ehemaliger Straßenhund verhält sich ganz anders, wenn wir zu zweit sind

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  • ehemaliger Straßenhund verhält sich ganz anders, wenn wir zu zweit sind Beitrag #1
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Tijo

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Hallo ihr Lieben!

Ich bin neu hier und muss eure Hilfe direkt in Anspruch nehmen, da ich selbst nicht weiter weiß!

Ich habe einen ehemaligen Straßenhund im März 2013 aus dem Tierheim zu mir geholt. Damals war er geschätzt 1 Jahr alt und für das, was er erlebt hat in seinem jungen Leben, ist er wirklich ein Traumhund! :)
Da ist nur ein Problem und das besteht darin, dass wenn mein Freund oder ich jeweils alleine mit ihm zu Hause sind, er ein ganz anderer Hund ist, als wenn wir beide da sind. :eusa_eh:
Ist einer von uns alleine mit ihm, kann er entspannen, schläft viel und ist insgesamt sehr viel ruhiger. Sobald wir zu zweit sind, hat man das Gefühl er hat Angst irgendetwas zu verpassen - bei jedem noch so kleinen Geräusch muss er schauen was los ist und wenn wir in zwei unterschiedlichen Zimmern sind, rennt er hin und her und guckt was wir machen, drängelt um Aufmerksamkeit und kann wirklich fürchterlich anstrengend werden...

Ich frage mich nun wie wir ihm helfen können auch zu entspannen, wenn wir hier zu zweit sind. Auch nach ausgedehntem Programm außerhalb schafft er es danach nicht zu schlafen.. er muss ständig schauen was wir machen, auch wenn wir wirklich gar nichts machen.
Auch können wir zusammen nicht so gut die Wohnung verlassen, als wenn wir jeweils alleine mit ihm sind und dann gehen.. Alleine bleiben kann er, aber er mag es nicht wenn wir zusammen gehen. Wenn eine Person hier ist und dann geht, stört es ihn gar nicht - sind wir zu zweit, setzt er sich im Flur vor die Tür und winselt, rennt hektisch hin und her und will einfach mit.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass er die Erfahrung gemacht hat, dass es draußen mit uns zusammen interessanter ist, da ich eig die Hauptbezugsperson bin und die großen Runden öfters mit ihm alleine gehe, als dass mein Freund dabei wäre...

Kontrolle kann ich ausschließen, da er alleine bleibt ohne irgendetwas anzustellen... er macht nichts kaputt, er bellt nicht, er winselt nicht - er nutzt die Zeit meist um sich aufs Bett zu legen, was er sonst nicht darf :-D um dann zu schlafen bis wir kommen..
Haben ihn mehrmals gefilmt und immer war er lieb. Er rennt erst aufgeregt in den Flur, wenn er uns hört ;-)

Aber leider findet er eben keine Ruhe, wenn wir beide da sind und da das auf Dauer nicht gesund sein kann, immer aufgedreht zu sein und wir aber auch nicht abwechselnd die Wohnung verlassen möchten, hoffe ich, dass ihr vielleicht eine Idee habt, wie wir ihm helfen können und zunächst natürlich eine Idee für die Ursache des Problems!

Danke im Voraus! :)
 
  • ehemaliger Straßenhund verhält sich ganz anders, wenn wir zu zweit sind Beitrag #2
Huhu,

was habt ihr denn bisher versucht? Und kannst du ein wenig schildern, was ihr tut wenn es bei ihm schlimmer wird mit der Unruhe? Wie oft seid ihr denn zu zweit bei ihm, ist das eine bestimmte Tageszeit o.ä.? Wart ihr schon mal längere Zeit beide daheim (z.B. im Urlaub) und was ist da passiert?

Ein anderes Verhalten, wenn man zu zweit ist, kenne ich insofern, dass man sich da einfach anders verhält. Man ist nie so aufmerksam und beschäftigt sich nie so viel mit dem Hund wie alleine (und wenn es nur ein »Hi Schätzchen« beim durch den Flur laufen ist). Ihr solltet euch beide mal genau beobachten, sowohl alleine mit dem Hund als auch gemeinsam. Vielleicht schenkt zumindest einer von euch ihm übermäßig Aufmerksamkeit, wenn er alleine mit ihm ist, die dann komplett entfällt, wenn ihr zu zweit seid?

