Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht

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Emmifinchen

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Hallo zusammen,

Mich beschäftigt momentan folgendes Problem: Seit Weihnachten habe ich eine Reitbeteiligung auf einer Vollblut-Stute, 14 Jahre alt, Freizeitmäßig geritten, vom Charakter her kein einfaches Pferd (temperamentvoll und manchmal etwas „kopflos“) außerdem hat sie beginnende kissing-spines und hustet immer wieder.
Nun zu meinem eigentlichen Problem: Die Besitzerin der Stute möchte ab Ende August für neun Monate in die USA und hat mich schon im Januar gefragt, ob ich die Stute in dieser Zeit übernehmen möchte. Ich habe zu diesem Zeitpunkt unverbindlich zugesagt, es aber für mich persönlich von bestimmten Bedingungen abhängig gemacht. Leider kam dann sehr lange kein Gespräch zwischen mir und der Besitzerin zustande und nun sind es weniger als 2 Monate, bis sie in die USA fliegen möchte.
Seit Januar hat sich meine finanzielle Situation etwas geändert, einer meiner Hunde brauchte intensive tierärztliche Behandlung und mein Finanzpolster ist aufgebraucht bzw. es ist nur noch der Notgroschen übrig, der grundsätzlich aber für Notfälle meiner Hunde vorgesehen ist. Dies habe ich mit der Besitzerin auch besprochen und ihr angekündigt, dass ich die gesamten Stallkosten nicht alleine tragen kann. Wir haben uns dann darauf geeinigt, eine zweite RB zu suchen. Neben den Kosten für den Stall müsste ich auch die Kosten für Hufschmied und Futter bezahlen. Eventuell anfallende Tierarztkosten muss die Eigentümerin weiter tragen, die das Pferd übrigens nach den 9 Monaten auch sicher wieder in ihren Besitz nimmt.

Für mich ist diese Sache allerdings mehr und mehr mit Unsicherheiten behaftet und ich habe Angst, dass ich nachher auf Kosten sitzen bleibe für die ich nicht aufkommen kann und möchte. Die Besitzerin verdient in der Zeit in der sie in den USA ist kein Geld bzw. muss sogar noch für ihren Aufenthalt bezahlen. Laut eigener Aussage hat sie zwar einiges angespart, als ich sie jedoch fragte ob sie finanziell einspringen kann falls die RB (die es aktuell ja noch gar nicht gibt) abspringt, konnte sie mir keine klare Antwort geben und es war mehr ein:“ Das bekommen wir dann schon irgendwie hin“ (Es ging dabei zunächst um ca. 30-,€ monatlich, dass so eine Summe schon ein Problem sein könnte hat mich dann doch überrascht).
Wie würdet ihr die Situation beurteilen? Ich bitte um offene und ehrliche Meinungen. Ich habe in den letzten Tagen mit ein paar anderen erfahrenen Pferdebesitzern gesprochen und alle haben mir dringend davon abgeraten. Ich mag das Pferd unheimlich gerne und wir kommen sehr gut miteinander klar, ich fände es sehr schade sie als Reitbeteiligung zu verlieren. Allerdings sehe ich auch viele Gründe die für eine Übernahme während der neun Monate sprechen....
 
  • Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht Beitrag #2
Hallo Emmifinchen,

ich würde dir raten mal mit deinen Eltern zu reden, was sagen sie dazu?

Das mit der 2. Reitbeteiligung würde ich auf jeden Fall machen, dann man weiß nie was passiert. Wenn du nicht kannst (weswegen auch immer) ist es gut die Sicherheit zu haben, dass sich noch jemand anders um das Pferd kümmert. Wenn das mit den Kosten genau geregelt ist, dass sie Besitzerin sie trägt und du ihr vertraust, denke ich, dass du das machen könntest:)

Liebe Grüße Elisabeth
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht Beitrag #3
Das verstehe ich nicht ganz. Die Besitzerin kann doch nicht einfach mal in die USA fahren und dabei nicht einmal mehr in der Lage sein, die ganz normalen laufenden Kosten für ihr Pferd zu tragen :shock:. Ich möchte ihr da jetzt nichts unterstellen, aber ein paar mehr Details wären da vielleicht ganz interessant, um die Situation besser verstehen zu können. Wenn ich weg fahre, dann bezahle ich jemandem Geld, dass er mein Pferd pflegt. Als ich noch RBs hatte, hatten wir das so geregelt (allerdings war die Besitzerin hier nur 2 Wochen im Urlaub), dass ich ganz normal weiter zahle, aber eben zusammen mit den anderen Einstellern um die Pferde kümmer. Durfte dann halt auch reiten wann mir danach war und nicht nur an 2 festen Tagen oder so.

