- Das erste Kapitel meines Buches: Schatten des Mondes Beitrag #1
motte2000
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hallo,
habe mal ein teil des ersten kapitels von meinem buch gepostet, das ganze ging leider nicht weil es zu viele zeichen gewesen wären^^
viel spaß beim lesen............
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Kapitel 01: Moonlight´s Shadow[/FONT]
Die zierlich braune Stute wurde immer unruhiger, in der Nacht zum Sonntag.
Es war Vollmond und Simon war in dieser Nacht bei seiner in den Wehen liegenden Stute. Er bewachte sie wie eine Löwenmutter und lies nix und niemanden an sie ran.
>>ganz ruhig Mädchen<<, sprach er ihr gut zu. >>du hast es doch bald geschafft<<
Maika zappelte wild mit den Hinterbeinen und blieb dann plötzlich regungslos liegen. Simon erschrak, aber er traute sich nicht seine Position zu verlassen.
Denn Maika hatte ihren Kopf auf seinen Schoß gelegt und Simon war gezwungen in der Hocke sitzen zubleiben.
Als sie sich dann jedoch aufrichtete, entspannte er sich schnell wieder.
Die braune stand mit viel geschnaube auf und gab den Blick auf ein wunderschönes Fohlen frei. Wenn Simon in diesem Moment geahnt hätte, wie dieses Fohlen sein Leben verändern würde, er hätte es mit der Angst zu tun bekommen.
Simon war noch nie bei der Geburt eines Fohlens dabei und so war er fasziniert von dem kleinen nassen Wesen, das dort noch ganz wackelig im Stroh lag. Er lief so schnell wie möglich ins Haus, um seinem Vater zu erzählen, was gerade im Stall passiert war. Er riss die Tür auf und rief:
>> Dad, Maika´s Fohlen ist da<<
Mr. Wilson erschrak und kippte sich den frisch aufgebrühten Kaffee über die Hose.
>>Simon, Junge sag mal bist du warnsinnig geworden? <<, meckerte er seinen Sohn an. >>was sagtest du? Maikas Fohlen? Das kann gar nicht sein<<
>>doch<<, antwortete Simon. >>ein schwarzes Fohlen<<
>>aber Maika war doch fünf Monate auf der Koppel am Südpass<<, sagte Mr. Wilson. >>sie kam nicht einmal in die Nähe von Wesley<<
>>dann komm mit und überzeuge dich selber<<, sagte Simon.
Mr. Wilson traute dem ganzen nicht und folgte seinem Sohn zurück zum Stall. Er zögerte eine weile bevor in Maika´s Box guckte und blieb erstmal stehen. Als er sich dann doch traute erschrak er, sprang sofort zurück und sagte:>> das kann nicht sein, wie konnte das denn nur passieren? <<
>>wie meint du das: kann gar nicht sein? und Wesley kam nicht einmal in ihre Nähe? Wer soll es denn sonst gewesen sein? <<, fragte Simon mit runzeliger Stirn
Mr. Wilson guckte seinen Sohn an und sagte nur:>> Moonlight<<
>>aber Dad, wer ist denn Moonlight? Wo steht er denn und wem gehört er? Ich kenn ihn gar nicht<<, fragte Simon seinen Vater.
