Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen

Diskutiere Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Ja Gassigehen und Erfahrung sammeln mache ich auf jeden Fall, egal welche Rasse ich gerne hätte. Aus einer Gefühlsregung heraus würde ich eh keine...
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #21
Ja Gassigehen und Erfahrung sammeln mache ich auf jeden Fall, egal welche Rasse ich gerne hätte. Aus einer Gefühlsregung heraus würde ich eh keine Entscheidung treffen,
geschweige denn ein Tier zu sich holen. Aber bei der nächsten Wohnungssuche werde ich an einen möglichen Hund denken, selbst wenn ich erst
in ein paar Jahren auf den Hund komme ;) aber keine Sorge, meine Tiere standen und stehen für mich immer an erster Stelle, sogar meine Hühner
konnten sich nie beschweren :lol:
 
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #22
Eine Fortbildung zum Hundetrainer finde ich auch übertrieben, wenn man sich gut informiert hat und evtl mit Züchtern, Vereinen und/oder Hundeschulen über den Hund den man sich vorstellt spricht finde ich reicht es aus um ein gutes Bild zu bekommen. Natürlich entspricht der Hund niemals 100%tig dem Rassestandart, ist ja schießlich ein Lebewesen und keine Maschine, aber genau deswegen finde ich auch Kommunikation mit Haltern von der gleichen oder ähnlichen Rassen und Vereinen der Rasse nicht verkehrt.
Der eigene Hund ist eh wie kein anderer, den erkennt man unter 1000den sofort heraus :mrgreen:
 
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #23
Sammle Du doch erst einmal Erfahrung, mach eine Fortbildung als Hundetrainer, führe Tierheimhunde aus.

Würde man das ernsthaft tun wollen müsste man mit Kosten in mind. 4-stelliger Höhe rechnen und das Ganze würde sich über mind. 1 1/2 Jahre hinziehen-tendenziell länger.
Halte ich a) für unrealistisch und b) für unnötig.

Seminare, Themenabende, Weiterbildungen zu bestimmten Themen sollte man immer mitnehmen, wenn man kann, das stimmt allerdings schon:)
 
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #24
Ich hatte auch wirklich nur an eine Fortbildung oder ein Seminar gedacht ( habe ich selbst auch gemacht) und nicht an eine komplette Hundetrainerausbildung. In manchen Vereinen kann man auch einen Hundeübungsleiterschein machen.
Mir hat es geholfen und mir als Jugendliche Sicherheit verschafft.
In die Überlegung mit einbeziehen würde ich auch noch mal, welches Alter sollte der Hund haben. Welpe und anspruchsvolle Rasse ist natürlich noch eine größere Aufgabe.
 
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #25
Keine Sorge Meinzwerg, habe das auch so verstanden ;)
Mit einem erwachsenen Hund habe ich keinerlei Probleme, es muss nicht immer Flauscheknäuel sein :D
Aber bei Wolfshunden speziell liest man überall, dass die Sozialisation eines ausgewachsenen Hundes durch die starke Rudelbindung sehr schwer ist.
Was ist da für einen ''Anfänger'' ungünstiger? Ein Welpe einer anspruchsvollen Rasse oder ein ausgewachsener Hund anspruchsvoller Rasse mit 'Problemen' ? Sehr schief ausgedrückt, aber weiß nicht wie ich das umschreiben soll, sorry :?
 
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #26
Nicht jeder Hund ist "kaputt" wenn er abgegeben wird. Manchmal fehlt den Besitzern die Zeit wegen Berufswechsel oder die Partnerschaft ging zu Ende oder der Besitzer muss ins Krankenhaus und kann sich auch später nicht um seinen Hund kümmern...

Ok, ich weiß jetzt nicht wie viele Secondhand Wolfshunde auf ein zu Hause warten (im Tierheim hier ist einer, aber sehr unsicher/ ängstlich. Und dummerweise wurde er dann auch noch kastriert -.- was es nicht besser macht) aber ein Blick schadet nicht.

