ichwillichwilliwill (schulbegleithund)

Diskutiere ichwillichwilliwill (schulbegleithund) im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Ich stimme euch da völlig zu, dass es aufs Individuum und nicht nur auf die rasse ankommt. Aber man kann ja bei nem Welpen z.B den Charakter noch...
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #21
Ich stimme euch da völlig zu, dass es aufs Individuum und nicht nur auf die rasse ankommt. Aber man kann ja bei nem Welpen z.B den Charakter noch gar nicht umbedingt so gut erkennen. Klar, in Grundzügen schon, aber der muss sich ja erst noch entwickeln. Außerdem muss ich ja erstmal wissen, bei Welchen Züchtern ich mich nach nem passenden Individuum umschauen kann ;)

Ein Welpe sollte es deshalb sein, damit mein Freund quasi mit dem Hund zusammen wachsen kann, ich will nicht, dass er da Angst hat. Bei nem großen Hund würde das wohl länger dauern. Außerdem hab ich ja auch noch die Katzen, die zwar Hund von Gelegenheitsbesuchen her kennen, aber noch nicht mehr als 3 Tage am Stück mit einem zusammengelebt haben. Vom Gefühl her denke ich daher, dass ein welpe besser geeignet ist. Den sehen die Katzen mitwachsen. (Sie kamen mit dem kleinen, wuseligen Yorki, der keine Katzen kennt besser klar, als mit dem großen "gefählichen" Schäferhund, der dahem auch mit 3 Katzen zusammenlebt und wirklich super vorbildlich war)

Außerdem möchte ich den Hund gerne selbst ausbilden und mit ihm in die Situation reinwachsen. Der Niedlichkeitsfakor spielt in dem Fall ne untergeordnete Rolle, mir gefallen ausgewachsene Hunde meistens besser als Welpen.
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #22
Hallo Simone,

eine tolle Idee hast Du da.

Der Hund soll Ruhe ausstrahlen aber um ihn herum prügeln sich deine Schüler?

Die Erfahrung, die ich von Schulbegleithunden bisher gehört habe, ist die, dass auch gewaltbereite Jugendliche in der Nähe des Hundes immer ruhig sind.

Labrador war mir auch als Rasse eingefallen. Allerdings darf der Schulbegleithund kein rumliegendes Schulbrot anrühren, und dass stell ich mir bei einem Labrador, der eher einem Staubsauger gleicht, schwierig vor.

Ein Ausbildung, die im Welpenalter beginnt, ist vorteilhaft. Der Welpe muss in seiner Prägungs- und Junghundphase sanft an alle möglichen Situationen gewöhnt werden.

Meine beiden Hunde (Herdenschutzhund und Malinois) sind eigentlich von der Rasse nicht für den Kontakt mit Menschen geeignet. Sie sind jedoch beide absolut freundlich zu jedem Menschen und lassen sich von allen anfassen. Auch von Kindern.

Grüße Bernd
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #23
Also an und für sich finde ich den Labrador gar nicht so ungeeignet. Es hat ja auch seinen Grund, dass gerade diese Rasse in solchen Dingen immernoch anführt - sei es jetzt Blindenhund oder Begleithunde generell.

Ich hab zwar auch nie in einer Sonderschule gearbeitet, wohl aber mit diversen verhaltensgestörten Jugendlichen und ganz so dramatisch stellte sich mir die Situation nicht dar :) Klar ist das Setting in einer Schule immer ein ganz anderes, aber je nachdem wie man mit ihnen umgeht kann das auch schon sehr positive Auswirkungen haben (wenn ein Kind/Jugendlicher das erste Mal in seinem Leben ein Gefühl von Wertschätzung erfährt sind sie ja meistens schon eh erstmal überfordert. Das stellen sie noch ein paarmal auf die Probe, dann geht´s meist :D Aber wie gesagt, bei mir war´s das "Zuhause" der Jungs, nicht die Schule)