>>Moonlight gehört niemanden, er ist en Wildpferd, ein Mustang wenn du es genau wissen willst. Er ist das Böse in Fleisch und Blut. Dieses Pferd ist ein Monster. Und man sagt, sein erster Sohn würde so werden wie er selbst, sein eigener Schatten<<
>>aber Dad, wieso redest du so über ein Pferd? Warum hasst du dieses Tier so? <<, fragte Simon seinen Vater verwirrt. >>das kenn ich ja gar nicht von dir<<
>>glaub mir mein Junge, du willst gar nicht wissen warum ich so reagiere<<
Die Worte seinen Vaters waren es, die Simon diese Nacht nicht schlafen ließen. Er grübelte warum sein Vater ein Pferd hassen könnte und warum er ihm den Grund dafür nicht nennen möchte. Am nächsten Morgen stand Simon schon um 05:00 Uhr auf, aber da er sowieso die ganze Nacht wach war, störte ihn das nicht. Außerdem musste er seinem Vater unbedingt von dem Namen erzählen, den er sich für den kleinen schwarzen ausgedacht hatte. Er stürmte die Treppe herunter, traf seinen Vater am Frühstückstisch an und sagte ganz aufgeregt:>> Dad, Dad, ich habe den passenden Namen für den kleinen<<
Mr. Wilson verschluckte sich nun an seinem frisch aufgebrühten Kaffee und schimpfte:>> Simon Wilson, wenn du nicht bald lernst, dein Temperament in den griff zubekommen, werde ich wirklich wüten<<.
>>aber ich muss dir was sagen<<, bemerkte Simon noch ganz außer Atem.
>>ich habe einen Namen für den kleinen<<
>>soviel habe ich auch schon verstanden<<, sagte Mr. Wilson. >>das ist trotzdem kein Grund hier so herum zu rennen<<
Simon setzte sich an den Tisch und sagte:>> also, ich habe mir gedacht, das wir ihn Moonlight´s Shadow nennen<<
Mr. Wilson guckte seinen Sohn fassungslos und ungläubig an, als er hörte was Simon ihm dort erzählte.
>>das geht nicht<<, warf er sofort ein. >>dieses Fohlen kann unter keinen Umständen so heißen. Und warum möchtest du ihm einen Namen geben? Hast du etwa vor ihn hier auf unserer Farm zu behalten? <<
>>warum darf er nicht Moonlight´s Shadow heißen? <<, fragte Simon. >>ich finde der Name würde passen, nachdem was du mir gestern erzählt hast: er würde so werden wie sein Vater! Und natürlich behalte ich ihn erstmal und dann mal gucken<<
>>und was sollen die Nachbarn denken, das wir ein Fohlen von uns nach diesem Monster benennen? <<
>>wir können ihn ja auch nur Shadow rufen, dann fällt es doch gar nicht erst auf von wem er der Sohn ist, oder sein könnte<<, meinte Simon und war sich seiner Sache sichtlich sicher. >>außerdem, welche Nachbarn? Hier in unmittelbarer Nähe sind sowieso nur die Schafsfarm vom alten Johnson und dann noch die „Farm am See“, aber die steht seit Jahren leer. Also, wo ist das Problem? <<
>>das kann ich dir gerne sagen<<, schimpfte Mr. Wilson. >>er ist der Sohn von Moonlight und deshalb eine Gefahr für alles und jeden. Ich will nicht das du ihn hier behältst<<
>>aber Dad<<, sagte Simon mit bettelnden Blick. >>ich verspreche es dir, das ihn keiner zu Gesicht bekommt, der ihn nicht sehen darf<<
>>wenn du das wirklich einhalten kannst<<, meinte Mr. Wilson darauf mit runzeliger Stirn und warnenden Ausdruck in den Augen.
>>dann darfst du ihn behalten und auch Moonlight´s Shadow nennen<<
Simon fiel seinem Vater um den Hals und lief dann raus zu seinem neuen Pferd. Er ging sofort in die box in der Maika und ihr kleiner Moonlight´s Shadow standen und setzte sich ins Stroh. Er saß einfach nur da und guckte den kleinen schwarzen an und der schwarze guckte zurück. Ihre Blicke trafen sich und in Simon wurde es warm. >>dieses Fohlen ist etwas ganz besonderes<<, dachte er und murmelte es vor sich her. >>ja, etwas ganz außergewöhnliches ist tief in ihm<<
Das Simon mit seiner Vermutung recht hatte, wusste er in diesem Augenblick noch nicht. Moonlight´s Shadow schnupperte an seinem Bein und kaperte ihm die Hose an.