Ich würde jetzt mal ganz dreist fragen: Was hast du davon? Wenn du für die kompletten Kosten für ein Pferd aufkommen kannst und gleichzeitig auch noch zeitlich damit hinkommst, dann kauf dir doch ein eigenes. Es gibt ja viele absolut plausible Gründe, warum man eine Reitbeteiligung hat. Denn mal ehrlich: die meisten würden wohl rein emotional ein eigenes Pferd bevorzugen, kenne keinen Pferdebesitzer, der freiwillig wieder auf RBs umsteigen würde. Was ich sagen will: Warum solltest du in jeder Hinsicht die volle Verantwortung für ein Pferd übernehmen, dir damit eine riesige Arbeit zumuten, nur um dann nach 9 Monaten doch wieder "nur" die Reitbeteiligung zu sein oder im dümmsten Fall in eine finanzielle Streitigkeit zu geraten.

Mir kommt das einfach unglaublich spanisch vor, wenn ich ein Pferd habe, kann ich doch nicht plötzlich die vollen Kosten (und dazu die Verantwortung - Reitbeteiligungen kosten ja auch manchmal gesalzen, aber da hat immernoch der Besi die Verantwortung) auf jemand anderes abwälzen.

Wie habt ihr es denn momentan finanziell geregelt? Wie viel zahlst du und musst du noch dazu misten oder so? Was käme alles an Aufgaben auf dich zu? Ich würde wohl anbieten, weiterhin ganz normal als RB zu zahlen und von mir aus (je nachdem was bei euch im Stall alles enthalten ist) noch quasi "die Aufsicht" über das Pferd übernehmen (ist bei einem Selbstversorger natürlich ein ganz anderes Kaliber als in einem Pensionsstall wo man auch mal guten Gewissens einen Tag nicht kommen kann). Aber mir da alleine die finanzielle Verantwortung aufdrücken lassen, würde ich nicht. Solltest du es aus diversen Gründen dennoch wollen, würde ich dafür einen rechtlich bindenen Vertrag aufsetzen, der alle Eventualitäten klärt, auch mögliche Vorgehensweisen im Krankheitsfall. Am Ende bleibst du auf eine Kolik-OP Rechnung sitzen, weil die Besitzerin das Pferd hätte einschläfern lassen oder du hast eine Klage an der Backe, weil du dich gegen die OP entschieden hast...

Mag dir das nicht vermiesen, aber mit den Infos, die du bisher geschrieben hast, wäre ich wirklich skeptisch. Ansonsten ist es natürlich klasse, 9 Monate quasi ein eigenes Pferd zu haben, ich bin nur unsicher, ob der Preis dafür stimmt, da hast du wahrscheinlich bei manchen anderen RBs die gleichen Freiheiten ;)
 
  • Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht Beitrag #4
Danke für eure Antworten :)

@Elisabeth-Sophie: Meine Eltern werden wahrscheinlich nicht begeistert sein aber im Endeffekt muss ich das in meinem Alter wohl ganz alleine entscheiden und dann die Konsequenzen tragen.... Die Kosten sind aktuell eben nicht genau geregelt, bzw. nur insoweit dass die Eigentümerin des Pferdes momentan sagt, dass sie während der 9 Monate gar nichts zahlen möchte, außer eben die Tierarztkosten.

