- Wieso bricht er nach 3 Jahren feste Grundregeln? Beitrag #1
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Liv_B
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Hallo,
ich habe mich gerade registriert da ich auf Hilfe / Tipps hoffe und auch hoffe, dass mir jemand ungefähr erklären kann warum mein Hund plötzlich eine "Grundregel" bricht.
Folgendes: wir sind eine Familie von 5 Personen plus Rüde. Unser Hund Henry ist ein großer Australian Shepherd / Border Collie Mix, 3 Jahre alt. Vom Wesen her eine ganz liebe, supertreue Seele mit einer Engelsgeduld. Aufmüpfig war er in den ersten anderthalb Jahren immer mal wieder, die Flegeljahre gingen auch an unserem Hund nicht spurlos vorbei. Aber er ist ein freudiges, aufgewecktes Kerlchen, wahnsinnig kinderlieb, grundsätzlich sehr gehorsam, extremst verschmust.
Unsere Kinder sind 10, 7 und 4 Jahre alt und hängen natürlich auch sehr an unserem Hund. Und Henry hat seine kleine "Herde", mit der er auch gerne spielt.
An manchen Tagen ist Henry etwas mehr, an anderen etwas weniger anhänglich aber ich nehme an, das ist normal. Manchmal folgt er einem wie ein Schatten, an anderen liegt er lieber faul im Garten und lässt sich die Sonne auf den Pelz scheinen. Aber grundsätzlich ist er schon gerne dort, wo wir sind.
Henry wohnt im Erdgeschoss. Er weiß, er darf weder die Treppe runter in den Keller (er bleibt wie angewurzelt mit den Vorderpfoten auf der ersten Stufe stehen und guckt neugierig durch die Treppenstreben), und er darf nicht ins OG oder DG. Das ist eine feste Grundregel, die er auch nie versucht hat, zu brechen. Er hat nie auch nur den Versuch unternommen, raufzugehen. Er hat sein EG, sein Körbchen steht im Flur auch wenn er auch gerne (innen) vor der Haustüre liegt oder unterm Esstisch, vor dem Sofa oder mitten im Wohnzimmer. Er hat also Flur, Küche (hier geht er aber nur zum Essen + Trinken hinein, liegt auch nur drin wenn ich am kochen bin, schläft ansonsten nie in der Küche), Wohnzimmer und Esszimmer. Und natürlich den Garten, in dem er auch einige liebste Plätze hat.
Henry darf nicht aufs Sofa, und er darf nicht in die Kinder-/Schlafzimmer rauf. Das weiß er, und er hat auch nie auch nur versucht, raufzugehen. Ich höre ihn öfter mal nachts den Schlafplatz wechseln, im Wohnzimmer herumlaufen, aber das ist alles in Ordnung und erlaubt, solange er auf seiner Etage bleibt.
Nun wurde ich vorletzte Nacht wach weil ich ihn so komisch hecheln hörte. Ich weiß nicht genau was sich seltsam anhörte (war ja selbst noch etwas verpennt
), aber ich ging runter um nach ihm zu schauen. Mein Mann und ich schlafen im DG, die Kinder haben ihre Zimmer im OG. Ich lief also die Treppe runter und das hecheln wurde lauter, auf einmal sehe ich Henry im Zimmer meiner Großen. Er war noch NIE oben (zumindest glaube ich das, aber das würde mich schon extrem wundern!), und er wusste auch genau dass es falsch ist und er etwas getan hat das er nicht darf. Nun habe ich ein wenig mit ihm geschimpft und ihn hinunterzitiert, er ging auch wieder runter, allerdings sehr linkisch, er hat einfach nicht viel Treppenerfahrung. Was mir dabei auffiel: er hatte die Rute zwischen den Hinterbeinen, dabei habe ich nichtmal dolle geschimpft, ihn schon gar nicht angefasst sondern lediglich bestimmt hinunterzitiert und auch nach unten begleitet. Mein Kind wachte davon auf und fand natürlich "supersüüüüüß" dass Henry sie nachts besucht hat, naja..
Ich habe ihn dann in den Flur zitiert wo sein Körbchen steht und die Verbindungstür Wohnzimmer/Flur geschlossen. Das mache ich sonst nie, wollte aber nicht, dass er nochmal einen Versuch nach oben startet und vielleicht versteht, dass er nun etwas getan hat das er nicht hätte tun dürfen. Dann bin ich wieder ins Bett und den Rest der Nacht war Ruhe.
