Hilfe?!?oder doch nur pubertäres Verhalten?

Diskutiere Hilfe?!?oder doch nur pubertäres Verhalten? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo erstmal an alle :) Ich brauche mal einen Ratschlag, Hilfe oder Erziehungstipps. Mein Welpe/Junghund, 6 Monate alt, Golden Retriever, Rüde...
  • Hilfe?!?oder doch nur pubertäres Verhalten? Beitrag #1
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Käschi

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Hallo erstmal an alle :)

Ich brauche mal einen Ratschlag, Hilfe oder Erziehungstipps.
Mein Welpe/Junghund, 6 Monate alt, Golden Retriever, Rüde.
Folgende Auffälligkeit hat sich in den letzten Tagen eingeschlichen. Der kleine Banause, hat nun begonnen während des Spaziergangs bzw.meistens auf dem Rückweg vom Spaziergang, plötzlich nach der Leine, meinen Händen zu "schnappen" also es wirkt eher spielerisch,sieht es aber nicht mehr aus mit 6 Monaten. Er fletscht und wirkt relativ ernst,wedelt aber mit dem Schwanz. Bis dato habe ich mich von ihm abgewandt (es versucht) und es ignoriert und die Arme verschrenkt und stand dabei auf der Leine mit dem RÜcken zu ihm. Dann lässt er kurz davon ab. Körperhaltung entspannt sich aber soald ich weiter gehen will, fängt er wieder an. Er ist schon sehr temperamentvoll aber ich hatte bis jetzt keine Dominanzproleme mit ihm. Grundgehorsam wie Sitz, Platz und das Kommen auf Kommando sind in Übung. Welpenschule wurde besucht und nun soll die Junghundgruppe folgen. Ich weiß einfach nicht ob ich vielleicht schon zu dominant bin oder wirklich noch nicht genug. Natürlich ist mir bewusst, dass er jetzt in die "Rüppelphase" kommt bzw mitten drin ist aber dennoch möchte ich nicht,dass das Verhalten sich festigt. Im Umgang mit Kindern ist er einfach unbeschreilich liebevoll,genauso mit Katzen. Dennoch möchte ich zB.dass er nicht auf die Kinder zustürmt vor Freude und ihnen durchs Gesicht leckt. Die finden es zwar super aer ich nicht. Kein ausgeprägter Jagttrieb. Wir haben nun mit einem leichten Dummytraining begonnen. Vorerst in der Wohnung. Das klappt auch super und bringt ihm sichtlich Spaß. Hundeschule pausiert gerade, deshalb habe ich mich nun hier registriert um Tipps zu bekommen. Verhalte ich mich richtig?was kann ich in dieser Phase noch tun um meine Stellung zu behaupten. Ich muss leider zugeben,dass mir eben die Hutshnur gerissen ist. Er hat mir dann an meinen Füßen rumgegnauelt (kam ja nicht mehr an die Hände) und an der Wade, dann ist ihm plötzlich ein Riemchen an meiner Jacke aufgefallen und er schnappte sich das. Ich hatte ihn dann genommen und ausgetreichelt,da er so aufegdreht war,dass ich nicht weitergehen konnte. Er hat es richtig drauf angelegt und mich quasi herrausgefordert. Ich wollte ihn nicht verletzen und sah mich gewzungen mich auf den Gehsteig zu knien und ihn zwishcne meine Beine zu nehmen und ihn zu beruhigen. Zu Hause angekommen,blieb er erstmal alleine im Flur. Reumütig liegt er nun vor mir auf seiner Decke. Ich hoffe ihr werdet einigermaßen schlüssig aus meiner Darstellung und könnt mir Tipps oder Hilfen geben,wie ich mich richtig verhalte und meinen kleinen Racker liebevoll aber bestimmt, durch diese Phase durchbekomme. Vielleicht noch ein Detail. Wir gehen mit einer 10m Schleppleine spazieren,an der laufen kann aer auch "bei Fuß" gehen muss,bei z.B. Gegenverkehr.

Liebe Grüße
 
  • Hilfe?!?oder doch nur pubertäres Verhalten? Beitrag #2
Hey,

das hat rein gar nichts mit Dominanz zu tun, sondern ist schlicht und ergreifend ein Mittel um Stress abzubauen.

Gerade bei jungen Hunden macht man oft zu viel und das äußern sie dann gerne mal mit so einem Verhalten.
Wie lange geht ihr spazieren und was macht ihr dabei?

"Reumütig" sind Hunde übrigens nicht, sondern merken einfach, dass man sauer auf sie ist.
Er kann vermutlich überhaupt nicht verstehen warum er in einer für ihn stressigen Situation auch noch deinen Unmut auf sich zieht;)
 
  • Hilfe?!?oder doch nur pubertäres Verhalten? Beitrag #3
Hallo,

kein 6 Monate alter Junghund will die Weltherrschaft an sich reißen. Dominant ist hier fehl am Platz. Dominant ist keine Charaktereigenschaft sondern nur ein momentanter ´Zustand´. Gibt immer einen der dominant ist und einen der sich dominieren lässt. Das ist wie; wo keine Indianer sind da gibts auch keinen Häuptling.