>>Hey kleiner<<, sagte Simon mit einem Grinsen im Gesicht. >>lass das, du machst sie noch kaputt<<
der schwarze hob den zierlichen Kopf und spitzte die feinen Ohren. Als Simon auch noch sein Bein bewegte, sprang er zurück und versteckte sich feige hinter seiner Mutter.
>>du Feigling<<, sagte Simon und fing an zu lachen. >>und so was will ein Hengst sein? Da lach ich mich doch schlapp<<
Moonlight´s Shadow guckte zwischen den Schweifhaaren seiner Mutter hervor und beobachtete ihn wie er dort im Stroh saß und ihn auslachte.
>>na los<<, rief Simon dem schwarzen zu, der sich darauf wieder hinter seiner Mutter versteckte. >>komm doch wieder her<<
Simon schnalzte und das kam Moonlight´s Shadow noch komischer vor, als das Bein Gezappel. Der schwarze blieb stur hinter Maika stehen und rührte sich keinen Zentimeter von der Stelle. Nun guckte er nicht einmal mehr was Simon machte.
>>he, du da<<, sagte Simon immer und immer wieder. <<komm doch jetzt mal her zu mir. Du brauchst doch keine Angst haben, ich tue dir schon nichts<<
Doch der schwarze blieb stur und widmete seine ganze Aufmerksamkeit der Mähne seiner Mutter, die ihm verführerisch im Gesicht hing.
Da konnte er nicht anders, zog daran herum und schnaubte vergnügt.
>>ein lustiger kleiner Zeitgenosse<<, sagte Simon leise und guckte dem vergnüglichen Treiben zu.
Nach cirka einer Stunde stand Simon wieder auf und verließ den Stall, um seinem Vater noch etwas im Haus zu helfen. Während er Teller wusch, dachte er über Moonlight´s Shadow nach. Er bekam dieses Fohlen nicht mehr aus dem kopf und war den ganzen Tag in Gedanken versunken. So ging es die nächsten Tage weiter. Simon war zu nichts mehr zu gebrauchen, wenn es nicht gerade um den schwarzen ging.
Da Simon sehr weit von der nächsten Stadt entfernt wohnte und keine Möglichkeit für ihn bestand zur Schule zu kommen, hatte er zweimal pro Woche Privatunterricht auf der Farm. Er hatte auch genau an diesem Tag Unterricht, an dem Moonlight´s Shadow das erste Mal auf die Koppel sollte.
Der fünfzehnjährige saß im Unterricht und starrte die ganze Zeit nur aus dem Fenster, in die Richtung des Stallgebäudes.
>>ach musste ich gerade heute Unterricht haben? <<, murmelte Simon in seine rechte Hand, auf die er seinen Kopf stützte. >>und dann auch noch um diese Uhrzeit<<
>>ist irgendetwas, Simon? <<, fragte die Lehrerin mit ernster Stimme. >>du bist heute so abwesend<<
>>es liegt an Shadow<<, antwortete Simon leise. >>er kommt heute das erste Mal auf die Koppel und ich bin nicht dabei<<
>>das ist aber kein Grund hier nicht vernünftig dem Unterricht zufolgen>>, betonte die Lehrerin nun. >>du hast dich einfach zu konzentrieren<<
>>aber Mrs. McFly<<, sagte Simon und bettelte. >>könnten wir nicht einfach für heute Schluss machen? Oder wenigstens eine Pause? Damit ich dabei sein kann, wenn er auf die Koppel kommt. Es ist mir wirklich sehr wichtig<<
>>Simon Wilson, jetzt habe ich aber genug von deinem Gezeter<<, meckerte Mrs. McFly und wurde lauter. >>wir machen weder Schluss für heute, noch machen wir eine Pause. Du sitzt noch nicht einmal eine halbe Stunde hier im Raum und jetzt wird sich konzentriert<<
Simon war ziemlich sauer, stand auf und verlies wutentbrannt den extra für seinen Unterricht eingerichteten Raum.
