Hat jemand Erfahrungen Bzw. Tipps zu Angsthunden?

Diskutiere Hat jemand Erfahrungen Bzw. Tipps zu Angsthunden? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, und zwar habe ich jetzt seit gut einen Jahr einen sehr, sehr ängstlichen Hund, bin echt langsam am Verzweifeln. Er hatte es wohl nicht...
  • Hat jemand Erfahrungen Bzw. Tipps zu Angsthunden? Beitrag #1
Toni2009

Toni2009

Beiträge
4
Reaktionspunkte
0
Hallo,

und zwar habe ich jetzt seit gut einen Jahr einen sehr, sehr ängstlichen Hund, bin echt langsam am Verzweifeln.
Er hatte es wohl nicht schön in seinem Leben, bin woll auch schon sein 5 Besitzer im seinen kurzen Leben, er wurde auch scheinbar geschlagen...
Seine Ängste sind teilweise wirklich sehr schlimm, er hat vor sehr viellem Angst, vor Menschen(Vorallem Männer, bei Frauen hat er schneller Vertrauen.), vor Autos (hat sich einwenig gebessert), teilweise auch vor anderen Hunden, Tüten, schwingenden Fahnen, und und und...

Ein kleines Beispiel: Ich geh mit ihm Gassi, und plötzlich läuft eine Frau hinter mir, mit einen Wagen, seine Reaktion war sehr schlimm, Er blieb erst stehen, Setzte sich dann hin und zitterte sehr stark, er war nicht mehr "ansprechbar"

Immer wenn er Angst zeigt versuche ich ihm abzulenken, zb mit leckerlis, ich rede ihm nartürlich keinen Mut zu, denn das würde das ganze ja noch verschlimmern.
Manchmal ist Gassi gehen gar nicht möglich, dann bleibt er einfach stehen und weigert sich weiter zu laufen, in dem Augenblick versuche ich dann immer seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken, und "Renne" dann plötzlich los, dann läuft er meist wieder...

Ich muss noch dazu sagen, wenn ein anderer Hund mitläuft Gassi, dann ist seine Angst wie weg, dann zeigt er nur ganz selten Angst. Deswegen auch noch eine Frage: Würde ein Mutiger Zweithund ihm helfen?
Und eines muss ich auch noch dazu sagen, er ist ein sehr sehr anhänglicher Hund der sehr auf mich fixiert ist.

Hat jemand hier Erfahrungen mit extremen Angsthunden? und Hat Tipps?

Freue mich auf Antworten.


Viele Grüße
 
  • Hat jemand Erfahrungen Bzw. Tipps zu Angsthunden? Beitrag #2
Huhu,

bei solchen Hunden ist ein Mix aus Verständnis, Geduld und Hundekenntnis wichtiger denn je. Das Problem ist, dass viele Menschen sich solche Hunde holen (natürlich mit bester Absicht!), aber meist große Probleme haben, weil es aus falscher Motivation geschah. Viele holen sich diese Hunde aus Mitleid mit dem Ziel, ihm ein schönes Zuhause zu geben. Das ist lobenswert, bedeutet aber auch, dass man sich viel mit hündischem Verhalten und der hündischen Körpersprache auseinander setzen muss, damit das funktionieren kann. Du solltest theoretisch immer schon reagieren, bevor die Angst so groß ist, dass er dicht macht. Dafür empfehle ich dir mal die "Calming Signals" von Turid Rugaas, damit du einen groben Überblick bekommst, wie Hunde ihre Stimmung äußern. Für einen ersten Überblick geht auch diese Seite:
Bis das drin ist, geht gar nix... erfahrungsgemäß ;)

Wie genau verhält er sich in Situationen, wo du denkst, dass er Angst hat? Zittern ist nicht zwangsweise ein Zeichen für Angst. Es kann auch nur Aufregung sein. Wenn er schlecht sozialisiert wurde, kann es einfach der Fall sein, dass er nichts kennt und erstmal nur total überfordert ist.


Deswegen auch noch eine Frage: Würde ein Mutiger Zweithund ihm helfen?