@ Calimero: Danke, dass du dir so viel Zeit genommen hast :)

Zu deinen Fragen: Momentan ist die Stute in Vollpension untergestellt, ich kümmere mich 2-3 Mal pro Woche um sie, manchmal auch öfter, je nachdem wie die Besitzerin und ich Zeit haben. Ich zahle aktuell 55€, in unserer Gegend ist das ein normaler Preis, da wir hier ein ziemliches Überangebot an Pferden haben J


Wenn ich die Stute übernehmen würde, erwartet die Eigentümerin die volle Kostenübernahme von mir, Tierarztkosten ausgeschlossen. Ich müsste also für die Stallmiete, Futterkosten und Hufschmied aufkommen. Da ich mir den Vollpensionspreis unmöglich leisten kann, würde ich außerdem selbst misten müssen. Dadurch reduziert sich die Stallmiete, allerdings müsste ich dann auch jeden Tag in den Stall fahren.
Was ich davon habe? Wenn man ehrlich ist, nicht viel. Außer mehr Arbeit und Stress ;) Ich habe mich bewusst dafür entschieden mir kein Pferd anzuschaffen bis ich mit dem Studium fertig bin und genug Geld habe um es problemlos finanzieren zu können. Das Angebot klang für mich zunächst verlockend, ein Jahr ein eigenes Pferd zu haben ohne den Kaufpreis zahlen zu müssen….Allerdings wurde mir jetzt von allen Seiten abgeraten und mittlerweile bin ich mir eben nicht mehr sicher ob ich das Angebot annehmen möchte bzw. kann.



Ich habe auch den Eindruck, dass es keine Alternativen gibt, falls ich in der Zeit ausfallen sollte. Und das kann ja durchaus passieren, es reicht ein gebrochener Arm oder eine längere Erkrankung und dann hätte ich niemanden, der sich um das Pferd kümmern kann. Einer Reitbeteiligung könnte ich es nicht zumuten, jeden Tag in den Stall zu fahren um zumindest die Box zu misten. Und wie schon gesagt, mir fehlt das nötige Kleingeld um das Pferd in Vollpension einzustellen…


Ich war mir sehr lange unsicher, ob das nun ein gutes Angebot der Eigentümerin ist oder nicht. Nachdem mir jetzt allerdings so viele Pferdebesitzer gesagt haben, dass sie das niemals so handhaben würden, habe ich ein zunehmend schlechtes Gefühl entwickelt…. Außerdem wurde mir von einer anderen Pferdebesitzerin gesagt, dass das rechtlich eine Art Grauzone wäre. Ich wäre zwar nicht die Eigentümerin des Pferdes, da ich aber für alle Kosten aufkomme etc. könnte ich als Besitzerin gelten, insbesondere wenn die Eigentümerin sich im Ausland befindet und für längere Zeit gar nicht in Deutschland wohnt. Das wäre dann wohl eine „Nutzungsüberlassung“ und es gelten andere rechtliche Bedingungen als für eine Reitbeteiligung. Im schlimmsten Fall könnte das bedeuten, dass ich auf hohen Kosten sitzen bleibe. Ich kenne mich damit allerdings überhaupt nicht aus, deswegen wurde mir empfohlen wenn dann einen Vertrag von einem Anwalt aufsetzen zu lassen… Das wären dann wieder Kosten, die auf mich zukommen würden L
 
  • Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht Beitrag #5
dass sie während der 9 Monate gar nichts zahlen möchte, außer eben die Tierarztkosten.

Einerseites kann ich die Besiterin etwas verstehen, sie reitet ja in der Zeit nicht. Aber wenn das so ist, würde ich es mir nochmal genau überlegen. Wenn sie sich ein Pferd kauft, muss sie auch die "Folgen" tragen.

Ein Pferd für 9 Monate ist auch schon wirklich teuer.
 
  • Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht Beitrag #6
Neee also wer ein Pferd hat muss auch dafür zahlen. Hat die Besitzerin denn überhaupt einen Alternativplan wenn du ihr nicht zusagst?

Ja genau das mit der Grauzone glaube ich nämlich auch. Ich würde da wahrscheinlich wirklich nichts ohne Anwalt machen und das ist ja dann auch schon fast wieder lächerlich, dass du dir damit auch noch Arbeit machst. Ich habe ja seit kurzem auch neben dem Studium ein eigenes Pferd, aber JEDEN Tag misten wäre absolut keine Option. Ich stehe in einer Haltergemeinschaft wo wir die Dienste aufteilen können. Wüsste nicht, woher ich die Zeit nehmen sollte, 100%ig jeden Tag zum Pferd zu fahren. Weiß nicht wie weit du es hast, aber allein der Weg ist ja oft schon eine Zeitfrage...

