Können Hunde Hass empfinden?

Diskutiere Können Hunde Hass empfinden? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Gibt ja sogar verträgliche Herdenschutzhunde.
  • Können Hunde Hass empfinden? Beitrag #41
Gibt ja sogar verträgliche Herdenschutzhunde.
 
  • Können Hunde Hass empfinden? Beitrag #42
  • Können Hunde Hass empfinden? Beitrag #43
Wenn man die konsequent und richtig von klein auf erzieht kriegt man so gut wie jeden sozialisiert.
 
  • Können Hunde Hass empfinden? Beitrag #44
Sicher. Und alle anderen Halter der entsprechenden Hunde sind einfach zu blöd und zu unfähig, ihre Hunde zu sozialisieren und zu erziehen. Wie lange habe ich auf dieses Argument gewartet. :mrgreen:
 
  • Können Hunde Hass empfinden? Beitrag #45
Genau so ist es.
Ich kenne z.B. keinen einzigen unverträglichen Kangal.
 
  • Können Hunde Hass empfinden? Beitrag #46
Das ist doch Quark. Ich kenne einige Personen die viel Hundeverstand haben, auch mehrere Hunde halten und trotzdem haben sie Hunde darunter, die man nicht mit fremden Hunden zusammenbringen kann. Bei den einen klappt es, bei den anderen nicht. Die Erziehung und Sozialisation der Hunde dürfte gleich sein... und nun?

Und nur weil du keinen unverträglichen Kangal kennst, heißt es nicht, dass das typisch für die Hunde ist. Wenn du dir mal ansiehst, wie diese Hunde in ihrer Heimat leben, ist klar, warum ein Kangal in der Innenstadt nur selten Freude macht.
 
  • Können Hunde Hass empfinden? Beitrag #47
Passend, dass du diese Rassen ansprichst :lol:.
Hier gibt/gab es zwei Kangal, beide unverträglich, der eine schon in der Welpengruppe äußerst schwierig. Ich vertrete zwar grundsätzlich die Auffassung, dass ein vier Monate altes Baby nicht aggressiv ist, aber dieser Hund kannte nicht nur keine Beisshemmung, der ging Mensch und Hund gleichermaßen brutal an, biss meiner Mutter den Arm blutig (weit über den Biss eines spielenden Welpen hinaus), schnappte grundsätzlich, wenn man ihn berühren wollte und er keine Lust hatte und mobbte die anderen Welpen, wie ich es noch nie erlebt habe. Dabei haben sich die Halter durchaus Mühe gegeben.
Den zweiten Kangal kenne ich nur ausgewachsen, der ist aber auch nicht unbedingt freundlich. Gut erzogen ja, er läuft auch gelassen an anderen Hunden vorüber, aber nähern dürfte sich ein anderer Hund nicht.

Und last but not least ist meiner ein HSH-Mix, der oben beschriebenes Verhalten an den Tag legt.

Ich sehe in dem Fall durchaus rassebedingte Eigenschaften, die hierfür eine Rolle spielen. Zum einen sehe ich es in der Art der Kommunikation (ruhig, beobachtend, passiv), zum anderen glaube ich, dass sein Hang zur Selbstständigkeit, der sich in anderen Bereichen noch stärker zeigt, durchaus damit zu tun hat, dass er nicht unbedingt andere Hunde bei sich haben möchte bzw. permanent mit ihnen spielen will. Für ihn bedeutet spazieren erkunden, schnuppern, beobachten, auch mal einfach liegen und die »Aussicht genießen«. Da stört ein hibbeliger Zweithund, der die ganze Zeit balgen will, ihn einfach.
 
  • Können Hunde Hass empfinden? Beitrag #48
Aggression liegt nicht zwingend in Unverträglichkeit..

Ich weiß wie ein Kangal lebt und was mal seine Aufgaben waren bzw. noch sind.
Das was den Herdenschutzhund auszeichnet sind die Eigenschaften in Wesen und Charakter ihn dazu zu machen. Kein Kangal kommt auf die Welt und denkt sich "wuuuuuhu Herde verteidigen".

Behauptest du dann auch, dass American Staffords nichts können als sich gegenseitig zu töten? Immerhin wurden sie ja dafür gezüchtet.
 
