Unverschämte Vermittlungsstation

Diskutiere Unverschämte Vermittlungsstation im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Ich muss meinem Ärger Luft machen. Vielleicht könnt ihr mir sagen, ob ihr diese Reaktion angebracht findet: Eben hatte ich ein sehr...
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MarinaLina

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Ich muss meinem Ärger Luft machen. Vielleicht könnt ihr mir sagen, ob ihr diese Reaktion angebracht findet:

Eben hatte ich ein sehr demütigendesGespräch mit einer der Vermittlerinnen von *** (sie holen Hunde aus spanischen Tierheimen nach Deutschland).
Nachdem ichwahrheitsgetreu den Fragebogen ausgefüllt hatte, habe ich amnächsten Tag sofort bei Frau... angerufen, um ihr mein Interesse andem besagten Hund zu bestätigen. Ich habe mich quasi auf den erstenBlick in diesen Hund (in einem Video konnte ich ihn sehen) verliebt.
Die Dame am Telefon war von Anfang ansehr ablehnend und fragte mit skeptischem Unterton, was ich dennstudieren würde. Als ich angab, eine Jurastudentin zu sein, sagtewortwörtlich:


Sie studieren Jura. Das ist einanstrengendes Studium. Sie wollen Karriere machen. Sie können sichnicht um diesen Hund kümmern.“


So eine unverschämte Aussage habe ichin meinem Leben noch nicht gehört. Als ich ihr mitteilte, dass dieseine unverschämte Aussage sei, legte sie auf. Auf Nachfrage hin (ichrief zurück) bestätigte sie, dass dies kein Versehen gewesen seinund berief sich dann (ihre Worte) auf „die Meinungsfreiheit, mandürfe ja wohl sagen, was man denkt.“.
Also, sie denkt, dass der Hund in einemTierheim in Spanien besser aufgehoben ist, als bei mir, weil ichnoch nicht mit 100%er Sicherheit sagen kann, was ich in 10 Jahrenmache. Und wie ist das, wenn Menschen Kinder kriegen? DürfenJurastudentinnen dann auch keine Kinder kriegen?? Oder wie stellt siesich das vor? Und was ist generell mit Frauen, die vorhaben zuheiraten, Kinder zu kriegen und evtl. noch zu arbeiten – irgendwanneinmal später in ihrem Leben (soll ja vorkommen) – dürfen diedann auch niemals einen Hund adoptieren? Was für eine Zielgruppehaben sie denn für ihre Tiere?
Hartz IV Empfänger, Rentner? Leute,die den ganzen Tag zuhause sind? Hausfrauen ohne Kinder?


Der Hund sei sehr aktiv und sehr jung,er würde nicht zu mir passen. Ich solle doch einen alten Hundnehmen, der bald stirbt. Ich wisse ja eh nicht, wo ich in 5 Jahrensei.
Ich gehe jeden Tag joggen und fahretäglich Fahrrad – zählt das nicht? Kam ich dazu, dass zuerzählen??! Nein!


Lange habe ich mir den Gedanken durchden Kopf gehen lassen, ob ich mir einen Hund zulegen kann, wie sichein Hund in mein Leben integrieren lassen würde. Ich bin 28 Jahrealt. Ich weiß, welche Verantwortung auf mich zukommt. NachRücksprache mit meinen Eltern, meiner Schwester und Freunden bin ichzu dem Schluss gekommen, dass ein Hund zu haben schon ein langebestehender Wunsch von mir ist, dem ich nachgehen sollte.
Ich kann gut mit Hunden umgehen, meineFamilie und ich hatten immer Hunde und bei Problemen -gesundheitlichen, zeitlichen, was auch immer für Probleme im Laufeeines Lebens auf einen zukommen – weiß ich, dass ich immer aufmeine Familie zählen kann.
Konnte ich das der Dame am Telefonmitteilen? Nein. Natürlich nicht. Sie hörte nur Jurastudentin undhatte sich dann schon ihr Urteil gebildet.
Wie wäre es denn mal, mit dem Studiumder Rechtswissenschaften Fleiß, gewissenhaftes Arbeiten undUrteilsvermögen in Zusammenhang zu bringen, an Stelle vonKarrieregeilheit??!!


Weiß ich überhaupt, ob ich späterals Anwältin arbeiten möchte? Nein.
Weiß ich, dass ich einen Hund habenmöchte, einem Hund aus einem Tierheim ein schönes Zuhause schenkenund ihn sein Leben lang bei mir haben möchte? JA!


Es sitzen Hunde in Tötungsstationen,weil frustrierte Mitarbeiter einen vorurteilsbehafteten Groll gegengewisse Menschengruppen hegen. Selbst wenn, aus was für Gründenauch immer, ich in 8 Jahren gezwungen wäre für den kleinen Schatzein neues Zuhause zu suchen, hätte ich von Deutschland aus in meinemBekanntenkreis nicht wesentlich bessere Möglichkeiten für den Hund,als er sie jetzt in einem Tierheim in Spanien hat??
Und gibt es nicht die Kontrollen, diesich die Wohnsituation und Person im Vorfeld angucken? UndZwischenkontrollen, die überprüfen, wie sich der Hund entwickelt?Nicht einmal das wurde mir angeboten. Weil ich ja Jura studiere.
Nach diesem Gespräch war ich wütend,traurig und frustriert.:evil::(:eusa_doh:
 
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  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #2
Off-Topic
Als Jurastudentin lernt man glaub ich das man, wenn man nichts nettes zu sagen hat, die Namen unkenntlich machen sollte oder ist da irgendwas neues was ich noch nicht weiß. :eusa_shhh: Dann ist jedes zweite Wort ohne Leertaste dazwischen, ich bin jetzt mehrfach drüber gestolpert. ;)


Die Antwort wird dir jetzt sicherlich nicht passen aber erstere Aussage, in fett gedruckt, ist vielleicht etwas sehr direkt ausgedrückt aber so viel Falsches ist nicht dran.

