Hi Kitty.
Ich wink jetzt mal ganz frech als ebenfalls Haflinger-Jungspund-Besitzerin zu dir rüber

Mein Kleiner ist jetzt 2 Jahre und 9 Monate alt, wird im März 3. Bei uns war das so:
Er stand bis er 2 war auf der Koppel und war 24h draußen um mit seinen gleichaltrigen Kumpels zu toben. In dieser Zeit lernte er nur Halfter, Huschmied, TA und Hänger kennen. Ansonsten durfte er einfach Pferd und Hengst sein

. Mit 2 Jahren dann wurde er gelegt und die Weiterausbildung fing an. Er kam in einen neuen Stall, wo er 12 h rauskam und über Nacht in der Box mit Paddock blieb. Dort durfte er sich erst noch ein halbes Jahr einleben und austoben und wir haben ihn nur entwurmt und die Hufe ausgekratzt. (Hin und wieder auch spazieren). Mit 2,5 lernte er das angebunden sein.
Dazu muss ich aber sagen, dass das individuell aufs Pferd ankommt. Mein Kleiner ist einfach ne coole Socke und total gelehrig. Ich hätte ihm das auch erst alles mit 6 Jahren beibringen können, einfach weil er schinkenbrav ist

. Nur sind nicht alle Pferde so, deshalb ist es da nützlicher vieles schon als Fohlen bzw Jährling beizubringen, schon allein weil sie dann nicht so eine körperliche Kraft haben, sich zu widersetzen.
Anlongiert haben wir ihn vor einem Monat, aber nur Schritt und Trab. Galopp kommt erst im Frühjahr, da hat er die Balance noch nicht dafür. MIt 2 anlongieren sehe ich generell erst mal kritsch, denn es ist eine Zeit, in der dein Pferd noch sehr sehr viel wächst, die Psyche auch nicht immer hinterherkommt und wo die meiste Balance hopps geht. Dann lieber noch ein bisl warten, bis das Pferd ''fertiger'' ist und dann langsam anfangen.
Du kannst ja in der Zeit weiterhin spazieren gehen, anbinden, Hufe, mit Ausbildungsgegenständen vertraut machen etc. Das alles wird dir nachher zu Gute kommen, denn dann hast du ein ruhiges, ausgewachseneres Pferd vor dir, das psychisch und phsyisch sehr viel belastbarer ist als ein Jährling

Achso, generell gilt für Jährlinge:
5-8 Minuten Arbeit reicht vollkommen, da hat er schon genung zu denken danach
LG
Alex