Klar, beim Kaufpreis musst du mit Zubehör etc. auch mindestens mit 4500€ rechnen, klar ist das viel Geld, aber dafür ist es dann auch DEIN Pferd und du brauchst mit niemandem über irgendwas streiten. Ich an deiner Stelle würde da klar nein sagen. Ich wäre bereit, weiterhin 55€ zu bezahlen und das Pferd so zu versorgen, dass es in guter Obhut wäre (vorrausgesetzt es bleibt in VP stehen). Aber mehr arbeiten und dazu noch mehr zahlen würde ich nicht. Dann leg das Geld lieber jeden Monat zur Seite, dann hast du nämlich den Kaufpreis schon drin... Und dann kannst du eines Tages wenn dir danach ist ein eigenes Pferd suchen oder eben auch nicht. Aber ich finde das zu viel Geld für ein Pferd, was dir nicht gehört. Du bekommst nur Arbeit und Mehrkosten aufgebrummt...

Mich wundert das ehrlich, die Besitzerin kann das doch nicht von dir verlangen und sich da drauf verlassen dass du ihr Pferd durchfütterst... Gerade wenn du sagst, bei euch gibts eher ein Überangebot an Pferden, wer hat denn dann bitte an so einem "Deal" Interesse?!
 
  • Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht Beitrag #7
Ne das ganze wäre mir zu "heiss"... was ist wenn sie nicht zurückkommt, es bei dir einen Engpass gibt oder du nicht mehr kannst... Pferd dann - Schlachthof=?... Wollen wir alle den Fall nicht hoffen, aber Pferd verletzt sich muss sofort operiert werden - wer übernimmt die Verantwortung USA ist lustig und toll - aber ein Pferd 8 Stunden leiden zu lasse bis die Besitzerin ansprechbar ist ist nicht (Finanziell schon gar nicht).
 
  • Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht Beitrag #8
Ich denke, es ist das beste, wenn du entweder mit ihr einen Vertrag machst, in dem steht, dass du nicht mehr als vorher zahlst. Wenn sie das nicht möchte, dann würde ich es nicht machen.
 
  • Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht Beitrag #9
Off-Topic
Also ehrlich gesagt habe ich ja keine Ahnung von Pferden, aber 55 euro für 10 Tage im Monat finde ich schon ziemlich viel :shock: Ich sehe das wie beim Mietwohnen: wohnst du zwanzig jahre in einem Haus zahlst du an Miete vielleicht sogar mehr als es wert ist aber es gehört dir trotzdem nicht. Ich hab mir sagen lassen das eine RB nicht mehr zahlen darf als die Futterkosten. KA wieviel so ein Pferd im Monat kostet aber 55 euro Futterkosten find ich etwas unglaubwürdig:eusa_think::uups:

Ich frage mich grade was das für eine Halterin ist, wenn man sich ein Tier anschafft überlegt man sich das doch vorher. (Mich würde auch mal interessieren was sie da genau macht? Neun Monat ohne Einkommen stell ich mir schwierig vor.)
Kann man ein Pferd überhaupt ein Pferd für 9 Monate verkaufen und anschließend einfach wiederhaben wollen??? Sie kann doch nicht davon ausgehen das sich das von selbst regelt. Wie gesagt, ich habe keine Ahnung davon, aber müsste das Tier nicht auch angemeldet und versichert sein? Und gibt es nicht auch Steuern? Wer bezahlt die denn dann? Falls es eine Versicherung oder ähnliches gibt muss doch auch angegeben werden wer reitet und wer die Verantwortung trägt wenn was passiert. Also ich sehe da nur Nachteile für dich und würde dir auch dringend davon abraten. Auch wenn es nicht grade legitim ist weil du ihr ja vorher schon zugesagt hast!
 
  • Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht Beitrag #10
Mein erstes fast eigenes Pferd (mitbeteilligt) - hat sich damals den Schädel eingeschlagen mit Gehirnaustritt... Einschläfern lassen - nein - da haben alle Besitzer zustimmen müssen (und einen haben sie nicht erreicht)...

Traurig wenn man weiss dass es das beste ist, man am liebsten Selbst das Tier erschiessen würde und der Tierarzt das Pferd bewusstlos spritzt damit es "nicht leiden " muss.
e
 
  • Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht Beitrag #11
Also für mich klingt das alles nicht ganz geheuer, lass da bitte die Finger von!