>>Dad<<, rief er durchs ganze Haus. >>wo bist du? Ich hasse diese McFly. Ich mache nicht mehr eine Stunde bei ihr Unterricht<<
Mr. Wilson lief ins Haus und sagte:>> das kann doch nicht sein. Was ist hier los, Simon? Was schreist du hier so herum? <<
>>Mrs. McFly macht keinen guten Unterricht mit mir<<, antwortete Simon wütend. >>sie macht seit Wochen nur Wiederholungen. Ich lerne nichts Neues mehr bei ihr. Außerdem schreit sie mich an<<
Simon sagte das alles berechnend, damit seine Lehrerin von seinem Vater entlassen wird. Da seine Mutter vor ein paar Jahren bei einem Autounfall gestorben war, war Simon nun das einzige was Mr. Wilson noch hatte.
Er würde alles für ihn tun, wenn es Simon danach nur besser ginge. Aber er war auch stur, denn Mrs. McFly war schon die dritte Lehrkraft innerhalb eines Jahres die Mr. Wilson einstellen musste.
>>Simon, du verbrauchst Lehrkräfte wie deine Unterwäsche<<, sagte Mr. Wilson mit Mistraueschen Blick. >>ich will dir mal glauben. Bitte dich aber auch gleichzeitig Mrs. McFly noch eine Chance zugeben<<
>>ich werde es mir überlegen<<, sagte Simon schnippisch. >>wenn wir dann für heute Schluss machen<<
>>das ist also der Grund eures Streites<<, sagte Mr. Wilson darauf. >>du möchtest dabei sein wenn Shadow das erste Mal auf die Koppel geführt wird<<
>>ja auch<<, antwortete Simon genervt. >>aber trotzdem hat mich Mrs. McFly nicht anzuschreien<<
Mr. Wilson stimmte seinem Sohn misswillig zu und erlaubte ihm, Shadow auf die Koppel zuführen........
so, das war ein teil des ersten kapitels...warte dann mal auf anregungen und kretik:mrgreen:
gruß
Denise
habe mal ein teil des ersten kapitels von meinem buch gepostet, das ganze ging leider nicht weil es zu viele zeichen gewesen wären^^
viel spaß beim lesen............
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Kapitel 01: Moonlight´s Shadow[/FONT]
Die zierlich braune Stute wurde immer unruhiger, in der Nacht zum Sonntag.
Es war Vollmond und Simon war in dieser Nacht bei seiner in den Wehen liegenden Stute. Er bewachte sie wie eine Löwenmutter und lies nix und niemanden an sie ran.
>>ganz ruhig Mädchen<<, sprach er ihr gut zu. >>du hast es doch bald geschafft<<
Maika zappelte wild mit den Hinterbeinen und blieb dann plötzlich regungslos liegen. Simon erschrak, aber er traute sich nicht seine Position zu verlassen.
Denn Maika hatte ihren Kopf auf seinen Schoß gelegt und Simon war gezwungen in der Hocke sitzen zubleiben.
Als sie sich dann jedoch aufrichtete, entspannte er sich schnell wieder.
Die braune stand mit viel geschnaube auf und gab den Blick auf ein wunderschönes Fohlen frei. Wenn Simon in diesem Moment geahnt hätte, wie dieses Fohlen sein Leben verändern würde, er hätte es mit der Angst zu tun bekommen.
Simon war noch nie bei der Geburt eines Fohlens dabei und so war er fasziniert von dem kleinen nassen Wesen, das dort noch ganz wackelig im Stroh lag. Er lief so schnell wie möglich ins Haus, um seinem Vater zu erzählen, was gerade im Stall passiert war. Er riss die Tür auf und rief:
>> Dad, Maika´s Fohlen ist da<<
Mr. Wilson erschrak und kippte sich den frisch aufgebrühten Kaffee über die Hose.