Finde ich toll dass du das so machen willst! Ich finds immer wieder faszinierend, was Hunde (Tiere generell) für einen Einfluss auf Menschen haben, obwohl sie eigentlich "nur da" sind. Bei den Behinderten hab ich es immer am allermeisten gemerkt (wenn dann auf einmal eine Spastik verschwindet, die keine Medizin sonst entspannt), aber auch bei allen anderen...
Letztens als BJ zu einem meiner Klienten hin ist (Alkoholiker, leider gerade nur ein Schatten seiner selbst), ich ihm sagte dass er sich da was drauf einbilden kann, weil BJ ja bei Weitem nicht direkt zu jedem hingeht... der ist drei Meter gewachsen und erzählt seit drei Wochen davon...
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #24
In der heutigen Zeit, wo es so viele Menschen mit Allergien gibt, würde ich mir persönlich den Pudel raus suchen, und zwar nen Klein- oder Großpudel.

Ich selbst habe eine Großpudelhündin. Zwei ihrer Geschwister sind Behindertenbegleithunde und auch aus dem letzten Wurf ihrer Zuchtstätte werden wieder zwei Hunde als Behindertenbegleithunde ausgebildet.
Ich finde, der Großpudel ist ein robuster, sehr lernwilliger, intelligenter und immer gut gelaunter Kamerad. Ist man bei der Welpenauswahl gut beraten, kann in meinen Augen nichts mehr schief gehen. ;)
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #25
Stimmt da hat Ati und Aaron was wichtiges angesprochen, wenn ein Kind plötzlich eine Allergie,.. bekommt . Darf der Hund nicht mehr mit in die Schule oder sehe ich das falsch?
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #26
Ich habe einen Rauhaardackel, bin Lehrerin und kenne auch Kolleginnen die Dackel als Schulhunde haben, mein Dackel ist leider letztes Jahr bei der Begleithundeprüfung durchgefallen ne wiederholt sie jetzt, dann werde ich ihn weiter als Besuchshund ausbilden. Ich finde Dackel eignen sich sehr gut, weil sie für die Kinder klein und wenig bedrohlich wirken, sehr gelehrig sind und sehr menschenbezogen. Rauhaardackel sind außerdem auch meistens bei Allergien geeignet. Ich habe übrigens auch lange warten müssen, bis ich einen Hund hatte, in der Zeit habe ich Hunde ausgeführt. Hast Du außerdem überlegt eine Hundetrainerausbildung zu machen. ( ich mach das jetzt mit dem Hund, aber ich hätte es auch ohne Hund ruhig vorweg machen können.
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #27
Die Erfahrung, die ich von Schulbegleithunden bisher gehört habe, ist die, dass auch gewaltbereite Jugendliche in der Nähe des Hundes immer ruhig sind.
Ja die Erfahrung habe ich auch gemacht. Die Lehrerin in meinem letzten Praktikum hatte ein paar mal ihre Schäfer-Mix-Hündin dabei. Die war so viel ich weiß auch nicht speziell ausgebildet, aber super erzogen. Die Kinder fandens toll und waren super rücksichtsvoll.

Labrador war mir auch als Rasse eingefallen. Allerdings darf der Schulbegleithund kein rumliegendes Schulbrot anrühren, und dass stell ich mir bei einem Labrador, der eher einem Staubsauger gleicht, schwierig vor.
Das mit der Gefräßigkeit ist ein Manko, aber wenn man von vornherein trainiert, dass der Hund nur auf Kommando frisst und auch im Zweifelsfall wieder ausspuckt, sollte das in den Griff zu kriegen sein. Das müsste man ja eh mit jede Hund trainieren.

Meine beiden Hunde (Herdenschutzhund und Malinois) sind eigentlich von der Rasse nicht für den Kontakt mit Menschen geeignet. Sie sind jedoch beide absolut freundlich zu jedem Menschen und lassen sich von allen anfassen. Auch von Kindern.
Da ich den Hund ja bewusst in meine Arbeit einbringen will, mag ich es mir nicht unnötig schwer machen. Mag sein, dass es auch superliebe geeignete Rottweiler etc. gibt, durch den hohen Schutztrieb möchte ich es aber nicht riskieren dass er sich doch nicht eignet und dann daheim bleiben muss und ich trotz allem ohne HUnd zur arbeit geh. Darum such ich bei nem Rottizüchter (wie auch bei einigen anderen) gar nicht erst. Würde ich mir den Hund nicht auch explizit als schulbegleithund wünschen, könnte ich mir ja auch ein Überrascungspaket aus dem Tierschutz holen und schauen, ob er sich eignen oder nicht. Welche Aufgaben müssen deine Hunde erfüllen?

