Mein kleines Sorgenkind !!!

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Chefo

Chefo

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Mein kleiner Schatz (American Bulldog Rüde) bereitet mir großes Kopfzerbrechen...

Er ist jetzt 9 Monate alt und ein kleiner Angsthase.
Ich hoffe ihr habt Tipps und Ratschläge für mich wie ich ihm helfen kann.
Damit man es versteht muss ich kurz was zu meinem kleinen Männlein erzählen.

Ich habe ihn aus schlechter Haltung "befreit". Ein angeblicher Züchter, die Homepage sah eigentlich ganz vielversprechend aus, es kam alles so familiär rüber. Er hatte aus seinem aktuellen Wurf noch ein weibchen und ein männchen übrig. Ich sah den Rüden (damal angeblich 10 Wochen) und verliebte mich:)Also machte ich mich auf den Weg dorthin doch was ich dort vorfand hatte weder was mit guter Züchtung noch mit artgerechter Haltung zu tun...

Die "angeblichen" Elterntiere mussten bei meiner Ankunft weggesperrt werden da sie total agressiv reagierten, die Welpen wurden in einer gefließten "Abstellkammer" mit Kittertür gehalten...mein erster Gedanke bei diesem Anblick: So muss es in einer Tötungsstation aussehen.
Der Raum war mit Exkrementen verseucht und in der Ecke lag ein gameliges Hundebett.

Bei diesem Anblick musste ich den kleinen einfach mitnehmen, ich konnte ihn doch nicht dort zurück lassen.

Aber mein Problem ist das der kleine Racker nie richtig sozialisiert geschweige denn Alltagssituationen gegenüber desensibilisiert wurde.
Hinzu kommt das er in Wirklichkeit bereits 16 Wochen und nicht wie angegeben 10 Wochen alt war, dass bedeutet das diese wichtige Phase zwischen der 12 und 16 Woche in der man ihnen noch alles neue und ungewohnte ohne Probleme näherbringen kann auch schon vorbei war.
Außerdem wurde er anscheinend auch misshandelt, denn auf seinem Kopf befindet sich eine lange Narbe die von vorne bis hinten geht. Sie ist kerzengerade und wurde höchstwahrscheinlich mit einem Stock oder stange zugefügt.
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Nun könnt ihr bestimmt verstehen warum er so ein kleiner ängstlicher ist aber das muss ja nicht so bleiben, ich wünsche mir für ihn und mache auch alles notwendige dafür, dass er ein angstfreies und enspanntes Leben geniesen kann.
Es ist besimmt nicht schön für einen jungen Hund selbst Zuhause in seiner gewohnten Umgebung Angst zu haben und sich nicht sicher zu fühlen.

Nun zu den Dingen vor denen er Angst hat (jedefalls ein paar die mir einfallen)
Draußen:

- schwarz gekleidete Menschen (noch schlimmer wenn sie eine Kapuze tragen)
- nach alkohol riechende (es simmt wirklich...wenn er mal jemand anknurrt was die absolute Ausnahme ist, waren es immer solche angetrunkenen.)
- Menschen die überhastet auf ihn zugehen
- eigentlich alle fremnden Menschen

Drinnen:

- laute Geräusche
- wenn etwas umfällt oder irgendwo runter fällt (ist egal ob es laut ist oder nicht)
- neuartige Geräusche die er noch nicht kennt

Am Anfang waren es noch mehr Sachen die ihm Angst machten aber ich konnte ihm schon gut helfen, er hat sich enorm gebessert.

Da fällt mir nochwas ein er hat Angst davor ins Wasser zu gehen (nur draußen) und ich will ihn ja auch nicht zwingen. Vielleicht hat jemand von euch einen guten Vorschlag was ich da machen kann.

