Hund kommt nicht aus ihrer Box raus.

Diskutiere Hund kommt nicht aus ihrer Box raus. im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hrm. Diazepam finde ich persönlich schon recht heftig und auch tendenziell bedenklich, da in der Humanmedizin davon abgeraten wird, dieses...
  • Hund kommt nicht aus ihrer Box raus. Beitrag #21
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Hrm. Diazepam finde ich persönlich schon recht heftig und auch tendenziell bedenklich, da in der Humanmedizin davon abgeraten wird, dieses Medikament über einen langen Zeitraum zu nehmen, dass es abhängig machen kann. Aber wie schon gesagt: In Einzelfällen muss immer erwogen werden was schlimmer für den Hund ist. Wenn alle anderen Möglichkeiten versagen ist man vermutlich dankbar, wenn man dem Hund irgendwie helfen kann. Wie immer hilft hier auch kein schwarz-weiß-Denken;)
 
  • Hund kommt nicht aus ihrer Box raus. Beitrag #22
Off-Topic
Okay, Benzodiazipine sind wirklich sehr, sehr heftige Medikamente mit sehr hohem Suchtpotenzial und der schnell drohenden Gefahr einer körperlichen Abhänigkeit. In meinen Augen kann man das nun nicht unbedingt mit Aspirin vergleichen.

Als jemand der schon sein ganzes Leben unter Ängsten leidet (und trotzdem noch nie ein einziges Benzo genommen hat, weil ich einen heiden Respekt davor habe) möchte ich doch trotzdem mal betonen wie schrecklich sich Ängste anfühlen können.
Die Tatsache dass sich der ein oder andere Phobiker durchaus eher den Selbstmord vorstellen kann, anstatt sich dem angstauslösenden Reiz auszusetzen erklärt es vielleicht schon ganz gut.
In jedem Fall aber können Ängste und Panikattacken sich aber mindestens genau so schlimm anfühlen wie sehr starker körperlicher Schmerz (wer behauptet jemand mit schlimmen Ängsten solle sich nicht so anstellen oder müsse die Angst eben mal aushalten soll mal die Hand auf die heiße Herdplatte drücken und ne Minute draufhalten - wenn er das schafft, dann sprechen wir uns wieder!).

Da es für einen sehr ängstlichen, traumatisierten Hund ja nicht möglich ist eine Verhaltenstherapie oder z.B. Hypnose gegen seine Ängste zu machen und schrittweise Desensibilisierung natürlich schwer ist, weil man ja nicht genau weiß vor was der Hund nun genau Angst hat, halte ich Psychopharmaka bei einem sehr schlimm angstkranken Hund nicht unbedingt für falsch.


Ich würde der Hündin auch mehr Zeit geben um besseres Vertrauen zu fassen.
Und als jemand der seit 11 Jahren selbst einen nicht ganz einfachen Hund aus dem Ausland hat, möchte ich doch auch sagen, dass ihr euch darauf einstellen solltet, das ein schwer traumatisierter Hund mit wahrscheinlich ungünstig verlaufener Prägephase im Welpenalter unter Umstunden sein ganzes Leben lang schwierig sein kann.
 
  • Hund kommt nicht aus ihrer Box raus. Beitrag #23
@Jenni.
es gibt Trainer speziell für Angsthunde, sie kommen auch nach Hause.
Ich würde versuchen einen in deiner Nähe zu finden... er kann dir auch sagen, wie man den Hund "aufschließen" kann, bzw. kann dir vor Ort, wenn er sich einen Eindruck von dir und den Umständen gemacht hat, viele wertvolle Tipps geben....

Als wirklich aller Äußerstes könntest du es mit einem DAP versuchen... von Psychopharmaka würde ich auch abraten.
 
