Futter für 19 jährige Hündin selber kochen

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Michelle0809

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Hallo ihr lieben Hundefreunde,

ich habe mich hier registriert, weil ich langsam ein wenig ratlos bin.
Wir haben eine 19 jährige Foxterrier-Mischlings-Hündin (ca. 40cm hoch, 20kg) die mittlerweile einen sehr empfindlichen Darm hat. In dem Alter sollte man sich ja freuen, dass es "nur" der Darm ist :angel:...

Bis vor wenigen Wochen haben wir ihr Trocken- und Nassfutter gemischt gefüttert. Sie hatte starke Blähungen und auch Bauchschmerzen :?..
Jetzt wollen wir ihr Futter gerne selber kochen und haben auch bereits mit Hähnchenbrust und Reis gute Erfolge erzielen können. Sie ist wesentlich aktiver und hat keine Darmprobleme mehr.
Allerdings trinkt sie durch den Reis sehr viel und weckt uns mitten in der Nacht, weil sie raus muss.

Im Internet oder in Foren findet man bei der Suche nach "Futter für einen alten Hund selber kochen" leider nichts für so alte Damen wie unsere :D.

Deshalb wende ich mich nun an euch: habt ihr Erfahrungen mit selbst gekochtem Futter für sehr alte Hunde? Was kann man ihr füttern, ohne, dass es ihr auf den Magen und Darm schlägt und sie trotzdem sättigt?
Was kann man als Ergänzungen dazu füttern?

Liebe Grüße und ein herzliches Danke schon einmal im Voraus :)
 
  • Futter für 19 jährige Hündin selber kochen

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  • Futter für 19 jährige Hündin selber kochen Beitrag #2
Huhu und willkommen im Forum!

Das Problem hätte man vermutlich schon umgehen können, indem du Trockenfutter und Nassfutter nicht gleichzeitig fütterst. Beide haben verschiedenen Verdauungszeiten, manche Hunde reagieren da entsprechend drauf. Also wenn du es dir ganz leicht machen willst, würde ich einfach nur eines von beidem füttern. In dem Fall würde ich wohl zu Nassfutter tendieren, das kann man bissi besser verdauen. Alternativ kannst du Trockenfutter einweichen!

Was das Kochen angeht, würde ich das vermutlich nur als Übergangszeit machen und danach lieber roh füttern. Das ist für manche etwas gruselig und ich bin auch nicht unbedingt der Barf-Apostel, aber gekochtes Essen verliert sehr häufig sehr viele Vitamine und Mineralien. Das finde ich etwas kontraproduktiv für eine Hündin in dem Alter, die ja schon einige Vitamine braucht, um fit zu bleiben. Aber gekochtes Futter kann ein super Einstieg in die Rühernährung sein. Man muss da auch nicht zwangsweise eine Wissenschaft draus machen, aber mich würde mal interessieren, wie dein eigener Kenntnisstand ist, sodass man weiß, ab wo man noch Tipps geben kann und was du selbst schon intuitiv richtig machst. Ein guter Einsteig ist beispielsweise immer Geflügel mit Reis und Karotten (die müssen allerdings wirklich in Fett angemacht werden, damit die Vitamine optimal verwertet werden können). Wenn sie durch den Reis zu viel trinkt, kann man natürlich auch andere Dinge versuchen. Es gibt z.B. von verschiedenen Firmen Flockenmixe, die ganz gut sind. Davon würde ich allerdings nicht zu viel geben, denn ein Hund braucht an getreidehaligem Futter wenig bis gar nichts. Das bietet sich eher für Hunde an, die dringend zunehmen müssen und Getreide an sich vertragen.

In deinem Fall würde ich auch auf Milchprodukte verzichten, das reizt den Darm gerne noch mehr, weil die Verarbeitung von Milchprodukten nicht ohne ist. Was immer geht, ist z.B. Ei oder verschiedenen Öle (Leinöl hat ein gutes Verhältnis zwischen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren - gut für ein starkes Herz). Aber das ist jetzt schon etwas arg im Detail. Vielleicht kannst du ja einfach mal erzählen, ob du schon irgendwie einen Speiseplan hast, dann kann man sich diesen mal anschauen. Reichen natürlich auch grobe Angaben.

