unverträglich oder unsicher ?

Diskutiere unverträglich oder unsicher ? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo Leute Ich hab schon wieder eine Frage die mich beschäftigt und da mir die Meinung von euch wichtig ist, wollte ich euch mal schreiben. Es...
  • unverträglich oder unsicher ? Beitrag #1
Sofia-Lusia

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Hallo Leute

Ich hab schon wieder eine Frage die mich beschäftigt und da mir die Meinung von euch wichtig ist, wollte ich euch mal schreiben.
Es geht wieder um unseren Hund Blacky. Er ist ein fast 9 Jähriger Dobermann/Galgomix aus spanien. Dort lebte er als straßenhund bis zu seinem 6ten Lebensmonat.
Dann haben wir ihn adoptiert. Anfangs war alles prima. Wir gingen in die Hundeschule und gingen mit einer anderen Hundegruppe spazieren.
Dann irgendwann kam in die Gruppe ein alter Schäferhund und blacky wollte mit ihm spielen. Doch der war nicht in Stimmung und biss ihn. Nach der Zwangspause kam der hund nicht mehr und Blacky spielte mit den anderen weiter.
Dann irgendwann trafen wir auf der Straße eine Frau mit zwei Hunden. Einer erwachsenen Hündin ( schweizer sennenhund ) und einem Berner Sennehund welpen. Blacky freute sich über den Welpen und spielte mit ihm. Dann kam die Hündin, war warscheinlich eifersüchtig und biss ihn. In der gleichenzeit löste sich die Hundegruppe auf. Nach dieser zweiten Zwangspause war alles anders.
Blacky bellte nun an der Leine alle Hunde böse an die er nicht kannte. Wir sind dann nochmal in die hundeschule und dort hat er sich gut benommen.
Doch bei uns änderte sich nichts.
Er wusste wo er sich benehmen muss.
In unserer Hilflosigkeit kauften wir ein Sprayhalsband. Nach ein paar Tagen wusste er was los war und hat sich sehr gut benommen. Kein gebelle mehr, er freute sich über andere Hunde und war total lieb. Doch das Ding ging im Winter kaputt. Dann kaufte ich einen Windhundemaulkorb und gewöhnte ihn langsam daran.
Da ich ihn den Kontakt gern ermöglichen möchte, ging ich dann zu einer Hundegruppe aus lauter Windhunden. Dort hat er dann den Maulkorb getragen und er war brav. Nur bei anderen dominanten Hunden krachte es ab und zu.
Leider ist die Hundegruppe sehr weit weg so das ich nicht mehr hinkomme.
Jetzt ist es so das Blacky mittlerweile alle Hunde anbellt und auch die zähne zeigt. ich würde für nichts meine Hand ins Feuerlegen.
Wir vermeiden jeden Hunde kontakt weil ich angst habe das es eskaliert. Da gab es schon die ein oder andere schlechte Erfahrung wo es zwischen anderen Hunden ( hauptsächliche dominanten ) krachte und mir die Knie zitterten.

Vor ein paar Wochen kam die Freundin meines Bruders mit ihrer Border-Aussie Hündin Fenja um die Ecke. Mein Bruder wollte mit Blacky und den beiden spazieren gehen. Ehrlich gesagt ist mir das Herz in die Hose gerutscht aber zum großen erstaunen sagte Blacky keinen Mucks. Selbst als Fenja anschließend hier bei uns im Haus war, war alles total entspannt.
Das zeigt mir wiederum das er nicht generell unverträglich ist. Aber ich weiß nicht wie ich es einschätzen soll.

