Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

Diskutiere Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? im Hunderassen Forum im Bereich Hunde Forum; Ich habe zumindest schon einige Hunde aus "gesundem" IPO Training arbeiten sehen und das ist absolutes Top Niveau. Wer da wann und wo Weltmeister...
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #301
Ich habe zumindest schon einige Hunde aus "gesundem" IPO Training arbeiten sehen und das ist absolutes Top Niveau. Wer da wann und wo Weltmeister wird, weiß ich nicht und nach dem was du sagst, ist das eh nicht dein Ziel.

Ich verstehe nicht, was für dich "etwas richtig machen" ist. Findest du es richtig dem Hund Schmerzen zuzufügen, obwohl es auch anders geht? Nur, weil es "einfach und schnell" geht und nicht viel Ahnung des Hundehalters erfordert, im Gegensatz zu normalen Trainingsmethoden?

Tut mir leid, aber in meinen Augen willst du keinen Hund, sondern ein Sportgerät und so etwas wird immer außerhalb meines Verständnisses bleiben. Das ist mir einfach zu viel Egoismus auf Kosten eines fühlenden Lebewesens.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum?

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  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #302
Ist es wirklich dein Ziel dass dein Hund pariert, weil er Angst hat?

Leider sieht es tatsächlich so aus... :roll:

IPO, ich hatte auch einen Schäfi-Mischling. Der war so sensibel. Dem hätte ich Deine Ausbildungsmethoden niemals angetan. Auch ohne Gewalt (oder
vielleicht gerade deswegen?!) war sie super aufmerksam und gelehrig. Selbst bei einer normalen Gassi-Runde hat sie fast permanent auf mich geachtet, obwohl sie es nicht musste. Sie hat jedes Kommando wirklich direkt ausgeführt... und dafür reichte meist ein Handzeichen oder ein wirklich leises Flüstern.

Triebig war sie auch. Aber trotzdessen ein super Familienhund, der überall dabei sein konnte. Ich weiß sowas suchst du nicht. Musst du ja auch nicht, aber für mich wars einfach so immer sehr angenehm mit ihr.

Sie war trotz IPO glücklich. Ok, sie war auch "nur" ein Mischling. :roll:

Was ich eigentlich noch dazu sagen wollte: Mein Hund war, wie gesagt, sehr sensibel. Ich glaube, dass sie ohne diese ständige Angst bzw. den Stress dadurch viel viel besser gelernt hat. Ich könnte mir garnicht vorstellen, wie dieser Hund unter Stress und Angst gearbeitet hätte...
Schäferhunde sind nunmal glücklicherweise sehr meist schon von Natur aus sehr aufmerksam und sensibel. Dadurch lernen sie ja eben so schnell - ohne Angst!

Kannst du Dir denn garnicht vorstellen Deinen Hund anders auszubilden?
Willst Du wirklich einen Hund der unter Dauerstress (!) steht, durch diese Angst...? Dass das die Gesundheit negativ beeinträchtig sollte Dir klar sein.
Für den Hund ist das sein ganzes leben! Für dich vielleicht nur 10-15 Jahre. Ich glaube das erwähnte ich schonmal. Gönn deinem Hund doch ein schöneres Leben, auch wenn der dafür vielleicht "nur" auf dem 2. und nicht auf dem 1. Platz steht.

Entschuldigt bitte meine holprige Schreibweise... ich bin gerade echt ein wenig wütend und weiß einfach nicht mehr, was ich dazu noch beitragen soll. :|

Trotzdem... Liebe Grüße

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Nur weil ein Mensch den Hund bei dem WM führt, heißt es lange nicht, seine Methoden sind Non Plus Ultra und absolut richtig. Es ist immer noch ein Tier, ein Freund, ein Familienmitglied und kein Mittel fürs eigens Ego. Viel toller wäre es zu sagen, wow schau mal dieses Mädchen an. Sie hat es geschafft ohne sowas bei der WM zu laufen. Ohne Stachel ohne alles. Aber ist ja scheinbar ganz schön schwer sowas. Wozu sich die Mühe machen, wenn die Stachel es doch so "perfekt" machen. Pfui..