...und nochwas, anfangs hatte er auch Angst vor anderen Hunden das ist jetzt nicht mehr so dafür ist er diesen gegenüber nun viel zu aufdringlich weswegen er von jedem (wirklich jedem) Hund angeknurrt und gezickt wird. Aber leider versteht er das nicht und macht einfach weiter (aufdringliches schnüffeln am Hinterteil). Ich weis das Hunde sich so kennenlernen aber er übertreibts wirklich.

Ok, ich hoffe das mein Beitrag nicht zu lang geworden ist und das ihr mir irgendwie weiterhelfen könnt.

lg Chefo
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #2
Die Scheu vor schwarz gekleiteten Menschen kannst ihm nehmen indem Du selber schwarz trägst.
Auch mal ne Sturmhaube aufsetzen , aber so das er es sieht!
Das Schwimmen- warte bis es wärmer wird und geh zuerst ins wasser.
Nicht weit nur einen Schritt so das er zu Dir kommt und mit dem Füßen im Wasser steht.
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #3
hallo Chefo, dass dein Hund Angst versteht sich , da ich nun weiß wo er herkommt . Das dein Hund schon16 wochen alt ist macht überhaupt nichts , ich habe meinen 1. hund mit 11 bekommen und mein süßer war damals 2 jahre alt .
jetzt zu der angst , du solltest mit deinem hund sehr viel spazieren gehen , kuscheln , halt vertrauen aufbauen , gehe mit ihm in eine hundeschule , wo viele hunde oder tiere sind . meien nachbarin hat einen welpen vor ca 1,5 jahren aus rumänien adoptierrt , er war damals ängstlich , und wollte noch nicht einmal fressen , sie hat sehr viel mit ihm unternommen , ging spazieren und lies in mit anderen hunden laufen .
jetzt , ist er ein kleiner witzbold , er will immer spazieren gehen und spielt oft mit anderen hunden . das ist jetzt ein langer weg , natürlich angstrengend , aber es wird sich für euch lohnen.


ps . kurze spaziergänge reichen , du solltest mit ihm nicht so lange spazieren gehen , da er noch nicht ausgewachsen ist , schenk ihm aufmerksamkeit dann wird alles gut!:D(mach langsam ,wenn du ihn streichelst hälst du am besten deine hände an seine schnauze , er riecht warscheinlich daran und wird sich streicheln lassen.
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #4
@fusselbuerste

Das mit dem Schwarz tragen mach ich schon und ich hab auch schon Kaupuzen oder Mützen aufgesetzt, dass macht ihm gar nichts aus, er wedelt dann nur und will mich abschlabbern. Aber bei fremden fängt er sofort an zu knurren und versteckt sich hinter mir.

Dein Tipp mit dem das ich zuerst ins Wasser gehen soll habe ich schon gemacht aber vergebens, er dreht dann nur total am Rad, bellt, rennt ganz aufgeregt von links nach rechts und wenn er sich genügend dadurch ausgepauert hat legt er sich hin und fängt an sich mit was anderem zu beschäftigen. Ich hab wirklich schon öfters ausbrobiert.

@Paula :)

Ich unternehme mit meinem Hund sehr viel und vertrauen hat er zu mir auf jedenfall genug, dass sehe ich daran das wenn er vor was Angst hat zuerst zu mir kommt und sich bei mir versteckt oder verkriechen will. Beim streicheln gibts auch keine Probleme nur bei fremenden.
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #5
huhu,
ich habe auch einen angsthund... (ausm tierheim mit 1,5 jahren geholt, hat angst vor männern und lauten geräuschen)

ich habe ihn jetzt 1 jahr... wir sind in der Hundeschule, wo er erstmal lernen musste das nicht alle menschen böse sind, wenn jemand seinen hund angeschrien hat. War sein schwanz weg und er wäre ohne leine unkontrolliert voller angst irgendwo hin gerannt.
Mein tipp... Stresssituationen so oft wie möglich üben. Und gewinsel und zittern ignorieren. Wenn er brav wird und sich entspannt dann streicheln. In der hundeschule hat es nach ca. 4 monaten geklappt das er ohne schwanz einziehen und gezitter ausgehalten hat. Männer streicheln ihn und geben ihm leckerli. Nun findet er Männer jnd Frauen gleich gut. Vielleicht dies mit schwarz angezogenen Menschen machen.
Bei lauten Geräuschen in der stadt wird er immer noch unkontrolliert ängstlich ich ignoriere das und gehe normal weiter.meiner ist übrigens zu andern hunden auch sehr aufdringlich und holt sich öfter mal eine zurechtweisung ab.