Es ist nunmal IHR Pferd, SIE muss sich darum kümmern, SIE muss dafür aufkommen und definitiv nicht DU! Also sowas blödes hab ich ja noch nie gehört, dass jemand mein Pferd für 9 Monate übernehmen soll... Also übernehmen im Sinne von pflegen, reiten, sich drum kümmern klar, aber warum solltest du das komplette Pferd zahlen? Es ist schließlich ihrs! Und wer sein Pferd 9 Monate alleine lässt (freiwillig, rede hier nicht krankheitsbedingt oder so), dem scheint das alles auch ziemlich am A**** vorbei zu gehen und ich glaube kaum, dass sie sich danach noch um das Pferd kümmert. Da lässt sie dir dann bestimmt die Wahl - entweder kaufst du es oder es kauft ihn jemand anderes.

Sie kann doch froh sein, dass du dich um das Pferd kümmerst, wenn sie nicht da ist. Das ist ja auch nicht selbstverständlich für 9 Monate. Daher würde ich sagen, du machst das so, wie Elisabeth gesagt hat. Rede mit ihr, sag ihr, was Sache ist, dass du dich um das Pferd kümmerst, aber nicht mehr zahlst als vorher. Wenn ihr das nicht passt, soll sie selbst schauen, wie sie zurecht kommt. Also jeder, der es sich leisten kann, 9 Monate das Pferd eines Fremden komplett zu unterhalten, kann sich gleich ein eigenes kaufen. Ich weiß gar nicht, was die sich da dabei denkt. Über solche Leute könnte ich mich stundenlang aufregen! Ich zahl doch nicht 9 Monate was weiß ich wie viel 100e Euro für ein "eigenes Pferd", das mir dann nach diesen 9 Monaten wieder weggenommen wird. Da kauf ich mir gleich n eigenes!

Bitte bitte lass dich da nicht drauf ein, die verarscht dich doch von vorne bis hinten. Vll ist sie auch n bisschen ballaballa, man weiß es nicht... :eusa_think::eusa_doh: Aber die kann doch nicht ernsthaft glauben, dass sowas funktioniert... Nichts gegen dich, versteh das jetzt nicht falsch, aber wer ist denn bitte so blöd und lässt sich da drauf ein? Ich meine, du hast ja auch überlegt und hast gemerkt, dass das nicht ganz so toll ist, hast ja hier gleich um Hilfe gefragt. Aber man trägt der Dame praktisch den Hintern hinterher, erledigt sämtliche Arbeiten und Pflichten, die eig sie zu erledigen hätte, zahlt ihr mehr oder weniger den Auslandsaufenthalt und alles was man zum Schluss hat, ist um einiges weniger Geld und ein gebrochenes Herz, weil man das Pferd wieder zurückgeben muss bzw. es verkauft wird oder aber n Haufen Ausgaben, um das Pferd selbst zu kaufen.
 
  • Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht Beitrag #12
Gernerell ist ein zeitweiliges Übernehmen eines Pferdes gar keine verkehrte Sache um zu schauen, ob man für das evtl später eigene Pferd gerüstet ist.
Dabei ist natürlich zu bedenken, ob man damit klar kommt, dass später wieder der Besitzer das sagen hat und nicht man selber.

Auch mit den Kosten sehe ich es ähnlich.
Natürlich muß die Person, die das Pferd auf Zeit übernimt die Kosten tragen.
Wie viel der monatlich anstehenden Kosten oder gar alles, ist vorab zu klären und zwar bis aufs kleinste!
Ich empfehle für sowas einen auf Zeit begrenzten Übernahmevertrag (diesen ggf. durch einen Rechtsbeistand).

Und Ja! man kann auch mal für Monate sein Pferd alleine lassen als Besitzer, das Leben ändert sich nämlich und
die Lebensumstände auch. Das hat durchaus nichts damit zu tun, dass einem das Tier am Arsch vorbei geht.
 
  • Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht Beitrag #13
Missy, ich hab extra gesagt, wenn man das Pferd FREIWILLIG 9 Monate alleine lässt, kann da was nicht ganz stimmen! Ich meine damit nicht, wenn man krank ist oder sowas. Wenn es gar nicht anders geht ok, aber dann doch keine 9 Monate!

