Pflegepferd aggressiv

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  • Pflegepferd aggressiv Beitrag #1
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Locke96

Guest
Liebe Leser,

ich bin neu hier und hab mich auch vorwiegend wegen dieser Frage angemeldet :?
Es geht darum, dass ich seit etwa einem Jahr eine Stute(10J.) als Reit-& Pflegebeteiligung betreue.
Ich hatte von Anfang an Respektprobleme mit ihr (aber ist ja anfangs normal bei neuen Pferden - dachte ich mir). Habe dann versucht, fast jeden Tag vorbeizuschauen, damit sie sich an mich gewöhnt und versuchte auch immer, bestmöglich mit ihr zu arbeiten, sie zurechtzuweisen und sie zu belohnen.
Ich habe vorher schon mehrere Pferde betreut (angefangen zu reiten habe ich mit 4 Jahren) und selten Probleme mit einem Pferd gehabt.
Jedenfalls ist meine große Leidenschaft die Bodenarbeit. Und da habe ich mit ihr die meisten Probleme.
Es fängt schon damit an, wenn ich zu ihr auf die Koppel gehe - entweder zeigt sie mir die Hinterhand oder rennt mich gleich mit hochgerissenem Kopf und angelegten Ohren um. Wenn sie einen Strick oder ein Halfter sieht, teilt sie auch mal seitlich aus und droht zu steigen. Beim Satteln und Trensen das Gleiche. An der Longe reißt sie sich los und tritt nach der Person im Zirkelinneren.
Sobald aber der Sattel aufliegt und man oben sitzt, ist sie das liebste Pferd der Welt. Im Gelände nicht schreckhaft und geht gut an den Hilfen , sehr fleißig und fein bei Übungen auf dem Platz ...
Ich möchte sie aber nicht als reines Sportgerät, sondern eine Bindung zu ihr aufbauen, und das am liebsten auf dem Boden. Nur mittlerweile habe ich schon beinahe Angst davor, überhaupt zu ihr auf die Koppel zu gehen. Ein Reitlehrer steht mir in diesem Fall leider nicht zur Verfügung.
Hat jemand Tipps für mich, wie ich die ganze Sache endlich in Angriff nehmen kann ? Ich beiße mir jetzt seit einem Jahr regelrecht die Zähne an ihr aus und weiß jetzt auch nichtmehr weiter ...
 
  • Pflegepferd aggressiv Beitrag #2
Willkommen im Forum Locke96! :D Hast du schon einmal mit dem Besitzer darüber gesprochen? Hat er die gleichen Probleme? Meiner Meinung nach hört es sich an, als hätte sie schlechte Erfahrungen gemacht. Wirkt ihr Verhalten eher aggressiv oder handelt sie mehr aus "Notwehr" welche gar nicht nötig wäre? Es könnte auch sein, dass sie sich einfach vor dem Arbeiten drücken will, aber dann wundert es mich, wenn sie dann beim Reiten wieder so lieb ist... Ich denke wenn sie so dominant wäre, würde sie dich auch während dem Reiten testen. (Obwohl es für mich schon nicht mehr nur testen ist.) So kann es ja definitiv nicht weitergehen, es ist ja nicht gerade ungefährlich! :shock: Am besten wäre hier wirklich ein Reitlehrer oder etwas ähnliches, der euch helfen könnte. Gibt es denn niemanden, der zu euch kommen könnte? Auf jeden Fall Respekt, dass du dies unbedingt schaffen willst! Mir wäre das wohl zu gefährlich... vor allem wenn es "nur" meiner Reitbeteiligung wäre..:silence:
 