Danke! :clap:
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #303
Ich finde hier hats mittlerweile Bildzeitungsniveau erreicht...
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #304
@Fluli
das ist doch aber toll für dich und den Hund! Führ mal Amon der guckt dich ohne stark unangenehme Einwirkung mit dem Hintern nicht an!
Und wie bereits gesagt kein Hund braucht hier Angst zu haben nur Trieb. Alle Hunde würden wenn sie dürften auf den Hundeplatz ziehen und nur Ball spielen. Für den Ball müssen sie aber etwas tun. Und daran haben sie Spaß! Natürlich wird eingewirkt natürlich wird korrigiert aber das wird man in der Schule auch oder?
Natürlich kann man einen Hund anders ausbilden das spreche ich auch gar nicht ab. Aber wann läuft man denn dann seine IPO I? Mit fünf Jahren? Wenn man dann vorhat seinen Hund ankören zu lassen dann ist man abgeschrieben. Da braucht der Hund mit vier Jahren spätestens einen überregionalen Start.

ich versuche auch nur zu erklären und meine Ansichten darzulegen und ein bisschen von dem Schrecken "Stachel" zu nehmen weil das ist er bei richtiger Anwendung kein bisschen.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

@Syn
hast du zufällig ein Video von einem dieser Hunde? Das würde mich nämlich wirklich interessieren und das würde ich mir auch gern mal anschauen.
Bei uns trägt jeder Hund ein Stachel das ist das Normalste der Welt.
Brooklyn durfte wegen meiner Mutter keinen aufziehen und was kam raus? Mit einem Jahr war der Hund im schutzdienst unführbar.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #305
Hast du als Korrektur auch mit eins mit dem Lineal auf die Finger bekommen in der Schule? Gab es Ruten- und Stockschläge? Musstest du auf Holzscheiten knien? Ich denke doch mal nicht..

Keiner zweifelt daran, dass so etwas effektiv ist - zumindest nicht in Hinsicht auf Gehorsam. Es schadet dem Lebewesen, egal ob Schulkind oder Hund, nur zu sehr, dass es das einfach nicht wert ist, vor allem, da es einfach nicht notwendig ist. Eine Erziehung ohne Schmerz ist nur schwerer und erfordert eben mehr vom Erziehenden.

Edit: Ich speichere sie nicht ab, bekomme aber immer mal welche gezeigt. Ich schau mal, ob ich jemanden der Leute erreiche. Ansonsten gibt es doch auch hier im Forum Leute, die im IPO Bereich "arbeiten", oder?
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #306
aber läuft da nicht gewaltig etwas schief??? wenn der Hund ohne Stachel nicht normal ist und nicht mehr geführt werden kann? Klingeln da keine Glöckchen im Kopf, dass es vielleicht so nicht richtig ist?

Zum Video: sie spielen ganz gut ja..ansonsten finde ich das Geschrei einfach furchtbar. Ja die wollen zum Spielzeug..aber es ist Stress für Hund. Ja und das mit dem Halsband hast du es selbst gesagt..das brauch ich glaub ich nicht zu kommentieren. NO GO!
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #307

Nochwas. Ja ich habe ausprobiert mit einer Hündin leise zu reden. Die hat lauter gebellt als ich reden konnte. Da hat sie noch nicht einmal mit den ohren gezuckt geschweige denn gehört. Und an Aus war gar nicht zu denken.

Und genau hier ist das Brett vor deinem Kopf.
Natürlich kann ein Monate oder Jahrelang falsch geführter Hund nicht plötzlich auf ganz anderes Training anspringen. Dafür braucht man Geduld, das ist nichts, was man mal eben probieren kann.

Jetzt lass doch mal den Gedanken zu, dass du einen deutschen Schäferhund ohne Starkzwang und Druck so ausbilden kannst, dass er die selbe Leistung bringt. Einen "führerharten". Stell es dir einfach mal vor, so schwer es dir auch fallen mag, denn es IST möglich.
Würdest du das nicht einer harten Ausbildung zum Wohle deines Hundes vorziehen?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ich glaube ja, du musst es erst gesehen haben, um es zu glauben. Darum würde ich dir auch empfehlen ein Seminar zu besuchen oder einen anderen Hupla, wo es anders gehandhabt wird.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #308
Weil es ein führerharter Hund ist. Heißt je größer das Selbstbewusstsein und der Egoismus desto besser der Hund.
Also im ersten Jahr wird der Trieb des Hundes aufgebaut bis er fast durchdreht um seinen Ball zu bekommen und alles andere vergisst. Erst wenn er so extremes Verhalten an den Tag legt ist er gut für den Sport.
Die extreme Fixierung führt dazu, dass der Hund so "triebig" ist, dass er nur noch mit harten Mitteln ansprechbar ist und ansonsten nicht mehr reagiert.

