- Diskussion Schlachttier Beitrag #121
Aminka
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Hallo,
ich habe jetzt einige Tage nicht mitgelesen, es kommen jetzt ja auch nicht mehr soviele Postings da vieles einfach schon gesagt wurde.
Zu den aussterbenden Nutztieren: Ein neuer Aspekt ist mir dazu noch eingefallen. Wer sich ein Tier als Liebhabertier hält, ist natürlich auf die Gesundheit des Individuums und der Rasse bedacht (zumindest sollte es so sein). Daher sind bei Tierfreunden Qualzuchten allgemein verpönt. Die Gründe dafür, dass in unserer heutigen Gesellschaft derartig viel Fleisch konsumiert wird im Vergleich zu früher und zu anderen Ländern, liegen neben der Massentierhaltung auch in den "Nutztier"rassen, die verwendet werden. Früher gaben Kühe deutlich weniger Milch und Fleisch. Die heutigen Rassen sind jedoch stark auf die Milch-/Eier-/Fleischleistung gezüchtet; ob die Tiere dabei gesund sind, ist Nebensache. Es gibt Menschen (wenn auch nur wenige), die sich um den Erhalt alter, oft gesünderer Haustierrassen bemühen, eher als Liebhaberei denn als Profitquelle. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Rassen mehr in den Vordergrund treten würden, wenn (wie viele, auch ich, hier so schön spekuliert haben) alle Welt sich vegetarisch ernähren würde. Eine solche Entwicklung wäre zum Wohl der Art dann doch zu begrüßen, oder?
Ich gebe zu, mein Vergleich mit den Meerschweinchen (liegt schon viele Beiträge zurück
) hinkt. Okay, vergleichen wir Kühe mit Pferden. Ich glaube, der Aufwand für eine Kuh und für ein Pferd ist ähnlich, für eine Kuh vielleicht sogar etwas geringer, das weiß ich nicht genau. Es gibt auch Leute, die sich Falabellas halten, obwohl man auf den Zwergponys nicht reiten kann. Oder die mit ihren Pferden keine Turniere reiten wollen, sondern sie gewisserweise als Partner sehen. Vielleicht wird es irgendwann zum Trend, die eigene Kuh spazieren zu führen, am Halsband mit rosa Schleife, dazu eine passende Euterverzierung? 
Zum Gesundheitsaspekt:
@ Nima:
Das kenne ich auch. Der Freund meiner Mutter hat überhaupt kein Verständnis für Vegetarismus und vertritt die Meinung, Vegetarier hätten sowieso alle einen an der Klatsche. Ich habe mit ihm aber nicht so viel zu tun, daher ist das jetzt nicht so schlimm für mich. Am Anfang waren meine Brüder auch so drauf, dass mein kleiner Bruder (der große ist ausgezogen) auf einmal Vegetarier wurde, konnte ich erst gar nicht glauben.
Gestern in der Schule habe ich mich mal mit einer Klassenkameradin meiner besten Freundin über das Thema unterhalten. Bald fährt der ganze Jahrgang auf Klassenfahrt, aber alle Klassen zu verschiedenen Zielen und die Klasse meiner besten Freundin kocht in der Zeit selbst und sie haben da gerade den Einkauf geplant und sich Sorgen gemacht, dass das Fleisch schlecht wird, woraufhin ich gesagt habe, dass ich Fleisch nicht kochen könnte, weil ich es eklig finde. Daraufhin meinte nun die Klassenkameradin meiner Freundin: "Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg.", hat mich gleich darauf aber ernsthaft gefragt, warum ich eigentlich Vegetarierin bin. Jedenfalls haben wir noch eine ganze Weile darüber diskutiert, ganz nett und gesittet. Das Ganze hat mich sehr an die Diskussion hier erinnert, ein friedlicher Austausch von Argumenten halt.
ich habe jetzt einige Tage nicht mitgelesen, es kommen jetzt ja auch nicht mehr soviele Postings da vieles einfach schon gesagt wurde.
Zu den aussterbenden Nutztieren: Ein neuer Aspekt ist mir dazu noch eingefallen. Wer sich ein Tier als Liebhabertier hält, ist natürlich auf die Gesundheit des Individuums und der Rasse bedacht (zumindest sollte es so sein). Daher sind bei Tierfreunden Qualzuchten allgemein verpönt. Die Gründe dafür, dass in unserer heutigen Gesellschaft derartig viel Fleisch konsumiert wird im Vergleich zu früher und zu anderen Ländern, liegen neben der Massentierhaltung auch in den "Nutztier"rassen, die verwendet werden. Früher gaben Kühe deutlich weniger Milch und Fleisch. Die heutigen Rassen sind jedoch stark auf die Milch-/Eier-/Fleischleistung gezüchtet; ob die Tiere dabei gesund sind, ist Nebensache. Es gibt Menschen (wenn auch nur wenige), die sich um den Erhalt alter, oft gesünderer Haustierrassen bemühen, eher als Liebhaberei denn als Profitquelle. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Rassen mehr in den Vordergrund treten würden, wenn (wie viele, auch ich, hier so schön spekuliert haben) alle Welt sich vegetarisch ernähren würde. Eine solche Entwicklung wäre zum Wohl der Art dann doch zu begrüßen, oder?