Nur weil der Hund es woanders schlechter hätte ist keine rechtfertigung für die eigene Haltung.

Tatsächlich ist das Jura Studium anstrengend und du kannst nicht sagen wie anstrengend es noch werden wird und was danach kommt. Deswegen raten wir auch meistens 14, 15, 16 Jährigen von Hunden ab, je nachdem was sie schreiben, da sie nicht wissen was passierne kann; Ausbildung, erste Liebe, Wohnung usw. usw.
Mir ist klar das ich dich nicht mit 14 Jährige Vergleichen kann aber tatsächlich scheint es so als wärst du jetzt einfach nur wütend und frustriert (mit Sicherheit zurecht, viele Menschen haben was gegen zurückweisung).
Aber ehrlich gesagt ist es nicht Sinn und zweck von einer Anschaffung zu sagen;

Joa aber wenn ich in 8 Jahren den Hund abgeben muss finde ich sicherlich nen besseres Zuhause.
Vielleicht findet der Hund ja jetzt ein supertolles Zuhause, das kannste auch nicht sagen- :uups:
 
  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #3
Also, sie denkt, dass der Hund in einemTierheim in Spanien besser aufgehoben ist, als bei mir, weil ichnoch nicht mit 100%er Sicherheit sagen kann, was ich in 10 Jahrenmache. Und wie ist das, wenn Menschen Kinder kriegen? DürfenJurastudentinnen dann auch keine Kinder kriegen?

Ich denke man kann sehr wohl studieren und einen Hund artgerecht halten. ABER man sollte bereit sein, sein leben mit dem Hund zu Planen. Kann man das nicht, würde ich einfach noch ein wenig warten und schaun was die Zukunft bringt.
Das mit dem kinder kriegen ist ja nochmal was ganz anderes. Wenn man Kinder bekommt stellt man sich ja auch darauf ein sein Leben nach den Kindern zu richten. In unserer Gesellschaft ist es nicht üblich ein Kind einfach mal so abzugeben wegen veränderter Lebensituation oder weil es einem grad nicht in den kram passt. Ein Hund wechselt leider oft viel zu schnell seinen besitzer.

Ich kann deinen Ärger und Frust gut verstehen. Ich finde es auch nicht sehr nett von der Frau wie sie mit dir umgegangen ist.
 
  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #4
Die Leertasten sind beim copy and paste verrutscht. Zum Thema Namen schwärzen, wir können uns gern über Tatsachen und Werturteile unterhalten, und was weshalb in welchem Rahmen geschützt ist. Ich denke aber, das ist gerade irrelevant. Genau so, wie auf deine Rechtschreibung, Kommasetzung etc. einzugehen. Gell?

Der Hund hätte bei mit ein super-tolles Zuhause gehabt. Niemand kann 10 Jahre in die Zukunft blicken. Mir wurde noch nicht einmal eine Chance gegeben. Und meinen Hund, den ich bald kriegen werde, behalte ich ein Leben lang. Jeder Mensch hat etwas gegen Zurückweisung. Das ist im Wort impliziert.
Ich verstehe nur nicht, wieso man jemanden, der etwas Gutes tun möchte, so demütigen muss. Der Ton macht die Musik und ihrer war unter aller Sau.
 
  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #5
Ich verstehe deinen Ärger und du bist damit auch nicht alleine. Gerade viele Tierschutzorganisationen und Tierheime sind oft sehr penibel bei der Auswahl und vor allem auch einfach sehr subjektiv. Bei dem einen Tierheim bekommt keiner einen Hund, der Vollzeit arbeitet (egal ob er einen Sitter etc. zur Verfügung hätte), bei dem anderen muss es ein Garten sein, beim nächsten darf es niemand unter 25 oder über 55 sein etc. Vieles davon hat durchaus auch einen nachvollziehbaren Hintergrund und meistens sitzen dort eben Vermittler, die fast täglich Hunde vor sie Nase gesetzt bekommen, weil "wir hatten keine Zeit mehr für ihn", "Mein Studium war fertig und mit der Arbeit passt es jetzt nicht mehr", "wir sind nicht mehr in der Lage lange Spaziergänge zu machen" usw.
Diese Leute bilden sich also ihre Meinungen durch ihre Erfahrungen und sind deswegen oft so "streng" bei der Auswahl.
Ich persönlich finde es auch einfach zu "streng". Gerade die Leute im Tierheim bekommen nun mal die Abgabetiere, das heißt aber nicht, dass jeder Student später den Hund abgibt, dass jeder über 55 krank und schwach ist, jeder ohne Garten den Hund nicht auslasten kann etc. Es ist definitiv der viel, viel, viel kleinere Teil, der die Hunde zum Tierheim bringt, aber die Leute dort bekommen eben genau diesen kleinen Teil mit.
Soviel für dich erst mal, dass du die Dame vielleicht auch verstehen kannst. Sie meint es für das Tier doch nur gut und möchte nicht, dass es hier zu einem vernachlässigtem Abgabehund wird.

