Hündin kastrieren

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  • Hündin kastrieren Beitrag #21
Was auch ziemlich häufig beobachtet wird ist Polydipsie/Polyurie (d.h. vermehrte Wasseraufnahme und gesteigerter Harnabsatz), außerdem solltest du dir ein Fieberthermometer anschaffen (gibt schon für ca 3 Euro) und messen, sobald dir deine Hündin schlapp vorkommt. (Kühle Nase o.ä. ist alles Quatsch! Nur rektal messen ist aussagekräftig) Fieber muss nicht immer sein, ist aber sehr häufig. Meistens rutschen die Hündinnen nach der Läufigkeit oder während der Scheinträchtigkeit in eine Gebärmutterentzündung. Auch ein dauerhaftes Bluten während der Läufigkeit (also nicht nur im Proöstrus) ist ein starker Hinweis. Eine geschlossenen Pyometra wird aufgrund des fehlenden Ausflusses oft erst spät bemerkt. Einfach das Tier gut im Auge behalten.
Es gibt noch viele weitere Indikationen (Tumor, Muccometra, Glanduläre Hyperplasie.....), dass muss je nach Fall entschieden werden.
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #22
Ich habe hier zwei "vollständige" Hunde sitzen. Rüde und Hündin. Der Rüde ist abrufbar und wird nicht kopflos, wenn eine Hündin in seinem Umfeld läufig wird. Ich habe die Erfahrung schon mit meiner damaligen Nachbarin machen dürfen, bei der wir trotz zweier läufiger Hündinnen zu besuch kommen konnten und sich Nanuq einfach in die Ecke legte und ruhe gab.

Bei meiner Hündin habe ich ohnehin Glück, da sie rassebedingt nur selten läufig wird. Wolfshunde werden meist nur einmal im Jahr läufig.
Für uns kommt es nicht in Frage weder den Rüden noch die Hündin kastrieren zu lassen und zum Glück ist unsere Tierärztin auch komplett unserer Meinung. Gerade bei großen Rassen (meine beiden sind 64,5 cm und derzeit noch 65cm groß) sorgen die Fehlenden Hormone nach einer Kastration nicht selten dafür, dass es zum Muskelabbau kommt, der speziell im Alter Probleme bereitet.

Hundetrainerin Maja Nowak sagte mir auch, dass die Hündin auf keinen Fall kastriert werden sollte, da es in ihrem Fall (Unsicherheit gegenüber Menschen) zu einer Verschlimmerung ihrer Angst kommen kann.

Ich werde meine Hunde nicht kastrieren lassen, solange sie gesund sind. Ausgeglichenen Hunden merkt man ihre "Unkastriertheit" auch nicht an. In meinem Freundeskreis kenne ich derzeit keinen kastrierten Hund und es gibt nie Probleme zwischen den ganzen Unkastrierten. Verhalten hat denke ich zu 98% etwas mit der Erziehung zu tun
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #23
Wenn Verhalten was mit der Erziehung zu tun hat, wieso soll eine Kastra dann Angst verschlimmern können? Dann hat die Kastra ja doch indirekt etwas mit dem Verhalten zu tun.

Und wo hast du das her, dass fehlende Hormone zu Muskelabbau führen können? Und wieso nur bei großen Rassen?
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #24
@Winchester

Guter Beitrag *ichdassounterschreib*, das Problem hängt in solchen u.v.a. Fällen immer am Ende der Leine.