  • Hund kommt nicht aus ihrer Box raus. Beitrag #24
Off-Topic


Einfach nochmal generell dazu, dass prinzipiell von bestimmten Dingen abgeraten wird:
Medikamente sollten niemals leichtfertig gegeben werden um es für den Halter leichter zu machen, aber wie Kompassqualle schon schrieb: Permanent Angst haben zu müssen ist unglaublich grausam. Daher sollte man Möglichkeiten, die in Extremfällen Linderung verschaffen können nicht grundsätzlich ablehnen. Man muss über Risiken, Nebenwirkungen und Wirkweisen 100% Bescheid wissen und alle anderen Möglichkeiten sollten ausgeschöpft worden sein, aber die Verteufelung von Psychopharmaka finde ich genau so falsch wie den unbedachten Einsatz derselben.

Ich denke aber, dass wir uns alle einig sind, dass immer im Sinne des Hundes entschieden werden sollte- unabhängig davon, ob wir persönlich Psychopharmaka gut finden oder nicht.



Ansonsten finde ich den Tip von miwok noch sehr gut:)
Nicht jeder Hundetrainer kennt sich mit Angsthunden aus, daher sollte man ganz gezielt danach fragen wie derjenige mit Angsthunden umgeht und welche Erfahrungen da bereits vorliegen.
 
  • Hund kommt nicht aus ihrer Box raus. Beitrag #25
Nochmal kurz: Ich würde den Hund trotzdem vom Bett runter schicken. Sicher soll der Hund ankommen und Vertrauen aufbauen, das heißt ja aber nicht, dass Narrenfreiheit herrscht.
Und wenn er es später auch nicht darf würde ich da gar keine Gewohnheit zulassen.

Bei Angsthunden hast du das "Glück", dass es meistens ziemlich leicht geht, Verbote zu setzen. Nur aufpassen, dass du weder stimmlich noch mit der Körpersprache zu grob wirst.
Bei meinem musste ich das zweimal machen, dann war das Thema durch.
Grenzen und Regeln sind auch wichtig - so lernt Hund, wo und wie er sich gerne verhalten darf.
 
  • Hund kommt nicht aus ihrer Box raus. Beitrag #26
Ich würde den Hund trotzdem vom Bett runter schicken. Sicher soll der Hund ankommen und Vertrauen aufbauen, das heißt ja aber nicht, dass Narrenfreiheit herrscht.

Ok das kommt vielleicht auf den Hund an, aber meiner hätte dann wahrscheinlich unter sich gemacht und wäre den ganzen Tag zitternd in einer Ecke gelegen. Bei ihm war es anfangs halt so, da hätte es mich nicht weitergebracht.

Da konnte ich erst wirklich mit "Grenzen setzen" anfangen, als er sich einigermaaßen bei uns eingelebt hat.
 
  • Hund kommt nicht aus ihrer Box raus. Beitrag #27
Naja, eingeschüchtert war meiner schon auch, aber unter sich gemacht hat er zum Glück nie :eusa_think:
Wurde dann halt sofort gelobt als er unten war, hat sich irgendwo verkrochen und kam dann irgendwann wieder raus :D
 
  • Hund kommt nicht aus ihrer Box raus. Beitrag #28
Das war bei uns ca. 1,5 monate so, mit dem unter sich pinkeln, in für ihn, bedrohlichen Situationen. Ich hatte ne tolle Trainerin die mir zur Seite stand, sonst wäre ich wohl schlichtweg überfordert gewesen.
Danach kam er ja schon freiwillig nach unten.
Ich habe ihm halt die Zeit gelassen und von da an ging es stetig aufwärts.

Naja wie gesagt, jeder Hund ist halt anders und das war halt meine Erfahrung.:D

lg Amicara
 
  • Hund kommt nicht aus ihrer Box raus. Beitrag #29
Haja, jeder Jeck ist anders ;)
Meiner hätte es sich dann wohl auf dem Bett gemütlich gemacht und irgendwann nicht mehr verstanden, warum er jetzt auf einmal nicht mehr rein darf. Aber da muss man wohl wirklich einfach ein Gespür für sich und seinen Hund entwickeln...
 
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