Wenn du wirklich einen Hund möchtest, dafür bereit bist, alles durchdacht hast und wie du ja grad selber schreibst bereit bist den Hund sein Leben lang zu behalten (nicht schon mit der Abgabe rechnen, wenn er noch gar nicht da ist), dann wirst du auch deinen Hund bekommen. Man kann es nochmal bei der gleichen Organisation versuchen, eventuell bei einer anderen Dame oder Herr, nochmal alles genau erklären und "beweisen" wie wichtig einem der Hund jetzt schon ist, aber manchmal hat auch das keinen Erfolg und dann bleibt einem eben nur woanders zu schauen (aber bitte niemals auf die Billigwelpen der Kleinanzeigen zurückgreifen.. das ist nämlich das, was sehr oft passiert mit Leuten die im Tierheim abgelehnt werden.. soweit denkt auch kaum einer der Mitarbeiter dort.. einen Hund bekommt jeder der ihn will, egal wie schlecht die Umstände und wie gut die Gründe tatsächlich sind.. leider).
 
  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #6
Hallo,

ich dachte mir ich schreibe auch mal was dazu, bei mir war es damals Ähnlich und meiner Meinung nach haben die Leute sich einfach keine Zeit genommen..
Ich habe damals (ist wirklich schon Jahre her) auf der Rennbahn in Riem (München) gewohnt 10 Min. entfernt war das Tierheim.

Ich hatte damals noch meinen großen Rüden (Mein Herz er wurde 13 1/2 Jahre alt) und dachte ich nehme noch einen kleineren Hund aus dem Tierheim mit spatzieren und überlegte sogar, wenn sich die Hunde Verstehen und alles passt (da war ich mir nicht sicher) einen kleinerern Zweithund zu adoptieren...im Grunde wollte ich nur helfen und Hunde ausführen!

Gedacht und ab zum Tierheim...das Ende vom Lied war sie Fragte mich wo ich Wohne und ich meinte nur auf der Rennbahn da war dann alles gelaufen und ich konnte gehen und durfte nicht mit einem der Hunde spatzieren gehen...hinterfragt wurde auch nichts mehr ich komme ja von der Rennbahn...

Begündung war wir haben mit Menschen von der Rennbahn schlechte Erfahrungen gemacht...
nimmt man sich Zeit mich kennen zu lernen, mich im Umgang mit meinem Hund zu beurteilen oder naja irgendwas ?...nein das Tema war damit durch!

Mir tat es um die Hunde leid!
 
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  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #7
Hallo,

da ich beide Seiten kenne (ich habe in THs gearbeitet und habe selbst einen Hund von einer Orga), melde ich mich auch mal zu Wort.

Im Prinzip finde ich die Aussage der Dame auch nicht wirklich unverschämt oder beleidigend - sondern eher unheimlich direkt und vielleicht ein bisschen zu engstirnig.
Sie ließ dir wohl kaum Raum für Argumentation und hat schon gleich anhand einiger Kriterien (dich ich auch als durchaus kritisch bewerten würde) eine Vermittlung komplett ausgeschlossen, das mag aus deinen Augen vollkommen unverständlich sein und ist auch nicht umbedingt gerechtfertigt, aber wenn es sich bei der Organisation/bei dem TH um eine seriöse Vermittlungsstelle handelt, sie Fragebogen ausfüllen lassen etc. pp, dann haben sie wohl auch schon Erfahrung mit der Vermittlung und vielleicht auch im Speziellen mit der Vermittlung an Studenten/junge Leute in der Orientierungsphase ihres Lebens. Und wer weiß wie gut oder schlecht diese Erfahrungen waren oder sind?

Und wenn der Hund wirklich nicht passt? Wenn die Frau einfach Recht hatte?

Nur weil du sportlich bist und dich und dein Leben als hundetauglich einschätzt, wer sagt dir, dass genau dieser Hund richtig gewesen wäre?
Was machst du, wenn er nicht alleine bleiben kann und du ihm das in monatelangem Training beibringen musst? Hast du die Möglichkeit ihn während der Vorlesungen anderweitig unterzubringen? Hast du die zeitlich Möglichkeit etwas von Grund auf Neues mit ihm zu trainieren? Was wenn er nicht stubenrein wäre oder zumindest nicht richtig (das kann bei vielen Hunden aus Zwingerhaltung am Anfang ein Problem sein)? Was wenn er sehr ängstlich wäre und du ihn nirgends mit hinnehmen könntest? - das mal nur als ein paar mögliche Fragen, die du dir stellen solltest und dann nochmal reflektieren solltest, ob die Reaktion der Frau wirklich so falsch war (sie kennt den Hund im Gegensatz zu dir) und ob deine Reaktion wirklich so richtig ist. Das ist jetzt ganz und gar nicht böse gemeint, ich will dir nur klar machen, was du vielleicht einfach "in den falschen Hals bekommen hast", weil du die Frau gleich "verurteilt" hast und sie dich ebenfalls gleich in eine möglicherweise unpassende Schublade gesteckt hat. ;)

Grundsätzlich bin ich sogar einer ähnlichen Meinung wie sie. Zu dir würde ein älterer, gefestigter Hund sicher erstmal besser passen. Einer, der sozialisiert ist, mitnehmbar oder zuhauselassbar und einer, der keine einschlägigen Vorerfahrungen hat, die man dann mühsam wieder ausbügeln muss. Ich selbst habe mit Hund(en) studiert und ich war wahrlich froh, dass meine drei Chaoten zu diesem Zeitpunkt weder hilflose Hundebabys, noch erziehungsaufwändige Problemkinder waren, denn das hätte ich beim besten Willen nebenher einfach nicht hinbekommen.

