Erfahrung Dogo Argentino

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  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #1
Nordlicht_

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Hallo,
ich hoffe, das Thema ist jetzt nicht irgendwie doppelt, habe es so allerdings nicht gefunden.
Und zwar würde mich interessieren, ob jemand Erfahrung mit der Haltung und Erziehung von Dogo Argentinos hat. Ich bin in einem Jahr mit meinem Studium fertig und mein Freund und ich wollen uns dann gerne einen Hund anschaffen. Ich bin eigentlich ein "Gegner" von Rassehunden, da ich immer denke, so ein Mischling ist gesünder und doch interessanter. Aber uns gefällt die Rasse extrem gut und da mein Freund Jäger ist, würde der Hund auch zum Einsatz kommen. Allerdings nicht seiner ursprünglichen Züchtung nach zum packen, sondern als Standardjagdhund für die Nachsuche usw.
Zu uns: Wir wohnen auf dem Dorf und haben beide sehr viel Erfahrung mit Hunden. Er und sein Vater haben lange Zeit Deutschkurzhaar gezüchtet und jagdlich geführt und auch meine Familie hatte immer Hunde. Derzeit haben wir (meine Familie) einen Labrador-Staff-Mix: absoulut top erzogen und sozialisiert. Auch ihren ausgeprägten Jagdtrieb haben wir im Griff.
Mich würde nun einfach mal interessieren, ob jemand bereits Erfahrungen, Tipps usw. für mich hätte
LG
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #2
Off-Topic
Es ist besser nach Rassehunde ausschau zu halten, wie nach einen Mischling, zumindest wenn du in der großen Welt des www´s suchst. Da gibts mit Rassehunden zwar auch schmu, aber Mischlinge züchten tun nur Vermehrer und die tun keinem Hund gut, ob Rassehund oder Mischling.
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #3
Grüß dich!

Schön, das du/ihr euch im Vorfeld informiert. Zuerst einmal möchte ich gerne das Argument, das Mischlinge gesünder sind, aus deinem Kopf streichen. Das stimmt so nicht. Rassehunde haben Unmengen an Untersuchungen hinter sich bevor sie zur Zucht gelassen werden. Da steckt viel Arbeit und natürlich auch Geld dahinter.
Bei Mischlingen kann man natürlich Glück haben und der Hund ist gesund - man kann jedoch auch Pech haben und von beiden Elterntieren (auch je nach Rasse typische Rassekrankheiten) jeweils die schlimmsten Krankheiten mitbekommen haben.
Das Mischlinge pauschal gesünder sind, stimmt nicht ;)

Jede Rasse wurde/wird für eine bestimmte Aufgabe gezüchtet - ein Deutschdrahthaar bringt ganz andere Eigenschaften und Bedürfnisse mit als ein Dogo Argentino.
Ob sich daher ein Dogo für diese Ausbildung eignet? Sie werden in ihrer Heimat auch als Jagdhunde geführt, werden aber eine große Umstellung bedürfen, wenn ihr quasi Deutschdrahthaar "gewohnt" seid/ward.

Was plant ihr denn, wenn sich der Hunde zb. nicht für diese Aufgabe eignet? Auch das sollte man bedenken....

Ich bin der Meinung, wenn man einen "Dog mit Job" braucht, sollte man sich am besten an die dafür gezüchteten Rassen halt, da eben viele bestimmte Eigenschaften und Triebe schon durch Generationen gefördert und gefordert werden.

Schau dich mal um, ob es Züchter u. Personen gibt, welche einen Dogo tatsächlich jagdlich führen und höre dir ihre Erfahrungen an, da kann man sehr viel lernen.

EDIT: Laut Google kommt so einiges wenn man "Dogo Argentino jagdlich" angibt - auch das eine und andere Forum. leider darf man hier nicht zu anderen Foren verlinken...schau dir daher am besten selbst bei Google die Infos durch

Habe dort auch gelesen, das der Dogo für eine jagdliche Führung in Deutschland nicht zugelassen ist.


