- Chronische Atemwegserkrankung Beitrag #1
Tiger_09
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Hallo meine Lieben,
ich komme gerade vom Tierarzt und bin noch leicht schockiert.
Ich hole mal etwas weiter aus...
Tiger hat seit er ein 1/2 Jahr alt ist regelmäßig ca. jedes Halbjahr Erkrankungen der oberen Atemwege (z.B. Rachenentzündungen, Mandelentzündungen ect.). Bislang war ich in einer Tierklinik, in der ich mich soweit auch ganz gut aufgehoben gefühlt habe. Gestört hat mich nur, dass immer lediglich ein AB gespritzt wurde und ich nach 2 Minuten "Untersuchung" mit der "üblichen" Diagnose nach Hause geschickt wurde.
Die letzte Erkrankung war im August, damals war es zum 1. Mal Husten.
Jetzt hatte Tiger seit Montag wieder Husten. Vom Verhalten ist er völlig normal! Er frisst normal und ist fit wie ein Turnschuh. Da es dann auch von alleine besser zu werden schien, habe ich bis heute mit einem TA-Besuch gewartet, bin dann eben aber doch lieber mal zu einer anderen Tierklinik gefahren, die mich mit ihrer Diagnose echt etwas geschockt hat.
Ich muss sagen das die TÄ super lieb mit Tiger umgegangen ist und sich sehr viel Zeit für ein Vorgespräch genommen hat und auch die Untersuchung sehr lange und ausführlich gemacht hat. Da sie Herzkrankheiten ausschließen wollte, wurden 2 Röntgenbilder gemacht, die dann leider die Diagnose brachten, dass Tigers Bronchien auf den Aufnahmen schon so verändert sind, dass man den Verlauf genau sehen kann. Ihr Urteil: chronische Erkrankung der unteren Atemwege.
Behandlung? Kann laut ihrer Aussage erst angegangen werden, wenn eine Lungenspülung gemacht wurde und somit der genaue Ereger festgestellt ist.
Sie sagte mir jetzt, dass es wohl keine andere Alternative gibt, als diese Spülung, die natürlich mit einigen Risiken verbunden ist, wie folgende Herz- und Lungenerkrankungen, das Risiko, dass er nach der künstlichen Beatmung nicht mehr anfängt selbstständig zu atmen und die üblichen Narkoserisiken.
Ich muss gestehen, ich bin geschockt. Ich habe schon immer damit gerechnet, dass uns diese regelmäßigen Erkrankungen ev. zu einer Chronischen führen, aber dass ein solcher Eingriff nötig ist um ihm zu helfen?
Sie sagte das es sein kann, dass er so 15 Jahre alt wird ohne jegliche Behandlung. Es kann sein das bei der Auswertung ein Virus gefunden wird, der nicht behandelbar ist und es kann sein das im optimalen Fall ein Bakterium oder Virus gefunden wird, der behandelt werden kann und somit zumindest die Veränderung der Bronchien gestoppt werden kann und keine weiteren Schäden entstehen. Sie hielt z.B. Asthma für möglich und auch schlimmere Lungenerkrankungen.
Ich stehe jetzt hier wie der Ochse vorm Berg und weiß nicht was ich von dem allen halten und wie ich das beurteilen soll. Für mich steht außer Frage, dass ich eine 2. Meinung einholen werde. Und selbst wenn ich die Bestätigung bekomme, dass es keine Alternative zu dieser Behandlung gibt... will ich solch einen Eingriff meinem Kater antun? Mal abgesehen von den Kosten. Der "Spaß" wird mich wohl um die 550 Euro kosten und ich habe keine Garantie, dass das Ergebnis überhaupt weiterhilft. Die Risiken schocken mich auch. Die Lunge scheint ja sehr beansprucht zu werden. Ob ich ihm damit wirklich einen Gefallen tue? Nachher hab ich eine krankere Katze hier sitzen als vorher...
Außerdem stellt sich mir als Laie die Frage, ob die Bronchien momentan nicht sowieso verändert sind, aufgrund der akuten Beschwerden. Lässt eine solche Röntgenaufnahme wirklich ojektiv auf den Normalzustand zu schließen?
Blut wollte sie auch erst entnehmen, wenn die Narkose kurz bevor steht, da es laut ihrer Aussage im Moment nicht weiterhelfen würde. Gibts da wirklich keine Möglichkeit über das Blut zu analysieren welche Ereger in den Bronchien sitzen?
Hat jemand von euch Erfahrungswerte, die er teilen kann? Bzw. kann mir ev. jemand was dazu sagen, der beruflich damit zu tun hat? Ich erwarte hier keine Antwort sondern lediglich Meinungen und andere Sichtweisen. Das niemand über den speziellen Fall was sagen kann ist schon klar.
Mir kommt das nur im ersten Moment so vor, als ob direkt mit großen Kanonen geschossen wird. Das dieser Eingriff das eindeutigste Ergebnis liefern würde, ist schon verständlich, aber gibt es keine sanfteren Methoden festzustellen was der Verursacher ist?
Wie würdet ihr an meiner Stelle mit so einer Diagnose umgehen?
Ich betone nochmal, dass hier außer dem gelegentlichen Husten eine putzmuntere Katze rumläuft.
Und eine Frage am Rande... Die beiden Röntgenaufnahmen, die gemacht wurden, kann man sich die wie beim Hausarzt aushändigen lassen, damit ich nicht nochmal welche anfertigen lassen muss? Bzw. können die TA's sich die untereinander per E-Mail schicken? Wie ist das üblich bei Tierärzten?
Ich freue mich auf jegliche hilfreiche Antwort!