Souveräne Hunde können eine Hilfe sein. Das setzt aber einen Hund voraus, der eine gute Erziehung hatte und selbst in Situationen nicht ängstlich ist und ein gutes Sozialverhalten hat. Sonst ist die Gefahr hoch, dass sich der ängstliche Hund unerwünschte Verhaltensweisen abschaut. Allein aus dem Grund würde ich mir aber keinen zweiten Hund ins Haus holen, weil es auch sehr viel Arbeit ist und Angsthunde allein machen schon genug Arbeit (da werden noch einige Monate mit so manchem Rückschlag auf dich zukommen). Eine Idee wäre, eine Gassirunde zu finden. Oder einen netten Nachbarn mit nettem Hund, mit dem ihr euch wenigstens 1x täglich treffen könnt. Am besten auch in Gebieten, wo die Hunde ohne Leine (bzw. mit Schleppleine, falls nicht abrufbar) laufen können, damit sie "richtig" Hund sein können.
Die Arbeit mit dem Hund wird es aber keinesfalls ersetzen. Du musst auf jeden Fall dran bleiben und der wichtigste Teil für den Hund bleiben. Wenn er sich nur am anderen Hund orientiert und nicht an dir, kann das weitere Erziehungsprobleme mit sich bringen. Beispielsweise könnte es passieren, dass er sich in Gefahrensituationen ausschließlich am Hund orientiert und nicht an dir und genau das sollte nicht der Fall sein, weil DU die Bezugsperson bist und erklärst, wann Situationen gefährlich sind und wann nicht. Sonst fehlt dir die Kontrolle.

Es ist sehr schwierig, jetzt eine Hauruck-Lösung zu finden. Angsthunde sind extrem schwierig zu erziehen, weil man bei jeder Schneeflocke klar machen muss, dass sie kein Todfeind ist. In jedem Fall würde ich die einen Hundetrainer anraten. Bestenfalls einer, der sich auf solche Hunde spezialisiert hat und dir helfen kann, ein Selbstbewusstsein auszustrahlen, an dem sich dein Hund gut orientieren kann.
 
  • Hat jemand Erfahrungen Bzw. Tipps zu Angsthunden? Beitrag #3
Hallo Pewee

erstmal vielen Dank, für die schnelle Antwort.


Wie genau verhält er sich in Situationen, wo du denkst, dass er Angst hat? Zittern ist nicht zwangsweise ein Zeichen für Angst. Es kann auch nur Aufregung sein. Wenn er schlecht sozialisiert wurde, kann es einfach der Fall sein, dass er nichts kennt und erstmal nur total überfordert ist.

Immer wenn ich denke, das er Angst hat, zieht er seinen Schwanz ein, legt seine Ohren meist an und ist dann sehr unsicher.

Gehe mir ihm so oft wie möglich mit anderen Hunden zusammen Gassi,
Was ich auch noch dazu sagen muss, er hatt immer mit seiner Schwester zusammen gelebt, die ihm auch immer hilft.
Aber was ich leider auch dazu sagen muss, er schaut sich das Verhalten seiner Schwester (Sie lebt bei meinem Freund) auch sehr ab, leider auch ihre Macken, die er wenn sie anwesend ist aucht nach macht.( zB. Andere Hunde anbellen.) und wenn sie wieder weg ist, und ich mit ihm alleine Laufe, tut er das nicht mehr.

Vielen Dank übrigen für den Link, sieht sehr Interesant aus, werde mir den Link später inruhe durchlesen.

Und wegen einen Hundetrainer, bin Ich schon länger am überlegen, einen zu finden der dann wirklich auf Angsthunden Spezialisiert ist, ist wohl nicht so einfach.

Edit: Was ich noch dazu sagen möchte: Das Grundgehorsam beherrcht er, in solchen sachen lernt er sehr schnell. Ohne Leine laufen ist deswegen auch Möglich. Wenn er ohne Leine läuft fühlt er sich auch immer sehr wohl, auch mit anderen Hunden fässt er ohne Leine schneller Vertrauen.
 