So jetzt zu meinem problemchen. In etwa 3 Wochen fährt eine bekannte von uns in den Urlaub und sie sucht eine Urlaubsbetreuung für ihren Boxer-Labradormix um die 6 Jahre ist er glaube alt. Und so eigentlich ganz lieb und verträglich. Aber ich weiß nicht wie ich die Situation abschätzen soll. Meine bekannte bekommt ja nen Herz infarkt wenn Blacky den Rüden erst mit Maulkorb kennen lernt. Dabei ist er ja nicht generell böse aber wenn er den Maulkorb trägt, ist er lieb und benimmt sich.
Meint ihr man sollte es mal ausprobieren ob die beiden sich verstehen ? Irgendwie bin ich hin und hergerissen und weiß blacky nicht einzuschätzen. mal ist er lieb und mal gehts garnicht. Früher hat er meinen alten Pflegehund geliebt, heute fletscht er dort genauso die Zähne wie bei anderen Hunden obwohl er ihn kennt.

Vielleicht habt ihr ne idee was man da machen könnte.
PS: mit Leckerlie ablenken oder so funktioniert nicht. Da frisst er dann selbst keine Leberwurst mehr. Das einzige was hilft ist festhalten und ambesten nen anderen weg einschlagen so das kein Blickkontakt entsteht.
 
  • unverträglich oder unsicher ? Beitrag #2
Ich würde euch raten, einen Hudnetrainer zu kontaktieren.
Generell würde ich bei deinem Hund jetzt mal auf Unsicherheit tippen, verstärkt dadurch, dass er irgendwann auch nicht mehr bellen durfte um seine Gefühle zu zeigen (wurde ja durch das Bellhalsband "super" bestraft), die Situation aber auhc nicht wirklcih durch euch geklärt wurde.

Es ist wichtig, dass euer Hund merkt, dass er nicht unsicher sein muss weil ihr die Situation voll im Griff habt - das regelt man nicht durch ein Bellhalsband (bei sensiblen Hunden macht man nur noch mehr kaputt!)


Das VErhalten bei anderen Hunden kann man trainieren. Das ist Arbeit und dauert etwas, geht aber. Zumindest, dass dein Hund andere ignoriert. Dafür braucht es aber wirklich einen guten Hundetrainer (Absolut Gewaltfrei!) der bei euch zuhause mal drauf schaut und sich euer Verhalten und den Charakter des Hundes ankuckt.
Ob deinem Hund derzeit ein Pflegehund gut tut würde ihc jetzt generell mal bezweifeln, auch das würde ich lieber erst mit einem Hundetrainer besprochen haben, bevor etwas passiert.
 
  • unverträglich oder unsicher ? Beitrag #3
"Unverträglich" als Etikett würde ich jetzt erstmal ganz schnell wieder in die Schublade stecken.
Er wird einfach merken, dass du z.B. Angst hast. Ergo: Er ist unsicher, du auch, er glaubt die Situation klären zu müssen.
Dass das mit dem Bellhalsband ein gehöriger Schuss in den Ofen war ist dir wahrscheinlich selbst inzwischen klar.
Im schlimmsten Falle habt ihr ihm damit beigebracht "Fremder Hund-Strafe durchs Halsband".

Ansonsten stimme ich Infano zu: Hundetrainer und von einem Pflegehunde würde ich erstmal absehen.
Eure Baustellen sollten Vorrang haben;)
 
  • unverträglich oder unsicher ? Beitrag #4
Naja klar werde ich unsicher, weil ich ihn nicht einschätzen zu weiß. Mal beachtet er den anderen Hund nicht, mal hängt er sich plötzlich in die Leine und lässt alles raus was geht.
Das Problem ist das wir hier auf dem Dorf wohnen. Die nächst große Stadt wo es ein paar Hundetrainer geben könnte, wären dann mindestens 35km weg. Vielleicht habt ihr ja ne idee was ich jetzt schon machen kann, damit es für alle entspannter wird
 
  • unverträglich oder unsicher ? Beitrag #5
Manche TH haben auch Trainer - vll. ist ja eines in deiner Nähe?
Dann gibt es auch Trainer, die zu euch ins Haus kommen... würde ich sowieso empfehlen.