Mit dem erleben der dinge die er als welpe nie kennengelernt hat und vielen Wiederholungen ist es in dem einen jahr sehr sehr gut geworden. Nur vorsicht. Angsthunde neigen schnell dazu mal zu knappsen bei angst wenn das hirn ausschaltet. Wenn gar nix mehr hilft und der Hund sich in die iangstsituation reinsteigert dann versuche ich ihn über den Geruchssinn mit Käse zb. Aus seiner angst rauszureißen. Wasser mochte er auch nicht aber nur weil er es nicht kannte. Im sommer genießt er nun auch das kühle nass.
Ich hab leckerli reingeworfen und immer weiter rein bis er irgendwann ganz drin war.
Ich hoffe ich konnte ein Paar tipps geben so von angsthund zu angsthund. Schade das manche leute ihren hunden die Außenwelt nicht zeigen und es zu viel Stress bei den wauwaus kommt wenn sie etwas nicht kennen.
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #6
Also dass du deinen Hund erst mit 16 Wochen gekriegt hast, macht überhaupt nichts :D Mein Schisserchen war ein halbes Jahr, als wir ihn bekamen.

Das sagt gar nichts aus.

Wichtig: DU musst immer Ruhe und Souveränität ausstrahlen. Wenn dein Hund schon ausrastet musst du umso ruhiger sein. Bestätige ihn nicht indem du ihn anfasst oder mit Worten betüdelst.
Nimm die Leine kurz und führe ihn bestimmt weiter.


Dann: Lass dem Hund Zeit.
Es müssen ihn ja erstmal keine Fremden anfassen. Du kannst ja aber mit Bekannten üben, die ihn einfach ignorieren - das macht sie neugierig :) Einfach schnüffeln lassen, die Bekannten dürfen nicht anfassen.
Außerdem können sie auch erstmal Leckerlies hinwerfen (!), damit dein Hund merkt, dass von Fremden generell keine Gefahr ausgeht.

Das könnte man auch bei schwarz gekleideten machen.

Wichtig ist jetzt auch, dass du dich mit Hundekörpersprache generell und speziell mit der Körpersprache deines Hundes auseinandersetzt. "Calming signals" war da für mich ein gutes Buch.

Wegen dem Umgang mit anderen Hunden würde ich eine Spielstunde empfehlen, wo der Hund Sozialverhalten lernen kann und dir Trainer auch erklären, was er macht, was extrem werden kann, wo du eingreifen musst... sowas.

Was bei meinem Hund auch sehr geholfen hat, waren und sind unsere "Mutproben des Tages".
Dazu zählt, zusammen neue unbekannte Wege zu entdecken aber auch, Sachen in einem sicheren Umfeld zu erproben, obwohl er Schiss davor hat.
Also ich hab beobachtet, wovor er so Schiss hat und hab das hier zuhause in einem geplanten Setting geübt.
Das war zum Beispiel Leckerlies hinter der Tür vorholen (die böse könnte sich ja bewegen!), die Tür mit der Nase aufstupsen oder durch die Küche laufen (böse Fliesen!). Außerdem natürlich Leckerlies aus einem Karton holen, den er am Ende auch noch umkippen muss oder Leckerlies unter einer Flasche hervorholen, die mit Kieseln gefüllt ist...
Das kann man ja individuell gestalten :)

Draußen waren das dann so Sachen wie... ruhig an Opas vorbeilaufen, oder sitz auf einem Gullideckel machen.

