen Bereich, in dem ich arbeiten kann. Das wären dann zum Beispiel Kindergärten, Krankenhäuser, Wohnstätten für Behinderte oder auch Nervenheilkliniken. In pflegerischen Berufen ist es ja so, dass man eine relativ lange Mittagspause hat, das heißt, ich könnte dann zwischendurch nach Hause und mich um den Hund kümmern.
Ich bin mir schon darüber im Klaren, dass ein Hund etwas anderes ist, als einfach nur ein Gegenstand. Ich will mir ja auch keinen Hund in innerhalb von 3 Tagen anschaffen. Das wäre leichtsinnig, naiv und egoistisch.
Es ist einfach nur, dass ich mir seit 7 Jahren einen Hund wünsche und dachte, dass es jetzt eigentlich ziemlich gut passt.
Vielleicht sollte ich einfach noch einmal abwarten, bis ich meine Ausbildung fertig habe und weiß, wie ich arbeiten muss. Dann sieht das alles ja wieder ganz anders aus.
 
  • Hund anschaffen? Beitrag #10
Das mit den langen Mittagspausen im pflegerischen Bereich kenn ich zB ganz anders :)
Aber kommt halt drauf an, wo man arbeitet...
Ich finde es sehr vernünftig von dir, dass du noch warten möchtest :clap:
Damit dir solange nicht langweilig wird kannst du ja auch mal im Tierladen bei dir in der Stadt Zettel aufhängen und Ferienbetreuung anbieten. Oder mit armen Tierheimhunden Gassi gehen..
 
  • Hund anschaffen? Beitrag #11
Huhu...
ich mache auch die Ausbildung zur HEP... aber kannst du mir mal verraten wo du arbeiten wirst, dass du in dem Beruf in ein Krankenhaus kommst? ;)

LG
 
  • Hund anschaffen? Beitrag #12
Also uns wurde gesagt, wir haben die Möglichkeit im Krankenhaus zu arbeiten. Sozusagen als Krankenschwester. Deswegen lernt man ja auch so tolle Sachen wie den Pfelgeprozess und die Krankenbetten kennen ^__^
 
  • Hund anschaffen? Beitrag #13
Da erzählen die euch Quatsch. Klar ein bisschen Pflege muss man haben und können, aber das wird lange nicht reichen für die Arbeit im Krankenhaus.. :) Die meisten Fächer sind ja Pädagogisch. Aber schön das es noch eine angehende Hep mit Hundewunsch gibt ;)
 
  • Hund anschaffen? Beitrag #14
Vielleicht als Krankenpflegehelfer?
 
  • Hund anschaffen? Beitrag #15
ich glaube der vergleich relativ am anfang mit den tiereheim hunden, war eher so gemeint, dass es dem hund bei Gismo-chan zuhause besse gehen würde, asl im tierheim, d.h, och, dem hund gehts ja besser, als anderen in tierheimen, sondern eher, jetz hat dieser hund es besser, als vorher im tierheim...
(sorry, falsch ich es jetz bin, die alles falsch versteht)
Allerdings würde ich wirklich auch noch warten. so doof es sein mag, nach 7 jahren warten.
wir haben das glück, das meine mutter nicht arbeiten muss, sondern sich um unsere 2 langzeitpflegekinder kümmert, sodass genug zeit für die hunde bleibt, udn sie ig. nie alleine sind.
aber man weiß eben doch nie, was das schicksal für einen bereithält. *seufz*

ganz liebe Grüße
zottell
 
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