Ich hab zwar auch nie in einer Sonderschule gearbeitet, wohl aber mit diversen verhaltensgestörten Jugendlichen und ganz so dramatisch stellte sich mir die Situation nicht dar
Nein, es ist natürlich nicht immer so schlimm, dass ständig Stühle fliegen, aber es kommt schon mal vor und das muss man halt bedenken.

Ich selbst habe eine Großpudelhündin. Zwei ihrer Geschwister sind Behindertenbegleithunde und auch aus dem letzten Wurf ihrer Zuchtstätte werden wieder zwei Hunde als Behindertenbegleithunde ausgebildet.
An Pudel hatte ich auch schon gedacht, weil ich die vom Wesen her total klasse finde. aber ich hab schon öfter geleen und das so auch erlebt, dass Pudel rechte Clowns sind und action mögen. Darum denke ich, dass der Pudel sich für behinderte, kranke oder alte Mensschen perfekt eignet, aber nicht für verhaltensgestörte Kinder und Jugendliche.

Stimmt da hat Ati und Aaron was wichtiges angesprochen, wenn ein Kind plötzlich eine Allergie,.. bekommt . Darf der Hund nicht mehr mit in die Schule oder sehe ich das falsch?
Das ist natürlich noch so ein Punkt, den man beachten muss. Und es kommt ja auch immer auf die Ausprägung der allergie drauf an. Aber dann gibt es immer noch die möglichkeit in Kleingruppen oder Einzelförderung mit dem Hund zu arbeiten.

Ich finde Dackel eignen sich sehr gut, weil sie für die Kinder klein und wenig bedrohlich wirken, sehr gelehrig sind und sehr menschenbezogen. Rauhaardackel sind außerdem auch meistens bei Allergien geeignet.
Dackel sind so gar nicht meins. Die sprechen mich weder vom Wesen noch vom Aussehen her an, die kurzen Beinchen gehen einfach gar nicht. :uups: Außerdem arbeite ich ja nicht mir kleinen Kindern, sondern mit größeren, da ist die geringe Größe eher ein Nach- als ein Vorteil.

Es geht um zum Teil straffällige, aggressive Jugendliche. Da darf der Hund schon respekteinflößend sein, was man ja mit der größe schonmal erreicht. Allerdings sollen die Kinder keine Angst vor ihm haben müssen, da Angststörungen fast genauso oft an der Tagesordnung sind wie Aggressionen...Darum scheidet wohl ein schwarzer Labrador auch aus, auch wenn ich nciht verstehe, warum so viele Menschen Angst vor schwarzen hunden haben, ich find die wunderhübsch. Aber Labradore gibts ja auch in gelb und braun. Es sollte so viel ich weiß die Mimik des Hundes auch gut erkennbar sein, was bei einem hellen Hund auch leichter fällt als bei einem schwarzen...
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #28
Ich gebe zu, dass ich jetzt nicht alles gelesen habe.
Unsere letzte Referendarin (bin Grundschullehrerin) hatte einen ausgebildeten Schulbegleithund - und zwar einen Labrador ;)
Der war superlieb und supergeduldig, sie hat ihn ab und an mal mit zur Schule gebracht und die Kinder haben ihn geliebt.

Ich kenne aber auch eine Schule, die haben offiziell einen Schulbegleithund angeschafft - woraufhin die Schulsekretärin ihren Arbeitsplatz wechseln musste, weil sie eine massive Allergie hat.

Daher sehe ich das Ganze mit gemischten Gefühlen, denn auch die Kinder können ja durchaus ´ne Allergie haben.
Und einerseits ist es verboten, Tiere mit in die Schule zu bringen, aus hygienischen Gründen - andererseits sind Schulbegleithunde plötzlich erlaubt? (Und ja, ich finde sie wirklich ´ne tolle Idee, mir stößt da nur immer die Allergiegeschichte auf....)