Bei meinem war es wichtig, richtiges Verhalten immer sofort und gut zu bestärken (auch wenn es nur verbal war, weil Leckerlies einfach nicht spannend genug), schlechtes Verhalten aber auch mal zu unterbinden. Also dem Hund auch zu erklären, was erwünscht ist und was nicht. Ignoranz war für ihn eher eine Art stiller Zustimmung...
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #7
Du hast hier ja schon viele gute Tipps bekommen. Ich schließe mich da den anderen auch an:)
Ich möchte aber nochmal deutlich darauf hinweisen, dass du deinen Hund in solchen Stresssituationen sehr genau beobachten solltest. Du musst entscheiden, wann es für ihn zuviel ist und ihn dann aus der Situation holen. Ich meine damit auch die "Übungen" wenn du ihn kontrolliert an etwas heranführst, was ihm Angst macht. Findet euer Tempo. Ich fände es zb. unangebracht den Hund sehr oft in kurzer Zeit mit umfallenden/runterfallenden Dingen im Haus zu konfrontieren - nur zur Veranschaulichung, was ich meine;)

Dass es schon besser geworden ist, zeigt ja auch, dass ihr bis jetzt alles gut hinbekommt. Gib ihm Zeit - auch der Rest wird mit der Zeit besser. Sehr wichtig: Sei nicht frustriert, wenn er wieder vor etwas neuem Angst hat, sondern erfreue dich an den Fortschritten, die ihr schon gemacht hab:angel:

Zum Thema Wasser: Ich habe meine Hündin damals mit Stöckchen/Spielzeug ins flache Wasser gelockt und stand teilweise auch selbst mit drin. Ich hab dasselbe Problem wie du, wenn es darum geht, dass sie den Boden unter den Füßen verliert - schwimmen ist ja sooo schrecklich:lol::silence: Ich werde diesen Sommer mal versuchen sie an der Leine ganz vorsichtig (!) und ohne jeglichen Druck ins tiefere Wasser zu führen. Das könntest du ja auch versuchen. Und sobald er mit einer Pfote im Wasser steht, einfach ruhig daneben hocken und einwenig verweilen bis er es für ungefährlich einstuft. Allerdings sei auch gesagt, dass manche Hunde halt kein Wasser mögen. Mein Rüde früher hat auch um jede Pfütze einen großen Bogen gemacht. Und falls der Versuch mit der Leine bei uns nicht funktioniert, dann werde ich eben hinnehmen, dass der Labbi in Lilly versagt hat:mrgreen: Ach und was bei manchen Hunden auch hilft: wenn ein anderer Hundekumpel vorstapft.
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #8
Wow das sind echt viele und gute Antworten, danke Leute! Aber leider habe ich schon so gut wie alles was ihr mir hier vorgeschlagen habt ausprobiert. Seit ich meinen Chef habe war ich ja nicht untätig gewesen und wie gesagt, erhat sich auch schon enorm gebessert. Ich übe jeden Tag mit ihm und das ganz spielerisch wenn es um seine Ängste geht damit er keinen Druck hat und die Erfahrungen in positiver Erinnerung hat.

@oofranzeroo

Ganz so schlimm wie es bei deinem war ist es bei meinem Chef gar nicht aber dafür sind seine noch bestehenden Ängste ziemlich tief verankert. Erst Heute kam was neues dazu, als ich mit meinem kleinen Racker vorhin unterwegs war habe ich einen bekannten getroffen der so einen kleinen Fahrradanhänger dabei hatte. Der Hänger hat eigentlich nicht viel Geräusche von sich gegeben da er auf gut gefederten Gummirollen gefahren ist, aber allein die Tatsache das sich das Ding überhaupt bewegt hat war so schlimm für meinen kleinen das er mir zuerst auf die Füße gesprungen ist (wenn er erstmal Angst hat achtet er auf gar nichts mehr) und wollte sich dann krampfhaft aus seinem Halsband winden (um dann wohl das Weite zu suchen) ich habe dann natürlich etwas Abstand genommen damit er wieder runter kommen konnte. Aber schon 3 Minuten später ist er einigermaßen ordentlich direkt neben dem Fahrradhänger hergelaufen :023:
Aber da mein kleiner seiner Rasse entsprechend ein richtiger Tollpatsch und vor allem Trampeltier ist, kam er des öfteren beim laufen dem Hänger näher als gewollt und bei der kleinsten Berührung ist er wie ein junges Häßchen in die Luft gesprungen.
Aber er hat sich gut gehalten.