Kurz um: Hund und Studium, sicher möglich. Aber ganz ehrlich? Einen jungen, möglicherweise extrem jagdtriebigen Spanier ohne Deutschland-Wohnungs-Was auch immer-Erfahrung, würde ich mir für dieses Projekt nicht zulegen!
 
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  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #8
Nach diesem Gespräch war ich wütend,traurig und frustriert.:evil::(:eusa_doh:

Das liest man sehr deutlich heraus und ich kann's verstehen. Aber im Grunde kann ich mich den von Tompina gestellten Kernfragen nur anschließen und dir dazu raten, diesen "Vorfall" nicht endlos mit dir herumzuschleppen.

Letztendlich ist man als Interessent auf die Zusage der anderen Seite angewiesen. Bekommt man diese nicht, ob man die Gründe dafür nun nachvollziehen kann oder nicht, muss man sich damit abfinden. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass dies nicht immer einfach ist. Wir haben damals eine Zweitkatze gesucht und ich habe dabei lange an einer Orga gehangen, die mir letztendlich (nach einigem Hin und Her, wofür wir nichts konnten) "wegen eines Bauchgefühls" abgesagt hat. Was meinst du, wie geknickt und gekränkt ich war? Ich wollte nur das Richtige für meine und eine andere Katze tun, habe mir endlos den Kopf zerbrochen, mich emotional hineingehängt und bei mir hat "das Bauchgefühl" nicht gestimmt. Man nimmt das zwangsläufig persönlich. Was soll man mit einer solchen Aussage auch anfangen? Sie impliziert ja regelrecht, dass bei einem etwas nicht stimmen würde.

Ich kann dir nur sagen: Es ist richtig, darüber nachzudenken. Aber es lohnt sich nicht, sich daran aufzuhängen. Die Wahrheit liegt erfahrungsgemäß irgendwo dazwischen. Es gibt Vermittler mit überzogenen Erwartungen und Menschen, die einen grundlos falsch beurteilen. Ebenso kann es möglich sein, dass man sich "das falsche Tier" aussucht oder manchen Dingen nicht das nötige Augenmerk geschenkt hat. Wenn du die Umstände abgesteckt hast, in die ein Hund bei dir kommen würde und realistisch einzuschätzen vermagst, was du in seinem Interesse leisten kannst und was nicht, wirst auch du den richtigen Hund für dich finden. Es hat in diesem Fall vielleicht einfach nicht sein sollen, aber es wird mit Sicherheit nicht der letzte Kandidat gewesen sein. Da draußen warten zahllose Tiere auf ein Zuhause, die eine Chance verdient haben. Manchmal braucht es nur etwas mehr Geduld.
Nimm dir diese Zeit, mach dir Gedanken, such dir vertrauenswürdige Organisationen und lass dich beraten. :001:
 
  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #9
Schau - es ist diplomatisch sehr schwer solche Hunde unterzukriegen, Einerseits sind diese Tiere keine wirklichen Haushunde - sondern lebten manchmal wirkliche monatelang auf der Strasse und sind verwildert - die Haben Angst vor den Menschen.
Andererseits muss man diese Tiere vermitteln - bevor sie am Tag X eingeschläfert werden wegen unvermittelbarkeit. So einen Hund die Sicherheit zu geben - die er benötigt und mit ganz viel Liebe und Geduld wieder ein Hund zu werden mit dem man auf die Strasse gehen kann - das dauert Monate - das geht jedem Menschen auf die Substanz und man kriegt selbstzweifel.
Ich habe einer Freundin von mir geholfen - sie war so ein ähnlicher Charakter wie du - ein Hund hat es ihr angetan - schwierig zu vermitteln, der Hund lebte 3 Jahre lang an der Kette ohne Futter ohne Wasser - ohne Hütte und wurde von Tierschützern geborgen die den Hund sozusagen unter die Achsel genommen haben und gelaufen sind....
Das war kein Hund - das war - was war es - ein WIldtier - der Hund hat gebissen - er war nicht bösartig, aber total verängstlicht, er kannte weder Strasse noch Wohnung, Autos- Vogelgezwitschr, Strasse - noch sonst irgendetwas was hier zum Alltag gehört. Alleine bleiben - an dem Kämpft sie mittlerweile seit 5 Jahren - aber mittlerweile darf sie die Türe von aussen schliessen wenn sie vor der Haustüre stehen bleibt bleibt der Hund ruhig. Das war ein schwer traumatisierter Hund - der geknurrt hat - der gebissen hat - der mal 2 Jahre ausser sie, ihren Mann und 2 oder 3 andere Menschen in seiner Umgebung nicht akzeptiert hat (mit dem TIer zu einem Tierarzt - vergiss es - der Hund wurde zu Hause mit einem Betäubungspfeil betäubt und dann in die Klinik gefahren - Herzkrank war er im übrigen auch - Herzwürmer).

