- Was passt dazwischen? (Dritte Katze) Beitrag #1
Morastbiene
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Hallo ihr Lieben,
zuerst einmal: Nein, aktuell ist gar nichts geplant, der Thread ist nichts als Spinnerei.
Wir wollen uns im kommenden Jahr räumlich vergrößern und im Zuge dessen wurden auch "tierische Pläne" angesprochen. Dabei stellte sich allgemein die Frage, ob es sich bei etwaigen Neuzugängen um eine dritte Katze (an Stelle eines Hundes, weil Fernanda mit denen ein eventuell tiefer sitzendes Problem hat) handeln könnte. Es wurde hier im Forum ja schon öfter erwähnt, dass eine dritte Katze der Ausgleich für ein nicht perfekt harmonisches Duo sein kann. Auf der Gegenseite steht besonders, dass erst recht totales Chaos ausbricht, wenn die Charaktere sich nicht ergänzen und die Äußerung, dass ungerade Zahlen (ich kann da nicht aus Erfahrung sprechen) begünstigen können, dass einer in die Rolle des fünften Rads am Wagen gerät. Kleine Beschreibung unserer Damen, um euch ein besseres Bild zu vermitteln:
Rieke (5, kastriert) und Fernanda (4, kastriert) leben bei uns in Wohnungshaltung.
Die nächste Wohnung soll ca. 70-80m² groß sein und zumindest einen Balkon haben.
Rieke ist ein ruhiger Charakter und dreht nur auf, wenn sie ihre wilden fünf Minuten hat oder unbedingt spielen möchte und dabei in Fahrt gerät. Ansonsten ist sie sehr beobachtend und abwartend. Wie viele Katzen liebt sie ihre Rituale und ihren gewohnten Tagesablauf. Sie lässt viel mit sich machen, kommuniziert gleichzeitig sehr verständlich, was ihr gefällt und was nicht. Auf neue Dinge reagiert sie neugierig, aber wenn ihr etwas zu unheimlich vorkommt, wird sich erst verkrochen und dann der Zeitpunkt gewählt, an dem man sich der Situation zu stellen bereit ist. Auf andere Tiere reagiert sie zurückhaltend und schaut sich in Ruhe alles an. Sind die freundlich zu ihr, ist alles okay, man schnuppert mal und geht problemlos seiner Wege. Wenn ihr etwas zu weit geht, zeigt sie das durch Fauchen und nimmt Abstand. Lässt man ihr den Rückzug nicht, geht es über in Knurren und erst danach wehrt sie sich mit Pfoten und schnappt. Sie ist auf jeden Fall menschenbezogen, kann aber auch wunderbar mit Nanda spielen, sofern die sich anständig benimmt und es nicht wieder übertreibt. Dazu gleich mehr.
Fernanda ist ein Quatschkopf. Immer vorn mit dabei und ein freches Luder. Sie holt sich, was sie möchte und ist dabei nicht unbedingt rücksichtsvoll. (Das war auch der Grund, warum wir damals bei der Zusammenführung sehr verunsichert waren. Rieke zog sich zurück und Fernanda hätte uns am liebsten mit Haut und Haaren beschlagnahmt.) Wenn hier etwas los ist, es z.B. klingelt, flüchtet sie erst einmal, weil sie schreckhaft ist, aber bei "guten Sachen" steht sie gleich wieder in der ersten Reihe, z.B. wenn meine Schwester uns besucht oder man mit den Nachbarn schmusen kann. Die Nachbarskatze findet sie total knorke und rennt einen regelrecht um, sobald zufällig beide Türen gleichzeitig offen sind, wo Rieke sich eher unter das Sofa flüchtet. Es interessiert sie auch nicht wirklich, dass es der Nachbarskatze nur begrenzt gefällt, wenn ihre "Näselfreundin" das fremde Wohnzimmer stürmt. :mrgreen:
Damit sind wir beim wohl größten Unterschied zwischen unseren beiden: Nandus schießt gerne mal übers Ziel hinaus.