Und dann von einer anderen Person verlangen, für das Pferd zu zahlen finde ich einfach nur dreist! Wenn man sich ein Tier anschafft muss man auch dafür aufkommen - auch wenn man nicht da ist! Man kann sich doch kein Pferd oder andere Tiere zulegen, um sie dann für Monate wegzugeben und noch von anderen zu verlangen, dafür zu zahlen! Bei einem Auto ist das was anderes oder ner Wohnung, aber doch nicht bei einem Lebewesen! Würdest du das mit deinem Kind auch machen? "Meine Lebensumstände haben sich mal eben geändert und ich geh für 9 Monate ins Ausland, wer nimmt mein Kind derweil? Und sämtliche Kosten trägst natürlich auch du, ich bin ja schließlich nicht da und hab nichts von meinem Kind!"

Ist jetzt etwas hart aber genau so ist es. Wenn ich mir ein Tier anschaffe, muss ich auch dafür zahlen und kann froh sein, wenn es jemanden gibt, der sich 9 Monate täglich um das Tier kümmert. Tiere sind keine Dinge, die kann man nicht einfach abschieben und wiederholen, wenn man sie dann wieder will. Kann man mit Menschen genauso wenig machen.

Alle schreien immer, wenn ein Hund qualvoll verendet und der Täter nur eine Geldstrafe bekommt, weil Tiere als Gegenstand gesehen werden. Aber dann die Tiere wie Gegenstände weitergeben
 
  • Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht Beitrag #14
Rocky du vergleichst Äpfel mit Karotten..
Mal ganz abgesehen davon das ich Kinder nicht ausstehen kann, erlaube ich mir dazu kein Urteil.

Und ja, auch Freiwillig geht das.
Ehemalige Einstellerin von mir. Junges Mädel, damals 15Jahre alt, hat das Angebot bekommen für ein Jahr in die USA zur Schule zu gehen.
Sollte man so eine für die Zukunft positive Chance ausfallen lassen, in dem Fall weil man ein Pferd hat?
Ihre RB hat das Pferd für ein Jhr übernommen und da wurde alles bis ins kleinste Detail vertraglich ausgearbeitet.
Na dem Jahr war die RB "erstmal" von dem Gedanken geheilt, sich übereilt ein eigenes Pferd anzuschaffen.

Ich stimme dem Punkt zu, dass man sich sicher keine Viecherein anschaffen muß wenn man sich die nicht leisten kann aber eine begrenzte Übernahme
ist keineswegs verwerflich.

Was allerdings in dem speziellen Fall bedenklich ist, ist das bis dato in keinster Weise geklärt wurde, wie es nun im einzelnem mit den Kosten/Verantwortung aussieht.
Hierzu zählen nicht nur die Stallkosten, Schmied, normaler Unterhalt etc., sondern Versicherung, Haftpflicht, Tierseuchenkasse etc.

Die TE hat es sicherlich genau so blauäugig zugesagt, wie die Besi angeboten.
Deswegen zu unterstellen, das sie das Pferd nicht "lieben" würde oder abschieben will ist dreist.

Und ja, Pferde kosten schei?e viel Geld.
Nicht umsonst sieht man zu hauf Anzeigen das sie wieder verkauft werden oder zur Übernahme angeboten werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht Beitrag #15
Mit 15 Jahren unterhält man aber noch kein Pferd alleine - also die gesamten Kosten. Ich hab meine Stute auch mit 14 Jahren bekommen, das haben aber alles meine Eltern gezahlt und meine Mum hat auch nochmal ein Pferd. Sowas ist wieder was anderes, das versteh ich ja dann noch, da werden dann schon die Eltern weiter für das Tier aufgekommen sein. Da gehts, wie du schon gesagt hast, um die Schuldbildung. Aber so wie das für mich klingt, arbeitet die Dame normalerweise und geht jetzt 9 Monate ins Ausland und bekommt in der Zeit natürlich keinen Lohn (und muss den Aufenthalt selbst bezahlen). Wäre das ein Auslandssemester, würde sie dafür nicht viel zahlen und kann nebenher dort arbeiten gehen. Deswegen reg ich mich ja auch so über die Besi auf. Auslandssemester sind 6 Monate oder 12 Monate, Aupair ist auch 12 Monate - aber eben keine 9 Monate. Wenn man selbst einen Auslandsaufenthalt (work&travel) macht, kann man das frei festlegen - 3, 6, 9 oder 12 Monate. Ich wollte selbst ein halbes Jahr ins Ausland, deswegen hab ich mich da bisschen informiert. Und 9 Monate sind keine gängige Zeit - also geh ich mal davon aus, dass sie es von sich aus macht und das ärgert mich dann einfach.