So einen Hund neben dem Studium zu erziehen - dass schafft kein Mensch - auch wenn der Hund noch so lieb ausschaut und du gutes tun willst, das willst du dir und dem Hund nicht wirklich zumuten.
Also so zu erklärung, wenn wieder jemand schreit - da ist in BUlgarien so ein liebes Hunderl dass nur ein Platzerl braucht - soooooooooooo lieb und sooooooooooooo toll... dem ist nicht so...

Und dann habe ich wieder ein schönes Erlebnis für dich, ein bekannter von uns kam zu einem Hund - Vermittlungsstelle war voll - die eine Nachbarin betrieb und so kam er zu einem Strassenhund - eine Hündin mit 3 frischgeschlüpften welpen.... Dieses Tier hat wohlgemerkt 5 Monate auf der Strasse gelebt und ist bei ihm eingezogen... So einen Schatz eines Hundes habe ich noch nie erlebt... Sie hat sich sofort eingefügt, wohlgefühlt und hat so ihre Hundebabies grossgezogen, sie war so eine stolze Mama und will gefallen... Mittlerweile sind die Hundewelpen schon gross und vermittelt - und der Bekannte der eigentlich als Gefälligkeit das Tier zu sich genommen hat - ist ein eingefleischter Hundefreund geworden - ein ganz ein toller...
 
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  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #10
Tipp: Melde dich bei einem deutschen Tierheim oder einem deutschen Tierschutzverein, schildere was du mit dem Hund planst, wie du dir dein Leben vorstellst, sag auch, dass du weißt, wie viel Arbeit das ist, aber dass du die Arbeit gerne auf dich nehmen würdest. Frag, ob du Gassigeher sein kannst und dich mit dem Hund der Wahl beschäftigen darfst.

Ausserdem kannst du dich auch mal beim VDH (besser, beim ausgesuchten Rassezuchtverein) informieren. Nicht, weil ich dir einen Welpen empfehlen würde - aber die Vereine haben oft Adressen von Züchtern, die erwachsene "Rückläufer" (oder Junghunde) haben, die aus irgendeinem Grund ein neues Zuhause suchen. Die Hunde sind oft gut erzogen, kennen das Leben in Deutschland und haben eine gute Aufzucht hinter sich.
Weißt du, welche Rasse dich interessieren würde?

So sieht das zum Beispiel beim Labrador aus:
 
  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #11
Hallo Marina Lina,

ich kann deinen Ärger schon nachvollziehen, denn mir ging es vor knapp vier Jahren genauso .....

Damals war ich gerade 21 Jahre jung, meine Ausbildung war beendet und ich hatte einen festen Job gefunden auf dem ich sogar Hunde mitnehmen darf. Darauf hin bin ich mit meiner Mum zusammen in ein Tierheim in der Nähe gefahren, weil wir uns für einen Jack Russel - Mix Rüden interessiert hatten. Wir sind dann auch mit ihm spazieren gegangen, haben alles ausgefüllt usw. Bei mir stimmte Job, Finanzen und familärer Hintergrund, dennoch wurde ich ein paar Tage später vom Tierheim angerufen, das ich den Hund nicht bekommen könnte, weil sich ja meine Lebenssituation mit Mann und Kindern ja noch ändern könnte.
Du kannst dir ja sicher vorstellen wie traurig ich war, zumal es schon als wir das erste mal da waren fest stand, das ich ihn nicht bekommen würde, aber man hat mich alles ausfüllen lassen! Letztendlich hat ein 60 - jähriges Rentnerehepaar einen aktiven Jack Russel bekommen, verstehen kann ich das bis heute nicht.

Allerdings habe ich das irgend wann als Schicksal hingenommen, denn nur ein paar Monate später trat erst meine süße Leni aus einer Tötung in Ungarn in mein Leben und vor sechs Monaten auch Hündin Nummer 2, meine Happy. Das war wohl Schicksal, das ich zwei so tolle Zaubermäuse habe und denke mir heute das es gut war den Jack Russel nicht bekommen zu haben. Übrigens wurden mir die beiden Mäuse sehr gern überlassen, weil ich ihnen ein perfektes Zuhause bieten kann.

Also lass den Kopf nicht hängen, das ist ärgerlich / traurig keine Frage, aber es hat sicher auch was gutes ;).
 
  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #12
Hier wurde schon einiges gesagt, aber auf eines möchte ich noch eingehen:
Also, sie denkt, dass der Hund in einemTierheim in Spanien besser aufgehoben ist, als bei mir, weil ichnoch nicht mit 100%er Sicherheit sagen kann, was ich in 10 Jahrenmache.
Solche Aussagen finde ich immer schwierig, aus dem einfachen Grund, dass sie zu dem Argument führen »überall besser als dort, egal wie, egal unter welchen Umständen«. Nur weil der Hund momentan im TH sitzt muss man ihn nicht direkt an jeden vermitteln, der Interesse hat, nur weil das u.U. das kleinere Übel wäre.
Ich weiß nicht, was du sonst auf deinem Bogen angegeben hast, aber vielleicht hat auch etwas anderes einfach nicht gepasst? Zum Beispiel wenn du in einer Studentenbude lebst.
Außerdem möchte ich mich anschließen, dass sowohl Jury sehr anstrengend ist, als auch, dass solche Straßenhunde sehr anstregend sein können.
Nicht immer sind diese Gespräche fair und nicht immer sind es Absagen, aber bei einer seriösen Orga haben diese Leute sehr viel Erfahrung und wissen, worauf sie achten müssen und was ein Risiko ist. Eine Züchterin sagte mir mal, dass sie aus Prinzip skeptisch wird, wenn jemand zu sehr betont, was für einen tollen und schönen Garten er für den Hund hat, weil das meist bedeutet, dass der Hund eher dort liegt als Gassi zu gehen. Vielleicht hatte die Dame – begründet oder nicht – bei dir ähnliche Befürchtungen?
Schlussendlich hätte sie freundlicher sein können, aber eine Zusage wäre daraus wohl trotzdem nicht geworden.
 