Scheinbar bist du unsicher und überträgst diese Unsicherheit, der Trainer kann dir sagen, was genau dein Verhalten für den Hund ausdrückt und welche Verhaltensmerkmale du an deinem Hund erkennen kannst.
 
  • unverträglich oder unsicher ? Beitrag #6
Um einen guten Trainer werdet ihr vermutlich nicht herum kommen.
Wir können dir hier nur Tips geben, die eventuell völlig an der Situation vorbei gehen.

Als kurzfristiges Management würde ich das so handhaben, dass ich einfach abdrehen würde sobald ich auch nur ansatzweise einen Hund bemerke.
Am besten schon bevor dein Hund merkt was los ist.
Sollte er ihn doch bemerken: Leine festhalten und kommentarlos dran vorbei.
Kein Blick, kein Ansprechen, gar nichts.
Das ist jedoch wohlgemerkt eine absolute Notfallmanagementmaßnahme, da ohne gute Einschätzung eures Verhältnisses durch falsches oder vom Timing unstimmiges Bestätigen etc. die ganze Sache eventuell noch schlimmer macht.

Denn meiner Meinung nach ist es das Wichtigste, dass du erstmal für dich klar hast wie du dem Ganzen begegnen willst.
Hast du wirklich Angst vor anderen Hunden und deren Reaktionen, bist du unsicher, weil du deinem Hund nicht traust?
Überleg´dir genau was für dich das Problem an der Situation ist.
Denn im Endeffekt bist du es, die dafür sorgen muss, dass dein Hund dir vertrauen kann und dir die Klärung bestimmter Situationen überlässt.
Zur Zeit scheint er im Regen zu stehen was das betrifft;)

Und wie gesagt: Das mit dem Pflegehund würde ich wirklich erstmal sein lassen.
 
  • unverträglich oder unsicher ? Beitrag #7
Ich habe absolut keine angst vor anderen Hunden. Das einzige wovor ich angst habe ist, das wir hier im Dorf unangeleinten Hunden begegnen. Was schon öfters brenzlich wurde.
zB kam einmal eine schweizer Sennenhündin aus der Haustür und rannte wild bellend auf uns zu. Ich weiß wie Blacky ist, das er dann sich in die Leine hängt und sich inrage bellt und knurrt.
Die Hündin war auch sehr dominant und Blacky ist es auch. Wenn dann zwei sehr dominate Hunde ihren Standpunkt vertreten wird es schwierig. Und so war es auch. Niemand war da in der nähe, vom Besitzer der Hündin will ich garnicht reden. Ich musste dazwischen, Blacky war an der Leine, wegrennen hatte keinen sinn weil der Hund schneller war als ich. So kam es das die Hündin mir im Gefecht in die Hand gebissen hat. Warscheinlich nicht direkt gegen mich gerichtet aber weil alle so aufgeheizt waren.
etwa das gleiche passierte dann nochmal mit einem Jack russel der zähnefletschend auf uns zugerannt kam. Da allerdings konnte ich ihn mit nem Regenschirm abwehren.
Erstmal habe ich angst das Blacky nochmal gebissen wird und dann habe ich angst davor das Blacky auch zubeißen könnte.
Dann gibt es hier paar Häuser weiter den Reiterhof. Die haben zwar schon alles eingezäunt und ein tolles Tor aber wenn dort viele Einsteller rein und raus fahren, wird es auch mal aufgelassen und viele bringen ihre Hunde mit und lassen sie dann laufen.
Da wir am Reiterhof vorbei müssen, kommt es recht oft vor das uns ein Hund unangeleint entgegen kommt. Von denen weiß ich das sie lieb sind aber zB die treudoofen Labradore ( Tara und Anabell ) wollen immer zu Blacky hin und schnüffeln. Da hab ich auch angst das Blacky die beißen könnte wenn sie zunahe kommen. Und einen Hund halten und den anderen auf Abstand bringen ist nicht einfach. Dann gibt es ganz unten in der Straße noch nen 1 Jährigen Griechischen Straßenhund. die Frau hat einen kleinen Hof und der Hund läuft auch frei rum. Wenn wir in den Wald wollen, müssen wir an Drago vorbei. Er ist ein jahr alt und sehr verspielt und natürlich will er mit Blacky spielen aber blacky findet das nicht so toll wenn er ihn sieht.
Dann gibt es noch nen bauernhof mit zwei Mischlingen die laufen auch hin und wieder frei auf dem Hof rum und kommen dann an, wenn wir mit Blacky daher laufen. Und auch da habe ich angst das Blacky wieder beißen könnte.