  • Pflegepferd aggressiv Beitrag #3
Mhmmm...klingt echt net gut...
Mal vorneweg...macht sie das nur bei Dir so oder ist die Stute ALLEN ggü. agressiv am Boden? Was ist mit den Besitzern? Wo steht sie in der Herde? (Rangtechnisch). Wenn jetzt nix körperliches im Weg steht, glaub ich, dass Du Dich von Anfang an nie durchsetzen konntest ( dafür spricht auch der Anfang deines Beitrags). Und deswegen nutzt sie das aus.
Hast Du schonmal versucht, die "Futtertonne" zu sein. Ich meine jetzt nicht sinnloses Leckerlistopfen bei jeder Gelegenheit, davon halte ich nix ( schliesslich füttert der Herdenchef ja auch keine Leckerlis...oder der Menschenchef Bonbons :p )
Aber mach mal...dass bei ihr der Groschen fällt....verbunden mit konsequenter Bodenarbeit. Geh mal an die Weide...durch den Zaun getrennt. Giftet sie? Dann beachte sie nicht...dreh Dich um.Wenns sein muss...geh. Wenn sie durch den Zaun freundlich ist....gib ihr was Leckeres und geh....kein Schwafeln und kein Liebhaben. Dreh Dich um und lass sie stehn. Nach ein paar mal wird sie schon wissen, worum es geht. Dann dehne das ganze langsam aus. Reingehen. Die Pferde konsequent wegschicken und denen klarmachen dass es eine KOmfortzone um Dich gibt. Wenn Du sie einlädst, darf sie rein. Wenn sie giftet...zurechtweisen, wegschicken....umdrehen und gehen. Sie muss begreifen...hey...da kommt jemand mich besuchen und tut mir auch was gutes. Aber ich bekomme Ärger, wenn ich mich daneben benehme. Wenn Du das konsequent durchziehst, sollte sie merken, es gibt auch mal was Tolles und der Mensch kommt nicht nur mit Strick, um zu arbeiten.
Ich habe einem Aggro-Ponywallach das mal so ausgetrieben. Der stand oft auf dem Reitplatz der als Auslauf diente. Durch den musste man aber, um zu 5 weiteren Boxen zu gelangen. Der unterbeschäftigte Wallach raste denn auf dem Platz rum und keilte aus...so pseudoangriffe, bei dem er Zwar net traf...aber die Botschaft war klar. Und da AUCH KLEINERE gÖREN DA WUSELTEN; WAR DAS EINFACH NUR GEFÄHRLICH.
Einmal- der war so richtig am aufdrehen- nahm ich so einen Plastik-kanister ( vll 5l.Destillekanister) und packte da 1 oder 2 Teelöffel rin. In dem Moment, wo er angepwst kam, hebe ich ihm den Kanister voll geschmissen..lol... der hat sich soo erschrocken, das er auf einmal in der Mitte des Platzes stand. Sofort legte er wieder los. Ich schepperte und hielt ihn auf Abstand. So und dann musste er rennen...eine Runde nach der andern. Ich habe ihm signalisiert...oooh, Du willst rennen? Dann rennste bis die ZUnge draussen hängt. Machte er komische Drohgesichter, jagte ich mit lautem Scheppern. Nach ner vll. halben Stunde hab ich ihn denn stehenlassen. Ich war noch nicht mal rübergelaufen zum Ausgang, da stand er hinter mir...zwar mit ner "Sicherheitszone" aber er hatte die Ohren gespitzt und guggte. Ich drehte mich schräg und "lud ihn ein", zu kommen. Und er kam. Ich redete etwas, streichelte ihn ausgiebig, durfte sogar kurz den "Nacken kraulen". Seit dem hatte ich nie wieder ein Problem mit ihm:D

Erzählmal wie es Euch geht. Ich drücke die Daumen. :D
 
  • Pflegepferd aggressiv Beitrag #4
Mhhm... icke nomma...das fällt mir jetzt auf ... Satteln...Zirkel....habt ihr die Wirbel untersucht? Ist das Problem größer, wenn es um Biegen geht? Nicht dass sie Dabei etwaige Schmerzen in Aression auslädt ( allerdings wär sie ja denn auf der Weide nicht son Rüpel)
 