  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #13
Als ich vor ein paar Monaten meine Suche gestartet habe, war ich auch sehr erstaunt über die teilweise doch sehr unfreundlichen Gespräche und Anmerkungen. Natürlich gibt es viele schwarze Schafe, aber wenn sich jemand ernsthaft für ein Tier interessiert und sich die Mühe macht, die Orga zu kontaktieren, kann man doch zumindest ein offenes und vor Allem freundliches Gespräch erwarten. Auch eine Absage kann man gut Begründen und ohne solche allgemeinen Floskeln vermitteln, so das das Gegenüber sie versteht und annehmen kann. Schließlich ist nicht jeder Mensch mit dem ultimativen Hundewissen gesegnet und könnte dann vielleicht noch etwas daraus lernen oder nochmal genau abwägen, ob ein Hund zu ihm passt.


Wenn man sich im Tierschutz angagiert, muss man auch damit rechnen, das dies einen gewissen (Aufklärungs) Aufwand und viel Kontakt mit Menschen bedeutet. Meist auch Personen, die eben ganz neu in der Materie sind.


Ich war am Ende froh, das die Pflegestelle, an die ich letzten Endes gekommen bin, wirklich freundliche Menschen waren, mit denen ich auch jetzt noch gerne Kontakt halte. Ich musste viele Fragen beantworten, aber alles mit einer erkennbaren Kompetenz beim Gegenüber und nicht dem Gefühl, verhört zu werden. Und wenn man mir so sagt, das der Hund, in den ich mich verguckt habe, nicht zu mir passt, kann ich das doch viel besser akzeptieren.


Im schlimmsten Fall geht so ein schnell "Abgewiesener" zum nächsten Welpenhändler und holt sich da einen Hund, wo keine Fragen gestellt werden.
 
  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #14
Im schlimmsten Fall geht so ein schnell "Abgewiesener" zum nächsten Welpenhändler und holt sich da einen Hund, wo keine Fragen gestellt werden.

Das ist tatsächlich sehr häufig der Fall, das muss ich jeden Tag aufs neue erleben, sehr schade :?.
 
  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #15
Im schlimmsten Fall geht so ein schnell "Abgewiesener" zum nächsten Welpenhändler und holt sich da einen Hund, wo keine Fragen gestellt werden.

Hi,

aber mal ehrlich, manchmal kann ich es verstehen. Nein, ich unterstütze sowas nicht und ich halte auch nichts von sogenannten "Hobbyzüchtern" oder Welpen aus dupiosen Welpenfabriken aber wenn ich mir manchmal die Bedingungen ansehe, die manche Orgas oder Tierheime stellen, da faß ich mir an den Kopf.

Beispiele aus einem (!) Tierheim:
- Keine Vermittlung an unter 25 Jährige
- Keine Vermittlung an Singles
- Keine Vermittlung an Familien mit Kindern unter 6 Jahren
- Keine Vermittlung an über 50 Jährige
- So gut wie keine Vermittlung von großen, schweren Hunden an Frauen
- Keine Vermittlung an zwei Vollzeitberufstätige
- Keine Vermittlung an zwei Arbeitslose
- Keine Vermittlung von großen Hunden in die Wohnung, NUR Haus mit Garten

Und ja, ich habe es selber erlebt. Und das Tierheim ist voll mit Hunden. Und leider ist das kein Einzelfall, die schlechten Erfahrungen, die die Vermittler machen, werden auf jeden Menschen übertragen und das darf nicht sein. Jeder Mensch, jeder Interessent muß eigentlich objektiv betrachtet werden aber das wird er nicht. Da wird bei Berufstätigen nicht gefragt ob sie ne Betreuung haben oder den Hund mit auf Arbeit nehmen können. Da wird bei Singles nicht gefragt ob sie im Notfall eine Betreuung haben. Alle werden über einen Kamm geschert und dann wird sich gewundert, wenn die Menschen einen anderen Weg gehen. :(

Natürlich sollen Fragen gestellt werden aber ich sehe es persönlich nicht ein mein ganzes Leben vor einem Tierheim oder einer Orga offen zu legen. Was geht die meine Familienplanung an? Was geht die an, was ich verdiene? Was geht die an, ob ich mit meinem Freund/Freundin/Mann/Frau im Klinsch liege oder nicht? Da werden zum Teil so unverschämte Fragen gestellt, dass man sich wie ein Schwerverbrecher vorkommt. Und ganz ehrlich, ich versteh die Leute, die das nicht wollen und dann halt woanders nach einem Hund gucken.

Das erinnert mich immer wieder an folgende GEschichte:
In das Tierheim, wo ich früher war, kam mal eine Dame. Sie wollte Gassigängerin werden und hatte gehört, dass das bei uns viele Damen machen. Joah, auf dem Hof verliebte sie sich unsterblich in eine kleine Pudel-Mix-Dame und war todtraurig. Auf die Nachfrage, warum, sagte sie. "Ich bin doch schon 57, da bekomm ich doch keinen eigenen Hund mehr. Das haben sie mir schon in so vielen Tierheimen gesagt." Die Frau war topfit, die Pudel-Dame war auch schon 10 Jahre und ja, sie hat sie adoptieren dürfen und ganz ehrlich, die Frau hat geweint als sie den Vertrag unterschrieben hat.

Lg Demona
 
  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #16
Ja die Tierliebe hat manchmal ganz fürchterliche auswüchse. Da gibt es Menschen die enttäuscht worden sind und sich dann so verkapseln dass sie anderen Menschen die es gut meinen - nicht zum Zug kommen.
Und dann wieder, ich habe heute mit einer Freundin telefoniert - Kinderlos - die eben eine aussergewöhnliche Tierliebe hat. Die Katzen haben es ihr angetan und sie besucht immer mal wieder Gnadenhöfe um sich um die Tiere zu kümmern. Beispiel, Katze 28 Jahre alt, taub- blind, schwere Arthrose seit 3 Jahren schwer Nierenkrank ist, bekommt nun eine Frischzellenkur verpasst. Der Tod dieser Katze muss um alle Umstände verhindert werden. Fell hat das TIer sporadisch, Zähne - der letzte wurde vor 2 Jahren gerissen, das TIerchen wird mit HErzmedikamenten, Nierenmedikamenten und nun auch noch einer Frischzellenkur am leben erhalten.

Nun rief meine Freundin total entrüstet an, dass sie eben gerade bei dieser Hochbetagten Katze war, und sie lag in ihrem Kisterl fast schon leblos, also ist sie mit dem armen Wesen ab zum hiesigen Tierarzt gedüst, das Tierchen muss nun 1 Woche stationär bleiben, das Wesen hatte eine "Kreislaufentgleisung"... Ob das wieder wird - kann der Tierarzt wirklich nicht sagen, es wäre die einzige Katze die er kennt - die so ein hohes Alter erreicht hätte, er kanns versuchen - garantieren kann er nicht.

Von den Behandlungskosten will ich gar nicht sprechen..
 
  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #17
Im schlimmsten Fall geht so ein schnell "Abgewiesener" zum nächsten Welpenhändler und holt sich da einen Hund, wo keine Fragen gestellt werden.

Und diese Reaktion würde mir zeigen, dass es richtig war ihm nicht gleich einen Hund zu geben...
Denn wer sich von ein, zwei, drei Absagen schrecken lässt, wer sich nicht selbst auf Nachfragen nochmal reflektieren kann und wer keine Kritik verträgt (auch wenn sie unangemessen vorgetragen wurde), der bringt den Hund dann auch gleich beim ersten Problem zurück. So meine Meinung...wer sich hinstellt und sagt "Die Tierschützer haben keine Ahnung, ich bin toll, dann geh ich halt wohin wo ich den Hund ungefragt nachgeschmissen bekomme...", wie reagiert der dann auf einen Hund mit Jagdtrieb? Mit Revieraggression? Einem Hund der es notwendig macht sich Hilfe zu holen? Einem Hund, der es nötig macht sich selbst zu reflektieren? Heißt es dann auch "Der Hund hat keine Ahnung, ich bin toll, hole ich mir halt einen neuen und geb den undankbaren ab..."?

Ja, das ist jetzt ein wenig polemisch, aber ich finde es schade, dass sich hier doch so viele finden, die die ehrlichen Bemühungen seriöser Orgas und THs als ungerechtfertigt, überzogen und falsch ansehen, weil eben nicht jeder, sofort und gleich einen Hund bekommt. Auch wenn es augenscheinlich passt!

Ich habe um einen Podenco zu bekommen an über 20 Orgas Mails geschrieben, Telefonate geführt und Bögen ausgefüllt. Ich war zu diesem Zeitpunkt Anfang 20, in der Ausbildung (schlecht bezahlt), lebte in einer kleinen Wohnung ohne Garten im zweiten Stock und hatte bereits einige Tiere (einen anderen Hund, Meerschweinchen, Kaninchen und Hamster). Es war mir klar, dass es nicht leicht wird und ich habe z.B. von Podenco in Not, die klare Aussage bekommen - ein Podi in der Wohnung ohne andere Podis zusammen mit Kleintieren, das ist ein No Go!

Okay, dachte ich mir, dann passt es wohl wirklich (noch) nicht. Und dann klappte es doch viel schneller als gedacht. Unter den vielen Angsthunden (schlecht für die direkte Innenstadt) und Hunden vom Jäger (sehr schlecht, wenn man Kleintiere hat), gab es dann doch einen passenden Podenco. Als Welpe gerettet, nie das Jagen gelernt und in der Pflegestelle mit Frettchen und Vögeln groß geworden. Stürmisch, jung, trotz allem sehr triebig, aber kein Paniker, kein Extremjäger, einfach ein normaler Podenco im besten Junghundealter. Dank meiner Hartnäckigkeit und meiner Ehrlichkeit (ich habe immer eine drei Seiten Bewerbungsmail verschickt an alle Orgas, die Podis zur Vermittlung hatten) hat sich meine Mail iwie von Pflegestelle zu Pflegestelle, von Orga zu Orga verteilt und landete iwann bei Toms Pflegefrauchen. Die las meine Mail und meinte im Nachhinein, dass sie sofort wusste dass es passt. Tom hatte trotz seiner Unkompliziertheit drei gescheiterte Vermittlungsversuche hinter sich und die Pflegefamilie war drauf und dran ihn zu behalten...dann las sie meine Mail, rief mich an, ich fuhr los, lernte ihn kennen, verliebte mich unsterblich, nahm ihn mit und es passte.

