Etwas besser geht es mir schon, aber natürlich fehlt mir Finn wahnsinnig. Ich habe das Gefühl, als hätte ich ihn schon viel viel länger nicht mehr gesehen...und es ist gerade mal eine Woche her..
Die Kerze in der Wohnung und auch auf dem Grab brennt ständig. Ich kann mittlerweile über ihn reden, ohne in Tränen auszubrechen, aber ja, die Trauer wird mich ewig begleiten.
Und zu der Sache mit meiner Arbeitskollegin..
Ich musste sie nicht drauf ansprechen, da sie bereits am tratschen gewesen ist als ich dazu kam. Sie hat sehr wohl mitbekommen, dass sie ein Tier erwischt hat, aber "keine Zeit" um sich darum zu kümmern..sie hatte Termine :roll: Habe ihr im ruhigen Ton gesagt, dass dies nicht in Ordnung ist, einfach weiterzufahren..wenn man einen Menschen überfährt, tut man dies auch nicht. Sie wollte sich mit ihren wichtigen Termin rechtfertigen, bis ich ihr gesagt habe, dass es mein Kater gewesen ist. Sie wurde ganz ruhig.
Nach der Arbeit stand sie dann vor meiner Tür und wollte mit mir reden. Sie hat sich nochmal erklärt und eingesehen, dass es falsch war. Sie wird in Zukunft, wenn so etwas nochmal passiert, sich erkundigen ob das Tier noch lebt und einen Bescheid geben, dass dort ein überfahrenes Tier liegt (da sie kein totes Tier anfassen kann.)
Das alles bringt mir mein Finn zwar nicht wieder, aber mir geht es besser. Hätte dies nicht mit mir alleine rumschleppen können. Ich habe ihr zwar nicht verziehen, aber ich kann mit ihr normal arbeiten und reden. Alles andere interessiert mich nicht. Dicke Freunde waren wir sowieso noch nie.
Ich habe jetzt auch ein Notfall bei mir zu Hause rumflitzen. Mutterkatze überfahren worden als die Kleine 10-14 Tage war (Berechnung vom TA), bei der alten Pflegestelle konnte sie nicht bleiben. Hätte ich sie nicht aufgenommen, wäre sie im Heim gelandet.
Mittlerweile ist sie 6 Wochen und rotzfrech. Meine anderen Katzen haben sie bereits aufgenommen und Finn's Bruder, der die Tage so gelitten hat, ist wieder glücklich. Er spielt mit ihr und sie schlafen zusammen.
Andere Menschen in meinem Umfeld, fanden dies sehr früh.. Aber sie hilft mir sehr über den Verlust hinweg. Sie hatte keine Zeit zu warten, bis ich mit trauern fertig bin. Und letztlich habe ich Verantwortung für meine anderen Katzen und ich konnte den Bruder nicht so leiden sehen.
Sie wird mir Finn nicht ersetzen und das ist das letzte was ich möchte. Er wird immer in meinem Herzen sein.
[VERSTECK]Katzen, die keinen Freigang kennen, sind genauso glückliche Katzen wie Freigänger

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