Hier wäre dann meine Frage, ob die Hunde dann später (wenn sie z.B. auf einem Feld sind und weiter weg rumlaufen) auch zu dir kommen, wenn du sie rufst. Wenn der Hund z.B. das normale stehen nicht mag, würde er trotzdem kommen? Oder nur zu dir laufen, wenn du in die Hocke gehst?
Ne, das ist eigentlich kein Problem. Irgendwann geht man auch nicht mehr ständig in die Hocke. Das macht man eher in der Welpenzeit, wo der Kleine dich positiv assoziieren soll. Meine hören auch, wenn ich stehe lieger oder einen Purzelbaum mache :mrgreen: Und wenn es mal eine Phase gibt, wo sie nicht perfekt hören, hilft mir auch die Hocke nicht mehr *lach*
Jetzt habe ich nur bedenken, dass er später nur mit Leckerlies seine Kiste bewegt. :?
Prinzipiell muss man davon nicht ausgehen. Alles Neue wird belohnt und man lässt sie Belohnung langsam ausschleifen, bis er bestimmte Dinge auch so macht. Darauf basieren viele Erziehungsmethoden. So wie du das machst, ist die Befürchtung aber nicht unberechtigt. Wenn du ihm das Leckerchen zeigst, wird er es in Zukunft immer erwarten und sich nur bewegen, wenn du ihm das Leckerchen zeigst und das ist kontraproduktiv. Er soll ja nicht wissen, dass er ein Leckerchen bekommt, sondern es auch so machen. Eine gewisse Erwartungshaltung ist ok. Aber so wie du das machst, wird er evtl. nie hören, wenn du mal kein Leckerchen hast. Versuche es ohne Süßkram vor der Nase. Das sind zwei verschiedene Verknüpfungen:
1. Leckerchen - ich komme her - kriege das Leckerchen: falsch, denn dann kann Folgendes passieren: kein Leckerchen - hab auch keinen Bock zu kommen und warte, bis sie mir was Besseres zeigt
2. Kommando - oh Frauchen macht was Interessantes, ich geh mal hin - Leckerchen: richtig, denn so hast du mehr Spielraum wie und mit was du belohnst. Das führt auch dazu, dass er in dem, was er macht, kreativer wird. "mhh, was kann ich nur machen, damit Frauchen mich belohnt?". Bei der ersten verknüpfung ists eher "was kann Frauchen machen, damit der Hund sie belohnt"^^
Er hat dann weder geknurrt noch gebellt. Meint ihr, er hatte doch noch Angst?
Solche Situationen sind eigentlich die besten. Sie sind kontrolliert und er nimmt viel Positives mit. Damit geht die Angst irgendwann weg. Angst hat er natürlich noch. Wahrscheinlich weil er nie gelernt hat, wie sie andere Hunde ihm gegenüber eigentlich verhalten und vor allem, was er tun muss. Hunde, wie dieser Hundeopa sind da eigentlich ideal. Sie lassen sich nicht beeindrucken, bedrängen deinen Hund aber auch nicht oder rasen gar wild auf ihn zu. Solche Situationen würde ich öfter herbeuführen, wenn es möglich ist.
Meint ihr, das ein Geschirr besser ist "am Anfang"?
Für mich hatte es sich angeboten, weil meine Hündin kurz nach der Welpenzeit sofort an die Schleppe kam und man diese mit einem Halsband nicht benutzen sollte. Wenn der Hund leinenführig ist und sich nicht in die Leine schmeißt, finde ich eigentlich beides in Ordnung. Da sollte jeder nach seiner Vorliebe handeln. Bei mir hat die Hündin eher Geschirre und der Rüde nur Halsbänder.