Hallole,
ohje du hörst dich ja wirklich verzweifelt an. Vielleich beginne ich mal (ganz Ruhig) von vorne.
1.
Also, zunächst - wie weit ist euer Hund denn ausgelastet. Ja ich weiß das nervt - aber ein Hund der richtig schön seine Energie draußen raus lassen kann, ist per sé schon mal ruhiger. Ridgeback-Boxer das ist eine Mischung aus zwei Power Hunden. Der muss richtig abtrainiert werden - da langt kein kurzer Spaziergang. Fahrt ihr fahrrad mit ihm, oder geht ihr Joggen etc....und das eben täglich?
Nebenbei könntet ihr auch noch einmal die Woche einen Hundesport (Verein / Schule) einführen. Da lernt der Mensch viel mit und über seinen Hund.
Du scheinst mir einwenig ratlos zu sein (das ist ok....) und Unterstützung zu brauchen. Wenn nicht genug Geld für eine Hundeschule da ist - dann schau dich nach einem Verein um...
2.
Ein Hund der dir dauernd nachläuft - hat in der Regel keine "Angst" (also Verlustängste oder Allein sein angst) sondern er will kontrollieren - und zwar EUCH. Da euer Hund nun auch noch bei jedem Pieps bellt, würde ich auch dieses Verhalten eher diesem Kontrollzwang zuschreiben.
Da gibt es nur eine Lösung für - (allerdings viele Wege um dorthin zu kommen)
Stell dir einfach mal vor du würdest deinem Mann / Eltern...Kindern Familie NICHTS zutrauen, du würdest dauernd denken genau abzuchecken zu MÜSSEN wer was wo und wie gerade macht. Das ist STRESS pur - und das macht dein Hund täglich! Nicht falsch verstehen, es ist nicht so, daß der Hund euch "misstraut" - nein er glaubt bloss, daß ihr das Leben ohne ihn nicht geregelt bekommt (das stimmt natürlich nicht - aber in dem kleinen Hundkopf hat sich das so manifestiert)
Das bedeutet du musst dem Hund ein stärkerer "Anführer" sein - ihm verdeutlichen, daß DU / Ihr alles unter Kontrolle habt - und zwar drinnen wie draußen - und er das machen kann was er machen soll: nämlich einfach nur Hund sein, sich auch mal zu entspannen - denn seine Familie wirds schon richten.
Das ist ein elend langes Thema und eigentlich geht es auch gar nicht darum, dem Hund das Bellen ab zu gewöhnen - das hört nämlich im Zuge der Umstrukturierung weit gehend von alleine auf.
3.
Wie geht man das an?:
(alles was nun folgt, bezieht sich auf einen Hund der Probleme hat - wenn alles ok ist braucht man das nicht)
-so zum Einstieg: Lies mal "So werde ich Rudelchef" ein Thread hier im Forum
-Stellt (Familie) einen klaren Plan auf, wann wer den Hund täglich auslastet. Und zwar richtig, das sind mindstens 2 Stunden auspowern gefragt.
-Spielzeuge weg. Die kommen nur raus - wenn IHR das bestimmt und auch mit ihm spielt
-Fressen - nicht frei zugänglich. Sondern ein oder zweimal täglich...frißt er das nicht innerhalb von 15 Minuten - kommt es wieder weg bis zum nächsten Fresstermin
-Grundbefehle üben. Drin und vor allem auch draußen . Für unsere Hunde ist das das reinste Vergnügen - sie wollen ja was machen und beschäftigt werden. Du wirst sehen wie stolz und glücklich so ein Hund ist - wenn etwas/alles richtig macht. Lass ihn zum Beispiel vor jeder Straßen Überquerung sitzen und LOBEN. Wenn euch jemand entgegen kommt, las ihn Platz machen - sowas alles. Für uns Menschen sind "befehle" entgegen nehmen blöd - für Hunde ist es ein Spiel, indem sie glänzen und nur gewinnen können.
- Überhaupt, wir Menschen tendieren dazu immer nur zu reagieren wenn ein Hund etwas macht, daß uns nicht paßt. Schau mal, daß du alles was er toll macht erkenst und LOBEN, LOBEN - und auch mal Leckerlie.
-Versucht einfach nicht mehr "laut" zu werden - wenn du einem Chinesen der kein deutsch kann sagst: bitte sei still versteht er es nicht - und schon gar nicht wenn du ihm diese Worte ins Gesicht schreist. er wird höchstens unsicher oder schreit zurück. ZEIG deinem Hund was er machen soll - und dann wenn er es auch nur für 5 secunden macht LOBEN!
- Regeln aufstellen - die Konsequenz und ruhig und mit Geduld eingehalten werden. Das mit dem auf den Platz abliegen lassen beim Essen , ist schon ein kleiner Anfang. Bring ihn immer und immer wieder ruhig zurück...das dauert, aber er wird es kapieren.
....also ich weiß das ist anstrengend - aber nur so bekommst du den Hund dazu, mit der Zeit zu entspannen - und nicht mehr durch Nachlaufen und Bellen kontrollieren zu wollen.
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Alleine Bleiben ist nochmal eine andere Baustelle - die würde ich aber erst später angehen.
oh FinnFinn - da habe wir uns überschnitten - cool, daß wir da ziemlich auf einem Nenner sind
LG Suno
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