  • Können Hunde Hass empfinden? Beitrag #49
Das was den Herdenschutzhund auszeichnet sind die Eigenschaften in Wesen und Charakter ihn dazu zu machen. Kein Kangal kommt auf die Welt und denkt sich "wuuuuuhu Herde verteidigen".
Würde ich so nicht sagen. Das Schützen der Herde muss ein HSH ebenso lernen wie ein Border Collie das Hüten. Allerdings bringt er bestimmte Eigenschaften mit (zum Beispiel Selbstständigkeit, kaum bis kein Jagdtrieb usw.), die für das Erlernen dieser Aufgabe nützlich sind, die aber im alltäglichen Haushundleben vll nicht mehr unbedingt prickelnd sind. Zum Beispiel fremdelt mein Hund stark mit Menschen, was wohl bei den meisten dieser Hunde der Fall ist.

Staffs sind ursprünglich – lass mich lügen – Rattenfänger. In jedem Fall keine Kampfhunde, sondern ganz normale Gebrauchshunde mit speziellem Zweck. Die Kampfhundverwendung kam erst später dazu. Und ja, je nach Selektion mag es diesen Rassen teilweise schwerer fallen, sich mit Artgenossen anzufreunden. Aber wie schon gesagt wurde ist Anlage nicht alles.
 
  • Können Hunde Hass empfinden? Beitrag #50
Aggression liegt nicht zwingend in Unverträglichkeit..
Wie meinen?

Das was den Herdenschutzhund auszeichnet sind die Eigenschaften in Wesen und Charakter ihn dazu zu machen. Kein Kangal kommt auf die Welt und denkt sich "wuuuuuhu Herde verteidigen".
Ja, richtig. Und was sind die hervorstechenden Eigenschaften?

Behauptest du dann auch, dass American Staffords nichts können als sich gegenseitig zu töten? Immerhin wurden sie ja dafür gezüchtet.
Ich behaupte zumindest, dass ein Großteil dieser Hunde einen anderen Bezug zu Artgenossen hat, als der lustige Retriever oder Meutehund Beagle. Ich weiß gar nicht, was so schlimm daran sein soll, dass gewisse Rassen stärker zu Unverträglichkeit oder Rauferein neigen als andere. Auch anderen Terriern sagt man die Lust zum raufen nach und bei manchen stimmt es, bei anderen wieder nicht.

Schon mal einen Wurf von acht Wochen alten Jagdterriern beobachtet? Die werden teilweise getrennt, weil sie sich blutig beißen. Nanu...
 
  • Können Hunde Hass empfinden? Beitrag #51
Es ist ja auch richtig, dass gewisse Rassen stärker als andere zur Unverträglichkeit neigen. Aber es ist Quatsch zu sagen, dass alle Hunde dieser Rassen unverträglich werden, egal was man macht und alle bei denen es nich passiert ist sind es ganz außergewöhnliche Individuen.
Ich habe auch nie behauptet, dass es leicht ist einen Kangal zu erziehen. Aber es ist nicht unmöglich.
 
  • Können Hunde Hass empfinden? Beitrag #52
Ich habe auch nie behauptet, dass es leicht ist einen Kangal zu erziehen. Aber es ist nicht unmöglich.
Da liegt für mich aber ein Unterschied. Ob mein Hund einen anderen leiden kann oder nicht hat für mich nichts mit Erziehung zu tun. Ich mag auch nicht jeden Menschen, bin ich deswegen falsch erzogen? ;) Mein Hund muss nicht jeden mögen. Ich finde es schön, wenn es Hunde gibt, zu denen er Kontakt haben kann, mag er aber einen nicht, respektiere ich das auch.
 