Man putscht ihn also auf und macht ihn quasi künstlich so hart dass man nur noch mit Stachel und Gerte zu ihm vordringt.
Super!

Der Nutzen für den Hund: Gar keiner! Für mich nichts anderes als Tierquälerei, sorry. Ein freundlicher, nicht durch Gewalteinwirkung zu Leistung gezwungener Hund hat aus meiner Sicht definitiv das bessere Leben.

Vielleicht versuchst du wirklich mal was Syn vorgeschlagen hat und stellst dir vor deine eigene Ausbildung würde unter den gleichen Voraussetzungen ablaufen wie du den Hund ausbilden möchtest.

Ich wette du würdest deine Ausbildung auch ganz fix fertig bekommen wenn man dich jedes mal ordentlich vermöbeln würde, wenn du mal nicht schnell genug lernst. Klar würde das erstmal Erfolge bringen, aber auf lange Sicht würde es dich eher psychisch kaputt machen, anstatt dich zu fördern.
Am Ende stünde unweigerlich ein innerer Bruch oder ein Akzeptanz gegenüber der Gewalt ala "das hat noch niemandem geschadet".
Leider sind es genau die "das-hat-noch-keinem-geschadet-"Menschen, die eben jene Gewalt dann später auch relativ unkritisch an ihre Umgebung (z.B. ihre Kinder) weitergeben und so Gewaltverhalten und Aggression quasi wie ein verseuchtes Gen weitergeben.

Auch bei Hunden ist das nicht viel anders und es gibt schon einen Grund warum viele der mit Gewalt erzogenen Hunde im Zwinger sitzen und nicht auf der Couch liegen, oder draußen nur mit Maulkorb laufen.
Denn, ja sie sind gehorsam, aber sie sind auch gebrochen und gebrochene Dinge haben leider meistens scharfe Enden und im Grunde kann man ihnen nicht mehr vertrauensvoll den Rücken zudrehen.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #309
Off-Topic
die eigentliche Frage ist ja nun dahin. Du kaufst dir ja eh deine zukünftige Maschine ^^
Jetzt fühle ich mich echt schlecht mit meinem Hund...so als Partner und freund.
Sorry.aber dir würde ich niemals nen tier in ne Hand geben xD und meine Ansicht über die tollen Vereine hat sich mal wieder bestätigt... Krank...
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #310
An alle, die sich hier noch mit bewundernswerter Geduld die Mühe machen zu antworten:

"Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
(Reinhold Niebuhr)
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #311
Off-Topic
An alle, die sich hier noch mit bewundernswerter Geduld die Mühe machen zu antworten:

"Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
(Reinhold Niebuhr)

:082: tja, das ist leider manchmal nicht so einfach. Man will ja helfen und in dem Fall vorallem einem Hund Leid ersparen.
Außerdem tut ein wenig diskutieren manchmal ganz gut,- Auch wenn das hier doch schon Nerven kostet...
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #312
@Syn und Kompassqualle
ein Stachel ist eine Einwirkung die einen erreicht.
wenn man in der Schule zu viel redet und die ganzen "hör auf" des Lehrers ignoriert wird man irgendwann umgesetzt. Zumindest war das bei uns so üblich. Dies ist eine Einwirkung des Lehrers die den Schüler erreicht und die Konsequenz auf das ignorierte "Hör auf"
Mein Hund soll Fuß laufen ignoriert dies aber wegen einem anderen Hund auf dem Platz. Also wiederholt man das Kommando "Gucken" der Hund schaut kurz hoch widmet sich dann aber lieber dem Hund.
also wechselt man plötzlich die Richtung der Hund erhält einen kurzen unabgenehmen Zug am Stachel (der auf keinen Fall weh tun soll!!!!!!) und siehe da der Hund läuft wieder anständig ein sauberes Fuß.

@Kiwi
ich glaube dir dass man Sporthunde auch anders ausbilden kann. Und ich glaube dir auch dass da Top Leistungen bei rauskommen.
Aber wann? Wie gesagt wenn der Hund mit 5 Jahren seine IPO I läuft wird man im SV aber herzlich ausgelacht. Spätestens mit zwei Jahren muss der Hund die IPO I haben.