  • Hat jemand Erfahrungen Bzw. Tipps zu Angsthunden? Beitrag #4
Es ist wichtig, dass du in JEDER Situation Ruhe und Souveränität ausstrahlst. Bei solchen Hunden hat man verloren, sobald man einmal im Schritt zögert. Das haben die gesehen und denken, dass sie Grund dazu haben.

Meiner (ist zwar auch ein arges Sensibelchen, aber klingt jetzt erstmal nicht ganz so verängstigt wie deiner) musste da immer einfach durch, da wurde gar kein großes Geschiss gemacht. Manchmal wollte er kurz nach hinten zurück, das haben wir mittlerweile mit dem "Stopp"-Kommando ganz gut im Griff. Das benutzen wir sonst, damit er an der Straße stehen bleibt, er weiß also, was wir wollen. Dann mal 2 Sekunden Ruhe lassen und weiter laufen. Spaß macht es ihm keinen, aber immerhin läuft er weiter :D

Kuck bei den Hundetrainern einfach auf ihre Art. Du kennst deinen Hund und weißt es am Besten wie er ist. Meine Trainerin hat sich 10min mit dem Hund beschäftigt und direkt eine passende Charakteranalyse mit entsprechenden Hausaufgaben gegeben (da fällt mir ein... traut sich dein Hund, dir in die Augen zu schauen?)
Außerdem sollte sie/er einfach eine "natürliche Ruhe" (ich bin immer so neidisch!) ausstrahlen und deinen Hund innerhalb wenig Zeit dazu bringen, was er von ihm will. OHNE anfassen, das mögen ja vor allem Angsthunde nicht so gerne.
Meine hat es in der ersten Stunde geschafft, BJ ins "Peng" zu legen. Ich schaff das heute immer noch nicht. Er macht es ab und an freiwillig, aber ich bekomme ihn nicht in die Position.

Hast du, wenn er solche Angst bekommt, einfach schonmal versucht, ein total simples Kommando abzuverlangen? Also zum Beispiel nur mit der Nase an die Hand stupsen? Einfach nur als Versuch, dass sie gar nicht so in diese Angststarre verfällt...
 
  • Hat jemand Erfahrungen Bzw. Tipps zu Angsthunden? Beitrag #5
Grundgehorsam und Ängstlichkeit schließen sich zum Glück nicht aus :D Auch ängstlich Hunde (oder gerade diese?) können den Grundgehorsam sehr gut beherrschen. Wobei bei manchen natürlich die Gefahr höher ist, dass sie die Fliege mache, wenn sie eine Schocksituation erleben.

Aber was ich leider auch dazu sagen muss, er schaut sich das Verhalten seiner Schwester (Sie lebt bei meinem Freund) auch sehr ab, leider auch ihre Macken, die er wenn sie anwesend ist aucht nach macht.( zB. Andere Hunde anbellen.) und wenn sie wieder weg ist, und ich mit ihm alleine Laufe, tut er das nicht mehr.

Ja, das ist das angesprochene Problem. Wenn Hunde sehr ängstlich oder Mitläufer (oder beides) sind, dann gucken sie sich gerne beinahe alles vom anderen Hund ab. Deswegen setzt so ein Zweithund für einen ängstlichen Hund eben auch immer voraus, dass er selbst sehr souverän, ruhig und gut erzogen ist. Passend sind auch "Frohnaturen". Als ich ähnliche Probleme mit meiner Hündin hatte, sind wir oft in einer Runde mit anderen Hunden spazieren gegangen und da war ein Hund, der weder "Chef" noch ruhig noch besonders souverän war. Aber er kannte nichts Böses auf der Welt. Er mochte alles und jeden und fand einfach alles klasse. Er ließ sich vom Gehabe meiner Hündin nicht anschrecken und schaffte es in wenigen Spaziergängen meine Hündin zum Spielen zu animieren. Das hat mir anfangs Vieles erleichtert (sogar noch mehr als mein Rüde, der recht souverän und ruhig ist... sich unterwegs aber eben nicht für Hannas Wehwehchen interessiert ;)).