Dein Hund ist auch nicht reumütig das ist ein menschliches Empfinden, dein Hund reagiert auf dein Verhalten und natürlich interpretierst dann noch was menschliches rein. Musste er im Flur bleiben oder blieb er von sich aus? Bei ersteren hast du dich von deinem menschlichen Ego leiten lassen. Für den Hund war längst wieder alles im Butter. Der denkt nicht den ganzen Nachhauseweg darüber nach was er falsch gemacht hat, bleibt dann gemütlich draußen im Flur und denkt sich ´das hatte ich auch nun verdient´ für den geht ne kleine Welt unter weilter nicht versteht warum er von seinen Rudel ausgeschlossen wurde. Rudel ausschluss ist, zumindest bei Welpen, eine Todesstrafe weil sie glauben müssen das sie zum sterben zurückgelassen wurden. Immerhin kann so nen kleines Welpchen sich ja nicht wehren.

Gut, also was ich so gelesen habe hast du doch vollkommen in ordnung reagiert? Dein Hund ist rüpellig, merkt das es Nachhause geht und will eben noch nichht. Er versucht dich zu einem lustigen Spiel herauszufordern, wenn du dich auf die Leine stellst und ihn kurzzeitig ignorierts zeigst du doch sehr gut das es so nicht geht. Einfach den längeren Atem haben. Das festhalten zwischen den Beinen weiß ich jetzt nicht ob es das richtige war, aber ich meine es auch schon als Methode gelesen zu haben um den Hund runterzubringen und das dein Hund zu allen Menschen hin will ist typisch Retriever. Trainieren, Trainieren, Trainieren mehr hilft da nicht
 
  • Hilfe?!?oder doch nur pubertäres Verhalten? Beitrag #4
Der abendliche Spaziergang dauert ca. 20-30 Minuten und wird nicht zum Spielen oder Toben genutzt. Er soll sich nur Lösen und vor der Abendruhe quasi die Beine vertreten und Luft schnappen. Ich frage mich nur warum er da Stress empfinden soll, von einer Sekunde auf die Andere. Vorher läuft er wunderbar und gelassen bei mir und ist durchweg entspannt und auf einmal ist er dann gestresst?von was denn?Es gab auch heute keinerlei Einflüsse. Nichtmal Personen die noch da waren. Wir sind einfach so nach Hause geschlendert und dann ist es immer als ob ein Schalter umgelegt wird. Ich denke, dass es wie Smoothie auch een schrie, an dem Nachhauseweg liegt. Er hat einfach keine Lust nach Hause. Es ist nämlich noch nie auf dem Hinweg passiert. Trotzdem hae ich stets versucht ihm keinen üermäßigen Stress auszusetzen. Er kann sich immer und üerall zurückziehen und spazieren gehen tut er mit Freude. Meinst du die Dauer ist zu lang? Hatte mich da immer an der Regel Leensmonat x 5 Minuten gehalten. Das 2-3 täglich je nach Wetter. An den heißen Tagen lie er auch lieber im Schatten...
@ Smoothie: ich habe ihn im Flur gelassen. Wahrscheinlich wirklich aus dem menschlichen Ego heraus. Ich war aufgebracht und wollte meine Unruhe nicht auf ihn übertragen und hielt es für besser. Was wäre denn z.B eine Alternative zu dem Wegsperren? Auch in anderen Situationen?Anleinen, sodass er noch Blickkontakt halten kann,aer dennoch auf Abstand leiben muss?Mit anderen Situationen meine ich z.B. beim Kaffee trinken an einem niedrigen Tisch und seine Vorliebe da mitmischen zu wollen :D
Ja der lange Atem... defintiv ein Stichwort.Aber er hat keine Milchzähne mehr,das tut dann auch mal weh. Wie ist das Fletschen zu interpretieren? Er beißt mich auch nicht wirklich. Er zwickt halt so rein, so eine Art stupsen mit Zähnen eben.
 
  • Hilfe?!?oder doch nur pubertäres Verhalten? Beitrag #5
Naja, "Stress" ist ja nicht immer negativ;)

Er kann sich ja auch einfach schlicht und ergreifend freuen, nochmal kurz aufdrehen und dann ist gut:)
Gerade bei Junghunden ist es absolut typisch, dass die abends vor dem schlafen gehen nochmal ein bisschen rumspacken- ähnlich wie bei kleinen Kindern, die müde sind, aber eiiigentlich noch nicht schlafen gehen wollen.

mMn hast du da übrigens durchaus auch die richtige Reaktionsweise gezeigt.
Labbis lieben halt wirklich alles und jeden und da muss dann später einfach der Abruf usw. sitzen.

Das Halten des Hundes funktioniert übrigens tatsächlich bei manchen Hunden um sie wieder runter zu kriegen- nicht bei allen und es ist auch keine Erziehungsmethode, sondern eine Managementmaßnahme um eben wirklich nur den Hund runter zu holen.