Wenn ich wüsste das er nur blöfft, wäre es zwar blöd aber dann wäre noch alles ok. Da ich aber nicht weiß wie weit er geht und es auch nicht ausprobieren möchte, ist es jedesmal ziemlicher stress mit ihm spazieren zugehen. Weil man hinter jeder Hausecke ein freilaufenden Hund vermutet. Und beim spazieren gehen gibt es öfters Leute die uns entgegenkommen und ihre Hunde dann nicht anleinen, so nach dem Motto: deren Hund tut ja nichts. Ja schön.

Und zum Thema Hundetrainer in TH. Ja es gibt hier ein TH. Allerdings ist das menschlich gesehen der letzte müll. Da bin ich nicht allein mit der Meinung. Die Mittarbeiter sind alles keine Tierpfleger sondern leute die Bewährungsstunden bekommen haben oder Leute die sonst keine arbeit haben. Generell habe ich nichts dagegen aber es ist so das diese Leute von den Hunden keinerlei Ahnung haben.
Als wir damals Blacky adoptiert haben bzw im Zwinger gesehen haben, fragten wir nach der Herkunft, dem alter, seinem Namen usw. Damals wurde uns gesagt die Tiere haben alle keine Namen, sondern nur Nummern :/
Die Frage mit dem alter beantworten die: naja keine Ahnung wie man das alter bestimmt aber er sieht noch jung aus.
Zur Rasse sagte man uns dann: Windhund mit Schäferhund. Wir haben es aber schwarz auf weiß, das in ihm ein Dobermann steckt. Damit haben wir das TH konfrontiert, weil wir uns als ersthund niemals einen Dobermannmix zugetraut hätten. Und das TH meinte: ja kann auch sein, aber Dobermänner werden schlecht vermittelt :shock:
Dann gab es noch etwas wo man auch nur mit dem Kopf schütteln kann.
Undzwar wohnte hier vor 3 Jahren eine 80 Jährige alte Dame die schlecht laufen konnte. Ihr alter Labi starb im alter von 14 Jahren und sie wollte nen neuen Hund.
Dann ist sie mit ihrer 50 Jährigen Tochter ins Tierheim und hat sich nen Hund ausgesucht. Allerdings keinen alten der nicht mehr viel raus möchte und auch keinen kleinen dackel oder so. Sondern einen 5 Monate alten Sennenhund-Parson Russelmix. Dieser Hund war natürlich absolut nicht erzogen, ist ständig abgehauen weil die Dame ehh nur noch einmal ums Haus gehen konnte und sie war logischerweise total überfordert. Es ist mir unbegreiflich wie ein Tierheim einer solchen Dame, so einen Hund vermitteln kann. Ich find es unverantwortlich und natürlich musste der Hund nach einem Monat wieder ins Tierheim.
 