  • Pflegepferd aggressiv Beitrag #5
Hallo Zworgli,

ja, der Besitzer ist hin und wieder dabei, da ich ihn um Hilfe gebeten habe (nach einem Jahr auch langsam peinlich ...) aber auch hier verhält sie sich so. Den Besitzer stört das nicht sonderlich, es ist ist bisher auch nichts gravierendes passiert. Verletzt hat sie angeblich noch niemanden.
Die Stute ist leider an Hufrehe erkrankt und wird daher nur zum Untersuchen oder Arbeiten von der Koppel geholt - daraus schöpfe ich meine Hoffnung, dass man sie wieder motivieren und zumindest etwas Vertrauen aufbauen kann, wenn man ihr zeigt, dass es auch zwanglos zugehen kann. Reitunterricht kriege ich von dem Besitzer und eventuell auch von der damaligen Ausbilderin. Nur beide verzichten auf Bodenarbeit und wollen alle Probleme vom Sattel aus lösen. Ansonsten kennt sich eine Bekannte von mir ziemlich gut aus und gibt mir Tipps - zu uns kommen kann sie aber leider nicht. Die zeigen bis jetzt aber auch keinerlei Wirkung.

Von Weitem auf der Koppel ist sie ja auch freundlich, sie wiehert wenn jemand kommt, kommt angelaufen, sieht entspannt aus ... Nur auf den letzten Metern wird sie plötzlich frech.

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@packleader
Der Tierazrt ist ja regelmäßig da und checkt sie gleich komplett durch. Bis auf die Hufe ist sie kerngesund

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Und sie ist allen gegenüber so frech. Dem " Futterdienst", dem Besitzer, anderen Tieren die auf die Weide kommen ...
 
  • Pflegepferd aggressiv Beitrag #6
- Mit wem steht die denn zusammen auf der Weide?
- wenn du die holen gehst, wie näherst du dich ihr?
- erklär mal zurechtweisen und belohnen, bitte - was machst du wenn du sie zurecht weist und wann (auch wie schnell und bei welchen Vergehen) und wann und wie belohnst du?
 
  • Pflegepferd aggressiv Beitrag #7
Sie steht mit Wallachen zusammen. Wenn sie Rehe hat, wird sie immer kurzzeitig durch einen Zaun von den anderen getrennt, dann ist sie auch umgänglicher und lässt sich nur nicht aufhalftern.

Wenn ich auf die Koppel komme, gehe ich möglichst energisch seitlich auf sie zu und spreche sie dabei beim namen an oder schmuse erst mit den anderen (dann wird sie im Normalfall neugierig) und wende mich dann nurnoch mit dem Körper zu ihr - daraufhin legt sie die Ohren an und haut ab. (reines abhauen lasse ich ihr durchgehen)

Es gibt auch Tage , an denen ich näher an sie heran darf. Wenn sie dann den Kopf gesenkt hält und die Ohren spitzt, bekommt sie ein Leckerchen und ich gehe dann auch wieder. Wenn sie zicken macht, reiße ich die Hände hoch, schreie und stampfe auf. Ich halte mich dann länger auf der Koppel auf und wende mich nur den anderen Pferden zu. Leckerli gibts dafür dann natürlich nicht.

Ansonsten lobe ich über Stimme und strafe mit 'nem Klaps auf die Schulter oder eben mit verscheuchen

Das Schlimme ist nur, dass mir mittlerweile ziemlich die Pumpe geht, wenn ich auf sie zugehe :roll: das wird sie wohl noch bestätigen

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Zurechtweisen und Belohnen sofort, wie bei jedem Tier.
 
  • Pflegepferd aggressiv Beitrag #8
Das bestätigt iwi meinen verdacht, dass sie die herde beschützt und sich schützt und irgendwie hat sie wohl nicht gelernt, dass ein Mensch am Boden nichst ist, wo vor sie die herde, sich schützen muss, sondern dem sie folgen kann, weil der Mensch nämlich auf sie aufpasst und sie führt. Hört sich auch nach arg viel Stress an, unter dem sie steht.