LG Foss
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #4
Hey,
nein die Jagd soll einfach nebenbei laufen. Für den Hund ist es denke ich einfach schön, eine Aufgabe zu haben und mit Herrchen im Wald zu sein. Im Revier gibt es bereits 3 Hunde (Weimarener, Dackel und habe ich vergessen). Wenn es jetzt ein reiner Jagdhund sein sollte, würden wir natürlichen einen ganz anderen nehmen, das ist klar. Deshalb wäre es eben absolut nicht schlimm, wenn der Hund letztlich keine Nachsuche-Meister wird. Aber die Familie meines Freundes ist der Meinung, dass man die Grundlegenden Dinge fast jedem Hund beibringen kann, wir werden sehen.
Die Idee mit Züchtern fände ich auch gut, die Suche gestaltet sich leider schwierig, wir wohnen im Norden Niedersachsens und erste Internetrecherche hat keine Züchter in unserer Nähe gegeben. Zumindest keine seriösen:|
Das Thema gesund war auch mehr auf die Moderassen bezogen, wo meiner Meinung nach oft (natürlich nicht immer) mehr auf Aussehen als auf Gesundheit geachtet wird.
Weiter würde mich dann noch das Thema Listenhund interessieren, da habe ich mich so weit noch nicht mit beschäftigt, da es bis jetzt immer nur eine Träumerei war, die nun jedoch konkreter wird.
@ Smoothie: Es geht nicht ums nachzüchten der Mischlinge. Aber ich war sonst mehr ein Freund von Tierheim-Hunden oder wie es bei unserer ist, ausgesetzte "Unfälle".
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #5
Grüß dich,

Hm, wie darf man sich das Ganze vorstellen? Für die Nachsuche muss - was ich gerade gelesen habe - der Hund geprüft sein?
Der Dogo ist als geprüfter Jagdhund in Deutschland jedoch nicht zulässig, was ich gerade so gelesen habe....im Grunde dürfte dann ohne Prüfung euer Hund sowieso nicht zur Nachsuche antreten oder verstehe ich da gerade etwas falsch?

Ich kenne mich mit dem Jagdgesetz leider nur bedingt aus - sorry :?

Wir hatten damals am Reiterhof einen Dogo - ein Traum von einem Hund. Groß, sanft, gehorsam, sehr verspielt und absolut Kinder/Pferde/andere Tiere etc. tauglich :) Ich fand ihn toll.
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #6
Ich habe es mir erklären lassen: Jedes Revier braucht mindestens einen Hund für Nachsuche etc. Dieser muss geprüft sein und ein natürlich ein zulässiger Jagdhund sein. Der Hund eines anderen Jägers muss nicht unbedingt angemeldet sein, was jedoch selten vorkommt, da Jäger ja meist auch einen Jagdhund haben und mit ihm dann alle möglichen Prüfungen machen möchten, gehört dann halt mit zum Hobby. Könntest also theoretisch auch einen Pekinesen mit auf die Jagd nehmen.
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #7
Der Dogo Argentino kann in Deutschland aber nicht zugelassen werden und somit wird man sich hüten, einen ungeprüften Hund mit auf Jagd zunehmen.

Ein Dogo hetzt, stellt und packt. Selbstständig!

Das Aggressionspotential und die teils schlechten Nerven würden mir doch zu denken geben. So ein Hund passt oft nicht in die moderne Welt.

Was fasziniert euch an den Hunden?
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #8
Das was ich gelesen habe, sind diese Hunde nicht aggressiv. Im Gegenteil. Dadurch, dass der Besitzer auf der Jagd ja an das gepackte Tier musste um dieses zu erlegen, durften diese Hunde nie Aggressivität Menschen gegenüber zeigen. Selbst in Situationen, in denen ihre Beute weggenommen wird. Wie gesagt soll dieser Hund eventuell mal mit in den Wald aber kein primärer Jagdhund o.ä. sein. Es sind bisher ja auch nur Überlegungen, deshalb schreibe ich hier.
Uns reizt neben der Optik sein Wesen. Es sind wohl sehr menschenbezogene und familiäre Hunde.
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #9
Ein Hund, der ein Tier packen, halten und eventuell sogar töten muss, hat IMMER ein Vergleichsweise hohes Aggressionspotential! Sonst funktioniert die Arbeit gar nicht.