@Pewee

Denke mal, das es um HD geht, womit große Rassen ja häufig zu tun haben.
Durch die Hormonumstellung verändern sich die Tiere natürlich auch im Verhalten, so kenne ich einen Rüden, der richtig aggressiv wurde, andere wieder werden ruhiger. Mein Kastrat z.B. hat zuvor gebissen wie verrückt, sie tut es immer noch, nur verhaltener und seltener, das ist sehr unterschiedlich, und variiert von Tier zu Tier.
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #25
Ich sehe es etwas anders. Würde eine Hündin -inzwischen- auf alle Fälle kastrieren lassen, und zwar so früh, wie es geht. Die Entstehung von Mammatumoren ist damit wirklich entschieden geringer, hat man mir glaubhaft in einer sehr guten Klinik versichert. (Veterinär-Klinik Gießen) Man ist dann einfach auf der sichereren Seite, glaube ich. So viele Hündinnen bekommen diese Mammatumore, wenn sie schon häufiger die Hitze hatten. Wenn die Hündinnen ersteinmal älter sind, ist eine Kastration eigentlich nicht mehr so wirksam. Ergo: Ich würde das als Vorsorge sehen, wenn sie noch jung sind.
Meinen ersten Rüden, ein Pudel aus dem Tierheim, habe ich auch kastrieren lassen, denn er war so triebgesteuert, dass er mit anderen Hunden gar nicht spielen konnte, er versuchte alles zu besteigen, was weiblich war..:eusa_doh: Das hat sich nach der Kastration zu 100% zu seinem Vorteil verändert. Er war überhaupt nicht mehr geplagt. Ich muss dazu sagen, ich lebe in einem Grünviertel in der Stadt. Dort leben sehr viele Hunde und natürlich sind immer irgendwelche Hündinnen in der Hitze. Da die Rüden dort ihre Triebe gar nicht ausleben können, aber immer mit den verlockenden Gerüchen konfrontiert sind, halte ich es für eine Erleichterung für die Tiere, wenn sie dem nicht mehr ausgesetzt sind. Barney, so hieß mein Pudel, konnte sein Leben richtig genießen, nach all dem Stress. Meine Bea ist auch kastriert, aber aus einem anderen Grund. Sie war schon mindestens 1 bis 2 Jahre, als ich sie aus dem Tierheim holte. Ich hatte bis dahin nur Rüden gehabt und nicht ausreichend Erfahrung mit der Hitze von Hündinnen. Ich hab halt aufgepasst, dass nichts passiert. Aber ... es passierte. (Barney war da schon kastriert, ich hatte ihn schon länger) Jedenfalls, Bea wurde Mama von 7 Welpen, von denen einer bei mir blieb. (Bogart) Bea entwickelte später immer häufiger Scheinträchtigkeiten und hatte irgendwann eine Gebärmutterentzündung. Da wurde sie dann operiert. Inzwischen ist sie 15 oder evtl 16. Bei ihr hat die Kastration das gegen Mammatumore nicht mehr geholfen. Sie hat einen und der kann nicht mehr entfernt werden, sie ist zu alt für eine OP. Damit würde man alles nur verschlimm-bessern, sagte mir mein Tierarzt.
Mein Fazit, Hündinnen besser früher als später kastrieren. Und beim Rüden kommt es darauf an, wie er mit den Gegebenheiten klarkommt.
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #26
BBBHunde, hat Gießen denn auch von der anderen Seite der Medaille gesprochen? Post 14 von *Purdey* in diesem Thread hat ja einige Anhaltspunkte gegeben, welche gesundheitlichen Nachteile eine Kastra haben kann und die sich auch nicht ganz ohne. Da finde ich es schon überlegenswert, ob eine Kastra allein wegen Mammatumoren wirklich so empfehlenswert ist, wenn dafür andere Krankheiten provoziert werden.
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #27
Ich sehe es etwas anders. Würde eine Hündin -inzwischen- auf alle Fälle kastrieren lassen, und zwar so früh, wie es geht. Die Entstehung von Mammatumoren ist damit wirklich entschieden geringer, hat man mir glaubhaft in einer sehr guten Klinik versichert. (Veterinär-Klinik Gießen) Man ist dann einfach auf der sichereren Seite, glaube ich. So viele Hündinnen bekommen diese Mammatumore, wenn sie schon häufiger die Hitze hatten. Wenn die Hündinnen ersteinmal älter sind, ist eine Kastration eigentlich nicht mehr so wirksam. Ergo: Ich würde das als Vorsorge sehen, wenn sie noch jung sind.