Geh mal NICHT auf die anderen Pferde zu und auch nicht auf sie sondern so unbeteiligt wie möglich auf die Koppel und steuere sie in einem Bogen um sie herum an und beobachte mal, wie sie sich verhält, ob sie schon unruhig wird, wenn überhaupt jemand auf die Koppel kommt und kümmere dich auch nicht um die anderen Pferde, wenn die angelaufen kommen.

Nimm ne aufgewickelte Longierleine um sie zu führen.

Geh in einem Bogen zu ihr hin, mach sie an der Leine fest und lauf direkt los mit Stimmkommando: Komm!
Achte drauf, dass sie nicht vor dich läuft und auch nicht zu weit hinter dir. Kopf soll immer auf deiner Schulterhöhe sein und bleib nach ein paar schritten stehen (auch mit Stimmkommando) Steh!, wenn sie nicht sofort steht, haust du ihr die aufgewickelte Leine vor den Bug. Das klatscht lauter, als es ihr weh tut. also du sollst sie nicht verprügeln oder ihr wehtun aber ein Zeichen stezen.

Das machst du dann auf dem Platz weiter, bis das klappt und wenn es klappt loben mit Stimme und vesuch mal rauszufinden, was sie gerne mag, gibt Pferde (meiner, der mag nicht auf den Hals geklopft werden als Lob, der mag leiber am Widerrist gekratzt werden)

Wenn das ein paar mal klappt, gib ihr leckerlie und bring sie zurück auf die Koppel.

Ich würd da in ganz kleinen Schritten anfangen, vertrauen aufzubauen mit ihr, und ihr klar zumachen, dass sie nicht beschützen muss, wenn ich da bin. dass ich den Job mache und sie sich entspannen kann, wenn sie auf meine Ansagen hört.

Wer passt denn in der herde auf sie auf, wenn sie schläft? hat die nen Kumpel?

Mir kommts wirklich so vor, als sei die arme unter dauerstress, weil sie sich für die Herde verantwortlich fühlt und kein Leithengst da ist, der sie beschützt/führt und eben die menschen obv. die Aufgabe nicht wahrnehmen, aus ihrer Sicht.

dass du Angst hast, unsicher bist, ist wirklich nicht förderlich, da müsste wirklich jemand dran, gerade so für den Anfang, der sich nicht beeindrucken lässt und weiß(!) was er/sie tut.
Versuch das so ruhig wie möglich und wenn du in einem Bogen gehst, dann bist du evtl. auch ruhiger, weil du ja nicht dirket in den Konforntationszustand kommst.

das mit dem verscheuchen halte ich auch für nicht sonderlich hilfreich. Die soll dir folgen und deinen Raum respektieren. Gibts niemand da bei euch, der dir so grundsätzlich die Körpersignale erklärt und wie das Pferd die wahrnimmt?
 
  • Pflegepferd aggressiv Beitrag #9
Ich fahre gleich hin und werde mal schauen, wie sie reagiert.

Sie versteckt sich immer hinter der Herde und muss sofort weichen, wenn einer der anderen in ihre Nähe kommt. Die Wallache sind untereinander sehr rüpelig , sie bleibt eher auf Abstand. Aufpassen tut ihr Vater, erstrecht wenns draußen dunkel ist. Der reagiert aber freundlich auf Menschen.

Mein Problem wird erstmal sein, überhaupt näher als 2 Meter an sie ranzukommen, um sie festzumachen. Entweder sie rennt weg oder saust auf mich zu (und rempelt mich am besten dabei noch an). Wir kriegen sie sonst nur gefangen, wenn wir die Herde in den Stall locken und die Türen zumachen.

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So, bin wieder da.
Und ich bin erstaunt. Jetzt mit der Longe wars das erste Mal, dass sie sich freiwillig hat festmachen lassen (hat aber auch lange gedauert).