Ich hab nicht gesagt, dass sie das Pferd nicht liebt, sondern habe damit gemeint, dass ihr das Pferd, wenn sie wieder da ist, vermutlich am Hintern vorbeigehen wird und es verkauft. 9 Monate sind verdammt lange und es können sich ja, wie du so schön gesagt hast, die Lebensumstände ändern. Ich meine damit die Besi, nicht die TE. Ich biete doch keinem mein Tier "blauäugig" an, wie du es sagst. Dann hätte sie es klarstellen können und nicht noch mit der TE besprechen, wie es ablaufen soll. Die musste schon ganz genau, was sie macht.

Mei, letztendlich muss das die TE wissen. Ich würde mich nicht drauf einlassen, alleine weil ich es nicht richtig finde, sein Pferd einfach mal für 9 Monate abzuschieben. Außerdem kommt mir die ganze "Abmache" sehr schwammig vor weil eben nichts wirklich besprochen und ausgemacht wurde und die psychische Belastung wäre mir zu viel. 9 Monate ein eigenes Pferd, für das ich zahlen muss (was im Studium ja nicht so leicht ist) und dann darf ich nur noch zweimal die Woche reiten... Könnte ich nicht. Würde mit der Besi reden, mich um das Pferd kümmern, aber das selbe wie vorher zahlen. Und wenn ein Pferdeüberhang besteht, ist es auch ein leichtes, im Härtefall nach einer anderen RB zu schauen.
 
  • Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht Beitrag #16
RockyMarsi, sei bitte mal etwas vorsichtig mit deinen Unterstellungen der Besitzerin gegenüber! Ich habe auch Skepsis geäußert, aber was du da machst, geht etwas zu weit. Ich nehme an, du weiß nicht mehr über sie als ich und da finde ich es schon etwas dreist, was du hier in aller Öffentlichkeit schreibst.

Mir sind 9 Monate sehr wohl bekannt als Auslandsaufenthaltszeit, finde ich etwas albern, dass du dich daran jetzt aufhängst.
Wenn ich aus irgendwelchen Gründen ins Ausland gehen wollte oder müsste, würde ich das auch trotz Pferd tun. Das hat nichts mit abschieben oder nicht mehr mögen zu tun. Ich würde einen verantwortungsvollen Pfleger rechtzeitig vorher einweisen, sodass ich auch weiß, dass die beiden miteinander klar kommen. Für mich wäre es aber selbstverständlich, weiterhin für alle Kosten aufzukommen.
Woher weißt du, dass die Besitzerin das Pferd danach verkauft? Du machst hier wirklich ganz schön gewagte Unterstellungen...
 
  • Pferd für ein Jahr übernehmen oder nicht Beitrag #17
Die Besitzerin kann das Pferd auch für die Zeit wo sie nicht da ist jemandem zur Verfügung stellen. Sprich die Person übernimmt alle Kosten und die TA-Kosten nach Absprache, bezahlt aber keinen Kaufpreis. Wenn die Besitzerin einen Vertrag aufsetzt, dass das Pferd in dem Stall stehen bleibt und du die RB bleibst (nach Absprache, sonst gibt es sowieso nur Streß), wäre das denke ich die beste Lösung.
9 Monate ins Ausland zu gehen ist an sich ja kein Problem, aber für die Kosten sollte sie schon irgendwie aufkommen können. Geht das nicht, sollte sie sich noch mehr RBs suchen, sodass die Kosten gedeckt sind, das Pferd verkaufen oder es jemandem zur Verfügung stellen.
Schade, dass die Besitzerin sich da nicht früher drum gekümmert hat. 1 Moant zum Planen für das Pferd ist mehr als knapp.
 
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