Huhu ChinchillaLOVe,
das tut mir sehr leid für den Kleinen und auch für Dich! Ich zünde eine Kerze für ihn an!
Zu Deinem Weibchen: behalte es genau im Auge und wiege es bitte auch mind. 1 x pro Woche! Daran merkst Du, ob es trauert. Wenn es abnimmt und nicht mehr frisst, braucht es a) einen TA-Besuch und / oder b) eine Partnerin. Prinzipiell würde ich mich aber Sani anschließen und Dir dringend raten a) kein Böckchen mehr dazu zusetzen und b) erst einmal abzuwarten, was für Kinder die Kleine zur Welt bringt! Lass sie doch lieber mit einem Töchterchen zusammenleben. Du weißt nicht, woher Dein Kleiner die Krankheit, die Probleme hatte. Ggf. war da was vererblich... nicht dass noch mehr Chins krank werden. Übrigens: Albino gibt es bei Chinchillas nicht ;-) Die Farbe ist "züchtbar" und heißt Pink White. Welche Farbe hat Dein Weibchen?
Wg. Futter: bitte stelle Dein Futter dringend auf ein reines Pelletfutter um. Mischfutter ist hochgradig schädlich, führt in 80% der Fälle zu schweren bis schwersten Zahnproblemen (zu weich, zu süß) und zu schweren bis schwersten Organschäden (zu süß, zu fett, falsche Zusammensetzung der Mineralien und Vitamine!). Ich empfehle Dir Berkel Kräuter Gold oder Ovator. Du bekommst es zum Beispiel im das-heimtierparadies.de
Hier mal ein von mir verfasster Artikel zum Thema Ernährung:
"Futter
In freier Wildbahn ernähren Chinchillas sich von Steppengräsern, Früchten, Blättern und Rinden. Flüssigkeit wird in dem trockenen Lebensraum durch Tau oder durch das wasserreiche Innere von Kakteen aufgenommen. Der Verdauungsapparat ist auf diese karge Ernährung eingestellt und reagiert sehr empfindlich auf Veränderungen. Der Darm eines Chinchillas ist mit 2 m sehr lang und darauf ausgelegt möglichst viel Nährstoffe aus dem kargen Nahrungsangebot ihres natürlichen Lebensraumes zu ziehen.
In Käfighaltung sollten vor allem Pellets, Heu und Wasser gegeben werden, wobei Heu und Wasser den ganzen Tag zur Verfügung stehen sollten. Als Richtwert kann man für jedes erwachsene Tier ein bis zwei gehäufte Esslöffel Pellets und zwei bis drei Handvoll Heu ansehen, wobei beides immer zur Verfügung stehen sollte. Kontinuität ist wichtig bei der Ernährung, um den empfindlichen Darm nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen und so zu Verdauungstörungen wie Durchfall oder Verstopfung zu führen.
Heu ist von besonderer Wichtigkeit, da nur Heu für einen gleichmäßigen Abrieb der Backenzähne sorgt. Die härteren Pellets sind (neben anderem natürlichem Nagematerial) wichtig für den Zahnabrieb der Schneidezähne. Handelsübliches Mischfutter ist in den meisten Fällen zu weich, um einen ausreichenden Zahnabrieb zu gewährleisten. Es enthält in der Regel Bestandteile, die - in zu großer Menge - schädlich für die Tiere sein können. Getrocknete Apfel, Bananenchips, Hagebutten und Rosinen sollten z. B. nur in besonders geringer Menge als Leckerchen gegeben werden. Eine falsche Fütterung führt fast immer zu Zahnanomalien (z. B. Fehlstellungen, Zahnspitzen), Organschäden und Knochenschäden. Dies wird meist erst bemerkt, wenn es zu spät ist.
Daher ist es besonders wichtig, sich an die Grundregeln der Ernährung zu halten: Pellets, Heu und Wasser gehören immer mit auf den Speiseplan. Die Haltbarkeit des Pelletfutters liegt bei durchschnittlich vier Monaten. Diese Angabe setzt aber eine lichtgeschützte, staubdichte und trockene Lagerung voraus. Während der Lagerung zerfallen die lebenswichtigen Nährstoffe und Vitamine im Futter, sodass es nach Erreichen der Haltbarkeitsgrenze eigentlich keinen Nährwert mehr hat.
Als Leckerchen oder Belohnungen eignet sich neben kleinen, getrockneten Aststückchen auch Folgendes (alle hier aufgeführten Kräuter, Gemüse, Obstsorten, Blütenblätter, Baumblätter und -äste sind ausschließlich getrocknet zu geben!): Apfelscheiben, Mango, Rote Bete (Achtung: färbt den Urin rötlich), Haferflocken, Ringelblumenblüten, Sonnenblumenblütenblätter, Rosenblüten und Rosenblütenblätter, Kamillenblüten, Pfefferminze, Spitzwegerich, Mariendistel, Löwenzahn, Brennnesselblätter, Melisse, Echinacea, Schafgarbe, Gänseblümchen, Luzerne, Topinambur, Hagebutte (reich an Vitamin C – max. ein Stück pro Woche), Haselnussblätter, Haferkissen (sog. „Knusperkissen“ - gibt es in Weiß und Grün), Heucobs, Wiesengraspellets, Grünrollis, Fenchelsaat, Leinsaat (gut für die Verdauung). Hier gilt jedoch in jedem Fall: Weniger ist mehr! Gibt man jeden Tag einen Bestandteil der Liste in geringer Menge, bekommen die Tiere eine Abwechslung, aber man schädigt sie nicht!
Die folgenden Dinge sollte man nur sehr selten geben: Bananenchips (zuckerhaltig, stopfend), Rosinen (zuckerhaltig, kalorienreich), Ananas (appetitanregend, zuckerhaltig), Papaya (appetitanregend, zuckerhaltig), Erbsenflocken (kalorienreich), Maisflakes (kalorienreich), Dill (fördert Harngriesbildung), Petersilie (fördert Harngriesbildung), Johannisbrot (zuckerhaltig, stopfend)
Gar nicht füttern darf man: Nüsse/Mandeln (zu fettig), Pflaumen & jedes anderes Steinobst (blausäurehaltig), Birke, Pappel, Kiefer u. a. Nadelhölzer, Zitrusfrüchte (zu hoher Säureanteil), Kartoffeln (giftig, Solanin ist nicht nur in grünen Kartoffeln enthalten. Selbst die niedrige Konzentration in gelben Kartoffelbestandteilen kann zu Vergiftungserscheinungen führen.), Stroh (Verletzungsgefahr)
Auf Milchdrops, Kräcker und Knabberstangen sollte verzichtet werden, da nur die wenigsten wirklich geeignet sind und sie meist deutlich zu zuckerhaltig sind! Dies ist zu damit zu vergleichen, als würde man ein Kind mit Chips und Schokolade großziehen."
Wenn Du Hilfe brauchst, kannst Du mich auch gerne anrufen. Auf meiner Webseite paeppelchins.de findest Du meine Telefonnummer!
Liebe Grüße
Andi