LG, seven
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #29
Also in der gesamten Schule soll mein Hund nicht arbeiten. Die arbeit mit ihm ist schon am meine Person gebunden. Insofern muss hoffentlich keiner dann seinen Job wechseln, weil sich der Hund ja nicht frei im Schulhaus bewegt. Und wenn die Sekretärin allergisch ist, muss er ja nicht ins Seki latschen, sondern bleibt draußen.

Wenn ein Kind allergisch ist muss man wie oben schon geschrieben die Arbeit mit dem Hund halt umgestalten. In der Schule zur Erziehungshilfe ist man selten allein mit ner klasse. Es gibt häufig nen 2. Lehrer, Schulsozialarbeiter, Heilpädagogen, Erzieher,... das heißt man kann auch mal ein Kind anderweitig unterbringen und sich gezielt eines oder mehrere "rauspicken".

Ich komme nächstes Schuljahr ins Referendariat, wenn ich die Prüfung besteh *3mal auf holz klopf* und hätte dazwischen super Zeit, mich um die Hundeausbildung zu kümmern, aber weder Platz noch die finanziellen Mittel. voll blöd...
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #30
Off-Topic
Das mit der Gefräßigkeit ist ein Manko, aber wenn man von vornherein trainiert, dass der Hund nur auf Kommando frisst und auch im Zweifelsfall wieder ausspuckt
Entschuldige, dass ich nichts produktives beizutragen habe, aber ich musste so lachen, als ich das gelesen habe. Ich stell mir grad so einen Zwerg vor, der sich wie Bolle auf sein Nutellabrot freut und dann frisst es der Hund- aber spuckts auf Kommando wieder aus. *prust* Ich stell mir grad das Gesicht vom Kind vor... :D
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #31
Off-Topic
Klasse vorstellung. Musste grad voll lachen, zum Glück ist keiner hier :mrgreen:
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #32
Hallo,
ich meine man kann immer Bedenken haben:
...z.B. , daß es immer wieder Eltern gibt die selbst entweder Angst vor Hunden haben oder schlichtweg keine Hunde mögen, dann ist "mein Kind ist "hochgeradig Alleregisch" eben mal schnell behauptet, noch ein zwei Unterschriften und schwupps darf der Hund nicht mehr ins Gebäude.
Da muss man sich vorher super absichern, sonst ist der eigene Arbeitsplatz gefährdet....könnte ich mir vorstellen.

Aber wenn man so an eine Sache ran geht, kann man sie auch gleich sausen lassen.

Andererseits gibt es Schulen in denen es nicht nur Hunde, sondern auch Pferde und Katzen und und und gibt. Meine Nichte ist auf so einer, allerdings als "Heimgänger" ist ein offenes Alternatives Internat - nur si Schulen sind rar, privat und teuer.

Lg Suno
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #33
Ich weiß auch ehrlich gesagt noch nicht, ob ich mich verbeamten lasse. Habe ehrlich gesagt ein Problem mit dem System, da wäre es inkonsequent.. :uups: Insofern kann ich mir ja dann relativ gut aussuchen wo ich arbeite und schauen was zu mir und dem Hund passt und muss nicht an der Schule arbeiten, wo man mich halt hinveretzt. Aber das ist wie gesagt alles noch Zukunftsmusik, jetzt erstmal Examen und dann Referendarit und dann schauen, wie es weiter geht...

Ich denke Hindernisse gibt es überall, egal ob mit oder ohne hund. Die Vorteile wiegen den Aufwand jedoch meines Erachtens auf, sodass ich das schon auf mich nehmen würde.

Es gibt hier bestimmt einige Labradorbesitzer- könnete ihr mir per pn Züchterempfehlungen schicken? Dann guck ich mich mal ein bisschen um. Ich habe ein Auto und wäre bereit für den geeigneten Hund auch eine Weile zu fahren.
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #34
Es gibt im VDH zwei Vereine, die für dich interessant sein dürften. Das ist zum einen der Deutsche Retriever Club DRC () und zum anderen der Labrador Retriever Club LCD (). Auf beiden Homepages gibt es Züchterlisten, durch die du dich mal durchsuchen könntest.