Bei nem Welpen kannst du letztenendes auch einiges Falsch machen, nach dem 3. Lebensjahr wenn sie Erwachsen sind, wird es da auch nicht unbedingt einfach, entwickeltes Problemverhalten wieder zu kontrollieren. (betonung liegt auf "nicht einfach" und nicht auf "unmöglich ^^)

Beim Züchter könntest du auf Fachmennische Unterstützung bauen, und bei Problemen dir helfen lassen.

Hat alles so seine Vor- und Nachteile...
 
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #27
Ja, natürlich...

Denke werde aber auch auf jeden Fall nach seriösen Züchtern in der relativen Nähe suchen und dort Kontakte aufbauen, dann kann ich Wissen sammeln und die Schönen live erleben, auch wenn ich mir eine alte Nase holen sollte (finde die Idee schon anziehend *Helfersyndrom*). Ist vllt auch nicht schlecht wenn man die Züchter ein paar Jahre kennt bevor man nach einem Welpen sieht.... Und die Tierheime und Hundeplätze terrorisieren :D
 
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #28
Und ich finde es nicht schlimm, dass hier im Forum viele Fragen gestellt werden. Hab ich auch gemacht und viel aus den Antworten der anderen User gelernt. Manches hat für uns gepasst, manches nicht, aber man nimmt doch immer etwas mit.

Falls das falsch rüberkam: Ich wollte damit nicht sagen, dass ich das negativ auffasse. Aber bei manchen Fragen bemerkt man durchaus die Überforderung, was als solches auch noch kein Problem, aber überlegenswert ist, was der Ursprung der Überforderung ist.
 
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #29
Also gerade bei den Wolfhunden finde ich nicht, dass man Hundeerfahrung braucht.
Ich hatte Hundeerfahrung, aber mein Wolfhund tickte einfach komplett anders und so konnte ich eigentlich alles was ich bei meinem Golden Retriever gelernt habe, über den Haufen schmeißen. Ich habe mich dann einfach auf mein Bauchgefühl verlassen und genau das war richtig.

Meiner Meinung nach muss man für ein Wolfhund einfach der passende Mensch sein. Sie werden sich nicht an dich anpassen. Wenn du allerdings genau das suchst, was der Wolfhund dir gibt, dann werdet ihr glücklich miteinander werden.

Allerdings macht es sehr vieles einfacher, wenn der Wolfhund als Zweithund zu einem gehorsamen und souveränen Ersthund kommt.
Ich habe ein Wolfhund, der keine Scheue vor Menschen hat, den ich sogar 9 Stunden alleine lassen kann (aber eigentlich so gut wie nie muss, da ich von Zuhause "arbeite") in der kompletten Wohnung mit Zugang zu allem (Küchenrolle, Schuhe, Decken etc.) und er zerstört nichts. Er schläft einfach friedlich und entspannt.
Er hüpft freiwillig ins Auto, hört aufs Wort und lässt sich sogar abrufen, wenn er Wild gesichtet hat. Mein Wolfhund verträgt sich mit fast allen Hunden ausgezeichnet und hat Spaß daran zu Apportieren.
Ich denke das ein großer Teil davon der Verdienst meines Ersthundes ist. Gerade das alleine bleiben; Ohne den Ersthund würde er das definitiv nicht können.
Auch die Scheue vor Menschen hat er wahrscheinlich dadurch gar nicht erst entwickelt, weil mein Golden Retriever, nun mal sehr rassetypisch, Allerwelts-Liebling ist.
Ohne Ersthund wäre das alles sehr viel schwerer bis unmöglich gewesen.