19 Jahre alt - wahnsinn :) Das erlebt man nicht allzu oft! Mein erster Hund hat die 19 auch geknackt, ich wünsche deinem noch viele glückliche Jahre!

Liebe Grüße
Pewee
 
  • Futter für 19 jährige Hündin selber kochen Beitrag #3
Ich würde eine 19 Jahre alte Hündin, die ein bisschen Probleme mit dem Darm hat, nicht unbedingt roh füttern. Dafür müssen die Zähne gut sein, der Darm muss intakt sein (rohes Fleisch verarbeiten ist "anstrengend"! Da muss die Magensäure und Co. intakt sein ... es wäre wieder etwas völlig neues für den Hund, wo er sich erst drauf einstellen müsste).
Ehrlich: Wenn der Hund gekochte Putenbrust + Reis (Wie kochst du den Reis? |Kartoffel mal versuchen, mit Möhre vielleicht) gut verträgt, würde ich ihm das weitergeben.
Zum Ausgleich von fehlenden Vitaminen gibt es im Handel Ergänzungsfuttermittel.

Groß ausprobieren und umgewöhnen würde ich da gar nichts.
 
  • Futter für 19 jährige Hündin selber kochen Beitrag #4
Hallo ihr Lieben,
danke schon einmal für eure Antworten!

Ich sehe das ähnlich wie exe, sie mit 19 noch ans Barfen zu gewöhnen wäre sehr anstrengend für den Magen und den Darm und das wollen wir eher nicht probieren :?
Bis vor ca. einem halben Jahr hat sie noch gutes Trockenfutter (Eukanuba) bekommen, aber irgendwann hat sie das Trockenfutter verweigert, weshalb wir ihr dann morgens Nass- und mittags Trockenfutter (mit ein wenig lauwarmem Wasser) gegeben haben. Haben bereits auch mehrere Sorten Trockenfutter durch, aber das scheint ihr einfach nicht mehr zu schmecken - in so einem Alter wird man eben pingelig :D..
Durch das Füttern mit dem Nassfutter hat sie eben sehr starke Blähungen bekommen und war sehr träge.. Daraufhin wollten wir es nun einmal mit selbst gekochtem Futter probieren :roll:..

Momentan kochen wir den Reis ca 30 Minuten, damit er sehr weich ist und pürrieren ihn dann anschließend mit der Hähnchenbrust gemeinsam.
Das verträgt sie vom Magen und Darm her wie gesagt sehr gut, aber leider trinkt sie sehr viel neuerdings und muss so ca. alle 1 1/2 Stunden raus muss.. Wir vermuten, dass es am Reis liegt, da Reis ja den Körper entwässert.. :eusa_eh:

In welchem Verhältnis sollte man in etwa das Fleisch zu den Kartoffeln und dem Gemüse füttern? Momentan sind wir bei ca 60% Hähnchenfleisch und 40% Reis. Ist das zu viel Reis?
Wenn wir von Reis auf Kartoffeln umsteigen, wie viel in etwa davon? Wie sieht es mit Nudeln aus?
Wäre Putenbrust eventuell schonender und somit besser?
Kann man - um das ganze abwechslungsreicher zu gestalten - auch andere Gemüsesorten als kleine Vitamingabe dazu geben?

Entschuldigt bitte die vielen Fragen :uups:.
Und danke schon einmal, dass man sich hier so lieb kümmert
 
  • Futter für 19 jährige Hündin selber kochen Beitrag #5
Zum Ausgleich von fehlenden Vitaminen gibt es im Handel Ergänzungsfuttermittel.

Dafür sind Ergänzungmittel aber nicht gedacht und reichen u.U. auch nicht aus, weil Vitamine oftmals nur in Verbindung wirken. Nicht umsonst gibt es Warnungen, dass sie eine vollwertige Mahlzeit nicht ersetzen. Ich halte die bisherige Mischfütterung für wesentlich anstrengender und die geringe Vitamin- und Mineralienzugabe für gefährlicher. Ich glaube, ihr unterschätzt den hündischen Körper ;) Dann würde ich auch nicht mehr kochen, denn das ist nix Halbes und nix Ganzes. Der Hund müsste sich ebenso umstellen UND bekommt nicht ausreichend Vitamine.