Liebe Grüße
Jenny
ich komme gerade vom Tierarzt und bin noch leicht schockiert.
Ich hole mal etwas weiter aus...
Tiger hat seit er ein 1/2 Jahr alt ist regelmäßig ca. jedes Halbjahr Erkrankungen der oberen Atemwege (z.B. Rachenentzündungen, Mandelentzündungen ect.). Bislang war ich in einer Tierklinik, in der ich mich soweit auch ganz gut aufgehoben gefühlt habe. Gestört hat mich nur, dass immer lediglich ein AB gespritzt wurde und ich nach 2 Minuten "Untersuchung" mit der "üblichen" Diagnose nach Hause geschickt wurde.
Die letzte Erkrankung war im August, damals war es zum 1. Mal Husten.
Jetzt hatte Tiger seit Montag wieder Husten. Vom Verhalten ist er völlig normal! Er frisst normal und ist fit wie ein Turnschuh. Da es dann auch von alleine besser zu werden schien, habe ich bis heute mit einem TA-Besuch gewartet, bin dann eben aber doch lieber mal zu einer anderen Tierklinik gefahren, die mich mit ihrer Diagnose echt etwas geschockt hat.
Ich muss sagen das die TÄ super lieb mit Tiger umgegangen ist und sich sehr viel Zeit für ein Vorgespräch genommen hat und auch die Untersuchung sehr lange und ausführlich gemacht hat. Da sie Herzkrankheiten ausschließen wollte, wurden 2 Röntgenbilder gemacht, die dann leider die Diagnose brachten, dass Tigers Bronchien auf den Aufnahmen schon so verändert sind, dass man den Verlauf genau sehen kann. Ihr Urteil: chronische Erkrankung der unteren Atemwege.
Behandlung? Kann laut ihrer Aussage erst angegangen werden, wenn eine Lungenspülung gemacht wurde und somit der genaue Ereger festgestellt ist.
Sie sagte mir jetzt, dass es wohl keine andere Alternative gibt, als diese Spülung, die natürlich mit einigen Risiken verbunden ist, wie folgende Herz- und Lungenerkrankungen, das Risiko, dass er nach der künstlichen Beatmung nicht mehr anfängt selbstständig zu atmen und die üblichen Narkoserisiken.
Ich muss gestehen, ich bin geschockt. Ich habe schon immer damit gerechnet, dass uns diese regelmäßigen Erkrankungen ev. zu einer Chronischen führen, aber dass ein solcher Eingriff nötig ist um ihm zu helfen?
Sie sagte das es sein kann, dass er so 15 Jahre alt wird ohne jegliche Behandlung. Es kann sein das bei der Auswertung ein Virus gefunden wird, der nicht behandelbar ist und es kann sein das im optimalen Fall ein Bakterium oder Virus gefunden wird, der behandelt werden kann und somit zumindest die Veränderung der Bronchien gestoppt werden kann und keine weiteren Schäden entstehen. Sie hielt z.B. Asthma für möglich und auch schlimmere Lungenerkrankungen.
Ich stehe jetzt hier wie der Ochse vorm Berg und weiß nicht was ich von dem allen halten und wie ich das beurteilen soll. Für mich steht außer Frage, dass ich eine 2. Meinung einholen werde. Und selbst wenn ich die Bestätigung bekomme, dass es keine Alternative zu dieser Behandlung gibt... will ich solch einen Eingriff meinem Kater antun? Mal abgesehen von den Kosten. Der "Spaß" wird mich wohl um die 550 Euro kosten und ich habe keine Garantie, dass das Ergebnis überhaupt weiterhilft. Die Risiken schocken mich auch. Die Lunge scheint ja sehr beansprucht zu werden. Ob ich ihm damit wirklich einen Gefallen tue? Nachher hab ich eine krankere Katze hier sitzen als vorher...
Außerdem stellt sich mir als Laie die Frage, ob die Bronchien momentan nicht sowieso verändert sind, aufgrund der akuten Beschwerden. Lässt eine solche Röntgenaufnahme wirklich ojektiv auf den Normalzustand zu schließen?
Blut wollte sie auch erst entnehmen, wenn die Narkose kurz bevor steht, da es laut ihrer Aussage im Moment nicht weiterhelfen würde. Gibts da wirklich keine Möglichkeit über das Blut zu analysieren welche Ereger in den Bronchien sitzen?
Hat jemand von euch Erfahrungswerte, die er teilen kann? Bzw. kann mir ev. jemand was dazu sagen, der beruflich damit zu tun hat? Ich erwarte hier keine Antwort sondern lediglich Meinungen und andere Sichtweisen. Das niemand über den speziellen Fall was sagen kann ist schon klar.
Mir kommt das nur im ersten Moment so vor, als ob direkt mit großen Kanonen geschossen wird. Das dieser Eingriff das eindeutigste Ergebnis liefern würde, ist schon verständlich, aber gibt es keine sanfteren Methoden festzustellen was der Verursacher ist?
Wie würdet ihr an meiner Stelle mit so einer Diagnose umgehen?
Ich betone nochmal, dass hier außer dem gelegentlichen Husten eine putzmuntere Katze rumläuft.
Und eine Frage am Rande... Die beiden Röntgenaufnahmen, die gemacht wurden, kann man sich die wie beim Hausarzt aushändigen lassen, damit ich nicht nochmal welche anfertigen lassen muss? Bzw. können die TA's sich die untereinander per E-Mail schicken? Wie ist das üblich bei Tierärzten?
Ich freue mich auf jegliche hilfreiche Antwort!
Liebe Grüße
Jenny