Aber man sollte immer auch bereit sein mit dem Extremfall zu leben. Mit einem Hund, den man nicht 5 Minuten alleine lassen kann. Nicht weil er sonst bellt oder jammert.. nein, weil er sonst deine Möbel vernichtet, aus dem Fenster springt oder sogar sich selbst verletzt. Ein Hund, mit dem man nicht in die Nähe von anderen Menschen gehen kann und der wahrscheinlich auch im späteren Verlauf keine fremden Hunde mehr akzeptieren wird. Ein im Auto kotzenden Hund, der einen Jagdtrieb hat, dem man nur mit lebenslanger Schleppleine entgegenwirken kann.
Man sollte auch nicht damit rechnen, dass der Hund hören wird. Auch Training kann da vergebens sein. Es muss sich aus seiner Sicht lohnen.

So bin ich damals da ran gegangen. Ich habe mir den schlimmsten Fall angeschaut und entschieden, dass ich damit leben kann.
 
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #30
Off-Topic
Syn
Wie bist du auf den Wolf gekommen? Ich meine ein Goldi mit seinem Will to Pleace und einem eigenständigem Wolfshund, da liegen Welten dazwischen.
 
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #31
Ein guter Rat, Syn, der definitiv eine Überlegung wert ist. Auch wenn man meint 'ach, ich schaff dat schon' :)
Ich bin bei Tieren schwer entflammbar, sogar als meine 12 Wochen alte Mieze mir aufs Abendessen gepinkelt hat, hab ich nur geseufzt :lol:
Aber ein Hund ist natürlich nicht das gleiche...
 
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #32
Off-Topic
Syn
Wie bist du auf den Wolf gekommen? Ich meine ein Goldi mit seinem Will to Pleace und einem eigenständigem Wolfshund, da liegen Welten dazwischen.

Off-Topic
Ja, die beiden sind auch von Grund auf und bis ins letzte Eck verschieden!
Ich wollte damals als Zweithund eigentlich einen Flat Coatet Retriever, aber mein Freund hat mir dann was von den Wolfhunden erzählt. Wir haben uns genauer informiert und besuchten eine Züchterin. Wir haben einfach erkannt, dass ein Wolfhund perfekt in unser Leben passt.
Das stimmte auch und trifft auch heute noch zu. Er passt einfach perfekt in unser Leben. Er möchte einfach nur dabei sein.
Wenn man den Luxus hat und den Wolfhund nicht alleine lassen muss, hat man eigentlich schon eine sehr gute Voraussetzung.
Tja.. und wenn ich mal "arbeiten" will, dann hab ich meinen Mylo. Mit ihm bin ich im Hundeverein. Er ist super in Obedience und Dummyarbeit.
So muss ich diese Ansprüche nicht an den Wolfhund stellen und er kann einfach er selber sein.
Die beiden untereinander verstehen sich auch perfekt.
 
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #33
Vergiss bitte diese Hunderasse........

Ich verstehe ja nicht - warum um Gottes Willen man sooo doof sein muss um einen Wolf-Hund Hybriden entstehen zu lassen - noch schlimmer diesen als "Rassestandard" festzulegen. Das ist seit Jahren verboten - früher mal wars in - ja klar - näher zur Natur - der Wolf das Mystische Wesen.

Fakt ist: es ist mittlerweile eine Rasse - leider. Was für ein Tier das ist - weiss der Kuckuck - ist ein Lottosechser welches Tierchen du erwischt (lt Internet sind 6-9 generationen die bereits in Zucht sind - alleine nach der Mengelschen Lehre kann man sich ausrechnen wieviel Wolf da noch im Hund ist. Und wenns 10% sind und die den Charakter des Tieres ausmachen - helfen die anderen 90 % reinrassiger Schäfer auch nicht weiter). Ist das Tier näher dem Hund - hast du unglaubliches Schwein gehabt- der Hund im übrigen auch. Ist er näher zum Wolf - kannst du dir erziehungsmassnahmen auf den Bauch klatschen - die ticken nämlich nicht so wie Hunde - sondern wie Wölfe. Mit anderer Körpersprache, anderen Wesensverhalten, sie sind in der Alleinhaltung sehr feige, sie haben andere Körpersprache - welche von anderen Hunden fehlinterpretiert wird - was grundsätzlich dazu führt dass sie sich fetzen. Anderen Hunde einen Mords respekt vor ihnen haben (kein domestizierter Hund würde auch nur in die Nähe eines Wolfes gehen - so gut kann der gar nicht erzogen sein).