Edit: Was ich noch dazu sagen möchte: Das Grundgehorsam beherrcht er, in solchen sachen lernt er sehr schnell. Ohne Leine laufen ist deswegen auch Möglich. Wenn er ohne Leine läuft fühlt er sich auch immer sehr wohl, auch mit anderen Hunden fässt er ohne Leine schneller Vertrauen.

Sich ohne Leine kennenzulernen ist für Hunde auch wesentlich natürlicher und entspannter. Das würde ich auf jeden Fall beibehalten. Dass er sehr schnell lernt, kann ich mir gut vorstellen. Ich glaube, das wird so manchem Angsthund schnell zum Verhängnis, weil sie sehr sensibel sind und daher auch mal Dinge falsch verknüpfen, weil wir eine Millisekunde zu früh oder spät reagiert haben.

Ich denke zumindest, dass man mit einem Angsthund-Spezi nicht viel falsch machen kann. Genau auf diesen würde ich aber auch bestehen. Ich habe schon Leute erlebt, die mit ihren Angstbellern zum "normalen" nicht besonders kompetenten Hundetrainer gegangen sind und der schmeißt erstmal mit der Rütteldose nach dem Hund, sobald er bellt :? Ich will jetzt nicht den Sinn und Unsinn dieser Methode diskutieren, aber für Angsthunde gibts sicher genug andere Methoden.
Es ist wesentlich einfacher, wenn man ein wenig nach Anleitung arbeiten kann. Du könntest dir auch mal "der ängstliche Hund" von Nicole Wilde besorgen. Nicht alles würde ich jetzt selbst so umsetzen, aber es gibt viele Anreize, die man auch mal mit einem Hundetrainer besprechen und damit ins Training einbauen kann.
 
  • Hat jemand Erfahrungen Bzw. Tipps zu Angsthunden? Beitrag #6
Ich habe schon Leute erlebt, die mit ihren Angstbellern zum "normalen" nicht besonders kompetenten Hundetrainer gegangen sind und der schmeißt erstmal mit der Rütteldose nach dem Hund, sobald er bellt :? Ich will jetzt nicht den Sinn und Unsinn dieser Methode diskutieren, aber für Angsthunde gibts sicher genug andere Methoden.

Wichtiger Punkt, den ich oben leider vergessen hab!
Darf ich noch hinzufügen, dass "Wasser spritzen" bei dieser Art von Hunden nicht unbedingt der sinnvollere Ansatz ist! Mein Hund hat kein Problem mit Regen und ist wetterfest bis zum geht nicht mehr, aber ein Spritzer aus der Spritzpistole und er fühlt sich bestraft und weiß nicht warum.

Leider gibt´s ja aber nicht überall Hundetrainer, die sich auf die Fahne schreiben, dass sie auf Angsthunde spezialisiert sind. Zumindest hätte ich in meiner Gegend noch keinen gesehen.
Ich denke aber, wenn man einen Angsthund hat sollten bei solch doch recht brachialen Methoden sofort im Ansatz die Alarmglocken läuten und man mit seinem Hund das Weite suchen.
Sachen wie "da muss er durch", ohne Ansätze, wie man daran arbeiten kann, sind auch nicht gerade förderlich :)

Komplette Gewaltfreiheit und Einfühlungsvermögen sowie die Fähigkeit, mir alles, was er macht, logisch erklären zu können setzt aber ja der normale Menschenverstand schon voraus ;)
 
  • Hat jemand Erfahrungen Bzw. Tipps zu Angsthunden? Beitrag #7
Leider gibt´s ja aber nicht überall Hundetrainer, die sich auf die Fahne schreiben, dass sie auf Angsthunde spezialisiert sind. Zumindest hätte ich in meiner Gegend noch keinen gesehen.

Das Problem gibts bei uns auch. Ich würde bei sowas auch immer sehr drauf achten, wo die Leute gelernt haben und welche Methoden sie anwenden. Wir haben hier eine ganz tolle Trainerin, die damals selbst mal einen Angsthund hatte. Sie lehnt bei solchen Hunden diese Methoden auch ab. Find ich generell schonmal recht sympathisch.
 