Entsprechend bringt es auch nichts, verschiedene Rezepte und Prozentzahlen für die Komponenten zu raten, denn die sind eben nur für Barf gedacht und nicht für gekochtes Essen, das ist halt ein wesentlicher Unterschied was die Menge der enthaltenden Vitamine und Mineralien angeht ;)
Dann würde ich beim Fertigfutter bleiben.
 
  • Futter für 19 jährige Hündin selber kochen Beitrag #6
Pewee, wenn dir "Ergänzungsfuttermitteln" - Vitaminpräparate und Co. -, da ist der der Nährstoffgehalt SEHR hoch, da muss man eher aufpassen, dass der Hund kein "zu viel" an Nährstoffen aufnimmt - würde ich in dem Fall zum Tierarzt gehen und mich dort beraten lassen.

Wieso sollte es anstrengend sein, Trocken- und Nassfutter zu verdauen?
Darauf wird beim BARF auch nicht geachtet - da müssen Knochen zersetzt werden, weiche Kartoffel, zähes Muskelfleisch, genauso wie Leber, blablubb.

Nein, barfen würde ich so einen alten Hund nicht mehr, wenn er es nicht sowieso gewöhnt ist.
 
  • Futter für 19 jährige Hündin selber kochen Beitrag #7
Off-Topic
Darauf wird beim BARF auch nicht geachtet - da müssen Knochen zersetzt werden, weiche Kartoffel, zähes Muskelfleisch, genauso wie Leber, blablubb.
Es geht nicht grundsätzlich um anstrengend, sondern um Verdauungs- und Quellzeiten. Das Trockenfutter hat eine Quellzeit, das Nassfutter nicht. Dem entspricht beim Barf die Getreidefütterung, weswegen dieses vor dem Füttern richtig in Wasser oder Milch quellen und getrennt vom Fleisch gefüttert werden soll.


Durch das Füttern mit dem Nassfutter hat sie eben sehr starke Blähungen bekommen und war sehr träge.. Daraufhin wollten wir es nun einmal mit selbst gekochtem Futter probieren :roll:..
Welches Nassfutter habt ihr denn versucht? Hattet ihr verschiedene Sorten und wenn ja, welche? Wenn sie die teilweise Fütterung mit Nassfutter verträgt verträgt sie diese Sorte vll auch ausschließlich. Bevor ihr selbst kocht oder auf Barf umstellt würde ich es lieber damit versuchen, da sie das schon kennt.

Momentan kochen wir den Reis ca 30 Minuten, damit er sehr weich ist und pürrieren ihn dann anschließend mit der Hähnchenbrust gemeinsam.
Das verträgt sie vom Magen und Darm her wie gesagt sehr gut, aber leider trinkt sie sehr viel neuerdings und muss so ca. alle 1 1/2 Stunden raus muss.. Wir vermuten, dass es am Reis liegt, da Reis ja den Körper entwässert.. :eusa_eh:
Dass sie Reis und Hühnchen verträgt ist nicht ungewöhnlich, nicht umsonst füttert man das als Schonkost ;). Das heißt aber nicht, dass sie prinzipiell selbst gekochtes vertragen würde, d.h. auch anderes Gemüse, Innereien und Knochen (die NICHT gekocht werden dürfen). Das bräuchtet ihr allerdings, würdet ihr auf diese Weise vollwertig füttern wollen.

In welchem Verhältnis sollte man in etwa das Fleisch zu den Kartoffeln und dem Gemüse füttern? Momentan sind wir bei ca 60% Hähnchenfleisch und 40% Reis. Ist das zu viel Reis?
Wenn wir von Reis auf Kartoffeln umsteigen, wie viel in etwa davon? Wie sieht es mit Nudeln aus?
Wäre Putenbrust eventuell schonender und somit besser?
Kann man - um das ganze abwechslungsreicher zu gestalten - auch andere Gemüsesorten als kleine Vitamingabe dazu geben?
60:40 ist für einen Hund in dem Alter völlig in Ordnung. Allerdings sollte es nicht nur Reis als Beilage sein, der ist eher optional. Ihr bräuchtet Obst, grünes und buntes Gemüse, wobei Gemüse aus je mindestens drei verschiedenen Sorten bestehen sollte und zu gleichen Teilen buntes und grünes Gemüse geht (insgesamt dann zwei Drittel der Beilage) und das Obst aus mindestens zwei verschiedenen Sorten – lieber mehr – bestehen sollte.
Kartoffeln und Nudeln fallen ebenfalls unter Getreide und sind daher nur sekundär von Bedeutung, euch fehlen Gemüse und Obst, aber auch Öl/Fett. Hähnchen ist recht mager, da müsste auf jeden Fall ein hochwertiges Öl zum Futter dazu.
Ob Pute oder Hähnchen macht m.E. keinen Unterschied, beides ist leicht verdauliches Geflügel mit wohl mehr oder weniger gleichem Fett- und Energiegehalt.