Ich hoffe ja nicht, dass das eine gefestigte Meinung ist und jemand das ernst nimmt, denn sonst könnte jede Hündin erst mal ab zum TA, ist ja schlimmer als Impfen.
Der Focus liegt auf Mammatumor und jede Hündin hat den nicht, insofern bleibt nur die medizinische Indikation und kein Vorsorge.
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #28
@ fiesta
Ich habe dazu geschrieben, was ich für richtig halte. Nach Abwägung aller Risiken und so, wie mir es mir vermittelt wurde Aber mein Wissen ist natürlich nur begrenzt. Über die spezielle Rassehunde und deren rassebedingten Risiken weiss ich nicht viel. Ich habe keine reinen Rassen. Meine Hunde sind Mischlinge. Ich züchte nicht, und da scheint es mir vernünftig, auf Menschen zu hören, die berufsbedingt fundierte Erfahrungen im medizinischen Bereich haben. Die Uniklinik Gießen, eine reine Veterinärklinik, von denen es -soweit ich weiss nur wenige in Deutschland gibt- gehört zu den renommiertesten Kliniken überhaupt. Also höre ich auf das, was man mir rät. Bisher hatte ich nur einen Junghund von Beginn seines Lebens an bei mir. Und das war ein Rüde, der nicht kastriert wurde. Nun habe im Laufe meines Lebens schon für 5 Hunde die Verantwortung übernommen, und sie sind -mit Ausnahme des einen, der mir von einem unangeleinten Beisser letztlich totgebissen wurde - alle alt geworden. Sooo viel kann ich also nicht verkehrt gemacht haben, oder?
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #29
Natürlich kann jeder machen was er will und die Sache "je jünger, desto besser" ist nichts Neues, für mich ist es wichtiger eine gesunde Hündin, gesund zu belassen und bisher haben meine Hündinnen keine Mammatumore, dafür aber alle Innereien, nur eine nicht und dafür gab es eine medizinische Indikation. Generell die Hündinnen zu kastrieren, wenn's geht so zeitig wie möglich "just for fun" halte ich für eine menschliche Perversion.
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #30
"Just for Fun" würde ich das nie machen, falls es so rüberkam. Das versteht sich aber von selbst, denke ich.
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #31
Ich möchte auf eigene Faust, als Laie, noch was zu der Studie sagen:

Das Risiko für Gesäugetumore mag zwar bei unkastrierten Hündinnen ziemlich groß sein, ja.
Aber Gesäugetumore sind die am leichtesten zu lokalisierenden Tumore.
Wenn man nach Feststellung zum TA geht, kann dieser umgehend entsprechend reagieren und der Tumor ist weg, bevor er Schaden anrichten konnte.
Dagegen sind z.B. Milz- und Knochentumore ungleich gefährlicher, weil es meist zu spät ist, wenn sie festgestellt werden, bzw weil Knochentumore nur sehr schlecht wegoperiert werden können. (für beide Tumore wird lt. der Studie durch Kastrieren das Risiko erhöht)
 
  • Hündin kastrieren Beitrag #32
Wenn Verhalten was mit der Erziehung zu tun hat, wieso soll eine Kastra dann Angst verschlimmern können? Dann hat die Kastra ja doch indirekt etwas mit dem Verhalten zu tun.

Und wo hast du das her, dass fehlende Hormone zu Muskelabbau führen können? Und wieso nur bei großen Rassen?

(Nein, es geht nicht um HD)

Angst kann dadurch verschlimmert werden, da Übersensibilität bei Lebewesen durch ein bestimmtes Hormon ausgeglichen wird, dessen Namen ich vergessen hab. Wird die Hündin kastiert, so fehlt dieses Hormon. Der Ruhepool, der die Waage halten würde, wäre somit verschwunden. Ich empfehle dazu einfach das Buch "Kastration von Hunden" ist echt total gut im Für und Wider.

Bei großen Rassen deshalb, weil sie einfach mehr Last zu tragen haben und ohnehin anfälliger sind, was den Bewegungsapparat angeht. Und das Hormone dem Muskelaufbau dienen ist ja kein Geheimnis. Fehlen die Hormone, wird der Aufbau und Erhalt von Muskelmasse gehemmt. Ich sagte außerdem nicht "nur" große Rassen, sondern gerade große Rassen....

Wenn eine Basis geschaffen ist, die in den Biologie verankert ist (z. B. bereits eine Angst vor liegt) so kann eine Kastration diese Angst natürlich verschlimmern. Und das aus o. g. Gründen. Die Angst ist dadurch schlechter zu bekämpfen, da es einfach schwieriger ist, die geschaffene Übersensibilität zu überbrücken
 
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