*outet sich mal als stille Mitleserin*
Hallo, ich drück auf jeden Fall auch die Daumen, dass ihr nun endlich Klarheit bekommt!
Und aus dem eigenen Erfahrungsschatz kann ich zwei Geschichten beitragen, die vielleicht helfen, das scheinbar Unverständliche zu verstehen oder zumindest besser einzuordnen.
Mein Podi-Rüde wurde mir mit den Worten vermittelt "Der verträgt nur Sensitiv-Futter" und dazu gab es einen großen Sack Futter - ich glaube es war H***s.
Nach drei Wochen mit leicht breiigem Kot (der TA, die Pflegestelle und Freunde schoben es auf den Umzug, die Umstellung etc.), kackte der Podi nur noch Wasser. Blutuntersuchung, Kotuntersuchung, Ultraschall - alles brachte kein Ergebnis, außer dass der Darm gereizt sei und ich das Futter wechseln solle. Ich ging also mit einem neuen Sack Futter - dieses mal war es R**** C**** - nach Hause und der Hoffnung, dass der Hund wieder gesund würde. Zwei Wochen kackte er mit dem neuen Futter immherin annähernd fest. Dann kam wieder nur noch Wasser. Also das Ganze nochmal von vorne bei einem anderen TA. Ergebnis: neues Futter und die Worte "das wird schon". Super. Zwei Wochen hatte ich wieder einigermaßen Ruhe, dann kam nur noch Wasser hinten raus. Hinzukam, dass er dann auch noch anfing stetig zu erbrechen. Wieder zu einem anderen TA, wieder den ganzen Hund auf den Kopf gestellt. Außer erhöhter Entzündungswerte und einer leichten Dehydrierung war nichts festzustellen. Ich wechselte also nochmal das Futter und nochmal und nochmal. Selbst als ich dann endlich bei den "guten" Sachen ankam, die glutenfrei und alles waren, zeigte sich keine Besserung mehr. Der Podi kackte Wasser und kotzte was das Zeug hielt. Unser erstes Weihnachten wäre dann auch fast unser letztes gewesen, da ich ihn am 25.12. morgens mit Blaulicht in die Tierklinik brachte nachdem er nicht mehr aufstehen wollte, nicht mehr essen wollte, gar nichts mehr. Die TK stellte den Hund dann nochmal auf den Kopf nach allen Regeln der Kunst und dort kamen wir dann auch endlich der Ursache auf den Grund. Eine chronische Entzündung der Darm- und inzwischen auch der Magenschleimhaut. Somit war klar warum jeder Futterwechsel nur noch mehr Probleme machte, die AB-Gabe (immer um die 10 Tage) kurzzeitige Besserung aber keine dauerhafte Genesung ergeben hatte und der Hund nur noch Haut und Knochen und ein Haufen Elend war.
Die eine TÄ in der Klinik riet mir dann parallel zu der 3-wöchigen AB-Therapie und Infusionsgabe nur noch rohes Rindfleisch zu füttern um den Hund wieder auf die Beine zu bekommen. Außerdem sollte ich keine Getreide mehr füttern und erst nach und nach anfangen weitere Sorten Fleisch zu testen bzw. Gemüse/Obst/Nüsse und Co. in den Speiseplan aufzunehmen. Begründung war, dass der Verdauungstrakt von Tom schon so "kaputt" war, dass er selbst bei leicht verdaulichem, verträglichem Futter reagieren würde wie als könne er das nicht verwerten. Rinderhack ist zwar fetthaltig, aber dennoch leicht verdauulich und der Verdauungstrakt konnte sich so nach kurzer Zeit entspannen und dann "neu sortieren". Begleitet von einer intensiven AB-Gabe und einer wöchentlichen Überwachung der Blutwerte und per Ultraschalluntersuchung, zeigte sich bei Tom nach zwei Wochen endlich Besserung. Er erbrach nicht mehr, der Kot wurde fester und er nahm endlich wieder zu. Nach weiteren zwei Wochen fing ich dann an, Pansen, Rinderherz und sowas zu verfüttern und mich grundsätzlich mit dem Thema BARF zu beschäftigen. Und was soll ich sagen? Tom hat immer noch eine "schwierige" Verdauung - er übersäuert schnell und er reagiert heftiger und schneller als andere Hunde auf ungewohntes Futter oder andere Unregelmäßigkeiten, aber er hat keinen Durchfall mehr und er erbricht nicht mehr dauernd. Getreidehatiges Futter verträgt er gar nicht, da reichen drei Brocken und er kackt Wasser, aber getreidefreie Trofusorten oder echte Fleischdosen kann ich inzwischen als Leckerlis oder Notnagel problemlos verfüttern. BARFund eine TÄ, die genau wusste was sie tut, haben ihm somit das Leben gerettet, obwohl drei TAs davor und alle scheinbaren Lösungen keinen Erfolg hatten! Ich will nicht damit sagen, dass das BARF für euch trotz allem die ultimative Lösung ist, ich will nur sagen, dass man manchmal erschreckend lange suchen muss bevor man endlich etwas findet, was dauerhaft Erfolg bringt!
Und Geschichte Nummer zwei: der Rüde meiner Freundin ist zum Einen ein "Stresskacker", d.h. er neigt zu Durchfall, wenn ihm was zuviel wird. Bisher war das aber nie ein Thema, da er sich nach einem Tag meist wieder gefangen hat bzw. er immer entspannter wird. Nun fing er aber zu Beginn des Jahres an, wie Tom damals als ich ihn bekommen habe. Dauerhaft wässriger Durchfall und Erbrechen. Meine Freundin fütterte schon glutenfrei und mit hohem Fleischanteil, sodass nur eine Unverträglichkeit gegenüber einer Fleischsorte bzw. gegenüber Reis oder Kartoffeln in Frage kamen. Nach einer nun wochenlangen Testerei steht fest, dass es bei diesem Rüden der Reis ist, der Probleme macht. Egal ob frisch, als Flocken oder im Futter verwertet - Durchfall vom Feinsten. Es gibt nun also Futtersorten mit Kartoffeln als Kohlehydratquelle und seither ist Ruhe. Das nur als Beispiel, dass es auch wenn man eigentlich schon alles richtig macht, immer noch ein Problem geben kann!
Wie gesagt, hier sind die Daumen und alle Pfoten gedrückt, dass auch bei euch bald Klarheit herrscht!