Das mit den Nierenwerten ist schon richtig - aber mal ehrlich - gehst Du jedes Jahr zum Arzt und lässt Deine Nierenwerte checken? Ich nicht. Ja, bei Katzen ist das wieder was anderes, ich weiß.
Aber trotzdem gehe ich auch als Mensch nicht jedes Jahr ohne ersichtlichen Grund zum Arzt und lasse mich durchchecken.
Wie gesagt, wenn hier irgendein Verdacht besteht, sind wir sofort bei der TÄ - aber ich seh´s echt nicht ein, die Tiere damit zu stressen, dass ich sie 1-2x jährlich zur TÄ schlöre.
Ich weiß, dass Katzen Meister im Verbergen von Schmerzen sind - das sind Mäuse und Ratten auch. Aber wenn man die Tiere täglich beobachtet und in Augenschein nimmt, merkt man schon, ob irgendwas nicht stimmt oder anders ist - finde ich. Da muss man dann natürlich auch gut hingucken und wissen, wie so das "normale Verhalten" ist - aber dann fällt einem auch auf, wenn was anders ist.
Die Dinah lag ja z. B. letztens einen ganzen Tag und eine Nacht auf dem Schrank im Gästezimmer - macht sie sonst nie. Sie hat auch nicht gefressen - sehr ungewöhnlich. Wir haben uns das dann die 1,5 Tage angeschaut und hatten für Montag schon den TA-Termin im Kopf. Aber dann war sie wieder ganz die Alte - hat gefressen, ist herumgelaufen, hat ihr Häufchen und Pipi gemacht.... Das ist jetzt ca. 2-3 Wochen her - alles ist gut...
Ich finde, das ist immer eine Gratwanderung. Im Zweifel natürlich lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Und je weniger Erfahrung man mit den entsprechenden Tieren hat, desto eher lieber einmal zu viel. Aber ich glaube (und das war bei unseren Mäusen und Ratten auch so), dass man als Halter doch im Laufe der Zeit lernt, seine Tiere zu "lesen" und ihre Signale zu deuten.
(Und nein, ich wiederhole sicherheitshalber: Bei Krankheitsanzeichen wirklich lieber einmal zu viel als zu wenig zum TA, sicher ist sicher... Wir waren dieses Jahr auch schon - Moment - mindestens 5x bei der TÄ, ist ja nicht so, dass wir uns da drücken wollten oder so...)
LG, seven