  • Können Hunde Hass empfinden? Beitrag #53
Ich mag auch nicht jeden ;)
Meine Hunde haben auch Artgenossen die sie nicht riechen können. Nelson hat sogar einen den er liebend gern um den Äquator prügeln würde.
Aber das ist in dem Sinne ja keine Unverträglichkeit.
Und Unverträglichkeit ist etwas das in erster Linie nicht angeboren.
Bei Herdenschutzhunden ist das zwar indirekt drin, aber das lässt sich unterdrücken. Nur funktioniert das nicht nach GU-Ratgeber.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ich würde jetzt Leute die ihren Hund ausversehn unverträglich gemacht haben auch nicht als zu blöd bezeichnen :D
Und einen Kangal würde ich jetzt als ersten Hund als kuscheliger Partner für die 4 jährige Tochter auch nicht uuuunbedingt empfehlen. :D
 
  • Können Hunde Hass empfinden? Beitrag #54
Wenn man die konsequent und richtig von klein auf erzieht kriegt man so gut wie jeden sozialisiert.

Und nun kommen wir zu dem Punkt was "richtig" und "sozialisieren" überhaupt bedeutet:eusa_shhh:
"Sozialisiert" kann ja auch heißen, dass man alle wichtigen Erfahrungen eingebaut hat und trotzdem fluppen manche Dinge nicht;) Es sind nun mal Lebewesen und nur durch eine "Bilderbuch-Sozialisation" erschaffe ich ja keine Garantie für späteres Verhalten.

Mal ganz abgesehen davon, dass auch viel "falsch" sozialisiert wird.
Da dürfen Welpen dann mobben bis nach sonst wohin und später fragt man sich dann warum der Hund denn so mies drauf ist, wenn Artgenossen auftauchen- trotz toller "Sozialisation" und so.

Zum Thema Herdenschutzhunde und Verträglichkeit:

Man KANN sie erziehen und man KANN versuchen aus ihnen nette Spiel-Hunde zu machen und ihre typischen Verhaltensweisen zu unterdrücken, aber ganz ehrlich:
Zu welchem Preis?

Ich kenne unterschiedlichste HSH und keiner von denen mag andere Hunde, die er nicht schon sehr lange kennt.
Rüden untereinander prollen wie nichts Gutes und Hündinnen sind, nett formuliert, sehr drastisch was ihre Äußerungen betrifft.

Was ich persönlich auch nicht weiter tragisch finde- wenn man sich so einen Hund anschafft weiß man das vorher.
Man kann das Glück haben den einen aus 1000 zu erwischen, der zwischendurch mal Bock auf Artgenossen hat, aber generell würde ich das nicht damit verallgemeinern, dass jeder das kann, wenn er denn nur richtig sozialisiert wurde.

Wie zwischendurch schon angemerkt wurde- Fremdaggression ist absolut natürliches Verhalten und erstmal überhaupt nicht bedenklich. Zumindest aus Hundeperspektive.


Wenn es so einfach wäre, dem Hund zu erklären, dass fremde Hunde ruhig in uns reinbrettern können und er das bitte zu ignorieren hat, würde ich es machen. So einfach ist es aber nicht - es gibt auch Grenzen im Hundetraining. ;)

Wenn es sich nicht gerade um Aggression aus anderen Gründen handelt (derer es ja mannigfaltig gibt), sondern der Hund einfach keinen Bock auf andere Hunde hat, jedoch kontrollierbar bleibt sehe ich da ehrlich gesagt auch kein Problem.

Nicht jeder Hund will spielen, muss spielen und braucht spielen mit Artgenossen und da sollte man dann eben schauen, ob der Rest stimmt.
Auch nicht jeder Halter braucht das:mrgreen:

Meiner Meinung nach gibt es auch wenige Dinge, die so am Hund vorbei gedacht sind wie der ultimative Anspruch an allgegenwärtige Verträglichkeit.
Menschen haben Grenzen, Hunde haben Grenzen und an diesen sollte man arbeiten und immer das Beste aus der jeweiligen Situation rausholen, aber immer mit dem Gedanken am Hinterkopf, dass es Perfektion nicht geben kann- das harmonische Zusammenleben von Hund und Halter sollte und ist da die einzige relevante Variable in diesem ganzen Prozedere.

Und wenn Fr. Maier es reicht, dass Fiffi nur nicht mehr kläfft, wenn andere Hunde kommen, aber überhaupt weder sie noch der Hund Lust auf direkte Interaktion haben...wem ist damit geschadet?;)
 
  • Können Hunde Hass empfinden? Beitrag #55
Amen, Mido!
 