@Infano

Ich habe mich natürlich bereits sehr lange und viel mit dem Thema Angst Hund auseinander gesetzt und weis auch das, wenn er vor irgendwas angst hat ich ihn auf keinenfall verhätscheln darf, darauf achte ich auch sehr. Aber dennoch bleibe ich da damit er zu mir kommen kann, denn wie ich gelesen und gehört habe ist das für einen Angsthund und für das Vertrauen zwischen einander sehr wichtig. Hauptsache nicht ansprechen oder berühren.

Mit dem anfassen von Fremden ist das so ne Sache, also ersteinmal von Bekannten lässt er sich sogar total gerne streicheln, wenn mein Schwager oder Schwägerin oder Freunden kommen wackelt der ganze Popo so sehr freut er sich :eek: und er schmusst dann wie eine Katze, drückt sich an den Leuten rundrum^^
Von Fremden lässt er sich eigentlich erstmal nicht anfassen aber er schnuppert ganz vorsichtig an ihnen und soweit ich weis ist das schonmal ein gutes Zeichen, allerdings gab es tatsächlich schon Vorfälle wo er sich von wildfremden sofort betätscheln ließ. Das ist allerdings bis jetzt erst 2 oder 3 Mal vorgekommen. Und dann gibt es noch die Situationen wo es schon reicht wenn ein Fremder bis auf 2 Meter heran kommt und der kleine fängt aufeinmal an zu knurren.

Das mit dem Wasser ist bei Chef eine wirklich schwierige Sache, ich habe schon Spielzeug, Stöckechen und Leckerlis reingeworfen und bin selber reingegangen. Jetzt bleibt mir nur noch die Hoffnung das er rein geht wenn einer seiner Kumpels mit planscht.

@Susan&Lilly

Ja ich achte sehr auf seine Körpersprache in Stresssituationen, wenn er nur etwas Angst hat legt er sich halb auf mich wenn ich neben ihm knie oder stehe aber schnüffelt trotzdem interessiert an dem "bösen" Ding. Oder er guckt nervös nach links und rechts und geht einen Schritt zurück. Wenn er schon mehr Angst hat rennt er zu mir und versteckt sich und wenn es ganz schlimm ist zieht er total den Popo ein und rennt durch die ganze Wohnung ohne Rücksicht auf Verluste.

Ich hoffe das er irgendwann keine Angst mehr vor irgendwas hat.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Was mich mal interessieren würde ist, wo habt ihr den eure Angshunde her? Tierheim, Tierhilfe oder kann einem das auch passieren wenn man sich einen Hund von einem guten Züchter holt und damit meine ich wirklich seriösen Züchter und nicht solche selbst ernannten...
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #9
Ich hab meinen hund aus dem tierheim die angst hat man im tierheim nicht gemerkt da war er froh das sich jemand um ihn schert.erst in den 2 wochen zur probe hab ich es festgestellt.
Aber es gibt stetig Besserung und Fortschritte.
Er sass von 9.monat bis zum 18. Lebensmonat im heim davor war er bei einem jungen Mädchen. .... die ihn oft allein gelassen hat. Deshalb bekommt er auch durchfall wenn ich ihn mal 4h allein lass. Das kommt zum Glück nicht oft vor....