Wenn sie ihren Spielwahn hat, kann sie sich zwar schon mit sich selbst oder uns beschäftigen, aber wenn sie sich dazu entschließt, Rieke quasi ihren Willen aufzudrücken, geht das nicht immer ohne Zoff. Madame spielt mit, wenn sie Lust hat und dann sind die zwei wunderbar anzusehen, aber wenn Madame keine Lust hat, läuft es immer darauf hinaus, dass Nanda ihr auf den Wecker geht. Dann wird sich den Kratzbaum hoch und runter gejagt, nacheinander gehauen und wenn Nanda nicht von Rieke ablässt, endet es damit, dass Rieke in eine beliebige Ecke flüchtet, wo Nanda ihr den Weg abschneidet und sie nervt. Wenn es allzu doof wird, gehen wir dazwischen, ansonsten besteht das Szenario dann aus "Boxen" (Rieke verteidigt sich bzw. will sich Raum verschaffen und Nanda stichelt dagegen) und Rieke faucht, knurrt und singt, in dieser Reihenfolge gesteigert und abhängig von Nandas Hartnäckigkeit. :roll:
Aber wie gesagt, sie können auch wunderbar spielen und es wird häufig auf derselben Couch oder gemeinsam auf dem Kratzbaum geschlummert, manchmal gemeinsam gefressen und sich zumindest ab und zu gegenseitig geputzt. Mit anderen Worten: Wir haben hier sicher kein Dream Team, aber insgesamt verstehen die beiden sich gut. Wahrscheinlich nicht zuletzt, weil Rieke sich dort zurücknimmt, wo Fernanda sich etwas zu sehr in den Vordergrund drängelt.
Meine Frage an euch wäre also: Wie müsste der oder die Dritte im Bunde sein, damit ein Trio gut funktioniert?
Noch wichtiger: Würdet ihr in unserer Konstellation überhaupt eine dritte Katze in Betracht ziehen?
Wenn ich mir die beiden so anschaue, wüsste ich gar nicht, welche Anforderungen ich genau sollte. Es wäre sicherlich schön, wenn jemand mit ausreichend Spaß am Spiel für unseren "kleinen Teufel" zu haben wäre. Auf der anderen Seite dürfte es kein temperamentvoller Wirbelwind sein, weil ich dann die Befürchtung hätte, dass Rieke als Einzelkatze unter zwei anderen leben würde. Aber gerade bei dem Wunsch nach einem ausgeglichenen Charakter sehe ich die Gefahr, dass es wieder in die eine oder die andere Richtung ausschlägt. Was denkt ihr so, wenn ihr das lest? Würde mich einfach interessieren. :001:
Viele Grüße
zuerst einmal: Nein, aktuell ist gar nichts geplant, der Thread ist nichts als Spinnerei.
Wir wollen uns im kommenden Jahr räumlich vergrößern und im Zuge dessen wurden auch "tierische Pläne" angesprochen. Dabei stellte sich allgemein die Frage, ob es sich bei etwaigen Neuzugängen um eine dritte Katze (an Stelle eines Hundes, weil Fernanda mit denen ein eventuell tiefer sitzendes Problem hat) handeln könnte. Es wurde hier im Forum ja schon öfter erwähnt, dass eine dritte Katze der Ausgleich für ein nicht perfekt harmonisches Duo sein kann. Auf der Gegenseite steht besonders, dass erst recht totales Chaos ausbricht, wenn die Charaktere sich nicht ergänzen und die Äußerung, dass ungerade Zahlen (ich kann da nicht aus Erfahrung sprechen) begünstigen können, dass einer in die Rolle des fünften Rads am Wagen gerät. Kleine Beschreibung unserer Damen, um euch ein besseres Bild zu vermitteln:
Rieke (5, kastriert) und Fernanda (4, kastriert) leben bei uns in Wohnungshaltung.
Die nächste Wohnung soll ca. 70-80m² groß sein und zumindest einen Balkon haben.
Rieke ist ein ruhiger Charakter und dreht nur auf, wenn sie ihre wilden fünf Minuten hat oder unbedingt spielen möchte und dabei in Fahrt gerät. Ansonsten ist sie sehr beobachtend und abwartend. Wie viele Katzen liebt sie ihre Rituale und ihren gewohnten Tagesablauf. Sie lässt viel mit sich machen, kommuniziert gleichzeitig sehr verständlich, was ihr gefällt und was nicht. Auf neue Dinge reagiert sie neugierig, aber wenn ihr etwas zu unheimlich vorkommt, wird sich erst verkrochen und dann der Zeitpunkt gewählt, an dem man sich der Situation zu stellen bereit ist. Auf andere Tiere reagiert sie zurückhaltend und schaut sich in Ruhe alles an. Sind die freundlich zu ihr, ist alles okay, man schnuppert mal und geht problemlos seiner Wege. Wenn ihr etwas zu weit geht, zeigt sie das durch Fauchen und nimmt Abstand. Lässt man ihr den Rückzug nicht, geht es über in Knurren und erst danach wehrt sie sich mit Pfoten und schnappt. Sie ist auf jeden Fall menschenbezogen, kann aber auch wunderbar mit Nanda spielen, sofern die sich anständig benimmt und es nicht wieder übertreibt. Dazu gleich mehr.