>>Simon, Junge sag mal bist du warnsinnig geworden? <<, meckerte er seinen Sohn an. >>was sagtest du? Maikas Fohlen? Das kann gar nicht sein<<
>>doch<<, antwortete Simon. >>ein schwarzes Fohlen<<
>>aber Maika war doch fünf Monate auf der Koppel am Südpass<<, sagte Mr. Wilson. >>sie kam nicht einmal in die Nähe von Wesley<<
>>dann komm mit und überzeuge dich selber<<, sagte Simon.
Mr. Wilson traute dem ganzen nicht und folgte seinem Sohn zurück zum Stall. Er zögerte eine weile bevor in Maika´s Box guckte und blieb erstmal stehen. Als er sich dann doch traute erschrak er, sprang sofort zurück und sagte:>> das kann nicht sein, wie konnte das denn nur passieren? <<
>>wie meint du das: kann gar nicht sein? und Wesley kam nicht einmal in ihre Nähe? Wer soll es denn sonst gewesen sein? <<, fragte Simon mit runzeliger Stirn
Mr. Wilson guckte seinen Sohn an und sagte nur:>> Moonlight<<
>>aber Dad, wer ist denn Moonlight? Wo steht er denn und wem gehört er? Ich kenn ihn gar nicht<<, fragte Simon seinen Vater.
>>Moonlight gehört niemanden, er ist en Wildpferd, ein Mustang wenn du es genau wissen willst. Er ist das Böse in Fleisch und Blut. Dieses Pferd ist ein Monster. Und man sagt, sein erster Sohn würde so werden wie er selbst, sein eigener Schatten<<
>>aber Dad, wieso redest du so über ein Pferd? Warum hasst du dieses Tier so? <<, fragte Simon seinen Vater verwirrt. >>das kenn ich ja gar nicht von dir<<
>>glaub mir mein Junge, du willst gar nicht wissen warum ich so reagiere<<
Die Worte seinen Vaters waren es, die Simon diese Nacht nicht schlafen ließen. Er grübelte warum sein Vater ein Pferd hassen könnte und warum er ihm den Grund dafür nicht nennen möchte. Am nächsten Morgen stand Simon schon um 05:00 Uhr auf, aber da er sowieso die ganze Nacht wach war, störte ihn das nicht. Außerdem musste er seinem Vater unbedingt von dem Namen erzählen, den er sich für den kleinen schwarzen ausgedacht hatte. Er stürmte die Treppe herunter, traf seinen Vater am Frühstückstisch an und sagte ganz aufgeregt:>> Dad, Dad, ich habe den passenden Namen für den kleinen<<
Mr. Wilson verschluckte sich nun an seinem frisch aufgebrühten Kaffee und schimpfte:>> Simon Wilson, wenn du nicht bald lernst, dein Temperament in den griff zubekommen, werde ich wirklich wüten<<.
>>aber ich muss dir was sagen<<, bemerkte Simon noch ganz außer Atem.
>>ich habe einen Namen für den kleinen<<
>>soviel habe ich auch schon verstanden<<, sagte Mr. Wilson. >>das ist trotzdem kein Grund hier so herum zu rennen<<
Simon setzte sich an den Tisch und sagte:>> also, ich habe mir gedacht, das wir ihn Moonlight´s Shadow nennen<<
Mr. Wilson guckte seinen Sohn fassungslos und ungläubig an, als er hörte was Simon ihm dort erzählte.