"Sehr menschenbezogen und familiär" sind Pudel auch. ;)
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #10
Das mit dem Dogo als Jagdhund in D könnt ihr euch abschminken. Die Stichworte heißen "Rasseliste", "Wesenstest" und "Landeshundegesetz".
Die Haltung eines Listenhundes oder eines für gefährlich befundenen Hundes kann äußerst kostspielig werden.
Selbst, wenn ihr Glück habt und der Dogo steht in eurem Bundesland nicht auf der Liste:
"Jeder Hund, der Menschen oder Tiere gefahrbringend anspringt oder beisst" (was bei der ursprünglichen Aufgabe des Dogos durchaus beabsichtigt ist), ist laut Landeshundegesetz offiziell ein gefährlicher Hund. Egal, ob der Hund nun jagdlich geführt wird oder nicht. Der Hund ist nicht zur Prüfung zugelassen und so kein offizieller Jagdhund, sprich er "wildert", da er nie offiziell "eingeschworen" wurde und eigentlich "zivil" unterwegs ist. Im Revier deines Freundes hast du das Glück, dass er wohl kaum den Hund seiner Freundin schießt, wenn dieser Wild schlägt, in jedem anderen Revier habt ihr allerdings verloren, weil der Dogo nicht als jagdlich geführter Hund für andere Jäger zuerkennen ist.
Wurde dein Hund für gefährlich befunden, heißt es ab zum Wesenstest (Prüfungsgebür dafür mancherorts dreistellig), den die meisten Jagdhunde wegen der gewollten "Triebstärke" von vorneherein nicht bestehen.
Was sind die Folgen?
Durchschnittlich 600 - 1000 Euro Hundesteuer pro Jahr, außerhalb eingefriedeter Gebiete (das schließt das Revier deines Freundes mit ein) nur mit Maulkorb und maximal 2 m langer Leine und nur geführt von dem, der die Erlaubnis zum führen eines gefährlichen Hundes hat, nicht der Andere. Sprich hat dein Freund die Erlaubnis und du nicht, du führst den Hund aber mal "ums Eck" zum abendlichen Geschäft, braucht dich nur ein gefrusteter Nachbar auf dem Kieker zu haben und schon klingelt das ordnungsamt mit Verstärkung durchs Veterinäramt bei dir an der Tür wegen eines anonymen Tipps, je nach Paranoia-Grad des Bundeslandes (und Dokumentierungswut des Nachbarn, wenn du öfters mal eingesprungen bist) kann das schon bedeuten, dass dein Hund eingezogen und im nächsten Tierheim einquartiert wird.
Außerdem könnt ihr Teletakt, Stachelwürger und solche "Spirenzchen" bei Molossern vergessen. Sie zeigen dir deutlich, was sie von dir halten, dann hast du es komplett bei diesem Hund verschi**en, denn sie sind seelisch sensibel, aufbrausend wenn gereizt und haben eine Mordsausdauer wenn es um canide Boykotthandlungen geht. Das geht bei 60 Kilo Hund nach hinten los.

Ganz ehrlich? Wenn ihr einen Jagdhund wollt: Tut euch diesen übertriebenen Spießrutenlauf nicht an und holt euch etwas, dass auch der letzte halbblinde Trachtelsepp als zur prüfung zugelassenen Jagdhund erkennt, das spart Geld und Nerven.
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #11
Wie gesagt: es soll kein Jagdhund werden, wenn wir einen wollten, würden wir uns einen kaufen. Wenn man das Thema Jagd einfach mal abhakt (es war eine reine Spielerei im Kopf, dass der Hund einfach unterm Hochsitz liegt während Herrchen Ausschau hält), würde mich wie gesagt ja eben diese Rasseliste und Bedingungen usw. in Niedersachsen interessieren. Es wurde hier ja auch ein Hundeführerschein eingeführt.
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #12
Na ja, wenn ihr so überzeugt seid, würde ich sagen: Sucht Euch verschiedene Züchter aus, fahrt mehrere besuchen, lernt die Hunde kennen und fragt, wie die Hunde sich so im Alltag verhalten.