  • unverträglich oder unsicher ? Beitrag #8
wegrennen hatte keinen sinn weil der Hund schneller war als ich.
Ja, Hunde haben ja auch Jagdtrieb (Ja, Hüten ist auch eine art jagen) und verfolgen dich dann, wenn sie es nicht abtrainiert bekommen.:eusa_shhh:
Deswegen ist wegrennen wenn ein Hund auf einen zu kommt, nicht unbedingt das beste. :eusa_think:
 
  • unverträglich oder unsicher ? Beitrag #9
Wie soll man dir helfen, wenn du keinen Tipp annimmst?
Ich schrieb ja nicht von den TH-Mitarbeiter, sondern von wirklichen Trainer, die evtl. mit dem TH zusammenarbeiten...

Und wie genau möchtest du es beurteilen, das die Mitarbeiter keine Ahnung von den Hunden haben?
Weil sie nicht genau Auskunft geben konnten über deinen Hund?
Deshalb könnten sie trotzdem mit Hunden umgehen können und ein gutes Wissen über sie haben.....
Solche Dinge, die du erfragt hast, hat mit dem Ablauf und mit "gut mit Hunden umgehen können" nichts zu tun.

Schließlich existiert ja das TH noch und die Tiere dort werden wohl auch ausreichend umsorgt, oder nicht?

Scheinbar lag der Mitarbeiter ja auch richtig in der Annahme, das du und dein Hund ein gutes Gespann abgeben würdet?
Komisch... und das so ganz ohne Kenntnisse....:eusa_think:


Kann doch sein, das es sich im TH auch einiges geändert hat?
Du warst doch schon länger nicht mehr dort?

Zudem finde ich es daneben, wenn man nicht alles über die Vermittlung und deren Gründe weiß, sich ein Urteil zu erlauben...

Mir persönlich fallen z.B. gleich mehrere Gründe ein, warum die 80-jährige Dame den Hund bekommen hat....

Zu deinem Problem:
Wie hast du nun vor, es zu lösen?

Lies dir deinen eigenen Beitrag bitte noch mal durch... DU bist unsicher bei Hundebegegnungen (hast Befürchtungen, das es zu einer Beißerei kommt) und genau diese Unsicherheit überträgst du.....
 
  • unverträglich oder unsicher ? Beitrag #10
bitte urteile nicht darüber wie ich über das TH hier denke. Du kennst keine einzelheiten und ich bin wie gesagt nicht die einzige die so denkt. Ja das TH gibt es noch aber die Leitung dort wechselt undgelogen alle 5-6 Monate. Versorgen tun sie die Hunde dort aber auch nur das nötigste.
Es ist einfach so. Als wir Blacky bekommen haben war er verfloht und verzeckt. Es ist nicht so das das ein kriterium ist warum wir einen Hund nicht nehmen aber als TH sollte man da doch gegen an gehen und die Hunde einigermaßen gepflegt vermitteln . Aber so wie es scheint hat die diskusion keinen Sinn.
Den Hundetrainer den es dort gibt, ist kein ausgebildeter sondern jemand ehrenamtliches. Wo uns damals wirklich auch was fragwürdiges empfohlen wurde. Als wir Blacky bekommen haben, war er natürlich noch nicht erzogen und damals hat uns der Trainer eine Art Geschirr verkauft was unterhalb der Achseln herläuft und den Hund am ziehen hindern soll. Ich weiß, die sache mit dem sprayhalsband ist auch umstritten. Aber dieses Geschirr, da hatten wir wirklich angst das es gesundheitsschädlich für die Sehen und Nerven ist. Deshalb haben wir es nie benutzt.

Es stimmt definitiv nicht das ich keinen Tipp annehmen. Und das mit dem Wegrennen war nur ein beispiel. Natürlich ist mir bewusst das es nichts nützt. hab ich ja auch geschrieben.
Aber ich suche jetzt keinen Tipp wie zB such dir nen Hundetrainer ( ich werd was suchen ) aber ich suche erstmal tipps für jetzt. Für die zeit bis ich etwas gefunden habe.
 