@Kompassqualle
Im Schutzdienst wird im ersten Jahr nur Trieb gemacht stimmt. Aber in der Unterlrdnung erlernt der Hund über futter seine Kommandos und wird im Alter von ca 6 Monaten heiß auf den Ball gemacht.
dass wir das erste Jahr gar nichts machen habe ich glaube ich auch nirgendwo geschrieben.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #313
Oh, eine schöne "Handtatze" hätte dich auch erreicht. Sogar viel schneller und effektiver, als Umsetzen mit der Hoffnung, dass du dann ruhig bist.
Du hast also gerade selber ein wunderschönes Beispiel dafür geliefert, dass man auch ohne Schmerzen den zu Erziehenden erreichen kann.
Ich finde es wirklich sehr schade, dass du (und wohl alle auf eurem Platz) sich nicht anders zu helfen wissen, als Gewalt anzuwenden. Das zeugt wirklich von keinerlei Leistung eurerseits.

Zu behaupten ein Stachelhalsband solle keine Schmerzen verursachen (wo du vorher doch genau das als "wichtig" angemerkt hast), ist einfach lächerlich - entschuldige. Wenn ein Stachelhalsband keine Schmerzen verursachen sollte, dann hätte es keine Stacheln. Normal würde ich in so Fällen ja sagen "versuch's doch mal selber", in dem Fall kann ich aber nur sagen "Nein, auf keinen Fall!", weil die Verletzungsgefahr VIEL zu groß ist.

Du bist jung, du findest es "geil/cool" was die Hunde leisten (finde ich auch!), du kennst den Platz, die Leute, gehörst dazu, siehst, dass es "funktioniert".. ich verstehe durchaus, warum du das alles aufsaugst wie ein Schwamm und auch brav wiedergibst wie ein Rekorder, aber versuch doch deinen eigenen Weg zu finden und schau dir dafür auch Plätze an, bei denen es anders läuft. Auch an anderen Orten werden Hunde in IPO ausgebildet, ohne Schmerzen und auch diese brauchen keine 5 Jahre.

Überdenke doch bitte einfach mal alles, was du hier wiedergibst. Du möchtest keinen Hund, sondern ein Sportgerät. Es ist dir egal, ob der Hund dafür leiden muss, Hauptsache er funktioniert - und das eben schnell und einfach. Findest du diese Einstellung in Ordnung einem Lebewesen gegenüber? Selbst wenn es keine Methode gäbe (die es ja gibt!), die Hunde ohne Schmerzen in IPO auszubilden, wäre dann nicht die einzig vernünftige Alternative es gar nicht zu tun? Ist es das wert für ein "Sport" ein Lebewesen absichtlich so zu zerstören?

Bitte! Les' dir das genau durch und antworte mir, oder zumindest dir selber, ehrlich auf die Fragen!

Wenn du zu dem Entschluss kommst, dass dir die Schmerzen eines Lebewesens egal sind, Hauptsache dein Ego wird aufgeplustert, dann kann ich dir nur sagen: Du bist hier falsch. Dann musst du bei deinem kleinen Kreis auf dem Platz bleiben, kannst dich mit ihnen darüber austauschen wie effektiv das alles ist und wie "lächerlich" und "weich" doch alle anderen Hundehalter, aber hier wirst du keinen Zuspruch finden. Hier sind nämlich Leute unterwegs, die ihre Tiere lieben.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #314
@Kiwi
ich glaube dir dass man Sporthunde auch anders ausbilden kann. Und ich glaube dir auch dass da Top Leistungen bei rauskommen.
Aber wann? Wie gesagt wenn der Hund mit 5 Jahren seine IPO I läuft wird man im SV aber herzlich ausgelacht. Spätestens mit zwei Jahren muss der Hund die IPO I haben.

Und das ist genauso Hirnlos wie der Rest. Man sollte für sich laufen und nicht für andere. Starten wenn HF und Hund fertig sind. Menschen und Hunde sind unterschiedlich und einige entwickeln sich langsamer andere schneller. Man erwartet von Menschenkindern auch nicht das die mit 5 Monaten krabbeln. Es gibt keinen festen Plan für eine Entwicklung.