Letzte Nacht lag ich lesend im Bett, es war um Mitternacht als zwei Raketen losgingen, vermutlich ein Geburtstag. Ein paar Sekunden später hörte ich Hundepfoten klackern, stand auf und ging runter. Mein großes Kind hat letzte Nacht auswärts geschlafen und die Zimmertür war geschlossen, dafür fand ich Henry im Zimmer meines mittleren Kindes vor.
Wieder zitierte ich Henry leise aber bestimmt nach unten, und er ging auch sofort runter (diesmal auch keine Rute zwischen den Beinen). Ich wusste nicht wie ich reagieren soll, hab ihn wieder in den Flur zitiert wo er sich vor die Haustür legte. Ich bin nochmal zu ihm, hab mich daneben gesetzt und habe ihn gestreichelt und mit ihm geredet dass er weiß dass das falsch ist und er das nicht tun soll. Ich weiß, er versteht meine Sprache nicht, aber ich vermutete einfach, dass ihn die Raketen erschreckt haben und er vielleicht Schutz bei seiner Familie suchte? Er hat nochmal kurz die Position gewechselt und ich sah drei Urintropfen auf dem Teppich vor der Tür. Ich glaube, er war gestresst und hatte Angst..??? Keine Ahnung wovor er Angst hatte? Ich habe nicht geschimpft, gar nichts, ich habe ihm nur erklärt dass es nicht geht dass er auf einmal Ausflüge nach oben macht.
Nach ein paar Minuten bin ich wieder rauf, und auch diesmal habe ich wieder die Türe geschlossen und ihn im Flur gelassen.
Die Nacht habe ich ihn ein paarmal jaulen / pienzen gehört. Er wollte ganz klar zurück ins Wohnzimmer und hat vermutlich auch nicht verstanden, warum er auf einmal in den Flur ausgesperrt wird.
Aber ich weiß einfach nicht, warum er auf einmal denkt es sei okay wenn er raufgeht? Gestern nacht meine ich, waren die Raketen Schuld, wobei er die schon öfter gehört hat. Er mag sie nicht, aber er hat nie panisch reagiert. Was vorgestern Nacht war, weiß ich nicht. Ich weiß nichtmal, ob es wirklich die Raketen waren.
Ich würde jetzt gerne zum Schluss kommen, muss aber noch eine eventuelle Verbindung nennen: wir waren vor zwei Monaten im Urlaub, und Henry war fünf Wochen lang bei meinem Schwager. Wenn wir in Urlaub fahren, ist er immer bei meinem Schwager. Die zwei verstehen sich blendend, mein Schwager ist sportlich extrem aktiv und nimmt Henry gerne mit zu seinen "Abenteuern". Auch sonst verstehen sie sich blendend. In der WG meines Schwagers ist Henry so gut wie nie alleine, auch ist er Dank meinem Schwager nun "party-erprobt" und gerät nicht in Stress unter vielen Menschen und Musik.
Allerdings ist ihm Henry dieses Jahr zweimal fast abgehauen, als sie mit vielen Leuten zelten waren und irgendjemand Raketen entzündet hat. Da ist Henry offenbar in Panik geraten und wollte abhauen (war es zu nah, zu laut? Silvester hatten wir bislang keine nennenswerte Probleme?). Übrigens gibt es auch keinerlei Probleme wenn Henry ab und zu bei meinem Schwager wohnt, er findet sich da auch schnell rein, ist nie gestresst sondern sieht ihn - was er ja auch ist - als erweiterte Familie an. Und ich glaube, es gefällt ihm auch, wenn mal keine Kinder um ihn herumscharwenzeln. :lol:
Deshalb vermute ich, könnten das gestern die Raketen gewesen sein vor denen er Angst hatte und lieber zu seiner Familie wollte. Allerdings glaube ich kaum, dass vorgestern auch Raketen geschossen wurden. Ich schlafe bei ganz offenem Fenster, habe einen leichten Schlaf und habe nichts gehört. Von daher weiß ich nicht ob das überhaupt eine Rolle spielt.
Trotz allem Verständnis, SOLLTEN es die Raketen sein, kann ich nicht akzeptieren, dass er nun auf einmal die Grundregeln bricht und nachts nach oben tappt. Er weiß, er darf auf keine weitere Etage, und das soll weiterhin so sein. Tagsüber macht er auch keine Anstalten. Allerdings hatte mein Schwager in seiner letzten WG aus der er gerade ausgezogen ist, das Schlafzimmer oben, d.h. Henry durfte bei ihm Treppen laufen und auch bei ihm unterm Bett schlafen. Aber er hat trotzdem gewusst, bei uns ist das kein Thema und nicht erlaubt, da kam Henry nie durcheinander. Warum jetzt plötzlich?