Ich bin am Anfang wie geraten erstmal im Bogen gelaufen. Sie wird unruhig sobald ich die Koppel betrete. Sie legt die Ohren an und grast weiter, hat mich dabei aber im Auge und der Schweif schlägt auch immer doller je mehr ich an sie herantrete. Ab 15-20 Metern Abstand hört sie dann auf zu Grasen und kommt erst (freundlich aussehend) auf mich zu. Zwei Meter vor mir legt sie dann die Ohren an, fällt in den Trab und reißt den Kopf hoch. Hab dann die aufgewickelte Longe hochgerissen und sie ist auf der Stelle umgedreht und hat sich zwischen den anderen Pferden versteckt.
Bin dann wieder ein paar Runden gelaufen und wieder an sie ran, dann drehte sie mir immer den Hintern zu und ich hab mit der Longe drauf gezielt (So haben die anderen Pferde heute auch ihre Bewegung gekriegt, weil sie alle zusammen abgehauen sind :lol: ). Nachdem sie alle ein paarmal gerannt sind, hatte ich ihre volle Aufmerksamkeit - gegrast wurde dann nicht mehr.
Bin dann wieder auf die Stute zu, zwei Meter vor ihr stehengeblieben und habe die Hand ausgestreckt. Sie kam dann an ohne zu drohen, ließ sich festmachen und kassierte ein Leckerli. Bin dann eine Runde mit ihr gelaufen und hab sie wieder abgemacht. Ich hab mich dann 10 Minuten mit meinem Hund außerhalb der Koppel beschäftigt und bin dann wieder hin.
Das Ganze hab ich dann mehrmals wiederholt. Nach dem zweiten Mal kam sie auf Zuruf und ließ sich festmachen. Nach dem Vierten Mal lief sie auch ohne Longe neben mir her und ließ sich auf der Stirn kraulen (das war vorher unmöglich weil sie dann beißen wollte)

Meine Befürchtung ist nur, dass sie anfängt zu betteln und zu fordern :eusa_think: sie ist wahnsinnig verfressen und kann dann sehr schlimm werden. Hat der Besitzer auch schon durchmachen müssen. Aber ohne Futter funktioniert bei ihr nichts.
 
  • Pflegepferd aggressiv Beitrag #10
Wow! Das ist ja mal eine Besserung! :clap: Ich denke ich würde das vorläufig so beibehalten. Vielleicht kannst du dann irgendwann nur noch jedes zweite Mal ein Leckerlie geben und dann immer weniger, bis es für sie normal ist zu dir zu kommen. ;) Aber es ist ja auch so schon ein grosser Fortschritt!
 
  • Pflegepferd aggressiv Beitrag #11
Mich wundert ja auch, dass sie die Longe akzeptiert hat. Wenn ich mit nem Strick komme, dreht sie ja schon von weitem am Rad.
 
  • Pflegepferd aggressiv Beitrag #12
das ist doch schon mal gut.

Jetzt lass mal die Leckerlie bis zum Schluss weg. Also nach der "Trainingseinheit" bekommts sie ein Leckerlie. Wenn sie nächstes mal auf dich zu kommt, freundlich, dann kraulst du sie am Widerrist und lobst sie mit der Stimme.
Wenn du sie von der Koppel runter führst, mach wirklich das mit dem Bodentraining, ihr beibringen, dass sie auf Schulterhöhe laufen muss uns stehenbleiben, wenn du stehen bleibst und als Belohnung gibts Widerrist oder kopf kraulen und das leckerlie gibst du ihr ganz zum Schluss.

Was du beschreibst bestätigt mir total den Verdacht mit dem: herde vor Eindringlingen beschützen. Du muss ihr klar machen, dass sie dir vertrauen kann und du kein Eindringling bist sondern, dass sie bei dir entspannen darf und nicht mehr auf die herde aufpassen muss, weil du das machst.