Du bist einfach eine schwache Person ohne Rückgrad, du hast keine eigene Ideen und Gedanken. Du bewegst dich in einer vorgegebene Richtung und folgst dem Strom ohne eigene Grauenzellen zu benutzen. Einfach nur traurig.


Ich werde meine Trainerin echt auslachen wenn sie mir sagen würde: ich muss bevor Hund 4 wird die Klasse 1 oder so schaffen. Ich muss gar nichts, schon gar nicht wenn einer es mir vorschreibt
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #315
Vielen Dank Syn, ich kann mich nur voll und ganz anschließen

IPO, wenn der Hund "führerhart" ist, dann ist das trotzdem bereits ein Erziehungsfehler.
Wie du siehst scheint es ja viele Leute hier im Thread zu geben, die ihre Hunde ohne Gewalt führen und mit ihnen trotzdem Prüfungen laufen, dies liegt doch nur daran, dass diese Hunde nicht von Anfang an abgestumpft wurden, bis sie nur noch Körperstrafen überhaupt als Einwirkung ihres Besitzers wahrnehmen.

Bitte nimm dir die vielen Gegenstimmen und Gegenbeispiele hier zu Herzen und überdenke nochmal ob deine Ansichten über diesen "Sport" vielleicht doch nicht der Weisheit letzter Schluss ist.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #316
@Syn
Ich weiß ehrlich nicht, wie oft ich es noch versuchen sollzu erklären. Der Stachel soll keine Schmerzen zufügen, der Hund soll keineLöcher in den Hals bekommen und er soll auch keine Angst machen.
Aber eben ein stark unangenehmer Reiz (als ich einmal in derSchule umgesetzt wurde, war mir das auch extrem unangenehm!), der den Hund inseiner hohen Trieblage erreicht und ihn in seinem Verhalten unterbricht.
Dabei ist der Stachel richtig angewendet nicht triebsenkend,wie z.B. die Schlinge, sondern korrigiert in der Trieblage und diese bleibttrotz Korrektur im selben Level.
Währendem bei einer Schlinge dann doch irgendwann derSelbsterhaltungstrieb greift und der Beutetrieb nach unten geht.

Und nein ein Stachelhalsband soll auch keine Schmerzenverursachen. Warum die Stacheln? Weil es zwickt und unangenehm für den Hundist. Natürlich kann ich einem Hund mit einem Stachel Schmerzen zufügen, sehrleicht sogar, aber das sollte und darf auch niemals mein Ziel sein.
Mir sagte mal einer, dass die Stacheln den Biss derHundemutter nachahmen sollen, was allerdings absoluter Quatsch ist.
Das Stachelhalsband ist eine unangenehme Korrektur für denHund in einer hohen Trieblage.
Wenn ich meinem Hund willkürlich bei der Ausbildung zumSporthund mit einem Stachel Schmerzen zufüge, weil er etwas falsch macht, dannsollte ich weder einen Stachel einsetzen noch überhaupt einen Hund besitzen.
Anders ist es wenn mein Hund durch das Stachelhalsband auseiner lebensgefährdenden Situation wieder rauskommt z.B. das Hier beim Jagenabgesichert wird. Nur dann und ich wiederhole NUR DANN darf der Stachel soeingesetzt werden, dass der einwirkende Schmerz stärker ist als der Trieb! Aberauch NUR wenn der Hund das Hier nach zwei-, dreimaliger Einwirkung absolutverstanden hat und er den Stachel danach nie wieder braucht!!! Und auch NURDANN.
Niemals bei der Ausbildung zum Sporthund.