Es gab vor kurzem von diesem Amerikanischen Hundeexperten eine Sondersendung über "Hybrid-Hunde" - vielleicht findet man auszüge davon im Internet (mir hats alleine beim zusehen das Herz gebrochen, weil es so viele Hunde gibt die näher zum Wolf sind - und die weder vom Hund noch von Wölfen akzeptiert werden. Da gibts dann farmen wo diese Hybriden ihr leben fristen dürfen - denn für den alltagsgebrauch sind sie leider nicht zu gebrauchen)...Der tschechische Wolfshund ist im übrigen noch relativ Jung - erst 1983 wurde begonnen einzukreuzen - dass heisst auch soviel - dass alle Macken mit Garantie noch nicht weggezüchtet ist - so schnell kann man den Wolf da nicht mehr herausholen aus den Genen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #34
Vergiss bitte diese Hunderasse........

Ich verstehe ja nicht - warum um Gottes Willen man sooo doof sein muss um einen Wolf-Hund Hybriden entstehen zu lassen - noch schlimmer diesen als "Rassestandard" festzulegen. Das ist seit Jahren verboten - früher mal wars in - ja klar - näher zur Natur - der Wolf das Mystische Wesen.

Fakt ist: es ist mittlerweile eine Rasse - leider. Was für ein Tier das ist - weiss der Kuckuck - ist ein Lottosechser welches Tierchen du erwischt (lt Internet sind 6-9 generationen die bereits in Zucht sind - alleine nach der Mengelschen Lehre kann man sich ausrechnen wieviel Wolf da noch im Hund ist. Und wenns 10% sind und die den Charakter des Tieres ausmachen - helfen die anderen 90 % reinrassiger Schäfer auch nicht weiter). Ist das Tier näher dem Hund - hast du unglaubliches Schwein gehabt- der Hund im übrigen auch. Ist er näher zum Wolf - kannst du dir erziehungsmassnahmen auf den Bauch klatschen - die ticken nämlich nicht so wie Hunde - sondern wie Wölfe. Mit anderer Körpersprache, anderen Wesensverhalten, sie sind in der Alleinhaltung sehr feige, sie haben andere Körpersprache - welche von anderen Hunden fehlinterpretiert wird - was grundsätzlich dazu führt dass sie sich fetzen. Anderen Hunde einen Mords respekt vor ihnen haben (kein domestizierter Hund würde auch nur in die Nähe eines Wolfes gehen - so gut kann der gar nicht erzogen sein).

Es gab vor kurzem von diesem Amerikanischen Hundeexperten eine Sondersendung über "Hybrid-Hunde" - vielleicht findet man auszüge davon im Internet (mir hats alleine beim zusehen das Herz gebrochen, weil es so viele Hunde gibt die näher zum Wolf sind - und die weder vom Hund noch von Wölfen akzeptiert werden. Da gibts dann farmen wo diese Hybriden ihr leben fristen dürfen - denn für den alltagsgebrauch sind sie leider nicht zu gebrauchen)...Der tschechische Wolfshund ist im übrigen noch relativ Jung - erst 1983 wurde begonnen einzukreuzen - dass heisst auch soviel - dass alle Macken mit Garantie noch nicht weggezüchtet ist - so schnell kann man den Wolf da nicht mehr herausholen aus den Genen.