  • Hat jemand Erfahrungen Bzw. Tipps zu Angsthunden? Beitrag #8
Ich hab auch eine Angsthündin aus schlechter Haltung. Ihre Angst war so stark, dass sie unter sich machte oder sich ankotete in Angstsituationen. Wir haben es in 8 Wochen fast auf Normalniveau gebracht.

Wichtig ist: Sprich NIE beruhigend auf deinen Hund ein. Der Hund fühlt sich dann bestätigt in seiner Angst. Bleib auch nicht stehen, sondern geh taff durch die Situation hindurch. Du kannst dich schützend vor sie stellen, wenn andere Hunde (sollte sie da auch unser sein) auf euch zukommen. Meiner Hündin hat es sehr geholfen, wenn ich leise "scht" machte, wenn uns Leute entgegen kamen und sie kurz nahm. Damit signalisierst du ihr zum einen, dass du die "Gefahr" wahrgenommen hast und trotzdem weiter gehen wirst und zum anderen merkt sie, dass nah bei dir nichts passiert.

Einen souveränen Hund dabei zu haben ist auch sehr wichtig.
Gegen Angst vor Menschen gehst du am besten vor, indem du dich mitmöglichst energieschwachen Körperregionen nur dem Hund zuwendest. Also nicht frontal und ansehen, sondern eher seitlich, oder mit dem Rücken ihr zugewandt. Du musst das auch anderen Menschen deutlich machen, dass sie sich deinem Hund nur so nähern, bzw.anfangs ganz weg bleiben sollen.
Fasst dein Hund zu dir vertrauen, so kannst du mit Freunden üben. Streichel den Hund nie, wenn er Angst hat oder Unsicherheit zeigt. Sprich ihn dann nie an. Wenn die "Gefahr", also vorbeigehende Menschen o.ä. überstanden sind, kannst du ein fröhliches "okay" zum Hund sagen. So nach dem Motto "kannst dich wieder entspannen, alles gut"
 
  • Hat jemand Erfahrungen Bzw. Tipps zu Angsthunden? Beitrag #9
Hallo,

erstmal vielen Danke für die Antworten :)

(da fällt mir ein... traut sich dein Hund, dir in die Augen zu schauen?)

Ja er traut sich, mit in die Augen zu schauen, bei anderen auch.

Hast du, wenn er solche Angst bekommt, einfach schonmal versucht, ein total simples Kommando abzuverlangen? Also zum Beispiel nur mit der Nase an die Hand stupsen? Einfach nur als Versuch, dass sie gar nicht so in diese Angststarre verfällt...

Nein, bisher noch nicht, aber werde ich aufjedenfall probieren.

Welchen Tipp ich noch bekommen habe, ist das wenn ich Gassi gehe, besondere Leckerlis mitnehmen soll, und bevor er überhaupt in seine Angst verfellt, in damit abzulenken, und wenn er dann weiterläuft ohne Angst, ihn damit zu belohnen, Sinnvoll? was meint ihr?


Nochmals vielen Dank für die Tipps, ich hoffe sehr das sich seine Angst bessern wird.
 
  • Hat jemand Erfahrungen Bzw. Tipps zu Angsthunden? Beitrag #10
Kommt auf den Hund an ;) Viele Hunde lernen auch ganz schnell, etwas Theater zu spielen. Wenn dein Hund schlau ist und leicht Verhaltensketten bildet würde ich es wohl lassen. Also weil dann die Gefahr besteht, dass der Hund das Verhalten öfter zeigt, damit du den Leckerliebeutel zückst. Im Prinzip ist es ja aber auch nichts anderes, als ein simples Kommando zu verlangen. Das lenkt auch ab, aber du behälst die Kontrolle...

Mir wäre es bei meinem Hund zu unsicher :D Ob das etwas für deinen Hund ist und was überhaupt funktioniert musst aber du rausfinden :D
 
  • Hat jemand Erfahrungen Bzw. Tipps zu Angsthunden? Beitrag #11
Huhu,

Ich war vor kurzem mit einem AngstHundeTherapeuten unterwegs.
Wir haben einen Hund gehabt, der genau das selbe hatte, wie deiner.
An der Leine, der grösste AngstHund überhaupt.
Ohne Leine, wunderbar.