Je nach dem, in welchem Umkreis du suchst, lasse ich dir auch sehr gerne die Kontaktdaten meiner Züchterin zukommen, mit der wir einen echten Glücksgriff getan haben (Kommen aus NRW, PLZ 59...). Ich meine allerdings, dass bei ihr frühestens im übernächsten Jahr wieder ein Wurf geplant wird. Bei Bedarf melde dich sehr gerne!
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #35
HeyJ
Ich bin jetzt mal direkt Miesepeter: Es wird verflucht schwer eine Stelle zu finden, die dir erlaubt das überhaupt zu machen.
Aber dazu gleichJ

Erstmal zur Rasse: Prinzipiell eignet sich eig. Jede Rasse für diesen Bereich- es kommt immer ganz individuell auf den Hund und dessen Gemüt an.
Auch mit einem Border aus der Arbeitslinie KANN man in diesem Bereich arbeiten- wenn man weiß wie;)
Zur Überbrückung würde ich einfach so viel an Seminaren etc. mitnehmen wie es gehtJ
Da vergeht die Zeit direkt viel schneller…Ganz wichtig: Die Auswahl der Ausbildungsstätte.
Es gibt da so extrem viele schwarze Schafe, dass ist echt unnormal…Es gibt durchaus einige in dem Bereich, die mit Starkzwang ausbilden und zwar nicht zu knapp.

Beim Labbi vllt. Noch kurz: Die Farbe ist nicht unwichtig.
Helle Hunde werden häufig sofort betüdelt, geknutscht etc. vor schwarzen Hunden haben die meisten Kinder erstmal Respekt.
Persönlich würde ich mir bei deinem Klientel tatsächlich immer einen schwarzen Labbi ins Haus holen.
a) Baust du so Vorurteile effektiv ab
b) Werden anfangs Grenzen viel besser eingehalten, weil der Hund ja nicht niedlich, sondern doch recht imposant wirkt
So.
Und jetzt das ABER.

Dein Hund ist nicht einfach „nur da“.
Das wird er niemals sein. Selbst wenn er schläft wird er alles um sich herum mitbekommen.
Länger als eine Stunde wirst du deinen Hund NIEMALS am Stück einsetzen können.
Tust du es doch wirst du langfristig große Probleme bekommen- der Stress, dem der Hund ausgesetzt ist kann dir unter Umständen einen richtig tollen Hund total kaputt machen.
Mehr als 2 Einsätze sind für einen jungen Hund eine Zumutung und 3 das absolute Maximum für einen gut ausgebildeten, ruhigen und souveränen Hund.
Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung;)
Zum Thema Hund in der Schule:
Hunde sind generell nicht verboten, sondern gelten als Lehrmittel, dass nach Entscheidung der Schulleitung eingesetzt werden darf.
Bei Allergie etc. einer einzigen beteiligten Person lösen sich alle deine Pläne in Luft auf.
Du musst die Ausbildungszeit einkalkulieren- das sind mind.18 Monate, tendenziell eher 24 bis der Hund soweit gefestigt ist in seiner Persönlichkeit und im Training, dass du wirklich sinnvoll mit ihm arbeiten kannst. Bei großen Hunden kannst du dich locker auf 3 Jahre einstellen bis das „Gröbste“ durch ist (Leonberger etc.) In dieser Zeit ist es oft so, dass der Hund nach 5 Minuten bereits total fertig mit der Welt ist und nur noch raus will.
In Gruppen mit mehr als 10 Personen würde ich persönlich nie mit einem Hund arbeiten.
Das ist fast schon ein Ding der Unmöglichkeit da effektiv irgendetwas auf die Beine zu stellen, wenn man es richtig und eben professionell machen will.
Bei der Rassenwahl auch nicht unwichtig: Alles was zuviel Fell, undeutliche Mimik etc. hat würde ich einfach direkt ausschließen.
Bei dieser Arbeit musst du jedes noch so winzige Stresssignal erkennen- dazu gehören auch Falten, die sich bei Stress bilden, die bei langhaarigen/faltigen Hunden nicht erkennbar sind.
Dazu kommen erhöhte Tierarztkosten- regelmäßige Kotuntersuchungen (ca. alle 3 Monate), Gesundheitsnachweise vom TA usw. usw.
Alle Bereiche mit denen der Hund in Kontakt kommt müssen häufiger und sorgfältiger gereinigt werden.
Deine Versicherung muss dementsprechend mitspielen und den Hund auch während der Einsätze versichern.
Es gibt Schulen, die fordern, dass das Gesundheitsamt informiert wird.
Zu deiner eigenen Sicherheit muss jeder Einsatz dokumentiert und ausgewertet werden.
Du kannst für eine Stunde Einsatz locker 6-8 Stunden Vor- und Nachbereitungszeit rechnen. Minimum.