>>das geht nicht<<, warf er sofort ein. >>dieses Fohlen kann unter keinen Umständen so heißen. Und warum möchtest du ihm einen Namen geben? Hast du etwa vor ihn hier auf unserer Farm zu behalten? <<
>>warum darf er nicht Moonlight´s Shadow heißen? <<, fragte Simon. >>ich finde der Name würde passen, nachdem was du mir gestern erzählt hast: er würde so werden wie sein Vater! Und natürlich behalte ich ihn erstmal und dann mal gucken<<
>>und was sollen die Nachbarn denken, das wir ein Fohlen von uns nach diesem Monster benennen? <<
>>wir können ihn ja auch nur Shadow rufen, dann fällt es doch gar nicht erst auf von wem er der Sohn ist, oder sein könnte<<, meinte Simon und war sich seiner Sache sichtlich sicher. >>außerdem, welche Nachbarn? Hier in unmittelbarer Nähe sind sowieso nur die Schafsfarm vom alten Johnson und dann noch die „Farm am See“, aber die steht seit Jahren leer. Also, wo ist das Problem? <<
>>das kann ich dir gerne sagen<<, schimpfte Mr. Wilson. >>er ist der Sohn von Moonlight und deshalb eine Gefahr für alles und jeden. Ich will nicht das du ihn hier behältst<<
>>aber Dad<<, sagte Simon mit bettelnden Blick. >>ich verspreche es dir, das ihn keiner zu Gesicht bekommt, der ihn nicht sehen darf<<
>>wenn du das wirklich einhalten kannst<<, meinte Mr. Wilson darauf mit runzeliger Stirn und warnenden Ausdruck in den Augen.
>>dann darfst du ihn behalten und auch Moonlight´s Shadow nennen<<
Simon fiel seinem Vater um den Hals und lief dann raus zu seinem neuen Pferd. Er ging sofort in die box in der Maika und ihr kleiner Moonlight´s Shadow standen und setzte sich ins Stroh. Er saß einfach nur da und guckte den kleinen schwarzen an und der schwarze guckte zurück. Ihre Blicke trafen sich und in Simon wurde es warm. >>dieses Fohlen ist etwas ganz besonderes<<, dachte er und murmelte es vor sich her. >>ja, etwas ganz außergewöhnliches ist tief in ihm<<
Das Simon mit seiner Vermutung recht hatte, wusste er in diesem Augenblick noch nicht. Moonlight´s Shadow schnupperte an seinem Bein und kaperte ihm die Hose an.
>>Hey kleiner<<, sagte Simon mit einem Grinsen im Gesicht. >>lass das, du machst sie noch kaputt<<
der schwarze hob den zierlichen Kopf und spitzte die feinen Ohren. Als Simon auch noch sein Bein bewegte, sprang er zurück und versteckte sich feige hinter seiner Mutter.
>>du Feigling<<, sagte Simon und fing an zu lachen. >>und so was will ein Hengst sein? Da lach ich mich doch schlapp<<
Moonlight´s Shadow guckte zwischen den Schweifhaaren seiner Mutter hervor und beobachtete ihn wie er dort im Stroh saß und ihn auslachte.
>>na los<<, rief Simon dem schwarzen zu, der sich darauf wieder hinter seiner Mutter versteckte. >>komm doch wieder her<<
Simon schnalzte und das kam Moonlight´s Shadow noch komischer vor, als das Bein Gezappel. Der schwarze blieb stur hinter Maika stehen und rührte sich keinen Zentimeter von der Stelle. Nun guckte er nicht einmal mehr was Simon machte.
>>he, du da<<, sagte Simon immer und immer wieder. <<komm doch jetzt mal her zu mir. Du brauchst doch keine Angst haben, ich tue dir schon nichts<<
Doch der schwarze blieb stur und widmete seine ganze Aufmerksamkeit der Mähne seiner Mutter, die ihm verführerisch im Gesicht hing.
Da konnte er nicht anders, zog daran herum und schnaubte vergnügt.
>>ein lustiger kleiner Zeitgenosse<<, sagte Simon leise und guckte dem vergnüglichen Treiben zu.
Nach cirka einer Stunde stand Simon wieder auf und verließ den Stall, um seinem Vater noch etwas im Haus zu helfen. Während er Teller wusch, dachte er über Moonlight´s Shadow nach. Er bekam dieses Fohlen nicht mehr aus dem kopf und war den ganzen Tag in Gedanken versunken. So ging es die nächsten Tage weiter. Simon war zu nichts mehr zu gebrauchen, wenn es nicht gerade um den schwarzen ging.
