Hallo ihr lieben Leute,
vielleicht verirrt sich ja noch jemand in dieses Thema...
habe mich ja nun entschieden, im Frühjahr 2015 einen Aufenthalt in GB zu machen, also für drei Monate. Der Flug ist günstig, der Zeitpunkt gut, es ist noch früh im Studium (na ja, bin da im Übergang 3. zum 4. Semester). Möchte Au-Pair machen.
Das alles ziehe ich ja so weit vor wie möglich, um mit meinem Freund einen Hund holen zu können. Das ist seit schon lange mein Wunsch und deshalb möchte ich den Auslandsaufenthalt früh machen, denn 3 Monate könnte mein Freund den Hund nicht allein versorgen, da er von morgens 06:15 bis nachmittags 16:45 außer Haus ist. Ich weiß auch nicht, ob drei Monate jemand bereit wäre, den Hund jeden Mittag für mindestens eine Stunde auszulasten, wir haben keine Eltern hier in der Nähe. Fällt also weg. Gerade hab ich etwas auf meiner Uni-Hompage gelesen, was mir gerade gefühlt alles vermasselt, mich zum Heulen bringt wie ein kleines Mädchen und irgendwie alle Pläne umschmeißt...
SPS 2: 23. Februar 2015 bis 20. März 2015
heißt: das zweite Praktikum ist vom 23.02.-20.03. nächstes Jahr im Frühling!:|:100::089:
Ich bin gerade so fertig, ich muss mich irgendwie ablenken. Ich habe jetzt erstmal versucht, der Zuständigen sachlich eine Mail zu schreiben, ob man das zweite Praktikum nicht auch einfach dann im nächsten Frühjahr machen kann (also Frühling 2016, da wäre ich im Übergang vom 5. zum 6. Semester).
Ich finde es auf der anderen Seite dann auch blöd, dass ich das Praktikum nicht zeitgleich mit meinen anderen Kommilitonen machen würde dann...schließlich machen die das dann alle wahrscheinlich kommenden Frühling.
Heißt auf gut Deutsch, dass ich
1. ...falls ich die Erlaubnis von der Uni kriege, das Praktikum auch 2016 machen kann, ich dann meinen Auslandsaufenthalt im Frühling 2015 machen kann und somit schneller einen Hund hätte, ABER auch sozusagen "allein" im Praktikum bin und niemanden habe, der das mit mir teilt. (klar, man lernt sich dann kennen, is aber trotzdem was anderes als das Praktikum zusammen mit den anderen zu machen, die ich jetzt seit dem ersten Semester kenne)
2. ... Praktikum zur vorgegebenen Zeit machen (also Februar/März 2015), Auslandsaufenthalt verschieben, keinen Hund haben, Auslandsaufenthalt dann August, September, Oktober 2015 machen, Hund danach (also wohl eher in den Semesterferien 2016:?). Ja. Supi.
Ich bin gerade so durch den Wind, warte die Antwort der Frau ab. Aber ganz ehrlich, liebe Leute: Es klingt bestimmt egoistisch, und das mag es bis zu einem bestimmten Punkt auch sein, aber ich glaube kaum, dass ich es (glücklich) bis 2016 aushalte, keinen Hund zu haben. Dann verschiebt sich das ganze wieder nach hinten. Ich warte eigentlich darauf, einen Hund zu haben, seit ich 7 Jahre alt bin. Sind jetzt fast 16 Jahre.
Selbst wenn mir die Dame bestätigt, dass ich das Praktikum no. 2 dann 2016 machen kann...soll ich das dann wirklich machen..irgendwie bin ich ja dann ein "Nachrücker" ...bzw. alle meine guten Freunde haben das dann schon hinter sich, da sie es ja 2015 machen...mir kommen wirklich die Tränen.