Ich wünsche dir ganz viel erfolg. Zwischendurch denkt man zwar manchma och man mit einem welpen wäre alles einfacher aber diese unendliche Dankbarkeit die man jeden tag zurück bekommt entschädigt für alles. Das mit dem halsband rauswinden kenn ich auch... deshalb benutze ich entweder Geschirr und fürs Training in der hundeschule ein kettenhalsband. Anderen Halsbändern vertrau ich nicht in solchen Situationen.
Du machst das bisher super und in 1 jahr sieht die Welt anders aus.er muss auch erstmal Selbstbewusstsein aufbauen
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #10
@ oofranzeroo

Danke für deine guten Ratschläge :)

Bist du der Meinung das mein Chef irgendwann mal ein normaler Hund werden kann?? Ganz ohne Ängste auch wenn mal neue Dinge kommen die er noch nicht kennt und die vielleicht Krach machen?

Ich hoffe das so sehr und gebe mir wirklich viel Mühe damit es so kommt, denn ich will nicht das mein kleiner Prinz sein Leben lang Angst haben muss.

Du hast geschrieben das es in 1 Jahr schon ganz anders aussehen kann, ich habe das auch schon von anderen gesagt bekommen aber sind das nur solche Floskeln oder ist das wirklich möglich. Hat z.B. das erwachsen werden eines Hundes was mit seinem Verhalten zu tun? So wie bei uns Menschen, von Jahr zu Jahr wird man reifer, erfahrener und ruhiger (jedenfalls einige von uns ;))vielleicht auch selbstbewusster. Ist das beim Hund auch so???
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #11
Ich muß leider zuerst sagen (ja, ich weiß hört man nicht gerne-geht mir genau so) das du durch dein "ich konnte ihn nicht einfach da lassen" dafür gesorgt hast, das der Vermehrer wieder einen neuen Wurf produzieren kann, da immer jemand da ist, der sagt: "ich konnte ihn nicht einfach da lassen".

Nichts desto trotz ist dein Lütter ein hübscher und definitiv Klauwürdig-wo wohnst du noch genau??? :mrgreen:

Ich denke, das du bisher sicher vieles ausprobiert hast und auch gute Erfolge erziehlt hast.
Den Stein der Weisen kann dir hier sicher niemand geben und wenn verratet ihn mir auch. Hast du eine gute Hundeschule oder Trainer?
Unter den gegebenen Voraussetzungen sage ich einfach mal, das es halt die Löwen im Charakter der Bulldoggen gibt und ebenso die ängstlicheren Typen. Auch ich habe ein schisserigeres Exemplar auf dem Sofa sitzen.
Ich versuche einfach viele verschiedene Eindrücke zu geben, damit Missymann "abstumpft".
Im nachlesen kommt das doof rüber :( Mit abstumpfen ist natürlich gemeint, dass er nicht jedes mal einen Herzkasper bekommt, wenn z.B. ein Schlüssel runterfällt etc.
Vor einem Jahr ist er schier in Schockstarre verfallen, wenn z.B. ein Fahrrad geklingelt hat.
Mittlerweile schielt er zwar hin, trottet aber trotzdem "entspannt" neben mir, ohne versuchen zu einem Baum zu werden oder zu flüchten.

Drücke dir ganz fest die Daumen.
Du machst aus deinem Mops schon noch einen Brülllöwen
:angel:

Fotos sind nebenbei immer gern gesehen :D
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #12
@Missymannmensch

Ja, dass ist mir bewusst das ich diesem Abschaum unserer Gesellschaft auch noch unterstützt habe und ich würde nichts lieber tun als ihn auf alle erdenklichen Weisen dafür leiden zu lassen. Aber ich konnte meinen Chef ja nicht einfach dort zurück lassen und seinem Schicksal überlassen.
Leider wächst das Geschäft des Welpenhandels stetig und es werden damit Milliarden erwirtschaftet.

*man wenn ich daran denke würde ich diesem würdelosen Gesindel am liebsten ****, das Thema Welpenhandel oder überhaupt Tierquälerei macht mich echt fuchsig*

Naja, genug davon.

