Wenn es nur "5" Tiere wären

Um es wirklich korrekt zu machen und jeden Trägerhund ausschliessen zu können, müsste jeder Hund einmal mit bekannten Trägern verpaart werden.
Und was, wenn der Zufall es so will, dass kein krankes Tier fällt ? False negativ ? Rein statistisch gesehen ist das bei der geringen Anzahl Nachkommen pro Wurf gar nicht so unwahrscheinlich. Aber nur kranke Tiere wären ein Beweis. Im Gentest kann sich das nicht verstecken und es müssten, sobald der Test funktioniert, keine kranken Tiere mehr produziert werden. Auch unwissentlich fallen dann bei seriöser Zucht keine Tiere mehr, die an dieser genetischen Erkrankung leiden.
Bei der aktuellen Methode müsse man, wenn es auftritt und wenn man wirklich das krankmachende Gen ausrotten will, die gesamte Linie aus der Zucht genommen werden - samt Grosseltern, Cousins, Geschwister, Grossonkel, Grossgrosstanten. Alles, was das Gen in der Theorie auch tragen könnte - schliesslich weiss man nicht, vorher es kommt und wo es noch drin steckt. Nur weil es in einem Teil der Linie steckt, heisst das nicht, dass der andere Teil frei ist. Nur weil eine Generation frei ist, heisst es nicht, dass die Elterntiere frei waren. Das Gen kann zufällig nicht vererbt worden sein. Die "50" Tiere in 10 Jahren bekommst du so auch, wenn nicht radikal alles rausgenommen wird. Und da das bei vielen Rassen schnell mal ziemlich viele Tiere sein könnten, die man da aus dem Genpool holt, wenn man es mit dem Wissen bei nur "5" kranken Tieren trotzdem korrekt machen will, schränkt man die Rasse dann auch unnötig ein. Ein genetischer Flaschenhals kann auch massiv Probleme machen, weil dann plötzlich andere, noch seltene Gene sichtbar werden können. Und die verminderte Reproduktionsrate kann auch auftreten.
Die Methode ist in meinen Augen einfach nicht zielführend und damit auch nicht zukunftsfähig.