Für kommende Nacht plane ich, Stühle vor die Treppen zu stellen um ihn abzuhalten, nach oben zu gehen. Aber das ist ja auch keine Dauerlösung, und ob er das versteht?
Sorry für den Roman - aber kann mir vielleicht jemand einen Tipp geben wie ich ihm verständlich mache dass es auch weiterhin verboten ist und sein selbständiges Übergehen der Regel nicht akzeptiert wird? :eusa_think:
ich habe mich gerade registriert da ich auf Hilfe / Tipps hoffe und auch hoffe, dass mir jemand ungefähr erklären kann warum mein Hund plötzlich eine "Grundregel" bricht.
Folgendes: wir sind eine Familie von 5 Personen plus Rüde. Unser Hund Henry ist ein großer Australian Shepherd / Border Collie Mix, 3 Jahre alt. Vom Wesen her eine ganz liebe, supertreue Seele mit einer Engelsgeduld. Aufmüpfig war er in den ersten anderthalb Jahren immer mal wieder, die Flegeljahre gingen auch an unserem Hund nicht spurlos vorbei. Aber er ist ein freudiges, aufgewecktes Kerlchen, wahnsinnig kinderlieb, grundsätzlich sehr gehorsam, extremst verschmust.
Unsere Kinder sind 10, 7 und 4 Jahre alt und hängen natürlich auch sehr an unserem Hund. Und Henry hat seine kleine "Herde", mit der er auch gerne spielt.
An manchen Tagen ist Henry etwas mehr, an anderen etwas weniger anhänglich aber ich nehme an, das ist normal. Manchmal folgt er einem wie ein Schatten, an anderen liegt er lieber faul im Garten und lässt sich die Sonne auf den Pelz scheinen. Aber grundsätzlich ist er schon gerne dort, wo wir sind.
Henry wohnt im Erdgeschoss. Er weiß, er darf weder die Treppe runter in den Keller (er bleibt wie angewurzelt mit den Vorderpfoten auf der ersten Stufe stehen und guckt neugierig durch die Treppenstreben), und er darf nicht ins OG oder DG. Das ist eine feste Grundregel, die er auch nie versucht hat, zu brechen. Er hat nie auch nur den Versuch unternommen, raufzugehen. Er hat sein EG, sein Körbchen steht im Flur auch wenn er auch gerne (innen) vor der Haustüre liegt oder unterm Esstisch, vor dem Sofa oder mitten im Wohnzimmer. Er hat also Flur, Küche (hier geht er aber nur zum Essen + Trinken hinein, liegt auch nur drin wenn ich am kochen bin, schläft ansonsten nie in der Küche), Wohnzimmer und Esszimmer. Und natürlich den Garten, in dem er auch einige liebste Plätze hat.
Henry darf nicht aufs Sofa, und er darf nicht in die Kinder-/Schlafzimmer rauf. Das weiß er, und er hat auch nie auch nur versucht, raufzugehen. Ich höre ihn öfter mal nachts den Schlafplatz wechseln, im Wohnzimmer herumlaufen, aber das ist alles in Ordnung und erlaubt, solange er auf seiner Etage bleibt.
Nun wurde ich vorletzte Nacht wach weil ich ihn so komisch hecheln hörte. Ich weiß nicht genau was sich seltsam anhörte (war ja selbst noch etwas verpennt
Ich habe ihn dann in den Flur zitiert wo sein Körbchen steht und die Verbindungstür Wohnzimmer/Flur geschlossen. Das mache ich sonst nie, wollte aber nicht, dass er nochmal einen Versuch nach oben startet und vielleicht versteht, dass er nun etwas getan hat das er nicht hätte tun dürfen. Dann bin ich wieder ins Bett und den Rest der Nacht war Ruhe.
Letzte Nacht lag ich lesend im Bett, es war um Mitternacht als zwei Raketen losgingen, vermutlich ein Geburtstag. Ein paar Sekunden später hörte ich Hundepfoten klackern, stand auf und ging runter. Mein großes Kind hat letzte Nacht auswärts geschlafen und die Zimmertür war geschlossen, dafür fand ich Henry im Zimmer meines mittleren Kindes vor.
