Ich schließe mich hier Felix und den anderen an: Wie einfach stellen sich das manche denn vor? Es ist nirgends »nicht so schwer« eine neue Stelle zu finden. Ein Ausbildungsvertrag bindet an das Unternehmen (mal abgesehen von der Schule, die nebenher gemacht werden muss und auch nicht einfach einen Unternehmenswechsel genehmigt), anschließend gibt es mindestens drei Monate Kündigungsfrist, mit etwas Glück findet man keine Stelle im selben Ort, darf umziehen oder wird in der neuen Arbeit schlechter bezahlt. Unsere Arbeitslosen kommen nicht von ungefähr und »einfach kündigen und was neues suchen« ist nunmal nicht.
Hier »tut« niemand auf Tierschützer, aber man sollte immer realistisch bleiben. Die TE hat sich mit der Frage an uns gewendet, was sie tun kann, also kann man sie auch in die Richtung beraten und braucht keine Vorwürfe machen. Würde ihr nichts an den Tieren liegen, würde sie hier nicht nachfragen.
Außerdem schließe ich mich der Bitte an, die Zooladendiskussion hier rauszulassen. Die Tiere werden in dem Laden, um den es hier geht, schlecht gehalten, das ist allen hier klar, da muss man nicht noch ein großes Fass aufmachen und gegen alle Zooläden wettern. Das ist die Situation, um die es hier geht, mehr braucht man daraus nun auch nicht zu machen und damit Streit provozieren und das Thema unnötig in die Länge ziehen. Deswegen: Das Gezanke reicht jetzt denke ich, konzentrieren wir uns lieber darauf hier zu helfen und Tipps zu geben, die wohl eher angenommen werden, wenn sie freundlich und ohne Vorwürfe vorgetragen werden.
Und das ist wohl das größte Tierprotal Deutschalnd...aha und das basiert echt auf Tierschutz? Na da hab ich schon mehr Einsatz erlebt. Ja lächerlich hier.
Nur weil man nicht auf Leute einprügelt heißt das nicht, dass man lächerlich ist. Und ab davon: Wo arbeitest du? Macht deine Firma nichts mit irgendwelchen tiergetesteten Produkten? Kein Co-2-Ausstoß? Wirklich nichts, was der Umwelt schadet? Wohl kaum.
@Mathilderich:
Ich denke, das wichtigste wurde schon gesagt: Das Gespräch suchen wäre m.E. die erste Lösung. Jemand, der einsieht, dass etwas falsch läuft, verbessert die Zustände nachhaltiger als jemand, der vom Amt vielleicht oder vielleicht auch nicht dazu gezwungen wird. Wenn du also die Möglichkeit hast, das anzusprechen, dann trau dich. Sicher ist er dein Chef und du solltest entsprechend respektvoll sein, aber ein Versuch schadet nicht. Ein Tipp vielleicht: Der Mann ist Geschäftsführer, hier geht es weniger um moralische Argumente als um finanzielle. Versuch es über die »gesunde Tiere sind besser fürs Geschäft und es fällt weniger »toter Abfall« an, der entsorgt werden muss« Schiene. Je gesünder die Tiere, umso besser verkaufen sie sich und umso weniger muss man entsorgen, weil sie sterben. Klingt heftig, wird aber vermutlich das sein, was ihn in erster Linie interessiert. Die moralische Seite kannst du durchaus ansprechen, wird ihn aber alleine nicht überzeugen.
Sollte das nicht fruchten wende dich an den örtlichen Tierschutzverein oder des Veterinäramt. Die Unterbringung unterliegt Richtlinien, auch wenn ich fürchte, dass die nicht so streng sind, wie sie sein sollten. Nichts desto trotz würde eine Kontrolle im Laden die Lage vielleicht verbessern. Du hattest dir Sorgen deswegen gemacht, aber keine Angst – du kannst das anonym melden.