Also undankbarkeit kann ich auch überhaupt nicht bestätigen!
ich auch nicht. Unser Freigängerkater wurde fast 20 Jahre alt und war der schmusigste, anhänglichste kleine Kerl, den man sich wünschen kann. Er hörte immer auf's Rufen, lag stundenlang mit mir in "Löffelchenhaltung" auf der Couch, schlief bei uns im Bett und war einfach nur großartig. Er hatte eine Katzenklappe, konnte raus und rein wie er wollte, bis ca. 23 Uhr wenn wir ins Bett gingen, kam er auch rein. (bzw andersherum: wir gingen ins Bett, sobald er reinkam :mrgreen
In den ersten anderthalb Jahren seines Lebens war er Wohnungskatze bei mir mit seinem Kumpel, und danach zog ich um aufs Land, da konnte er langsam Erfahrungen mit Freigang sammeln. Leider verstarb dann der ältere Kater wegen Leukose, aber da der Kleine ja nun Freigang hatte, ließ ich ihn als Einzelkatze. Als ich dann meinen Mann kennenlernte, zog ich zu ihm in eine Kleinstadt, 30er-Anliegerstraße. Anfangs hatte ich sehr viel Angst um ihn, aber er kam super zurecht. Die Angst war aber unterschwellig immer da. Als er anfing, im Alter bisschen tüdelig zu werden, kauften wir unser Haus am Rand eines Dorfes, dahinter nur Wiesen und davor eine Spielstraße. Trotzdem waren wir froh, dass er eigentlich nur auf unserem Grundstück blieb. Er war eben alt, und ich nehme an, dass er das selbst so eingeschätzt hat, dass das wohl besser ist.
Heute haben wir drei Katzen, von denen nur der Kater "richtiger" Freigänger ist, da er, obwohl der Garten inzwischen "katzensicher" eingezäunt ist, seine Stellen hat, an denen er rauskommt und das will ich ihm auch nicht mehr nehmen, da er schon Freigänger war, bevor er zu uns kam.
Die Mädels bleiben im gesicherten Gartengehege, und das würde ich auch nicht anders wollen. Ich hätte viel zu viel Angst um sie. Unsere Pseudo-Rassekatze (sieht fast aus wie ne Birma) darf auch nur ins Gehege, wenn wir zuhause sind. Die andere hat rausgefunden, wie sie die Katzenklappe von innen aufmachen kann, auch wenn sie eigentlich auf "nur rein" für den Kater gestellt ist. Damit entscheidet sie selbst, wenn sie ins Gehege will, verlässt das Gehege aber auch nicht mehr (nachdem wir es noch paarmal nachgebessert haben

)
Gerade gestern abend hat der Kater wieder eine Maus mitgebracht und auf der Terrasse vor meinen Augen quasi verschluckt (mit Haut und Haaren, sah fast aus, wie wenn eine Schlange frisst :shock

und damit habe ich auch immer ein Problem. Neulich hatte er ein Bandwurmglied ausgeschieden, obwohl ich engmaschig entwurme, also zusätzlich nochmal alle drei entwurmt! Aber auch das hat man im Paket, wenn man Freigänger hat. Flöhe hatte ich auch schonmal im Haus, das ist auch nicht grad toll.
Fazit: Freigang kommt für mich eigentlich nur in Frage, wenn er kontrolliert ist, also im abgesicherten Gehege. Nach diesem Freigängerkater will ich keinen mehr.
Ich kann mir sogar vorstellen, im Alter wieder in einer Stadtwohnung zu leben, dann würde ich zwei Vertreter einer wirklich ruhigen Rasse aufnehmen (heilige Birma, BLH, Perser - ich liebe längeres Fell) die zufrieden mit Wohnung sind und nie was anderes kennengelernt haben.