Mich würde interessieren ob ich es mit genügend Training und Mühe schaffen kann das mein Chef ein normaler Hund wird irgendwann oder ober er für immer ängstlich bleibt. Ich finde es wirklich nicht gut das er sich anscheinend nicht mal Zuhause richtig sicher fühlt weil er bei jedem Lauten Geräusch das Weite sucht.
Ich habe nämlich auch schon gelesen und gehört das ängstliche Hunde immer unter Spannung sind weil sie nur darauf warten das was "böses" passiert und sich somit nie richtig entspannen können was der Gesundheit und Lebenserwartung eheblich schadet.
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #13
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein schisser auf dauer zu einem vollkommen "normalem" Hund wird-bis dato noch nicht mitbekommen. Was aber sicher wird, ist das er um einiges relaxter wird.
Ich halte es, wie ich schrieb, bei Missymann so wie bei der Pferdeausbildung, Wiederholungen von allen erdenklichen
Gruselauslösenden Situationen. Bei meinem Bulli merkt man-und das kann 100anläufe dauern, das er z.B. den Schrecklichen Stein irgendwann nicht mehr ganz so schrecklich findet.

Denke allerdings, das jeder für sich-ggf. in Verbindung mit Huschu-den richtigen Weg rausfinden muß.
Missmann wird, glaube ich, immer zu den eher unsicheren und ängstlichen gehören. Trotzdem Arbeiten wir daran und
ich versuche so gut ich es kann ihm genügend Sicherheit zu geben.

Das schaffst du auch! Dauert halt alles immer seine Zeit.
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #14
aaalso ich denke,
dass man den zustand verbessern kann aber nicht völlig wegbekommt.

an manche sachen gewöhnt er sich dann und wenn dann plötzlich eine neue situation kommt wird er wieder ansgt haben aber durch deine sicherheit wird er schneller wieder normal werden und es akzeptieren.

so ist es momentan nach dem einem jahr bei mir geworden
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #15
Alles klar^^ Bin euch echt dankbar für eure guten Ratschläge und die kleinen und auch großen Erfolge die ich mit meinem Chef verbuchen kann stimmen mich sehr optimistisch das er irgendwann ein (fast) normaler Hund sein "darf", ich wünsche mir das für ihn da ich meinen kleinen Racker über alles liebe.
Seit frühester Kindheit habe ich mir immer einen Hund gewünscht aber leider ließen es die Umstände nie zu einen zu bekommen.
Chef ist mein erster eigener Hund und in meinen Augen ist er ein Traumhund, Verschmusst, süß, gehorsam, sehr gelehrig und deshalb möchte ich natürlich alles dafür tun damit er ein schönes Hundeleben genießen kann :049:
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #16
Du mußt es einfach mal so sehen:
Auch bei Menschen gibt es die die ängstlicher sind oder temperamentvoller oder mutiger oder oder.
Warum sollte es bei Tieren nicht so sein?
Mit seinem Hintergrund kannst du wirklich glücklich sein, das er sich im Händlinig so gut entwickelt,
wie er es eben macht.:045:

Laß dich nicht entmutigen, auch wenn es mal mehr als 2 Schritte zurück geht.
Meine Trainerin sagt z.B. das Bulldoggen (manchmal bezweifle ich es:lol:) sehr intelligent sein sollen,
sich dadurch aber auch gerne selber im Weg stehen.

LG Shorty
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #17
@Missymannmensch