Sollte man aber auch nicht bei jedem Hund machen- wenn es bei deinem funktioniert ist das ja schon mal gut zu wissen:)

Trainieren, Trainieren, Trainieren mehr hilft da nicht
:mrgreen:
 
  • Hilfe?!?oder doch nur pubertäres Verhalten? Beitrag #6
Wenn mein Yuukan (Labrador- Border Collie Mischling) im gestandenen Alter von 4 Jahren seinen 5 Minuten Anfall bekommt, bellt und fletscht er mich auch an. Ich kenne deinen Hund natürlich nicht, das heißt ich kann dir jetzt keine 100% garantie geben aber ich würde sagen das hat nichts mit Agressiv, Dominanz oder gar dem zutun das er dich gerne zerfleischen wollen würde. Der hat einfach Hummeln im Hintern und will Aktion, wild sein, raufen. Hast sicher schon mal Hunde beim Spielen beobachtet oder? Also wenn meiner rauft mit anderen gibt es ein morsgetöse, bellen, knurren, zwicken, beißen (ohne verletzen zu wollen) und gerade so junge Wirbelwinde versuchen doch mal ob fraule auch so spielen mag. Wenn es bei Yuukan und mir heiß zu geht dann ´kloppen´ wir uns richtig. ich knuffe ihn, er schnappt nach mir, ich knuffe wieder, er rast los eine Runde um den Tisch, schnappt sich eine leere Flasche rennt mich damit übern Haufen, kaut auf der Flasche rum und wartet in Lauerstellung das ich komme und wenn ich komme? Dann fetzt er knurrend um den Tisch, kommt wieder zu mir, hält mir die Flasche hin damit ich ordentlich dran ziehe und zerre. Das ist nicht ohne und gibt durchaus mal ne Schramme und dennoch und das ist der unterschied zu ´der will die Weltherrschaft´ wenn ich das möchte, dann läuft er im perfekten Fuß, macht Sitz und Männchehn, holt mir die Zeitung, die Pantoffel, alles was ich will. Schnarcht neben mir im Bett und pupst mich voll (könnte man natürlich als Mordversuch interpretieren.... :lol:). Also bei so einer wilden Rauferei geht kein Respekt verloren. Ob das jetzt bei einem Junghund der vielleichht noch nicht 100% weiß wie er spielt ohne den Menschen versehentlich zu vevrletzen (Menschen haben ja keinen Pelz...) das weiß ich nicht. Da ist Midori vielleicht noch mal so nett und liefert auskunft. ;)

Also wenn der Hund draußen murks macht in deinen Augen würde ich den Ärger mit draußen lassen und es ihm einfach nicht nachtragen. Mein Hund hat sich schon mitten vor einem Gartentörchen (drinnen saß ne Familie beim Kuchenessen) hingesetzt und nen Häufchen gesetzt. Ich war rot von der Fußspitze bis zu den Haaren und dennoch flog Minuten späte der heißgeliebte Ball. Er macht es ja nicht absichtlich um dich zu Ärgern sondern weil das sein gerade in dem Moment angebrachter Zustand ist.
 
  • Hilfe?!?oder doch nur pubertäres Verhalten? Beitrag #7
Also bei so einer wilden Rauferei geht kein Respekt verloren. Ob das jetzt bei einem Junghund der vielleichht noch nicht 100% weiß wie er spielt ohne den Menschen versehentlich zu vevrletzen (Menschen haben ja keinen Pelz...) das weiß ich nicht. Da ist Midori vielleicht noch mal so nett und liefert auskunft. ;)

Höhö...ist sie:p

Gerade dieses Spielen stärkt letzten Endes unheimlich die Bindung- und man kann schön Abbruchsignale trainieren;)
Junghunde (und ganz besonders Labbis) können einfach noch nicht einschätzen ab wann es zu wild wird- auch das muss man ihnen beibringen.

Wenn er einem jetzt mit Karacho mal in die Beine rennt ist das noch nicht so dramatisch, bei einem ausgewachsenen Labbi ist das schon eher ungut.

Geht man ähnlich an wie die Beißhemmung: Spielen ja, aber wenns zu wild wird bricht man kommentarlos ab ohne böse zu werden.
Wenn einem der Hund auch mal so richtig weg tut (Hundekrallen sind was Feines) darf man auch ruhig mal "Sch**** verdammt!" in einem authentischen Tonfall von sich geben^^
 
  • Hilfe?!?oder doch nur pubertäres Verhalten? Beitrag #8
Dann heißt es wohl weiter trainieren und Ruhe und Ausgeglichenheit demonstrieren :D
nu liegt der kleine Scheißer hier aufm Rücken und schnracht vor sich hin,alle Viere von sich gestreckt. Lange kann man ihm definitv nicht böse sein. Das Ausstreicheln, hat unsere Hundetrainerin uns nahe gelegt und funktioniert auch. Allerdings wende ich es auch nur z.B in der Hundeschule an oder in besonders aufregenden Situationen,wo ich das Gefühl habe,dass er völlig überdreht und nicht mehr Herr seiner Sinne ist :mrgreen::mrgreen:
 
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