Das Wegscheuchen steht dem aber im Widerspruch, das sollten wir vermeiden in Zukunft. Wenn du die Longe hochreißen musst, um sie dir fernzuhalten, gib als Sprach Kommando ein "steh" mit dazu. Und die muss eigentlich auch wegbleiben, wenn du die Schulter zu ihr drehst ohne dich ganz seitlich zu drehen.
 
  • Pflegepferd aggressiv Beitrag #13
Da bin ich wieder :)

Also, die Kleine kommt mich mittlerweile sofort begrüßen wenn ich auf die Koppel komme und lässt sich seit heute sogar am Kopf anfassen und kraulen.
Sie lief auch gut neben oder hinter mir an der Longe (finde ich jetzt auch praktischer als nen Strick), bleibt auf Kommando stehen und hält genug Abstand zu mir, auch wenn sie "frei" ist. Die Ohren sind zwar immernoch nach hinten gerichtet, aber nichtmehr auf Anschlag und den Kopf hat sie auch gesenkt gehalten. Sie sah eher gelangweilt aus als aggressiv.

Das Einzige Problem, dass ich hatte, war, dass sie mir den Weg versperrte (versuchte sich vor mich zu schieben und mich mit der Seite abzuschirmen) als ich mit allem fertig war und die Koppel verlassen wollte. Wohl doch noch nichts mit Respekt :roll: Als ich trotzdem durchgelaufen bin, gab's 'ne kurze Drohgebärde.
Meine Frage :D Was bedeutet das wenn sie das tut und wie soll ich darauf reagieren?

Liebe Grüße

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ich kann mit ihr übrigens nur auf der Koppel üben. Wir haben weder einen geeigneten Platz, noch eine Halle ...
 
  • Pflegepferd aggressiv Beitrag #14
aber ihr habt Wege auf denen du üben kannst, nein?
Koppel find ich ungeeignet, weil das ja "ihr Stall" ist.
Evtl. hat das dich am verlassen der Koppel "hindern" auch damit zu tun...

Nimm sie halt nächstes mal mit, bis zum Tor, zeig ihr, dass sie warten muss, hlat sie fest aber auf Abstand und öffne das Tor und geh raus und schließe es und lasse sie/mache sie dann erst los, wenn du draußen bist.

Hört sich doch soweit aber alles schon ganz gut an.
Ich würd mir dennoch nen Platz außerhalb der Koppel zum üben suchen und wenns aufm Weg oder auf nem Stück Rasen ist.
 
  • Pflegepferd aggressiv Beitrag #15
Es ist ja jetzt einige Zeit vergangen ...
Ich habe viel mit ihr gemacht, bin irgendwann auch raus mit ihr spazieren gegangen. Alles ohne Probleme.

Dann auf einmal wurde es dann wieder schlimm. Ich setzte das Training für ein paar Tage aus (arbeitsbedingt) und als ich wiederkam wurde ich zur Begrüßung gleich wieder angerempelt. Kriegte sie trotzdem an den Haken und wollte mit ihr die Koppel verlassen, da sprang die seitlich in mich rein und zog wieder zurück zur Herde. Ich verletzte mir dabei die Hand. Die Besitzerin war dann auch dabei, und als wir die Koppel verließen wurde das Pferdchen wieder total unruhig und zuckte bei jedem Geräusch bzw riss den Kopf hoch und wollte traben. Wenn ich sie holen gehe, kommt sie zwar immernoch an, aber alles andere als lieb. Sie schnappt ins Leere und stampft mit den Hufen.
Beim Führen trabt sie an und drängelt mich weg, wenn sie nicht sogar nen Sprung macht. Ich führe sie daraufhin in einer Volte um mich rum, dass ich wieder vorn bin, nach zwei Schritten wiederholt sich das Ganze dann wieder. Wenn sie Volten gehen muss oder rückwärts gerichtet wird, wird sie sehr ärgerlich und spinnt danach noch mehr rum. Mir kommt das mittlerweile aussichtslos vor.
 
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