Ich gebe zu, mein Vergleich mit den Meerschweinchen (liegt schon viele Beiträge zurück
Zum Gesundheitsaspekt:
Ja. Ich bin mir sicher, dass ich mich gesünder ernähre als viele Fleischesser, ich gehe höchstens einmal im Jahr zu McDonalds, ich esse viel Gemüse, ich bemühe mich, mich ausgewogen zu ernähren (meine Mutter achtet auch sehr auf eine gesunde Ernährung). Für einen Vegetarier wird es zum Thema, was auf seinem Teller landet, dadurch beschäftigen sich viele Vegetarier mit gesunder Ernährung und achten darauf, dass ihr Essen ausgewogen ist. (Klar ist das jetzt verallgemeinert, aber ich könnte mir dennoch vorstellen, dass es so ist.)Findest du deine Ernährung wirklich gesund? Und die Antwort hierauf bitte ehrlich und ohne an die Tierhaltung zu denken!!
Ich stehe Nahrungsergänzungsmitteln nicht so kritisch gegenüber, aber das ist eigentlich ein anderes Thema. Auch dafür gilt: Jeder muss selbst entscheiden, was er für sich für richtig hält. Im Moment nehme ich aber auch keine. Ich bin selten krank, im Jahr fehle ich in der Schule vielleicht einen Tag, weil ich zu krank bin, um hinzugehen; die meisten meiner Klassenkameraden sind deutlich öfter krank. Ich bin zwar kein Arzt, aber ich halte mich für fit und gesund. Als kleines Kind war ich ein mäkliger Esser, habe kaum Gemüse gegessen und war viel öfter krank. Kurz: Mir gehts gut.Ich wüsste nicht wo ich ohne Tierfleisch und tierische Produkte die notwendige Menge Eisen, Kalzium und Eiweiß herbekommen sollte.
Lasse mich gern eines Besseren belehren, aber für mich gibts da keine andere Möglichkeit als all diese Stoffe künstlich heranzuzüchten und ob das dann gesund ist steht außen vor...
Ich kenne natürlich die Ernährungsgewohnheiten derjenigen nicht, die du meinst, aber ich könnte mir vorstellen, dass sie sich einseitig und unausgewogen ernähren. Das kann aber genauso bei Fleischessern vorkommen und hat meiner Meinung nach nichts mit Vegetarismus zu tun.Naja, entweder machst du dir selbst was vor oder du bist einer von wenigen Einzelfällen, denn ich kenne genug Leute die mir das ganze Gegenteil beweisen... :roll:
@ Nima:
(hast du vor sehr langer Zeit geschrieben)Ich glaube,dass meine Familie auf vegetarisch umstellt,ist im Moment fast unmöglich.Vor allem meinen Vater interessiert es gar nicht,was er da isst und was das für die Tiere bedeutet.
Das kenne ich auch. Der Freund meiner Mutter hat überhaupt kein Verständnis für Vegetarismus und vertritt die Meinung, Vegetarier hätten sowieso alle einen an der Klatsche. Ich habe mit ihm aber nicht so viel zu tun, daher ist das jetzt nicht so schlimm für mich. Am Anfang waren meine Brüder auch so drauf, dass mein kleiner Bruder (der große ist ausgezogen) auf einmal Vegetarier wurde, konnte ich erst gar nicht glauben.
Gestern in der Schule habe ich mich mal mit einer Klassenkameradin meiner besten Freundin über das Thema unterhalten. Bald fährt der ganze Jahrgang auf Klassenfahrt, aber alle Klassen zu verschiedenen Zielen und die Klasse meiner besten Freundin kocht in der Zeit selbst und sie haben da gerade den Einkauf geplant und sich Sorgen gemacht, dass das Fleisch schlecht wird, woraufhin ich gesagt habe, dass ich Fleisch nicht kochen könnte, weil ich es eklig finde. Daraufhin meinte nun die Klassenkameradin meiner Freundin: "Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg.", hat mich gleich darauf aber ernsthaft gefragt, warum ich eigentlich Vegetarierin bin. Jedenfalls haben wir noch eine ganze Weile darüber diskutiert, ganz nett und gesittet. Das Ganze hat mich sehr an die Diskussion hier erinnert, ein friedlicher Austausch von Argumenten halt.