Mir kam zu Gute, dass die Hunde mit zur Arbeit ins TH durften, d.h. für den Podi den ganzen Tag Rennen auf umzäuntem Gebiet. Mir kam zu Gute, dass ich ehrlich war, dass ich auf kritische Fragen offen geantwortet habe und dass ich nicht aufgegeben habe, dass ich vermittelt habe, dass ich einen Hund dieser Rasse möchte, dass ich weiß auf was ich mich einlasse und dass ich bereit bin zu kämpfen. Hätte es vor sechs Jahren nicht gleich geklappt, hätte ich gewartet. Ich wollte einen Podenco, ich wollte einen Hund aus dem Tierschutz, also musste ich Geduld haben bis der Hund kam der passte. Für mich selbstverständlich und etwas, was aus meiner Sicht auch mal länger gehen kann.

Trotz allem bin ich natürlich der Meinung, dass Vermittlungsgespräche freundlich und offen geführt werden sollten, von beiden Seiten! Leider hat man oft gestresste Personen am Telefon, Leute, die das alles neben Job und Familie noch ehrenamtlich machen und da erwischt man auch mal notorische Meckerer oder situativ Schlechtgelaunte. Das sollte man dann aber nicht als Grund nehmen alle über einen Kamm zu scheren und gleich aus Trotz zum Polenmarkt zu laufen!
 
  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #18
Gebe Tompinas Ausführungen hier recht. :clap:

Wer wegen einer (oder 2,3) schlappe gleich wohin geht wo er die Tiere ohne nachfragen nachgeschmissen wird den hat man zu recht kein Tier anvertraut. Und wer so selbstgerecht behauptet; Unverschämtheit MICH abzulehnen, bei MIR hätte er es doch gut gehabt, der hat wohl einfach gerade nen gekränktes Ego und nichts weiter. :eusa_think:
 
  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #19
Also wir wurden bei der ersten Orga abgelehnt.
Das Gefühl der Orga stimmte nicht, auch wenn die Vorkontrolle positiv war. Eine Unverschämtheit, dass zum Zeitpunkt der Vorkontrolle schon feststand, dass jemand anderes den Hund bekommen würde.

Und ja, ich fand das schon eine Unverschämtheit. Wir hatten uns da eine ziemliche Blöße gegeben, was sämtliche Daten angeht. Da bin ich empfindlich. Und das dann für so einen Reinfall...
Und ja. Es geht mir hier um meine Daten. Und das ich das eigentlich nicht einsehe.

Und so kamen wir auch zu einer nicht gerade seriösen Organisation bzw. einer ihrer Pflegestellen. Und so kam BJ. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass wir uns von Problemen bisher nicht haben abschrecken lassen und dieser Hund es immer noch verdammt gut bei uns hat.

Im Übrigen kenne ich mehrere Menschen, denen diese ellenlangen Fragebögen der Orgas/Tierheimen auf den Sack geht. Die keinen Hund aus dem Tierheim nehmen würde, wenn sie sich offenlegen müssten - obwohl der Hund es gut bei ihnen hätte.

Und "Kritik" ist nicht gleich Kritik. Es gibt konstruktive Kritik oder Unhöflichkeit. Und auf Unhöflichkeit kann ich persönlich nicht konstruktiv antworten.
 
  • Unverschämte Vermittlungsstation Beitrag #20
Off-Topic
konstruktive Kritik oder Unhöflichkeit
Mein Dozent sagt immer: Kritik ist immer destruktiv, andernfalls würde sie sich Lob nennen :silence:. Ganz Unrecht hat er nicht, denn Kritik stößt einem immer auf, nur tut sie es weniger, wenn sie freundlich vorgetragen wird.


Ich muss mich Infano insofern anschließen, dass manche THs und Orgas inzwischen schon unverschämt viel wissen wollen. Eine Bekannte meinte mal zu mir, es sei einfacher, ein Kind zu adoptieren. Und ja, ich glaube schon, dass man es mit seiner Sorge insofern übertreiben kann, dass man Leute auch verschrecken kann, die eigentlich ein geeignetes Zuhause hätten. Andererseits glaube ich auch, dass man viel sieht und mitbekommt, was einen einfach zum Zyniker macht. Es hat wohl jeder solche K.O.-Kriterien, bei denen er gleich Nein sagt, weil er damit schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Wobei ich die Situation bei Infano schlimmer finde: Erstmal alles machen, Vorkontrolle usw. und dann sagen, der Hund sei vergeben. Uns hat man zwei Wochen spazieren gehen lassen, dann haben wir nicht mal eine Vorkontrolle bekommen – wir wären nie in Frage gekommen. Tut mir leid, aber da hätte ich lieber gleich am Telefon ein Nein bekommen, als dass ich mich vorher zwei Wochen lang täglich mit dem Hund beschäftige und ihn dann nicht bekomme.... Insofern lieber kurz und schmerzlos.
 
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