Habe ein paar Nächte auf Suche im Internet verbracht und fand folgendes: Dieses Klopfen mit den Hinterläufen bei Gefahr oder Aufregung kennt sogut wie jeder von uns. Das bedeutet, die Kaninchen verständigen sich auch über den Erdboden untereinander. Sie können über Sinneszellen in den Füssen feinste Erschütterungen von anderen Kaninchen im Erdboden wahrnehmen. Wir Menschen haben diese "Erd-Klopfer-Sprache" noch nicht entschlüsselt - erleben nur, dass unsere HausKaninchen längst wissen, wenn es fremde (Wild-)Kaninchen in der Umgebung gibt, die wir und unsere Tiere aber noch nicht mit unseren Augen gesehen haben.
->In unserem Fall haben wir später die Bestätigung bekommen: Die Erde, wovon ich die Bilder machte, ist an dieser Stelle weich, kaum Schottersteine drin - und in ca. 5 Meter Entfernung war tatsächlich ein Höhlensystem mit Nest(ern). Eines Tages im Mai sassen wir beim Frühstück auf der Terasse, Blick auf das Freigehege. Und plötzlich tauchten 2 Kaninchenkinder auf, die sich für das Freigehege interessierten. Wahrscheinlich ist es zum Kontakt bei den Gitterstäben gekommen.
Unsere beiden taten so, als ob sie die 2 Wild-Kaninchenkinder nicht bemerken würden. Das hätte ich denen auch schon fast abgenommen, wenn da nicht ihre Löffel gewesen wären: Die hat es ihnen immer wieder aufgestellt, ihre Ohren wollten einfach nicht flach liegenbleiben. Und dann war da noch ein Gurkenstück, das "zufällig" nahe beim Gitter lag, was ausgerechnet jetzt aufgeräumt/verputzt werden musste... :clap::eusa_shhh:
Ein weiterer Grund kann beim Weibchen vorliegen, wenn es nicht sterilisiert/kastriert ist. Und unseres, das auf den Fotos zu sehen ist, war nicht operiert.
Aber es nicht gesagt, dass die Buddlerei aufhören würde, wenn das Weible operiert werden würde. Also deswegen erwähne ich es nicht.
-> In deinem Fall rate ich: Erstmal nur am Gitter entlang ca. 50cm tief runterstechen. Ich weiss nicht, od du das mit Spaten, Schaufel, dicke Schuhe und Handschuhe ohne deinen Papa machen könntest. Er soll dir nur die Gartengeräte zur verfügung stellen.
Ich weiss auch nicht, ob Bäume in der Nähe sind, deren Wurzeln bis zum Gehege reichen. Auf deinen Bildern sehe ich nur den Spaten und Büsche/Sträucher. Und, dass da Maschendraht bereits in die Erde reichend, angebracht worden ist. Sind das 30 cm?
-> Vielleicht kannst dir pro Tag nur so 2-4 Meter vornehmen, die du einen halben Meter tief abgräbst. Keine Eile, immer paar Tage Pause. Und kommst so nach und nach ringsrum. Ich würde dann mindestens mit Maschendraht nachsichern, viellleicht auch mit senkrecht gestellten Waschbetonplatten. Die gibt es auch gebraucht, gegen Abholung. Diese Randleisten aus Beton für Blumenbeete und Gartenwege, die du auf meinen Bildern siehst, sind 20cm hoch und 150cm lang. 1 Stück kostete 2,50 €. 3 Stück von denen übereinander verlegt wären ca. 55 cm. Bei 10 m² Gehegefläche würde das dann insgesamt ca. 70€ kosten.
Aber wenn dein Papa jetzt erstmal von den Häschen genervt ist, dann würde doch m.E. die Nachsicherung mit dem Maschendraht -vorerst- ausreichen. Vielleicht nimmst du dir zum Test nur 1 Meter vor, um deine Erfahrungen zu machen. Was erlebst du dabei alles und wie sehen deine Hände danach aus? Welche Beschaffenheit hat das Erdreich?
Und vielleicht können wir den Teil vom Maschendraht, der bereits in der Erde ist, in die Nachsicherung miteinbeziehen; dann wäre der finanzielle und kräftemässige Aufwand auch schon ein Stück geringer.
Bei Youtube gibt einen Film namens "Schäferhund buddelt Loch".
Deshalb finde ich euren Zaun und die Gitter, die man da sieht, für sehr angebracht. Wenigstens zu der Grundstücksgrenze hin, wo das Freigehege ist. Es muss mindestens 1 stabiles Haus im Gehege sein, in das alle Tiere, die grösser sind als sie, nicht hineinpassen/nicht durchschlüpfen können. Und auch von uns Menschen nicht so ohne weiteres umgerissen werden könnte.
Bei Katzen mache ich mir kaum Sorgen. Ich hatte das mal mitbekommen, wo eine Katze unvorsichtig/unerfahren war. Unsere Ninis hatten sich verteidigt und ruckzuck hatte die Katze Schrammen Aua an der Nase.
Gruss