Und ob ich mir dann nicht überlegen sollte einen anderenSport auszuüben? Nun ich führe aber unglaublich gerne Schäferhunde und inkeinem anderen Sport (außer im Dienst) werden ihre angestrebtenCharaktereigenschaften so überprüft. Das einzige was ich mir noch vorstellenkönnte zu machen, wäre Obedience, allerdings reicht eine Prüfung darin nichtzur Ankörung und mir gefällt auch der eher ruhige Laufstil nicht so gut.
@Tayet
Mich als Person ohne Rückgrat hinzustellen, finde ich nundoch etwas anmaßend.
Was ist denn das Zuchtziel des Schäferhundes?
„Der DeutscheSchäferhund muss vom Wesensbild her ausgeglichen, nervenfest, selbstsicher,absolut unbefangen und (außerhalbeiner Reizlage) gutartig sein, dazu aufmerksamund führig. Er muss Mut, Kampftrieb und Härte besitzen, um als Begleit-, Wach-,Schutz-, Dienst- und Hütehund geeignet zu sein.“
Und genau nach diesen Aspekten muss ich meinen Hundauswählen, ihn aufziehen und ausbilden und genau so soll er sich auch auf einerPrüfung zeigen.
Ob es jetzt wirklich einen Kampftrieb gibt, seidahingestellt, das wäre eine ganz andere Diskussion.
Aber damit der Hund eben mutig, hart und triebig in denHelfer geht, muss der von Natur aus hohe Beutetrieb mit einer niedrigenReizschwelle hochgepusht werden. Der Ärmel ist keine natürliche Beute für denHund, ein Ball auch nicht, also muss ich doch meinem Hund erst beibringen, dassdiese beiden Dinge seine Beute sind, sozusagen sein Lebenselixier, genauso wiebeim Wolf das Reh z.B. dieses darstellt.
Der Hund muss nun aber glauben, dass das Reh sein Ball undsein Ärmel ist. Er muss davon ausgehen, dass der Ärmel, den der Helfer trägt,ihm gehört.
Nervenstärke und Selbstbewusstsein sind ebenfalls absolutwichtig im Schutzdienst, damit der Hund beim Überfall sicher und ebenfallswieder mit Härte und Mut gegen den Helfer kontert.
Der Hund muss davon ausgehen, dass er der Stärkste der Weltist und der Helfer ist nur ein schwaches Glied in der Kette, was aufmuckt. Undes liegt an ihm, die Beute wieder an sich zu reißen und den Helfer somit in dieSchranken zu weisen.

Und wenn der Hund mit 3 Jahren fertig für die IPO I ist,dann ist das auch nicht weiter schlimm. Nur ankören brauchst du ihn dann nichtmehr lassen. Wer mit vier Jahren einen Hund zur Ankörung stellt, der nur dieIPO I hat, wird von den Zuschauern ausgelacht. (nur im Leistungsbereich, imSchaubereich haben die Hündinnen oftmals nur die IPO I, allerdings werden dieauch mit 2 Jahren angekört, damit sie Welpen bekommen können).
@Kompassqualle
Ich sehe Führerhärte nicht als Erziehungsfehler, sondern alsgenetisch fixierte Eigenschaft, auf die generationenlang hingearbeitet wurde.Nur die harten und mutigen Hunde wurden verpaart und haben dieseCharaktereigenschaften an ihre Welpen weitergegeben. Und auch hier wurden nurwieder die besten Hunde verpaart.

@all
Wie bereits schon einmal gesagt, ich lade euch alle mal zuuns auf den Hundeplatz ein, damit ihr euch unsere gequälten Hunde ansehenkönnt. Wenn ich im Moment einen Hund hätte, der ca. 1 Jahr alt ist und denGehorsam im SD lernen würde, dürftet ihr ihn auch alle mal ohne Stachel führen undeuch mit Körpersprache und leisen Stimmen probieren.
Vielleicht habe ich auch total Unrecht, aber ich sage zu99,99% dass ihr absolut keinen Erfolg haben werdet.

 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #317
@Kiwi
ich glaube dir dass man Sporthunde auch anders ausbilden kann. Und ich glaube dir auch dass da Top Leistungen bei rauskommen.
Aber wann? Wie gesagt wenn der Hund mit 5 Jahren seine IPO I läuft wird man im SV aber herzlich ausgelacht. Spätestens mit zwei Jahren muss der Hund die IPO I haben.

Also willst du doch die Schnell-Schnell Methode machen, nur weil DU es so willst. Auch wenn es für den Hund deutlich mehr Stress und viel weniger Spaß an der Sache bedeutet?