  • unverträglich oder unsicher ? Beitrag #11
Den Tipp mit dem Hundetrainier hast du bekommen, weil ihr eigentlich mehrere Baustellen habt.
Einen Hund sollte man im Ganzen sehen, nicht nur in einzelnen "Probleme" zerlegen - aus dem einen Problem reulstiert das andere.

Wir können weder dich in deinen Reaktionen sehen, noch deinen Hund wirklich in den Situationen einschätzen - wir können nur davon ausgehen, was du hier schreibst. Und genau das, läßt auf mehrere Baustellen schließen....

Du hast einige gute Tipps hier im Thread überlesen.. schaue es dir doch noch mal an....

Das dumme ist ja, das ein Hilfesuchender immer irgend welche Gründe hat, das er nicht Kontakt mit einem Trainer aufnehmen kann - und in Wahrheit, versucht er es aufgrund der Tipps die er bekommt, die Probleme alleine in den Griff zu bekommen.

Zu oft werden so die Probleme einfach nur verschlimmert und/oder vertieft.... erst dann wird sich ein Helfer zur Seite geholt.
Und wenn er das Problem dann nicht innerhalb weniger Wochen in den Griff bekommt, dann "taugt" er nichts und der nächste Trainer wird geholt....
Wie es dabei dem Hund geht - so als Versuchskaninchen - denkt leider keiner mehr.

Was ich dir nun aber nicht unterstellen möchte!

Schau, das du dir einen Trainer zur Seite stellst.....es ist nichts negatives, sich jemanden zu Seite zu holen!
Negativ ist es, wenn man selbst rum probiert und so die Schwierigkeiten vertieft/vergrößert

Off-Topic
Zum TH sage ich nichts mehr, aber ich kenne die Aufgabenewältigung und -stellung, weil ich nicht nur ein Besucher bin.
Du hast den Focus nur auf deinen Hund gestellt - aber es gibt natürlich massenhaft Tiere dort, die versorgt werden.

Wenn ein Hund ins TH kommt, wird er untersucht, eine sog. Eingangsuntersuchung findet statt. Sollten man Parasiten finden (eine Ausbreitung von Parasiten kann sich kein TH leisten!), werden sie bekämpft - aber das dauert eben eine Weile, bis die Mittel wirken - das wirst aber inzwischen auch selbst wissen.... und mancher hundekundige mit jahrelanger Erfahrung ist tatsächlich mehr Wert als ein Trainer!........aber hier geht es ja nicht ums TH.
Nur so als Tipp: Beschwerden entweder selbst vorbringen oder dem Vet.Amt/Ordnungsamt melden - aber nicht über das TH herziehen und so eine gewisse Stimmung verbreiten... weil dort noch mehr Tiere leben! und auch diese sollten in ein besseres Zuhause vermittelt werden können.


Ich wünsche dir und deinem Hund das allerbeste - das ihr ein tolles Mensch/Hund-Gespann werdet und einander vertrauen könnt.
 
  • unverträglich oder unsicher ? Beitrag #12
HI,

also zunächst mal einmal möchte ich vorweg sagen, dass ich deine Ängste sehr gut verstehen kann. Ich kenne das Gefühl, wenn man mit seinem Hund spazieren geht und er sich in die Leine schmeisst, sobald ein anderer dominanter Hund vorbei kommt. Dass er nicht bei allen Hunden reagiert liegt halt daran, dass einige eher devot sind und die Zeichen auch geben, wenn sie auf einem zukommen. Die Hunde, die aber sehr selbstbewusst oder auch in anderer Richtung selber sehr verunsichert sind, die haben eine Körpersprache, auf die dein sehr unsicherer und dominanter Hund reagiert.

Über das Halsband brauchen wir nicht mehr sprechen, aber ich habe von unserem Trainer zunächst einmal folgende Infos bekommen.

1. Hund Mensch Beziehung stärken, also klare Grenzen in allen Lebenslagen, sodass der Hund merkt, er bekommt Liebe aber auch Regeln in seinem Rudel und er muss keine Angst haben, weil du alle Situationen im Griff hast. Du musst also IMMER SOUVERÄN sein.