Da Simon sehr weit von der nächsten Stadt entfernt wohnte und keine Möglichkeit für ihn bestand zur Schule zu kommen, hatte er zweimal pro Woche Privatunterricht auf der Farm. Er hatte auch genau an diesem Tag Unterricht, an dem Moonlight´s Shadow das erste Mal auf die Koppel sollte.
Der fünfzehnjährige saß im Unterricht und starrte die ganze Zeit nur aus dem Fenster, in die Richtung des Stallgebäudes.
>>ach musste ich gerade heute Unterricht haben? <<, murmelte Simon in seine rechte Hand, auf die er seinen Kopf stützte. >>und dann auch noch um diese Uhrzeit<<
>>ist irgendetwas, Simon? <<, fragte die Lehrerin mit ernster Stimme. >>du bist heute so abwesend<<
>>es liegt an Shadow<<, antwortete Simon leise. >>er kommt heute das erste Mal auf die Koppel und ich bin nicht dabei<<
>>das ist aber kein Grund hier nicht vernünftig dem Unterricht zufolgen>>, betonte die Lehrerin nun. >>du hast dich einfach zu konzentrieren<<
>>aber Mrs. McFly<<, sagte Simon und bettelte. >>könnten wir nicht einfach für heute Schluss machen? Oder wenigstens eine Pause? Damit ich dabei sein kann, wenn er auf die Koppel kommt. Es ist mir wirklich sehr wichtig<<
>>Simon Wilson, jetzt habe ich aber genug von deinem Gezeter<<, meckerte Mrs. McFly und wurde lauter. >>wir machen weder Schluss für heute, noch machen wir eine Pause. Du sitzt noch nicht einmal eine halbe Stunde hier im Raum und jetzt wird sich konzentriert<<
Simon war ziemlich sauer, stand auf und verlies wutentbrannt den extra für seinen Unterricht eingerichteten Raum.
>>Dad<<, rief er durchs ganze Haus. >>wo bist du? Ich hasse diese McFly. Ich mache nicht mehr eine Stunde bei ihr Unterricht<<
Mr. Wilson lief ins Haus und sagte:>> das kann doch nicht sein. Was ist hier los, Simon? Was schreist du hier so herum? <<
>>Mrs. McFly macht keinen guten Unterricht mit mir<<, antwortete Simon wütend. >>sie macht seit Wochen nur Wiederholungen. Ich lerne nichts Neues mehr bei ihr. Außerdem schreit sie mich an<<
Simon sagte das alles berechnend, damit seine Lehrerin von seinem Vater entlassen wird. Da seine Mutter vor ein paar Jahren bei einem Autounfall gestorben war, war Simon nun das einzige was Mr. Wilson noch hatte.
Er würde alles für ihn tun, wenn es Simon danach nur besser ginge. Aber er war auch stur, denn Mrs. McFly war schon die dritte Lehrkraft innerhalb eines Jahres die Mr. Wilson einstellen musste.
>>Simon, du verbrauchst Lehrkräfte wie deine Unterwäsche<<, sagte Mr. Wilson mit Mistraueschen Blick. >>ich will dir mal glauben. Bitte dich aber auch gleichzeitig Mrs. McFly noch eine Chance zugeben<<
>>ich werde es mir überlegen<<, sagte Simon schnippisch. >>wenn wir dann für heute Schluss machen<<
>>das ist also der Grund eures Streites<<, sagte Mr. Wilson darauf. >>du möchtest dabei sein wenn Shadow das erste Mal auf die Koppel geführt wird<<
>>ja auch<<, antwortete Simon genervt. >>aber trotzdem hat mich Mrs. McFly nicht anzuschreien<<
Mr. Wilson stimmte seinem Sohn misswillig zu und erlaubte ihm, Shadow auf die Koppel zuführen........
so, das war ein teil des ersten kapitels...warte dann mal auf anregungen und kretik:mrgreen:
gruß
Denise