Es gibt auch Hunde, die unglaublich viel Routine brauchen. Meiner gehört auch dazu. Es ist egal, wenn ich am Wochenende arbeiten gehe – da zuckt er nicht mal. Auch Abends zur Uni ist kein Thema. Gehe ich aber Mittags einfach mal weg und mein Freund bleibt dafür daheim wird er unruhig und ist anschließend »beleidigt«, wenn man es so menschlich ausdrücken will. Wenn es also für den Hund nicht zu seinem gewohnten Ablauf gehört, dass ihr beide da seid, kann es sein, dass es ihn einfach aus der Ruhe bringt. Da hilft dann aber nur üben, ignorieren und irgendwie Routine reinbringen, damit er das Gefühl von Beständigkeit hat.

Liebe Grüße
 
  • ehemaliger Straßenhund verhält sich ganz anders, wenn wir zu zweit sind Beitrag #3
Hm... also für micvh hört sich das ein bisschen nach "Kontrollzwang" an.

Wenn einer mit ihm alleine ist, hat er denjenigen ja "unter Kontrolle", ohne immer pendeln zu müssen... sind beide zu Hause und nicht in einem Raum... dann muss er "patroullieren", um alles unter Kontrolle zu haben.

lg
 
  • ehemaliger Straßenhund verhält sich ganz anders, wenn wir zu zweit sind Beitrag #4
Danke für die schnellen Antworten! :)

Also ignorieren gehört zu einer der Methoden, die wir bereits ausprobiert haben, aber leider erfolglos. Ansonten schicken wir ihn weg, oder schließen ab und zu kurzzeitig die Türen hinter uns, damit er nicht folgen kann und um ihm zu zeigen, dass nicht besonderes passiert, auch wenn wir ohne ihn sind ..

Ich meine er soll sich ja ruhig dort aufhalten, wo wir sind und am Zusammenleben teilhaben, aber eben auch lernen abzuschalten und seinen Rückzugsort, das Schlafzimmer nutzen, auch wenn wir zu zweit sind.

Das mit der Routine ist an sich eine gute Idee, aber eigentlich kennt er keine Routine ^^ Wir sind beide Studenten und da ist ein routinierter Tagesablauf nicht gegeben. An dem einen Tag gehen wir zusammen zur Uni, am nächsten versetzt, wieder am nächsten sind wir einfach daheim.. das kannte er von Anfang an nicht anders.. Aber dieses unruige, wenn wir zu zweit sind war auch nicht immer so, es nimmt zu und deswegen mache ich mir Sorgen.. Vorallem, weil er irgendwann immer total überdreht wird, wenn er keine Ruhephasen einbaut..
Ich muss sagen, dass ich noch nicht darauf geachtet habe inwiefern sich das Verhalten unterscheidet, ob wir alleine sind mit ihm oder nicht, aber wenn ich überlege ändert sich nicht viel.. wir reden viel mit ihm, spielen und kuscheln eigentlich genauso viel, als wenn wir zu zweit sind..
Aber ich werde darauf mal achten!
;)
Das mit dem Kontrollzwang hatte ich zunächst auch im Sinn, jedoch wundert es mich dann, dass es ihm egal ist, wenn einer alleine mit ihm ist. Dann verlassen wir ja auch die Wohnung, bewegen uns hin und her und er muss nicht ständig gucken, oder will unbedingt mit.. Wäre es bei Kontrollzwang nicht egal, wie viele Personen da sind bzw. würde er nicht auch die eine Person kontrollieren wollen?
:eusa_think:
 
  • ehemaliger Straßenhund verhält sich ganz anders, wenn wir zu zweit sind Beitrag #5
Wo schaltet er den ab wenn einer von euch mit ihm alleine ist?

Hat er einen Festen Platz?
läuft er auch hinterher wenn du mit ihn alleine bist?