@ Schweinemama da bringst Du aber einiges durcheinander. Ein TWH ist keinesfalls ein Wolfshybride. Der wäre in Deutschland sogar verboten. In Amerika gibt es immer mehr Menschen die Wölfe oder Wolfshybriden halten. Die sind vermehrt an Beissunfällen beteiligt. Auch in Rumänien werden bewusst Wolfshybride gezüchtet. Ein TWH ist seit 1999 eine anerkannte Rasse. Begonnen hat man mit der Züchtung schon während des zweiten Weltkriegs. Die Russen haben den Hund allerdings vom Charakter nicht in den Griff bekommen und die Zucht wurde 1952 von den Slowaken weitergeführt. Die haben damit aufgehört immer weiter Wölfe mit einzukreuzen. Man geht davon aus, dass inzwischen x Generationen ohne Wolfseinkreuzungen vorhanden sind.
Es gibt eine Forschung die besagt, dass selbst Wildfüchse nach 13 Generationen zu zahmen, gefleckten, bellenden Haustieren geworden sind. Von daher glaube ich, dass selbst eine so neue Rasse kein " Wolfsblut" mehr hat .
 
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #35
Die letzte Wolfseinkreuzung aus 1983 sagt Wikipedia

Nichts desto trotz würde ich sowas unterstützen wie viele Hunde/Wölfe da im sinne des Rassestandards dahinvegetieren mussten.
 
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #36
Wie schon angemerkt wurde, verwechselst du da was.
Der "Experte" von dem du da redest ist Cesar Millan und wie hier schon erwähnt wurde, geht es dabei um Tiere in Amerika und wie Meinzwerg schon sagte, herrschen da ganz andere Umstände. "Dort" (dort ist eigentlich falsch, da es in Amerika verschiedene Richtlinien gibt je nach Gebiet) werden teilweise F1 Generationen oder sogar echte Wölfe gehalten bzw. man versucht es.
Wir haben in Deutschland auch amerikanische Wolfhunde und auch diese sind nochmal eine ganz andere Hausnummer als der TWH oder der SWH. Im Vergleich zu diesen beiden ist der AWH auch keine FCI anerkannte Rasse. Aber auch die meisten der hier lebenden AWH, sind nicht vergleichbar mit den gezeigten Wolfhunden aus dem Video.

Mein SWH lebt in einer Stadt in einer 60qm Wohnung (ohne Garten) mit einem zweiten großen Hund und ich wette mit dir, dass er sich wohler fühlt, als der ganze große Teil (im Prinzip fast alle) der Gebrauchshunderassen (z.B. Labrador, Border Collie, Aussi und auch die kleinen Prager Rattler, Terrier etc.), die nicht richtig ausgelastet werden.

Im Vergleich zu diesen, wurde er nie zum Gebrauch gezüchtet und ist rundum zufrieden, wenn er einfach nur "dabei" sein darf.
Das ist super entspannend! Mein Golden Retriever fordert wesentlich mehr und wenn er mal ne Weile kein Dummytraining machen darf, dann sieht man richtig wie er, wie du schön sagtest: dahinvegitiert.

Nicht desto trotz, merkt man ihnen den Wolf noch an. Neben der besseren Gesundheit, von der die meisten Hunderassen nur noch träumen können, dem stolzen Aussehen, den stechenden Augen und dem federnden "Wolfgang" :lol: hat man auch vom Verhalten noch Wolfseigenschaften. Die enge Bindung an das Rudel und damit verbunden oft Probleme mit dem Alleinelassen, die Scheue gegenüber Menschen (ist beim SWH meist stärker ausgeprägt als beim TWH) und der Jagdtrieb.

Wenn man allerdings ein Leben führt, wo dieser Hund rein passt, dann geht es ihm mit Sicherheit besser als den ganzen Gebrauchshunderassen, die ihre Arbeit nicht mehr machen dürfen.