Ich bleib aufjedenfall optimistisch^^

Ja das stimmt das Bulldoggen sehr intelligent sind. Das sieht man daran wenn ich meinem kleinen Tricks bei bringe, er braucht nur 5 Minuten (erhlich, nicht gelogen) und dann hat er es perfekt drauf. Bis jetzt kann er High five, Schlag ein, Hallo, Punch, Tür zu und tot. Ihm macht das sehr viel Spaß und außerdem soll das ja auch die Bindung zwischen Mensch und Hund festigen und ich denke das dieses Tricktraining gerade für einen ängstlichen Hund sehr wichtig ist da er so zum Herrchen gut Vertrauen aufbaut was dann z.B. in Situationen wovor der kleine Vierbeiner Angst hat hilfreich sein kann.
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #18
Ich habe ihn aus schlechter Haltung "befreit". Ein angeblicher Züchter, die Homepage sah eigentlich ganz vielversprechend aus, es kam alles so familiär rüber. Er hatte aus seinem aktuellen Wurf noch ein weibchen und ein männchen übrig. Ich sah den Rüden (damal angeblich 10 Wochen) und verliebte mich:)Also machte ich mich auf den Weg dorthin doch was ich dort vorfand hatte weder was mit guter Züchtung noch mit artgerechter Haltung zu tun..

Die "angeblichen" Elterntiere mussten bei meiner Ankunft weggesperrt werden da sie total agressiv reagierten, die Welpen wurden in einer gefließten "Abstellkammer" mit Kittertür gehalten...mein erster Gedanke bei diesem Anblick: So muss es in einer Tötungsstation aussehen.
Der Raum war mit Exkrementen verseucht und in der Ecke lag ein gameliges Hundebett.

Bei diesem Anblick musste ich den kleinen einfach mitnehmen, ich konnte ihn doch nicht dort zurück lassen.

Aber die Schwester schon ? Hast Du sie dann da alleine in dem Dreck sitzen lassen ?
Hast Du wenigstens den Tierschutz oder das Vetärinäramt eingeschaltet , um mal nach dem Rechten schauen zu lassen ?
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #19
@eichhorn33

Ich hatte nur das Geld für einen Hund dabei, sollte ich den anderen klauen und mich von dem Typ auch noch anzeigen lassen? Wie jeder weis sind die deutschen Gesetze meist auf der Seite des Unrechts und am Ende wäre Ich vor Gericht gekommen und hätte diesem Typen auch noch Schadensersatz zahlen dürfen.
Was hättest DU denn gemacht? Wenn du so reich bist um mehrere Hunde gleichzeitig zu kaufen um sie zu retten dann mach es auch. Wieviele Hunde hast du denn schon befreit oder gerettet, hast du vielleicht eine Tierschutz-Organisation von der noch niemand gehört hat??? Jeder sollte sich an die eigene Nase fassen bevor er anfängt über andere zu urteilen.

Ich fande es richtig toll die anderen beiden Welpen in dem ganzen Dreck zurück zu lassen, auf sowas setehe ich, weist du?
Nein, Moment, ich hätte ja auch den Kerl und die drei anderen Typen die dabei standen umhauen können und mit den Welpen wegrennen, dass wär doch eine tolle Idee gewesen. Oder ich hätte mich bei dem Versuch den anderen Welpen zu helfen von den zwielichtigen Gestalten zusammenschlagen lassen können nur um hinterher zu sagen "aber ich habs wenigstens versucht" nur dann hätte ich noch nichtmal meinen Chef retten können.

Selbstverständlich habe ich Tierschutz, Ordnungsamt und alles was mir eingefallen ist allamiert. Die Homepage dieses Abschaums wurde kurz darauf gesperrt, leider konnte ich an nicht mehr Infos kommen und der "Züchter" ist ziemlich weit entfernt von hier aus, ich kann nicht einfach mal so hin um nachzusehen. Ich habe dann versucht übers Internet etwas in Erfahrung zu bringen aber über diesen "Züchter" liegen keine Eintragungen oder Bewertungen vor, lediglich ein paar alte, abgelaufene Kleinanzeigen habe ich gefunden und er steht noch in einem AmBull Züchter Verzeichnis.
 
  • Mein kleines Sorgenkind !!! Beitrag #20
Off-Topic
Trotzdem müsste man mittlerweile wissen das man die Tiere nicht befreit, sondern einfach weiter den markt ankurbelt. Die Nachfrage bestimmt das Angebot... und so werden wieder bald kleine süße Welpen im Dreck sitzen
 
Thema:

Mein kleines Sorgenkind !!!

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