Hier wurde geraten, den Hund nur noch mit Schleppleine laufen zulassen oder am besten, so lange diese Massive Angst ist, gar nicht.
Da ein Hund, diese auch bekommen kann, wenn er Unangeleint ist. Und dann sieht man ihn im besten Fall, nie wieder. :(

Hinzu wurde geraten, das der Hund doppelt gesichert wird.
Mit zwei Leinen und Halsband+Geschirr. Sollte der Hund sich in so einer Angst Situation aus einem er beiden raus winden, ist er weg.
Und grade Angsthunde kommen aus so einer Situation gar nicht so schnell wieder raus und laufen in Panik vors Auto, der in andere Gefahren.

Dann wurde an der Bindung gearbeitet.
Der Hund hat in der Wohnung gerne mal was zerlegt.Wenn die Besitzer heim kamen, hat er sich wie ein verrückter gefreut und konnte endlich wieder die Lage Kontrollieren.

Man sagte uns, das es sehr wichtig ist, das man hier von grund auf, die Bindung neu Stabilisiert und Aufbaut.Und dieses, jeden Tag.

Dann, als wir raus gingen, kamen uns Leute entgegen und der Hund war im Gebüsch und nur am Zittern.
Es war wirklich furchtbar zusehen, was er für eine Angst hatte, wie er da am Boden lag und einfach nur weg wollte.

Es wurde Frisches Rinderhack genommen, dieses hielt die Besitzerin in der Hand und führte das Tier so mit, für ihn normaler weise Panik machende Situationen.
Dann wurden einige Grundübungen eingebaut.Sitz, Platz, alles mit dem Leckeren Hackfleisch.

So war ihre Übung, mit dem Hund raus zugehen, zu hause nichts mehr Füttern.
Der Hund wurde nur noch aus der Hand gefüttert.
Entweder bei Übungen zum Binundungsaufbau oder draussen, wenn der Hunddirekt neben sich,etwas nachhinten versetzt, geführt wurde, ganz eng am Bein.
Und das Wortlos.

Es hat auch ganz gut geklappt mit dem Hack.
Das sind die Erfahrungen, welche ich mit einem AngstHundeTherapeuten machen durfte und einiges dazu Lernen konnte.

Jedoch kann ich auch nur dazu raten, einen richtigen AngstHundeTrainer zu kontaktieren.
All das, was wir in diesen 1,5 Std gelernt haben, kann man so gar nicht wiedergeben.Weil es sehr viele Informationen waren.

Lg
 
Thema:

Hat jemand Erfahrungen Bzw. Tipps zu Angsthunden?

Hat jemand Erfahrungen Bzw. Tipps zu Angsthunden? - Ähnliche Themen

Katze hat PKD - hat jemand Erfahrung?: Hallo zusammen, da ich gerade wieder ähnlich verzweifelt bin, wie im Herbst 2018, als ich meine geliebte Luna Katze gehen lassen musste, mich...
Junghund fängt Bellen an: Hallo zusammen! Ich brauche nochmal euren Rat was meinen kleinen Balu angeht. In letzter Zeit fängt er leider total das Bellen an und lässt sich...
Erfahrungen mit Hundesenioren: Liebe Hundebesitzer, ich wende mich heute an euch, um vielleicht den ein oder anderen Ratschlag, Tipp oder auch Erfahrungen zu bekommen. Es geht...
Erziehung eines älteren Hundes: Hallo ihr Lieben, Es geht um meinen Hund Max, der diesen Sommer 15 Jahre alt geworden ist. Er lebt schon seit er ein Welpe war bei uns (damals...
10-jährige, lebenslange Einzelkatze vergesellschaften?: Hallo, liebe Mitglieder! :) Ich habe eine Frage an die Katzenexperten und -expertinnen unter euch: Es geht um unsere 10-jährige (bald...

Neueste Beiträge

Oben