Ich weiß nicht, wer von euch mal längere Zeit ohne Tiere war. Bei mir ist es jetzt knapp ein Jahr. Und es macht mich fertig. Ich kann irgendwie nicht mehr. Und ja, ich komme mir vor wie ein bockiges Kind. Aber irgendwie auch ganz menschlich, denn:
So oft in meinem Leben habe ich ausgeharrt, (ab-)gewartet, stagniert, saß fest. Ich bin jetzt einfach mal offen und ehrlich: Ich hatte es einmal mit einer sehr schlimmen Essstörung zu tun, die nicht gerade harmlos verlief, die ich aber – warum auch immer – sehr gut überstanden habe und von der nichts mehr übrig ist, außer ein schlechtes Gewissen nach sehr fettigen Mahlzeiten (was glaube ich sehr viele Frauen auch ohne Essstörung manchmal haben..). Ich hatte mit Depressionen zu kämpfen und mit einer Panikstörung – hatte ambulante Therapie, stationäre. Genau in oder vor diese ganzen psychischen Sachen platzten Ereignisse (die teilweise auch Auslöser der verschiedenen o.a. Probleme waren) Trennung der Eltern, Diagnose einer chronisch-entzündlich rheumatischen Erkrankung (mit 17....:roll:

)-
Letzten Endes 2011 dann der Tod meines innig geliebten Vaters.
Das ist für euch sicher erstmal viel zu lesen, verkraften.... und es tut mir leid, aber um meine Situation, Wünsche und Emotionen verstehen zu können, muss man meine Geschichte kennen.
Ich studierte 3 Semester Sozialpädagogik, brach ab und bin jetzt seit September 2013 in Lüneburg gelandet und studiere hier Grundschullehramt – es ist wunderschön, ich lebe mit meinem Freund zusammen und mir geht es so gut wie lange nicht mehr. Bis auf das Bedürfnis nach einem Tier. Und auch, wenn es sich immer so schön anhört – ein Gassihund, Spazierengehen im Tierheim...das alles reicht mir nicht! Es ist einfach schrecklich und wunderschön zugleich für mich, mit einem Hund zusammenzusein, fremde Hunde zu streicheln etc., da ich weiß, dass ich das nicht haben kann und ich die Menschen beneide, die ihre Lieblinge bei sich haben! Ich gönne es ihnen von Herzen, hätte es aber selbst gerne... Langsam spreng ich hier wohl den Rahmen.
Es ist so, dass einiges schief gelaufen ist in meinem Leben. Nun, da das meiste gut läuft, fehlt mir ein Tier. Ich bin ein Mensch, der gerne draußen ist, abends eine Runde spaziert (gehe mit meinem Freund oft abend um halb 10 nochmal raus in den Park oder Wald, wir genießen die Ruhe und Friedlichkeit der Natur). Ich schöpfe so viel Kraft daraus. Und jedes mal, wenn ich mit Tieren zusammen bin, meint mein Freund, dass mein Herz aufgeht, dass ich strahle, so glücklich bin und nachher auch noch davon erzähle und ganz aufgeregt bin. Mein Herz blutet einfach jeden Tag und ich kann ehrlich sagen, dass ich jeden Tag an einen eigenen Hund denke – mit all seinen Freuden und auch der Verantwortung und Arbeit. Ich weiß, dass er teuer werden kann, dass er nicht immer so will wie ich, dass ich ihn mit Konsequenz und Liebe erziehen muss, dass er Auslastung braucht, Hundekontakt, klare Regeln, wie man ihn füttert, ich habe grundlegende Kenntnisse über Körpersprache und allgemein Hunde erlangt (habe mich belesen und hier im Forum aktiv mitgewirkt bzw. immer mitgelesen, bin hier jeden Tag im Hundebereich aktiv als stiller Mitleser).
Und jetzt kommt solch eine Sache und haut mir voll Karacho...in die Fresse. Ich weiß:
Fallen ist keine Schande, aber Liegenbleiben.
Aber wenn man schon 100 mal gestolpert ist, auf dem gleichen Weg, und man die Ziele immer nur über 100 Umwege erreicht, sehnt man sich vielleicht manchmal danach, einfach umzukehren:silence::|Oder eben nicht mehr aufzustehen. Am Wegesrand sitzenzubleiben und zu schauen, was passiert.
Dass das genau das Falsche ist, weiß ich. Aber ich habe wirklich Herzschmerz und komme gerade einfach nicht mehr klar. Ich mache mir tausend Gedanken, eine kleine Sache vergesse ich, und alles ist aus...was soll das??
Leute, es tut mir Leid für das Gejammer...ich musste es von der Seele haben...
Viele Grüße
euer ratloses
Eulenohr