Fernanda ist ein Quatschkopf. Immer vorn mit dabei und ein freches Luder. Sie holt sich, was sie möchte und ist dabei nicht unbedingt rücksichtsvoll. (Das war auch der Grund, warum wir damals bei der Zusammenführung sehr verunsichert waren. Rieke zog sich zurück und Fernanda hätte uns am liebsten mit Haut und Haaren beschlagnahmt.) Wenn hier etwas los ist, es z.B. klingelt, flüchtet sie erst einmal, weil sie schreckhaft ist, aber bei "guten Sachen" steht sie gleich wieder in der ersten Reihe, z.B. wenn meine Schwester uns besucht oder man mit den Nachbarn schmusen kann. Die Nachbarskatze findet sie total knorke und rennt einen regelrecht um, sobald zufällig beide Türen gleichzeitig offen sind, wo Rieke sich eher unter das Sofa flüchtet. Es interessiert sie auch nicht wirklich, dass es der Nachbarskatze nur begrenzt gefällt, wenn ihre "Näselfreundin" das fremde Wohnzimmer stürmt. :mrgreen:
Damit sind wir beim wohl größten Unterschied zwischen unseren beiden: Nandus schießt gerne mal übers Ziel hinaus.
Wenn sie ihren Spielwahn hat, kann sie sich zwar schon mit sich selbst oder uns beschäftigen, aber wenn sie sich dazu entschließt, Rieke quasi ihren Willen aufzudrücken, geht das nicht immer ohne Zoff. Madame spielt mit, wenn sie Lust hat und dann sind die zwei wunderbar anzusehen, aber wenn Madame keine Lust hat, läuft es immer darauf hinaus, dass Nanda ihr auf den Wecker geht. Dann wird sich den Kratzbaum hoch und runter gejagt, nacheinander gehauen und wenn Nanda nicht von Rieke ablässt, endet es damit, dass Rieke in eine beliebige Ecke flüchtet, wo Nanda ihr den Weg abschneidet und sie nervt. Wenn es allzu doof wird, gehen wir dazwischen, ansonsten besteht das Szenario dann aus "Boxen" (Rieke verteidigt sich bzw. will sich Raum verschaffen und Nanda stichelt dagegen) und Rieke faucht, knurrt und singt, in dieser Reihenfolge gesteigert und abhängig von Nandas Hartnäckigkeit. :roll:
Aber wie gesagt, sie können auch wunderbar spielen und es wird häufig auf derselben Couch oder gemeinsam auf dem Kratzbaum geschlummert, manchmal gemeinsam gefressen und sich zumindest ab und zu gegenseitig geputzt. Mit anderen Worten: Wir haben hier sicher kein Dream Team, aber insgesamt verstehen die beiden sich gut. Wahrscheinlich nicht zuletzt, weil Rieke sich dort zurücknimmt, wo Fernanda sich etwas zu sehr in den Vordergrund drängelt.
Meine Frage an euch wäre also: Wie müsste der oder die Dritte im Bunde sein, damit ein Trio gut funktioniert?
Noch wichtiger: Würdet ihr in unserer Konstellation überhaupt eine dritte Katze in Betracht ziehen?
Wenn ich mir die beiden so anschaue, wüsste ich gar nicht, welche Anforderungen ich genau sollte. Es wäre sicherlich schön, wenn jemand mit ausreichend Spaß am Spiel für unseren "kleinen Teufel" zu haben wäre. Auf der anderen Seite dürfte es kein temperamentvoller Wirbelwind sein, weil ich dann die Befürchtung hätte, dass Rieke als Einzelkatze unter zwei anderen leben würde. Aber gerade bei dem Wunsch nach einem ausgeglichenen Charakter sehe ich die Gefahr, dass es wieder in die eine oder die andere Richtung ausschlägt. Was denkt ihr so, wenn ihr das lest? Würde mich einfach interessieren. :001:
Viele Grüße