Es ist mit Sicherheit kein Hund für jedermann. Man muss eben mit dem Schlimmsten rechnen und damit zurecht kommen.
Ich wohne hier zwar in der Stadt und habe einen Wolfhund der nicht scheu ist, aber ich hätte jederzeit die Möglichkeit gehabt wieder aufs Land zu ziehen in ein Haus mit Garten. Ich wäre dann eben ne Stunde fahrt von meinem Freund weg gewesen für 2 Jahre. Ich muss ihn nicht alleine lassen und Jagdtrieb ist mir noch am liebsten zu trainieren (und hat ja auch sehr gut funktioniert bei meinen Beiden... der Golden Retriever hat übrigens wesentlich mehr davon). Im Notfall wäre ich auch ein Leben lang mit ihm an der Schleppleine gelaufen und damit angepasst dann natürlich auch längere Strecken. Nichts, was einem mit einem anderen Hund nicht auch passieren kann.
 
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #37
Off-Topic
Wenn man allerdings ein Leben führt, wo dieser Hund rein passt, dann geht es ihm mit Sicherheit besser als den ganzen Gebrauchshunderassen, die ihre Arbeit nicht mehr machen dürfen.
Diesen Satz hätte ich bitte gern für jede Rasse/Mix etc. in Stein gehauen und auf einem Altar dem Volke zugänglich gemacht. Ernsthaft.
Das sollte man sich immer und immer wieder fragen, wenn man auf der Suche nach einer passenden Rasse etc. ist.
 
  • Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen Beitrag #38
Ich finde das ja immer wieder "lustig", wenn sich Leute darüber aufregen, welche Tierquälerei es doch ist einen Wolfhund zu halten.
Ein Wolfhund ist im Vergleich eine sehr gesunde Rasse. Er hat natürliches Fell, welches noch zwischen Sommer und Winter wechselt. Wenn meine beiden Hunden ins Wasser gehen, dann ist mein Wolfhund nach 10 Minuten wieder trocken und wurde auf der Haut sowieso gar nicht wirklich nass. Mein Golden Retriever braucht Stunden um trocken zu werden und die Haut ist nass und kalt. Im Winter gut geschützt, im Sommer luftig, aber schützt vor Sonneneinstrahlung. Das Fell an den Beinen und zwischen den Pfoten ist kurz, so dass sich keine Schneeklumpen etc. bilden können.
Die Ohren und die Rute sind natürlich und dienen als starke Kommunikationsmittel. Die Rute ist im Normalzustand unten und nicht, wie bei vielen Rassen dauerhaft erhoben, was eigentlich "Anspannung" oder sogar "Aggressivität" bedeutet. Die Ohren aufrecht, so dass er gut hören kann und sie sind nicht dauerhaft angelegt, so dass man anderen Hunden Unterwürfigkeit symbolisiert.
Es hängt nichts vor den Augen, keine unnötigen Hautlappen, keine verzerrten Münder oder Augen, was zu dauerhaften Entzündungen führen kann. Sie haben gesunde und normal geformte Knochen.

Und dann die Sache mit dem Wesen und dem Arbeitswillen. Das ist für mich wirkliches dahinvegitieren.. wenn zum Beispiel ein Border Collie zum Balljunkie wird, weil er unausgelastet ist... und wenn sich die Besitzer auch noch darüber freuen, wie leicht er doch auszulasten ist, in dem man auf einem Stuhl sitzt und ne halbe Stunde lang die Ballschleuder benutzt.

Ich habe für mich erkannt, dass ich einen Wolfhund wesentlich besser gerecht werden kann. Eigentlich sollte mein Zweithund damals ein Falt Coatet Retriever werden, aber ich hätte es eher als Tierquälerei empfunden diesen zu holen, als den Wolfhund.

Es kommt einfach darauf an, was man mit dem Hund machen möchte und wofür man ihn holt.
Ich will auf keinen Fall sagen, dass sich jeder, der nichts mit seinem Hund machen will nun einen Wolfhund holen soll. Dafür gibt es einfach zuviel andere Punkte die bedacht werden müssen und die auch Arbeit bedeuten (alleine der sehr nützliche Fellwechsel bedeutet sehr viel "Arbeit"). Allerdings sollte man sich wirklich genau überlegen, für was man einen Hund haben möchte.
 
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Hundeerfahrung bei schwierigen Rassen

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