Wie gesagt, mir wären die Hunde 'zu viel'.
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #13
Der Dogo Argentino kann in Deutschland aber nicht zugelassen werden und somit wird man sich hüten, einen ungeprüften Hund mit auf Jagd zunehmen.

Ein Dogo hetzt, stellt und packt. Selbstständig!

Das Aggressionspotential und die teils schlechten Nerven würden mir doch zu denken geben. So ein Hund passt oft nicht in die moderne Welt.

Was fasziniert euch an den Hunden?

Ich könnt dich küssen :D

Der Dogo ist wesenstechnisch kein einfacher Hund und längst nicht so menschenfreundlich wie z.B. euer Labrador-Staff. Ich habe einige Dogos kennengelernt, die jagdlich gesehen ganz schöne Kanonen waren.
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #14
Ich weiß nicht, in welchen Bundesland du wohnst aber der Dogo Agentino zählt ihn einigen Bundesländern als Listenhunde. Das sollte natürlich bedacht werden, bevor man sich den Hund anschafft.
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #15
Niedersachsen. Schrieb sie bereits 2x.
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #16
Oh, das hab ich total überlesen...:uups:
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #17
Ihr könnt euch auch an die Molosser-Vermittlungshilfe wenden. Das ist kein Verein, sondern eine Art "Verzeichnis" der Molosserartigen Hunde nach Rasse. Dort findest du alle (oder zumindest den Großteil) der Hunde einer molossoiden Rasse, die in Tierheimen bzw. Pflegestellen sitzen mit Beschreibung, Fotos und Kontaktdaten des jeweiligen vermittelnden Tierheims/Vereins mit regelmäßigen Updates in Wort und Bild.
Hier beispielsweise alle aufgelisteten Dogos:
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #18
Erst einmal: In Niedersachsen gibt es KEINE Liste ;)
Ich kenne sogar einen Dogo, der ist noch recht jung (inzwischen etwas über 1 1/2 Jahre glaube ich) und wurde auch vorher schon im Zwinger gehalten etc.
Der jetzige Besitzer hatte vorher auch schon so einen Hund und der war ebenfalls ein ganz nettes Tier. Sein aktueller ist zwar sehr stürmisch (Junghund eben ^^) aber auch ganz nett.
Ich würde mich immer bei entsprechenden Besitzern und Züchtern informieren, die können ja auch erstmal weiter weg sein, es gibt heutzutage ja Telefone etc ;)

Von dem Rüden hab ich sogar noch ein Bild:
[VERSTECK][/VERSTECK]
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #19
Mit 1 1/2 Jahren ist ein Dogo auch noch ein Riesenbaby und vom Wesen her noch lange nicht erwachsen und gereift.
 
  • Erfahrung Dogo Argentino Beitrag #20
Huhu,

Danke Mitch, ich dachte es auch als erstes: In NI gibt es doch gar keine Rasseliste! Da hat man ja im Grunde für alle Hunde sehr strenge Auflagen.

Nordlicht, ich würde dir empfehlen, dir seriöse Züchter zu suchen, auch wenn sie außerhalb von Niedersachsen liegen. Lass dich von ihnen beraten, sag, was du vor hast mit dem Hund. Denn die Züchter, die schon lange mit der Rasse zutun haben und sich ausgiebig mit ihnen beschäftigt haben, werden dir am ehesten sagen können, in wiefern der Plan umsetzbar ist.

Ich an eurer Stelle würde den Hund aber wohl eher nur als Familienhund halten.
Du hast deine ursprüngliche Aussage "er würde zum Einsatz kommen" ja auch schon bedeutend abgeschwächt ;) Ich denke mal, ihn mit zur Jagt zu nehmen würde das familiäre Zusammenleben eher erschweren. Sie sind nach wie vor eine Rasse, die zum Packen gezüchtet worden sind. Klar heißt das nicht, dass jeder Dogo aggressiv wird, wenn er vernünftig erzogen ist, aber wenn er dann doch mit zur Jagt genommen wird und evtl auch eine inoffizielle Ausbildung bekommt, dann könnte das zur Gradwanderung werden.
 
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Erfahrung Dogo Argentino

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