Ich muss mich da Ina einfach anschließen, hab es an anderer Stelle schon mal angesprochen. Mich nervt es ehrlich gesagt auch tierisch, wie schrecklich Tierheime oftmals dargestellt werden, wenn es um kleine Katzen geht. Ich kann es echt nachvollziehen, weil es gerade bei viel zu jungen Kitten oftmals wirklich die beste Lösung ist, so ein Würmchen einer anderen Katzenfamilie unterzuschieben. Die Tiere brauchen Sozialisierung, die sie nicht im gleichen Umfang von ausgewachsenen Katzen, dazu noch Freigängerkatzen, bekommen können wie von einer Mutterkatze und weiteren kleinen Katzen. Babykatzen erziehen sich in gewissen Maße auch gegenseitig beim Spielen. Das können erwachsene Katzen auch nicht.
Ich versteh nicht was an Tierheimen so schlimm ist, dass man Babykatzen davor retten muss.
Es gibt sicher gute und schlechte Tierheime, da sagt niemand was. Über die größe der Räume müssen wir uns auch nicht unterhalten, wobei das im Falle so junger Katzen eigentlich egal ist. Aber prinzipiell Tierheime als so schlecht darzustellen, find ich nicht richtig. Und ich kann mir beim besten Willen icht vorstellen, dass die viel zu jungen Katzenkinder nur bei den Leuten auftauchen, die kein halbwegs anständiges Tierheim in der Nähe haben. Und das mein ich jetzt ohne jemanden bestimmtes angreifen zu wollen, sondern wirklich ganz allgemein.
Nebenbei gesagt gibt es auch noch Pflegestationen, besonders auch welche die gerade für Katzenmütter und ihre Babys sind. Als Normalsterblicher kommt man an so was gar nicht ran bzw. weiß von nicht, ein Tierheim aber hat da andere Möglichkeiten und anderes Wissen.
Fazit meines Sermons:
Nicht immer ist das Tierheim die schlechteste Alternative für kleine Babykatzen. In den meisten Fällen ist es für das Kitten wahrscheinlich die beste Lösung. Man sollte es doch wenigstens in Betracht ziehen und nicht von vornherein kategorisch ausschließen.
Ich habe ja auch nicht gesagt, dass alle Tierheime schlimm sind. Nur unseres ist halt nicht das Tollste, hat auch einen gaaaanz tollen Tierschutz da:evil: Ich glaub ich habe es schon mal erzählt, dass man uns ziemlich gleichgültig zurückgewiesen hat, als wir dort anriefen und auf Bauernkatzenproblem aufmerksam machen wollten. Wir bekamen zu hören: "reden sie doch selbst mit den Bauern zwecks Kastration" Ok, das war 2006, jetzt ist es 2013 es sollte sich was geändert haben, könnte man meinen. Dazu kann ich nur sagen, ich hatte neulich eine Unterhaltung mit einer Hundebesitzerin die neben einer leerstehenden Wirtschaft wohnt.
Bis vor kurzem war die Wirtschaft noch verpachtet und die Wirtsleute haben ein paar herrenlose Katzen gefüttert, aus Mitleid. Tja, nun sind die Leute weg und aus Mitleid füttert nun die Hundebesitzerin die Katzen, bestehend aus mehreren großen Katzen und auch mehreren Kitten. In ihrer Verzweiflung hat sie auch beim Tierheim angerufen und gebeten die Tiere einzufangen und zu kastrieren, damit es nicht noch mehr werden. Sie bekam zu hören: "naja, vielleicht mal im Herbst, jetzt ist es eh schon zu spät, die haben ja eh schon Junge." Mit Sicherheit sind mehrere Katzen schon wieder trächtig und im Herbst heißt es dann wieder, ist eh schon zu spät, die haben eh schon Junge:evil:
In ein Tierheim was so denkt, würde ICH wegen eines kleinen Kittens nicht anfragen, ob sie es noch ein paar Wochen nehmen. Das ist auch der Grund, warum ICH einen ziemlichen Hals auf dieses Tierheim schiebe.
Nicht falsch verstehen, es gibt auch gute Tierheime und ich schere nicht alle Tierheime über einen Kamm. Aber wenn man solche Erfahrungen machen musste, versteht man eben, warum viele über Tierheime nicht gut denken, da sich so etwas rumspricht.
Ich selbst wüsste nicht, was ich machen würde, wenn ich ein einzelnes so junges Kitten ohne Mutter und Geschwister hätte. Wir haben vor 3 Jahren mal einen Wurf junger Kätzchen im Schuppen gefunden (Mama war auch überfahren), aber da war das Kitten auch nicht alleine, sondern hatte Geschwister.
Aber da unsere Katzen alle kastriert sind und uns auch hoffentlich keine mehr zulaufen, haben wir das so ein Problem nicht.
LG