Sollte es wirklich ein Schlaganfall gewesen sein, ist die Besserung aber nicht dem AB zuzuschreiben. Antibiotika wirken gegen Bakterien. Wahrscheinlich liegt es eher am Schmerzmittel.
Ob ein so kleines Tier leidet, ist eigentlich schwer zu erkennen. Meistens verstecken Hamster ihre Wehwehchen sehr gut. Meine Roboline ist vor kurzem gestorben, sie war über 3 Jahre alt und sah aus wie eingegraben und wieder ausgebuddelt. Sie war fast nackt, dürr, buckelig, konnte kaum mehr richtig laufen, fiel auch manchmal um. Aber sie ist stets munter durch die Gegend gehickelt, ist sogar noch im Rad gelaufen, kam immer sofort angerannt, wenn es Futter oder Leckerlies gab. Daran habe ich festgemacht, dass es ihr insgesamt eigentlich gut ging.
Der Hamster vor ihr hatte lange Probleme mit einem Abzess hinter dem Auge und später auch mehrere Tumoren. Er ist nachts nicht mehr aufgestanden (das habe ich mit einem Heuhalm auf dem Rad geprüft, später habe ich mir nachts alle 2 Stunden einen Wecker gestellt und nachgeguckt, ob er draußen ist) und da habe ich ihn einschläfern lassen.
Meiner Teddydame Annui ging es nach ihrer zweiten OP wirklich dreckig. Sie hat nur geschlafen, sah sehr zerknautscht aus, Fell völlig struppig.
Du siehst, das kann ganz unterschiedlich sein. Manchen Hamstern sieht man es gleich an, wenn es ihnen schlecht geht, anderen weniger.
Ich denke, wenn man Äußeres und Verhalten zusammennimmt, kann man Leid am besten erkennen. Und ich glaube wenn es so schlimm ist, dass der Tod eine Erlösung wäre, dann wird man es wissen.
Nun aber erst mal Kopf hoch, noch ist Paula ja da und scheint auf dem Weg der Besserung zu sein! Es stimmt, Hamster haben keine sehr hohe Lebenserwartung, aber grade deshalb sollte man jeden Tag genießen.