  • Können Hunde Hass empfinden? Beitrag #56
Für mich ist das Wichtigste, dass man respektvoll miteinander umgeht und dass jeder unbeschadet seiner Wege gehen kann.

Wir haben hier auch einen Schnauzer-Mix, der grundsätzlich alle anderen Hunde doof findet und dass auch "sagt".
Warum also Hund und Halter provozieren und die eigenen ach so lieben Hunde ohne Leine und in gestrecktem Galopp auf die beiden los jagen und dann noch ein fröhliches "Die wollen nur spielen" hinterherjagen aber dann ausrasten, wenn es blutige Ohren oder andere Schrammen gibt...:roll: Ich kann mich mit dem Herren sehr gut unterhalten. Meine drei Chaoten sitzen derweilen neben mir, der Schnauzer-Mix neben seinem Herrchen und es wird sich gekonnt ignoriert. Man muss ja nicht jedes Mal wild tobende, sich liebende Hunde haben, wenn man sich trifft. Ein gegenseitiges Ausweichen, ein netter Gruß auf die Ferne oder eben ein kurzes Gespräch auf Abstand sind doch auch okay...ich falle ja auch nicht jedem Menschen um den Hals, den ich treffe und gehe gleich mit ihm ein Eis essen...:eusa_shhh:

Sonny ist auch eher distanziert und uninteressiert bei fremden Hunden und Lupina hat immer erst mal Angst, sodass ich nur mit meinem "allesliebenden" Podi einen Schaff habe...Der will immer allem und jedem Hallo sagen und "beschwert" sich, wenn er es nicht darf. Aber er hat auch schnell kapiert, wenn er seine Nase bei sich behalten sollte.

Für mich ist ein gut sozialisierter Hund, ein Hund der andere Hunde "lesen" kann und der nicht mit Übersprungsreaktionen, Panik oder blinder Aggression agiert. Das heißt aber nicht, dass ein gut sozialisierter Hund ein ständig spielender, schwanzwedelnder Gutelauneroboter sein muss...wenn ein Hund kurz und deutlich zeigt "Ich habe keine Lust.", dann sollte das akzeptiert werden. Von anderen Hunden wie auch Menschen. Punkt. Und es gibt nun mal Hunde, die haben einfach selten bis gar nie Lust auf Artgenossen. Und? Solange sie nicht chihuahuamordend und dackelfressend unkontrolliert durch die Landen ziehen, ist doch keinem geschadet? Ein Halter, der seinen Hund im Griff hat ist wichtig. Und man sollte eigentlich erwarten können, dass das von Gutelauneroboter-Besitzern ebenso gehandhabt wird, wie von "Monster"-Besitzern...

Ich persönlich finde einen aufdringlichen, komplettwackelnden, schlabbernden, hüpfenden Gutelauneroboter meist wesentlich anstrengender und schwerer loszuwerden beim Gassigang, als einen naserümpfenden, kurz und knapp Hallo sagenden oder sogar einfach vorbeigehenden Keinen-Kontakt-Woller...

Und da ich beides hier habe (Tom = Gutelauneroboter, Sonny = Kein-Kontakt-Woller) bilde ich mir ein auch beide Seiten beurteilen zu können...;)

Und nun zum Thema Hass und dem Ursprungsthema des Threads...:lol:

Hass im menschlichen Sinne, halte ich bei Hunden für nicht vorhanden. Hassen heißt für mich jemanden ablehnen abseitig von jeglicher Vernunft. (das Gegenteil wäre die Liebe, jemanden wollen abseitig von jeglicher Vernunft) Hassen geht bei uns Menschen auch ganz ohne nachvollziehbaren, wirklich essentiellen Grund. Bei Hunden denke ich sind schlechte Erfahrungen maßgebend. Auch die charakterliche Passung. Zwei Individuen, die sich durch ihre Art ständig gegenseitig provozieren und hochschaukeln, werden sich irgendwann "hassen", weil der nötige Auslöser für Aggressionen immer geringer wird und vielleicht irgendwann gar nicht mehr ersichtlich ist. Aber das ist bei Hunden für mich immer noch nachvollziehbar und logisch...bei Menschen komme ich da oft schon gleich zu Beginn nicht mehr mit, wenn zwei sich "hassen"...:roll:
 
Thema:

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