2. wenn ich mit Penny laufe und ein anderer Hund kommt uns entgegen, dann achte ich genau auf ihre Körpersprache. Sobald sie den anderen Hund fixiert (Ohren nach vorne richtet und starrt) und sich anspannt gibt es nen kleinen Ruck und ein Abbruchsignal. Das kann ein Geräusch sein oder ein Befehl. Muss antrainiert werden. Bricht sie ab und konzentriert sich dann auf mich, dann gibt es ein Leckerlie. Wichtig ist, dass die Leine locker ist und nicht kurz genommen wird, wenn ein anderer Hund kommt. Diese krasse Spannung und deine Anspannung in deiner Körpersprache sagt dem Hund nur: "Achtung, da kommt ein Hund, ich habe Angst!" Da reagiert er selber panisch und Angriff ist ja bekanntlich die beste Verteidigung.

3. Nicht Hunden aus dem Weg gehen. Das ist genau das FALSCHE, weil dein Hund nicht lernen kann, dass du die Situation kontrollieren kannst. Ich weiß, dass das schwer ist, weil man diese Situation gerne vermeiden würde, aber so lernt der Hund nicht und du auch nicht.

Ich hoffe ich kann dir damit etwas helfen. Leider ist unsere Penny in vielen Punkten schwierig und ich bin vielleicht nicht die beste Hundehalterin, aber zumindest das Problem haben wir bei ihr auf diese Weise in den Griff bekommen und die Spaziergänge sind entspannter. Leider ist es so, dass dominante und gleichzeitig verunsicherte Hunde dies auch in ihrem Spielverhalten und ihrer Körpersprache äußern, so dass sie schneller einen auf den Deckel bekommen von anderen Hunden.
Zwar ist es nicht akzeptabel, dass die anderen Hunde beißen, aber unsere Hunde sind oft "Rempler" und haben ne große Klappe, die provoziert, die die meisten aber als einfaches Spielen verstehen und dann immer wieder überrascht sind, dass ihr Hund Ärger bekommt.
 
  • unverträglich oder unsicher ? Beitrag #13
Off-Topic
Ich möchte an dieser Stelle kurz darauf hinweisen, dass es keine per se dominanten Hunde gibt.

"Dominanz" bezeichnet immer den aktuellen Beziehungszustand, wenn man so will, zwischen zwei Individuen.
Es gibt souveräne, unsichere, zurückhaltende, freche, dreiste, unverschämte usw. Hunde, aber es gibt keinen dominanten Hund.

Mal abgesehen davon, dass Dominanz ausschließlich in einem rudelähnlichen Gefüge zu beobachten ist, nicht bei einer zufälligen Begegnung an der Leine.
Die als Dominanzverhalten gedeuteten Verhaltensweise können in den meisten Fällen guten Gewissens in den Bereich des Explorationsdranges und nicht des Expansionsdranges abgelegt werden.

Ich gehe einfach mal stark davon aus, dass Blacky nicht zu den Hunden mit einem wirklichen Expansionsdrang hat.
Sonst hätte Sofia-Luisa schon ganz andere Probleme und nicht "nur" eine kleine Meckertrine an der Leine;)

Das mal nur kurz dazu. Finde das immer sehr irreführend einen Hund in die Kategorie "dominant" einzuordnen.
 
  • unverträglich oder unsicher ? Beitrag #14
Entschuldige,ich meinte nicht per se dominant, sondern in der Situation, in der anderen Hunden an der Leine begegnet versucht er der Stärke zu sein angetrieben durch seine Unsicherheit. Er versucht also zu dominieren, bevor er wieder einen auf die Fresse bekommt.

Aber hast Recht, das war irreführend. Wären Hunde immer dominant, dann hätten wir zu Hause nicht viel zu melden.
 
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