Ich würde aber ehrlich gesagt auch davon abraten. Der Hund verträgt Reis mit Geflügel – schön, das ist Schonkost. Für eine vollwertige Fütterung müsste er aber auch Pansen mit Inhalt, Knochen oder Eierschalen und mehrere Obst- und Gemüsesorten vertragen und das möchte ich bezweifeln, wenn der Hund zuvor nie frisches bekommen hat und bereits von Nassfutter Blähungen bekommt. Sucht euch lieber eine Nassfuttersorte, die der Hund verträgt, damit werdet ihr denke ich glücklicher.

Zu den Ergänzungsfuttermitteln noch ein Wort: Wenn ihr nur Reis mit Huhn gebt müsstest ihr fast ausnahmslos alles ergänzen: Mineralstoffe, Vitamine, Fette – da kann man dann gleich nur das Pulver füttern :silence:. Was der Hund bisher bekommt ist eben leider nicht annähernd ausgewogen.
 
  • Futter für 19 jährige Hündin selber kochen Beitrag #8
Was ich aber noch empfehlen würde (unabhängig davon, was ihr letztlich füttert), ist Hagebuttenschalenpulver z.B. von Lunderland. Hat meine Hunde bisher immer gut durch den Winter gebracht und es scheint auch zu schmecken. Wird, wie gesagt, gewisse Defizitie einer eventuell mangelnden Ernährung nicht ausgleichen, aber mit einem gestärkten Immunsystem ist schon viel geholfen. Kann man toll als 30-Tage-Kur geben.

Pewee, wenn dir "Ergänzungsfuttermitteln" - Vitaminpräparate und Co. -, da ist der der Nährstoffgehalt SEHR hoch, da muss man eher aufpassen, dass der Hund kein "zu viel" an Nährstoffen aufnimmt - würde ich in dem Fall zum Tierarzt gehen und mich dort beraten lassen.

Darum gehts eigentlich weniger. Ich halte es für schwierig, den Hund ausreichend mit "künstlichen" Vitaminen zu versorgen, die teilweise einfach über Lebensmittel (bzw. in Verbindungen, da ist ja beispielsweise das Verhältnis von Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren immer ein großes Thema und für die TE vielleicht auch nicht unwichtig, weil es das Herz-Kreislaufsystem unterstützen soll. Da sind aber nicht die Fettsäuren allein das wichtige, sondern das Verhältnis zueinander und das kann man m.E. mit Ergänzungsmitteln kaum nachahmen.) aufgenommen werden müssen. Das gilt in der menschlichen Ernährungsweise ähnlich. Man kann sich nicht wie eine Sau ernären und dann hoffen, dass die Nahrungsergänzungsmittel mir schon alles liefern, was ich sonst nicht über die Nahrung anständig aufnehme. Damit will ich natürlich nicht sagen, dass der Hund der TE wie eine Sau ernährt wird :lol: Aber wenn es bessere Alternativen für eine gute Ernährung gibt, würde ich mich an diese halten und nicht den Weg des Kochens mit anschließenden Ergänzungsmitteln wählen. In dem Fall würde ich weiterhin zu einem guten Nassfutter plädieren. Kann man ja auch super mit allem möglichen aufpeppen. Dann hat man ein schönes Zwischending. Gibt auch Sorten für sensible Hunde, die heutige Auswahl hat eigentlich für jeden was dabei.

Zum Thema Verdauungszeiten bei TroFu und NaFu hat Mischling ja schon was gesagt. Dem kann ich mich nur anschließen.
 
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