Du wolltest doch bestreiten, dass du dir einen Hund als Sportgerät holst. Aber was du hier schreibst spricht nur dagegen. Du willst dich nicht auf deinen Hund einlassen sondern nur, dass du möglichst schnell die Prüfunden mit ihm laufen kannst. Ob es dem Hund schadet ist dir dabei völlig egal. Und JA das tut diese Methode nachgewiesener Weise und das würdest du auf deinem Hundeplatz selbst beobachten können, wenn du dich mit der Körpersprache und dem natürlichen Verhalten von Hunden auseinandersetzen würdest. Aber ich unterstelle mal, dass du dazu keinen Mut hast, weil du dort dein Grüppchen gefunden hast, das dir das Gefühl gibt stark zu sein... Du bist so langsam kein Teenie mehr, versuch mit deinem eigenen Kopf zu denken und friss nicht alles, was man dir vor die Füße wirft!

NATÜRLICH schmerzt ein Stachelhalsband. Leg es dir mal selbst an und zieh daran, wie du es beim Hund tun würdest.
Und wieso sollte das Training dem Hund auch nur unangenehm sein? Es soll doch ihm wohl genauso viel Spaß machen wie dir oder nicht? Der Hund ist doch nicht dein Sklave, damit du dich toll und groß fühlen kannst.

Außerdem ist es schon längst nicht mehr gängig, im ersten Jahr NUR den Trieb zu fördern. Was du da gelehrt bekommst ist eine GANZ alte Schule. Ein Vorgehen für Hunde im Militär, die Leben retten müssen und meistens auch durch die Psychische und Physische Belastung nicht besonders alt werden. Diese Hunde haben kein Leben, aber da kann ich es noch nachvollziehen. Aber wenn du das einem Privathund antust, nur um dich geil zu fühlen.. sorry, das ist einfach nur pervers.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Niemals bei der Ausbildung zum Sporthund.

Du bildest doch nur Sporthunde aus :|

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Wer mit vier Jahren einen Hund zur Ankörung stellt, der nur dieIPO I hat, wird von den Zuschauern ausgelacht.
Das nennt man übrigens Gruppenzwang. Hast du auch angefangen zu rauchen, weil dich sonst alle ausgelacht hätten?
Du solltest etwas stärker sein...
Und der Leidtragende in dem Fall ist der Hund.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #318
Off-Topic
Seit ein SV Trainer zu mir meinte: "Das ist kein Scgäferhund, verkauf ihn", ist der SV großteils für mich sowieso durch.
Es gibt natürlich auch einige tolle Leute...aber den Großteil kann man in eine Schachtel packen.
Ist der eigene Hund besser, wird der andere ausgelacht....ist der eigene Hund schlechter, wird man so grün vor Neid, das man fast alles tut, um den eigenen Hund zu verbessern....
Klar, sind nicht alle Plätze so...aber die, die ich gesehen habe sind menschlich gesehen absolut unterste Schublade und werden mich dauerfristig davon abhalten, SV Plätze zu betreten.


Selbst nachdenken, sich umschauen, umhören, andere Meinungen einholen und Erfahrungen revidieren ist in der Hunde-Erziehung fast schon ein Muss.
Jeder hat einen anderen Charakter, andere Bedürfnisse auf die es einzugehen gilt und wer meint nur "seine" Methode ist die richtige, der wird bei manchen Hunde einfach verzweifeln, ans Limit kommen und nicht aus dem Vollen schöpfen.
Vielseitigkeit ist enorm wichtig, man muss oftmals über 5 Ecken denken und sich was einfallen lassen, um etwas zu erreichen, anstatt das einfachste, einsetzbare Mittel zu verwenden.
Dann dauert das Training je nach Hund vielleicht länger, vielleicht geht es aber auch je nach Hund viel schneller.
Und das ist doch das Schönste am Ganzen: die Arbeit mit dem Hund. Zusammen trainieren, vielleicht Erfolge haben....vielleicht auch nicht. Dann probiert man es halt beim nächsten Mal, oder beim übernächsten Mal. das macht doch nichts.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #319
@Keisuke
Warum man das möchte? Damit der Hund möglichst aktivfordern, drang- und druckvoll und vor allem triebig arbeitet. Man möchte einenHund, der unter Hochspannung steht, das bekommt man aber nur, wenn der Triebhochgefahren wurde und dann wieder runtergeriegelt.
Heißt: Mein Hund ist komplett heiß auf seinen Ball, ichwerfe ihn, Hund rennt wie ein Bekloppter hinterher, man ruft Platz und der Hundlegt sich ab.
Ein guter Hund ist in dieser Platzposition absolut inHochspannung, nimmt den Blick nicht ab und ist absolut in der Triebkontrolle.Auch du kannst mir jetzt nicht erzählen, dass das nicht toll aussieht. Und wasgut aussieht gibt eben nun mal Punkte.
Auch im Obedience wird ja so geführt, wie geführt wird, aberbestimmt nicht, weil sich die Hunde die PO ausgedacht haben, sondern weil vielenMenschen eben genau das gefällt.
Und im IPO gefällt eben ein sehr triebiger Hund, der ganzkurz vor der Unhändelbarkeit ist.
Wie Bart Bellon einmal sagte: Man fährt nicht mit 220 Triebdurch die Kurve und fällt um, sondern mit 180 Trieb und bleibt stehen.
(Und Bart Bellons Hunde arbeiten absolut genial)