Vielleicht hilft es ja wenn ihr mit ihm einen festen Platz zum abschalten zeigt.
Decke oder vielleicht eine Box ( als Höhlenersatz nicht zum einsperren )

Eben einen Platz wo er abschalten kann, wenn es nötig ist. Wo ihr ihn hinschickt, wenn ir denkt Jetzt ist Zeit zum abschalten.

lg


Edit;
Wäre es bei Kontrollzwang nicht egal, wie viele Personen da sind bzw. würde er nicht auch die eine Person kontrollieren wollen?

nicht unbedingt... kann auch sein, das es ihn einfach stresst, wenn ihr euch zunahe kommt.
Oder er denkt einen alleine hat er im Griff, bei zwei ist das schon anstrengender...
 
  • ehemaliger Straßenhund verhält sich ganz anders, wenn wir zu zweit sind Beitrag #6
...cut...

Das mit dem Kontrollzwang hatte ich zunächst auch im Sinn, jedoch wundert es mich dann, dass es ihm egal ist, wenn einer alleine mit ihm ist. Dann verlassen wir ja auch die Wohnung, bewegen uns hin und her und er muss nicht ständig gucken, oder will unbedingt mit.. Wäre es bei Kontrollzwang nicht egal, wie viele Personen da sind bzw. würde er nicht auch die eine Person kontrollieren wollen?
:eusa_think:


Eine Person kontrolliert sich einfacher und unauffälliger als zwei - da muss man ja nicht zwischen zweien "pendeln" ;)
 
  • ehemaliger Straßenhund verhält sich ganz anders, wenn wir zu zweit sind Beitrag #7
Also sein fester Platz ist im Schlafzimmer. Da hat er sein Körbchen auf welches wir ihn auch schicken, wenn wir ihn "wegschicken".. Dort hält er sich auch auf, wenn eine Person alleine mit ihm ist, weswegen ich das mit dem Kontrollzwang ausschließen würde, weil er da nichts sieht von dem, was die Person tut - hätte ich vllt detaillierter beschreiben können, sorry :p

Wenn man ihn dorthin schickt, geht er zwar, aber kommt nach kürzester Zeit wieder... das Spielchen hält er auch ewig durch :shock::D
 
  • ehemaliger Straßenhund verhält sich ganz anders, wenn wir zu zweit sind Beitrag #8
Also sein fester Platz ist im Schlafzimmer. Da hat er sein Körbchen auf welches wir ihn auch schicken, wenn wir ihn "wegschicken".. Dort hält er sich auch auf, wenn eine Person alleine mit ihm ist, weswegen ich das mit dem Kontrollzwang ausschließen würde, weil er da nichts sieht von dem, was die Person tut - hätte ich vllt detaillierter beschreiben können, sorry :p

Wenn man ihn dorthin schickt, geht er zwar, aber kommt nach kürzester Zeit wieder... das Spielchen hält er auch ewig durch :shock::D

Ich bin verwirrt... er geht ins Körbchen, wenn er geschickt wird, kommt aber jedesmal wieder zurück... aber er hält sich immer im Körbchen auf, wenn er mit einem von euch alleine ist?
 
  • ehemaliger Straßenhund verhält sich ganz anders, wenn wir zu zweit sind Beitrag #9
Ich versuche Licht ins 'Dunkle zu bringen :lol:

Wenn einer mit ihm alleine ist, geht er ins Körbchen, wenn er Ruhe braucht, ohne dass jemand etwas sagt. Beispielsweise bin ich mit allein, wir toben und nach einer gewissen Zeit verschwindet er in seinem Körbchen und man hört ihn tiefenentspannt schnarchen :p
Wenn wir aber angenommen von einem 2-stündigen Spaziergang mit Nasenarbeit und Apportieren kommen und sind zu zweit in der Wohnung, geht er zwar ins Körbchen, aber eben nur für kurze Zeit, dann kommt er, guckt was wir machen, setzt sich dazu, schläft fast im sitzen ein, aber kann nicht aufhören zu beobachten. Er könnte ja auch auf dem Teppich schlafen, wenn es ihm darum ginge bei uns zu sein - tut er aber nicht, weil er immer nur im Schlafzimmer schläft ^^
Wenn wir ihn dann ins Körbchen schicken, weil wir der Meinung sind, dass er mal etwas Ruhe braucht, geht er zwar, aber eben nur für ein paar Sekunden und kommt dann direkt wieder gucken, was wir machen. Auch, wenn wir zB 2 Stunden nur auch der Couch im Wohnzimmer liegen und nen Film schauen, kommt er einfach nicht zur Ruhe und tigert dann herum, schaut was wir machen.
Ich bin in der Küche, mein Freund im Wohnzimmer, er sitzt irgendwo in der Mitte und schaut rechts-links-rechts, geht ins Körbchen, kommt wieder gucken, springt an uns hoch, fordert Aufmerksamkeit, geht wieder ins Körbchen, etc... Wir sitzen am Esstisch, er kommt gucken, geht ins Körbchen, kommt gucken, usw..
Alle beschriebenen Situationen jetzt davon ausgehend, dass ein "normaler" Hund sich jetzt eig entspannt hinlegen und schlafen würde - wie erwähnd: beispielsweise nach nem langen Spaziergang, Denkspielen, etc... Wenn er nicht müde ist, kann er sich natürlich aufhalten wo er mag und tun was er möchte:lol:, es geht einfach um seine Ruhelosigkeit, wenn wir mit ihm zu zweit sind und er eigentlich mal runterfahren sollte, weil es für ihn besser wäre.

Ich hoffe ich konnte das ganze jetzt etwas besser veranschaulichen ;) Und nochmals danke für eure Mühen!

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Und es liegt nicht daran, dass er auf das Kommando nicht hört, denn "Decke" versteht er und hält sich auch eigentlich daran.. zB, wenn wir ihn anleinen wollen oder es klingelt und er warten muss, bis er gerufen wird..
 
  • ehemaliger Straßenhund verhält sich ganz anders, wenn wir zu zweit sind Beitrag #10
Danke für die Erleuchtung :mrgreen:;)... also ich denke auch nach der ausführlichen Schilderung immernoch an Kontrollverhalten :eusa_think: (kommt mir nämlich recht bekannt vor)

Mein Chico kommt aus Griechenland, ist dort irgendwo wild geboren, als Welpe gefunden und ins Tierheim verfrachtet worden... und er hatte zu Beginn auch so ein extrem starkes Kontrollverhalten. Wir arbeiten tagtäglich daran... von perfekt sind wir trotzdem noch entfernt :roll:... aber... es ist deutlich besser geworden (auch wenn er in bestimmten Situationen immernoch mit mir "diskutiert", ob es wirklich mein Ernst ist, wenn ich ihn auf seinen Platz ("Hundebett") schicke (schlecht eben, wenn nicht alle im Haus am gleichen Strang ziehen und gleich konsequent sind :silence:)

Wenn ich ihn auf seinen Platz schicke (oder dann bringe)... und er kommt wieder angekleckert... dann wiederhole ich das solange, bis er dort bleibt (was an manchen Tagen öfter als nur zwei oder drei mal erforderlich ist, bis er dann die Nase voll hat und bleibt :roll:) Und genau wie bei Dir ist es nicht so, dass er nicht versteht, was man meint (oder das "Kommando" nicht kennt)

Hast Du mal versucht das Körbchen zu euch ins Wohnzimmer zustellen... ob er sich dann dort reinlegt und schläft, wenn er so kaputt ist und im Schlafzimmer nicht bleibt? (Ich mein.. klar möchte Hund bei seinen Leuten sein)... Nur als Versuch... Oder ihm einen "Hundeplatz im WZ bereitstellt und sei es nur eine Decke oder ein Teppich? Prinzipiell sollte man solche eigenständigen Entscheidungen nicht unbedingt fördern... "Kommando" ist "Kommando" - wenn du möchtest, dass der Hund im SZ liegt... dann sollte er dort auch bleiben. Auch wenn das bedeutet, dass man ihn halt bei nicht befolgen immer und immer wieder kommentarlos in sein Körbchen zurück bringt.

Naja.. ist halt so das, was ich dazu denke :uups:
 
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