Vermutlich wird es sich in dem Bericht um Saatkrähen gehandelt haben, denn diese dürfen hier in D tatsächlich nicht geschossen werden.
Unsere heimischen Tierarten werden nach Bestandsbedrohung geschützt und da die Saatkrähe in manchen Teilen Deutschlands quasi gar nicht existent ist und nur regional vorkommt(dafür dort dann aber als Schwarmbrüter in Massen), sind ihre Bestände zu gering um sie als "Wild mit Jagdzeit" einzustufen, obwohl einige Bauern das sicher gerne hätten.
Kolkrabe und Dohle fallen unter den Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes.
Gerade der Rabe war aufgrund massiver Verfolgung und in gewissem Maße als Kulturflüchter auch durch Lebensraumzerstörung fast in Deutschland ausgerottet.
Allerdings siedelt der sich auch durch seine Anpassungsfähigkeit und dank des gesetzlichen Schutzes jetzt wieder super an.
Ich war sehr erfreut, als ich die charakteristischen Rufe eines Morgens über unserem Garten vernahm- ich hab also irgendwo hier im angrenzenden Wald auch ein Paar.
Die Rabenkrähe hingegen ist der Standardvogel, den man hier an jeder Straßenecke sieht.Im Westen des Landes die Raben- im Osten die Nebelkrähe.
Beide Unterarten sind jagdbares Wild.
Du musst mir verzeihen, dass ich mich als Jägerin schlecht rigoros gegen die selektive, Natur und Wild schützende Art der Jagd aussprechen kann,

aber wie oben schon erwähnt, ich bin kein Freund der Krähenlockjagd und mir erschließt sich auch einfach die genaue Intention dahinter nicht.
Schäden im Bereich der Landwirtschaft sind ein Grund, wenn man so will, jedoch missfällt mir auch einfach die Masse an Vögeln, die da abgeschossen und anschließend "weggeschmissen" wird...persönlich kann ich mich einfach nicht damit anfreunden, wenn man von dem Tier, das man da erbeutet, keinen Nutzen hat und es einfach entsorgt-das empfinde ich als sinnlos.