Ja und das ist der Punkt, den ich nicht verstehe.
Dass ein "Diensthund" solche Fähigkeiten haben muss, das leuchtet mir ein!

Aber ein "Sport/Freizeithund"?
Es muss toll aussehen für uns Menschen. Mehr nicht.
Obs dem Hund dabei gut oder schlecht geht, ist nebensächlich.
Hauptsache du hast am Ende einen Pokal im Regal stehen.

Und das verstehe ich nicht.

Wie gesagt, ich bin ein Laie, würde aber später gerne einen Hund haben und hätte auch Lust verschiedene Sportarten auszuprobieren.
Erfolg zu haben wäre prima, aber wenn ich das so lese, dann denke ich: Nicht für den Preis.
 
  • Arbeitsrassen - Traum oder Albtraum? Beitrag #320
Ich kann Kiwi nur zustimmen.

Weißt du was der unangenehme Reiz ist, den ein Stachelhalsband bei einem Ruck verursacht? Kannst du es dir nicht denken? Es ist Schmerz! Genauso wie dem Hund kräftig (weil locker ja nicht mehr reicht) eins mit der Leine über die Schnauze zu ziehen.

Vergleichbar wäre das für dich in der Schule eben auch mit den "guten alten Methoden", von denen immer noch ein paar Leutchen schwärmen. Einmal eine "Handtatze" und dem Schüler wird direkt und unmittelbar "ein unangenehmer Reiz" vermittelt. Wofür umsetzen und hoffen und bangen und versuchen, wenn es doch auch so einfach gehen würde?

Du bildest keine Hunde für das Militär aus, sondern willst nur dein Ego mit dem "Sport" aufplustern. Lass dir das mal durch den Kopf gehen! Dafür bist du bereit deinem Hund Schmerzen zuzufügen, ihn unter Dauerstress zu setzen, ihn für den Alltag unführbar zu machen (sagtest du ja selber.. lieber immer Maulkorb und Leine draußen drum, aber dafür im "Sport" tauglich...). Tut mir leid, das ist einfach unsagbar egoistisch und vor allem absolut unnötig.

Wie gesagt.. du bist ein wunderbarer Rekorder, der wiedergibt, was er auf dem einen Platz aufgenommen hat.. mehr aber auch nicht.

*tief Luft hol*

Wenn du DICH über einen Sport profilieren willst, dann tue das bitte mit einer Sportart, die DU durchführst. Wenn du mit deinem Hund zusammen Hundesport betreiben möchtest, dann tue das MIT und FÜR deinen Hund und nicht nur für dich. IPO kann eine wunderbare Hundesportart sein, die den Hund auslastet, die Bindung und den Gehorsam stärken, beeindruckend aussieht und Hund und Herrchen gleichermaßen Freude bereitet. Dafür muss man aber Abschied nehmen von den alten Methoden, bei denen die Hunde nicht mehr sind als Sportgeräte, die schnell und einfach zu funktionieren haben. Man muss nicht den Hund "bearbeiten" sondern mit ihm zusammen arbeiten.

Les' dich doch einfach ein bisschen in das Thema "IPO ohne Schmerzen" ein. Da reicht schon etwas googeln, um wenigstens mal ein Fenster dahin zu öffnen, dass draußen noch eine weite Welt wartet.

Btw. gibt es auch Hunde die erst im ausgewachsenen Alter in IPO einsteigen. Die werden vielleicht nicht Weltmeister, aber können trotzdem beeindruckende Leistungen vollbringen und vor allem: Hund und Herrchen haben Spaß an der Sache! Ganz ohne Zwang und Schmerz!
 
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