Das erstmal dazu:p
Ich finde übrigens trotzdem, dass das eine gute Idee ist J
Sonst würde ich schließlich nicht selbst in dem Bereich arbeiten;)
Nur sollte dir eben wirklich klar sein, dass man das nicht nebenbei macht, sondern auch bei nur 1-2 Einsätzen in der Woche knapp 10-20 Stunden „nur“ da rein investiert.
Und nein, das ist nicht übertrieben;)

Noch was: Sollte eine Ausbildungsstätte damit werben „Therapiehunde“ auszubilden: Geh´da bloß nicht hin. Ernsthaft.
Wer diesen Begriff in diesem Kontext benutzt hat in seinem ganzen Leben noch nicht ein gutes Fachbuch zum Thema gelesen und hat keine Ahnung von dem was er da tut- Therapiehunde therapieren andere Hunde- keine Menschen.
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #36
Ich habe bis jetzt noch keine E-Schule kennen gelernt, die das prinzipiell nicht erlaubt. Eine der Schulen bei der ich mich bewerben möchte bietet regelmäßig Projekte mit Pferden an. Das Personal in dem Stall ist dementsprechend geschult. Also klar gibt es Schulen, die das komplett verbieten, aber da muss ich ja nicht arbeiten ;)

Außerdem rede ich von einem Begleithund, nicht von einem Hund für die Tiergestützte Therapie. Das ist nochmal etwas ganz anderes und das würde ich mir auch nicht zutrauen. Ich bin schließlich Lehrerin, keine Therapeutin.

Suno hat mir vorhin schon enen Link von einer Ausbildungsstätte geschickt, klingt super und ist nicht weit weg. Wenns dich interessiert schick ich ihn dir gerne mal weiter, dann kannst du auch mal drüber schauen und deinen senf dazu geben. :D

Auch ist klar, dass der Hund nicht jeden Tag mit in die schule kann. Wie zum Beispiel bereits oben erwähnt, wenn die Kinder sich nicht an die Regeln halten. Und als Welpe und Junghund muss er ja auch wo untergebracht sein.

Und weil ich weiß, dass es für den hund mehr ist als bloße anwesenheit, hate ich das "nur da" in Anführungsstriche gesetzt.

Was die Farbe angeht: da ich ja nicht nur mit aggressiven Jugendlichen arbeite, sondern auch mit ängstlichen Kindern, habe ich schon bedenken, was einen schwarzen Hund angeht. Meine Oma z.B. hat total angst vor sämtlichen schwarzen Tieren, egal ob Hund oder Katze. Und das hab ich schon von mehreren gehört. Mir persönlich ist die Farbe herzlich egal, ich find alle drei Farben hübsch. Bei dem schwarzen Hund habe ich auch bedenken, dass wenn er sich am anderen ende des Raumes befindet, dass ich dann seine Mimik von vorne nicht mehr so gut erkennen kann. Vielleicht wäre Chocolate da ein guter Kompromiss :eusa_think:

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Achja Fluty: Die Züchterlisten kenn ich schon, hab mir auch schon ein paar angeschaut, aber es ist wohl schier unmöglich die alle kennen zu lernen um sich dann einen auszusuchen. Also wäre ich über eure persönliche erfehrung dankbar, auch wenn der Züchter etwas weiter weg ist.
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #37
Gerne, ich schick' dir gleich mal eine PN.
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #38
Ich finde Pudel passen auch sehr gut dazu. Kenne 2 Pudel (Groß und Kleinpudel) und die machen es echt toll. Die gehen auch jeden Tag mit Frauchen hin und warten und schlafen manche Stunden im Extra Klasse oder haben Einsätze.
Pudel finde ich auch passend weil die nicht haaren und man die einfach kurz scheren kann dann sehen die wirklich super süß!
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #39
Naja. BJ geht auch oft mit meinem Freund zur Arbeit - das heißt 15 Menschen mit Körper-/Lernbehinderung. Da muss er auch einfach "nur da" sein, klar ist aber dass er natürlich von allen geliebt, gelockt, gefüttert wird, aber auch mal (wenn er im Weg steht) durchaus von einem Rolli angefahren wird oder einer der Leute blöd zufasst (weil zB eine Spastik einschießt).
Das was Mido jetzt schreibt hieße ja aber, dass BJ das höchstens 1-2 Stunden am Tag machen könnte, ohne über kurz oder lang durchzudrehen.
(Aber er ist auch kein ausgebildeter Hund. Die Behinderten dürfen an ihm üben Hundekörpersprache zu lesen, sich richtig zu verhalten und auch mal das Kommando zu übernehmen, das reicht ihnen schon :) )

Ich denke wenn man dafür sorgt, dass der Hund dann auch einen Rückzugsort hat (unter dem Pult fiele mir jetzt ein oder schlicht und einfach ein Kennel) wo er definitiv seine Ruhe hat geht das doch auch.

BJ liebt es aber, dahin zu gehen. Er liebt die Leute dort mittlerweile weil er Vertrauen gefasst hat (irgendwie kann er doch zwischen Absicht und Versehen unterscheiden), er liebt auch den Garten in den er immer mal gelassen wird und er liebt die anderen Hunde dort.

Klar ist, dass bei sowas immer etwas dazwischen kommen kann. Auf Allergien kann und sollte man Rücksicht nehmen und natürlich auch alles einplanen. Meine Chefin erlaubt Hunde bei mir auf Arbeit solange keiner der Mitarbeiter Panik vor Hunden hat. Sollte so jemand mal eingestellt werden ist klar dass mein Hund nicht mehr mitkommen darf.
 
  • ichwillichwilliwill (schulbegleithund) Beitrag #40
Außerdem rede ich von einem Begleithund, nicht von einem Hund für die Tiergestützte Therapie. Das ist nochmal etwas ganz anderes und das würde ich mir auch nicht zutrauen. Ich bin schließlich Lehrerin, keine Therapeutin.

Rein vom Stresslevel her macht das für den Hund effektiv kaum einen Unterschied.
Begleithunde gibt es für diesen Bereich übrigens nicht. In der Schule sind das entweder Hunde im Bereich der Tiergestützten Aktivität/Intervention oder aber Sozialhunde.
Für Menschen mit Körperbehinderung unter Umständen auch Servicehunde.

Was Infano schreibt wäre übrigens auch eine Methode- einen sicheren Rückzugsort muss der Hund aber in jedem Falle aufsuchen können.
Ich persönlich würde das aber nicht tun, außer, wenn ich die Möglichkeit hätte, dass mein Hund komplett in einen anderen Raum ausweichen kann.

Das Problem in diesem Bereich ist einfach oft, dass viele Menschen überhaupt nicht sehen, dass ihrem Hund das viel zu viel ist.
Damit meine ich jetzt nicht dich, Infano, ich denke ihr könnt BJ gut einschätzen und solange dein Freund dafür sorgt, dass er ausweichen kann ist auch alles gut.

Schaut man sich aber mal Bilder von solchen Einsätzen an ist es extrem selten, dass auf den Bildern entspannte Hunde zu sehen sind.
Zumindest sind mir bisher nur extrem wenige untergekommen und auch Videos von Einsätzen sind seltenst so, dass ich sagen würde, dass das für den Hund gerade eine angenehme Situation ist.

Ich weiß, dass das alles sehr reißerisch klingt, aber wir kriegen ständig mit, dass Hunde "plötzlich" anfangen während der Arbeit auszuflippen und wenn man dann mal nachfragt war der Hund vorher 3 Stunden in einem Raum mit 20 Personen und sollte "da sein" und hatte keinerlei Ausweichmöglichkeiten.

Den Link zu der Ausbildung kannst du mir gerne schicken:)
 
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