Wieder zitierte ich Henry leise aber bestimmt nach unten, und er ging auch sofort runter (diesmal auch keine Rute zwischen den Beinen). Ich wusste nicht wie ich reagieren soll, hab ihn wieder in den Flur zitiert wo er sich vor die Haustür legte. Ich bin nochmal zu ihm, hab mich daneben gesetzt und habe ihn gestreichelt und mit ihm geredet dass er weiß dass das falsch ist und er das nicht tun soll. Ich weiß, er versteht meine Sprache nicht, aber ich vermutete einfach, dass ihn die Raketen erschreckt haben und er vielleicht Schutz bei seiner Familie suchte? Er hat nochmal kurz die Position gewechselt und ich sah drei Urintropfen auf dem Teppich vor der Tür. Ich glaube, er war gestresst und hatte Angst..??? Keine Ahnung wovor er Angst hatte? Ich habe nicht geschimpft, gar nichts, ich habe ihm nur erklärt dass es nicht geht dass er auf einmal Ausflüge nach oben macht.
Nach ein paar Minuten bin ich wieder rauf, und auch diesmal habe ich wieder die Türe geschlossen und ihn im Flur gelassen.
Die Nacht habe ich ihn ein paarmal jaulen / pienzen gehört. Er wollte ganz klar zurück ins Wohnzimmer und hat vermutlich auch nicht verstanden, warum er auf einmal in den Flur ausgesperrt wird.
Aber ich weiß einfach nicht, warum er auf einmal denkt es sei okay wenn er raufgeht? Gestern nacht meine ich, waren die Raketen Schuld, wobei er die schon öfter gehört hat. Er mag sie nicht, aber er hat nie panisch reagiert. Was vorgestern Nacht war, weiß ich nicht. Ich weiß nichtmal, ob es wirklich die Raketen waren.
Ich würde jetzt gerne zum Schluss kommen, muss aber noch eine eventuelle Verbindung nennen: wir waren vor zwei Monaten im Urlaub, und Henry war fünf Wochen lang bei meinem Schwager. Wenn wir in Urlaub fahren, ist er immer bei meinem Schwager. Die zwei verstehen sich blendend, mein Schwager ist sportlich extrem aktiv und nimmt Henry gerne mit zu seinen "Abenteuern". Auch sonst verstehen sie sich blendend. In der WG meines Schwagers ist Henry so gut wie nie alleine, auch ist er Dank meinem Schwager nun "party-erprobt" und gerät nicht in Stress unter vielen Menschen und Musik.
Allerdings ist ihm Henry dieses Jahr zweimal fast abgehauen, als sie mit vielen Leuten zelten waren und irgendjemand Raketen entzündet hat. Da ist Henry offenbar in Panik geraten und wollte abhauen (war es zu nah, zu laut? Silvester hatten wir bislang keine nennenswerte Probleme?). Übrigens gibt es auch keinerlei Probleme wenn Henry ab und zu bei meinem Schwager wohnt, er findet sich da auch schnell rein, ist nie gestresst sondern sieht ihn - was er ja auch ist - als erweiterte Familie an. Und ich glaube, es gefällt ihm auch, wenn mal keine Kinder um ihn herumscharwenzeln. :lol:
Deshalb vermute ich, könnten das gestern die Raketen gewesen sein vor denen er Angst hatte und lieber zu seiner Familie wollte. Allerdings glaube ich kaum, dass vorgestern auch Raketen geschossen wurden. Ich schlafe bei ganz offenem Fenster, habe einen leichten Schlaf und habe nichts gehört. Von daher weiß ich nicht ob das überhaupt eine Rolle spielt.
Trotz allem Verständnis, SOLLTEN es die Raketen sein, kann ich nicht akzeptieren, dass er nun auf einmal die Grundregeln bricht und nachts nach oben tappt. Er weiß, er darf auf keine weitere Etage, und das soll weiterhin so sein. Tagsüber macht er auch keine Anstalten. Allerdings hatte mein Schwager in seiner letzten WG aus der er gerade ausgezogen ist, das Schlafzimmer oben, d.h. Henry durfte bei ihm Treppen laufen und auch bei ihm unterm Bett schlafen. Aber er hat trotzdem gewusst, bei uns ist das kein Thema und nicht erlaubt, da kam Henry nie durcheinander. Warum jetzt plötzlich?
Für kommende Nacht plane ich, Stühle vor die Treppen zu stellen um ihn abzuhalten, nach oben zu gehen. Aber das ist ja auch keine Dauerlösung, und ob er das versteht?
Sorry für den Roman - aber kann mir vielleicht jemand einen Tipp geben wie ich ihm verständlich mache dass es auch weiterhin verboten ist und sein selbständiges Übergehen der Regel nicht akzeptiert wird? :eusa_think: